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Europäisches Nachrichtenmagazin für Eisenbahnfreunde

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LOK Report – Montag, 22.05.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

Koalition will Kooperation
bei Nachtzügen

Absatzlinie
Baubeginn für neuen Bahnhof
"Merklingen-Schwäbische Alb"

Absatzlinie
40'000 Besucher bei Stadler
Absatzlinie

SBB stellen Fahrplan 2018 online

Absatzlinie
Österreich im Streit
um Direktvergaben

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Foto links: Johs. Damsgaard Hansen

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBundestag: Koalition will Kooperation bei Nachtzügen
Die Fraktionen von CDU/CSU und SPD wollen Kooperationsmodelle im Nachtzugverkehr stärken. Ein dazu vorgelegter Antrag (18/12363) wird am Donnerstag erstmals durch den Bundestag beraten. Die Bundesregierung wird darin unter anderem aufgefordert, als Vertreter des Bundes gegenüber dem Vorstand der Deutschen Bahn AG (DB) anzuregen, dass die bisherigen Kooperationen auch in den kommenden Jahren aufrechterhalten werden und eine regelmäßige Überprüfung zur Ausweitung der Streckenangebote gerade im grenzüberschreitenden Nacht- und Autoreisezugverkehr "auch in kooperativer Zusammenarbeit mit anderen Bahnunternehmen erfolgt".
Die Regierung soll zudem sicherstellen, dass den potentiellen Betreibern neuer Nachtzugstrecken "weiterhin ein gesetzlich vorgeschriebener fairer und diskriminierungsfreier Zugang zur Schieneninfrastruktur ermöglicht wird". Ferner fordern die Koalitionsfraktionen, die Bundesregierung solle sich auf EU-Ebene für Rahmenbedingungen einsetzen, "die bestehende administrative, technische und wettbewerbliche Hemmnisse eines grenzüberschreitenden Schienenpersonenverkehrs abbauen, damit auch der Nachtzugverkehr profitiert".
In der Vorlage kommen Unions- und SPD-Fraktion zu der Einschätzung, dass im saisonal geprägten Nachtreiseverkehr - auch nachdem sich die Deutsche Bahn AG (DB) aus diesem Bereich zurückgezogen hat - durch die Kombination aus klassischen Schlafwagenverkehren verschiedener Anbieter sowie Nacht-ICE/IC-Zügen der DB, die in der Nacht und zu den Tagesrandzeiten verkehren, "weiterhin preislich attraktive, umweltfreundliche und vielfältige Reiseangebote vorhanden sind". Die bisherige Bilanz der vorhandenen Angebote im Nachtreiseverkehr weise einen wachsenden Kundenzuspruch auf. Zudem werde die Qualität der Verkehrsleistung von Reisenden positiv beurteilt.
Die Fraktionen verweisen darauf, dass ab Ende 2017 die Trassenpreise in den Nachtstunden sinken sollen. Das verbessere die betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Nachtzugreiseverkehrs, heißt es in der Vorlage (Pressemeldung Bundestag, 22.05.17).

RechteckBündnis 90/Die Grünen: Deutschland verbietet laute Güterwagen ab Ende 2020
Zur veröffentlichen Emnid-Umfrage, wonach sich eine Mehrheit von 68 Prozent der Deutschen gegen die Abschaffung der klassischen Bahn-Fahrkarte zu Gunsten eines ausschließlichen Smartphone-Systems ausspricht, erklärt Matthias Gastel, Sprecher für Bahnpolitik: „
Bahntickets müssen für alle zugänglich sein, nicht nur für Smartphone-Besitzer. Damit Smartphone-Tickets eine wirkliche Alternative werden, muss WLAN an allen Bahnstrecken vorhanden sein. Sonst gerät diese Idee zum Schuss in den Ofen. Daher plädieren wir für einen Mobilpass als Karte und auf dem Smartphone, ohne damit das bewährte Bahnticket abzuschaffen.
Nur wenn man ein Smartphone-Ticket ohne Zwang angeht und auch noch in absehbarer Zeit ein Bahnticket auf Papier sicherstellt, wird diese Idee auf Akzeptanz bei den Menschen stoßen “ (Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen, 22.05.17).

RechteckDeutsche Bahn: Zwei "Start-up-Rockstars" für Bahnhöfe

"With Løve" vereinfacht das Einkaufen für die Mittagspause durch Online-Bestellungen. "TryLikes" bietet Lösungen für direktes Kundenfeedback an Bahnhöfen – das sind die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs.
Mit einem neuen Teilnehmerrekord ging der Start-up-Wettbewerb für Bahnhöfe in die vierte Runde: 151 Bewerber – frei nach der Devise "Let's rock stations!" - reichten ihre Ideen für neuartige Shoppingerlebnisse, innovative Food-Konzepte oder hilfreiche Services am Bahnhof ein. Zehn von ihnen wurden ausgewählt, um beim Finale am 18. Mai in der DB mindbox Berlin, dem DB-Gründerzentrum, in einem Pitch gegeneinander anzutreten. Eine Jury aus Experten der Start-up-Szene und der DB kürte am Abend die Gewinner. “
Mit den diesjährigen Gewinnern des Start-up-Wettbewerbs trifft junges, unkonventionelles und kreatives Denken auf ein attraktives Marktumfeld, denn Bahnhöfe sind Orte mit täglich Millionen Kundenkontakten", so Dr. André Zeug, Vorstandsvorsitzender der DB Station&Service AG. "Gemeinsam mit den Gewinnern wollen wir innovative Geschäftsmodelle an den Bahnhöfen entwickeln und voneinander lernen."
"With Løve" aus Farchau (Schleswig-Holstein) vertreibt Lunchpakete, die man online bestellen, bargeldlos bezahlen und direkt im Bahnhof abholen kann – ganz ohne Wartezeiten.
"TryLikes" ist ein junges niederländisches Unternehmen, mit dessen Technik Kunden unmittelbar ihr Feedback per Knopfdruck abgeben können. Dank einem Online-Analyse-Tool ist es möglich, in Echtzeit die Zufriedenheitswerte zu verfolgen und sich noch besser auf die Kundenbedürfnisse auszurichten.
Beide Gewinner nehmen nun am DB Accelerator teil, dem Start-up-Förderprogramm der Deutschen Bahn. Neben dem Preisgeld von 25.000 Euro können sie drei Monate lang kostenlos die Arbeitsräume der DB mindbox im S-Bahnhof Berlin Jannowitzbrücke nutzen. Dort werden sie von externen Experten sowie Beratern der DB bei der Weiterentwicklung ihrer Konzepte unterstützt.
• Bereits seit dem 17. Mai wird auf dem unterirdischen S-Bahnsteig im Münchner Hauptbahnhof das Audiosystem des Start-ups HOLOPLOT im Bahnhofsbetrieb getestet. Das System kann Schallwellen gezielt im Raum fokussieren. Zwei mit Headsets ausgestattete Servicemitarbeiter können ihre Durchsagen damit auf bestimmte Personengruppen oder Bahnsteigbereiche ausrichten, während im übrigen Raum davon wenig bis nichts zu hören ist.
• Das Start-up Haferkater verkauft seinen frischen Porridge seit Dezember 2016 an einem festen Standort im Berliner Hauptbahnhof. Das Erfolgsrezept: Mit Beeren, Nüssen, Schokolade und vielem mehr verfeinerter Haferbrei, verkauft in wiederverwertbaren Bechern mit Löffeln aus Bambusholz – bio, laktosefrei, vegan, schnell und simpel (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.05.17).

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Bahnberufe

Industrie

RechteckDeutsche Bahn: Digitales Instandhaltungswerkzeug DIANA
Wie können Weichenstörungen präventiv verhindert und somit Verspätungen vermieden werden? Die Antwort darauf hat DIANA, die Diagnose- und Analyseplattform für Anlagen. Weichenstörungen zu erkennen, noch bevor sie entstehen, das ist DIANA's oberstes Ziel. Verspätungen von Zügen, die von defekten Weichen ausgelöst wurden, werden so präventiv minimiert. Zusätzlich werden Reparaturarbeiten besser planbar. Bis 2020 wird fast die Hälfte aller Weichen im deutschen Schienennetz an die Diagnosevorrichtung angeschlossen. Dabei wird jede Weiche nach ihrer Betriebswichtigkeit und ihren Verspätungsminuten ausgewählt. 
Die Weiche wird von einem elektrischen Motor mit Strom versorgt. Dieser Stromfluss wird im Stellwerk von einem DIANA-Sensor gemessen und mit einer Sollkurve verglichen – gibt es Abweichungen, meldet das System einen Fehler. Die Sollkurven werden zuvor für jede einzelne Weiche individuell eingestellt. Die hochsensiblen Sensoren sind ungefähr so groß wie ein Feuerzeug und sitzen nicht an der Weiche selbst, sondern an den Stromversorgungskabeln, die in den Stellwerken zusammenlaufen.
Die Ergebnisse der DIANA-Sensoren können auf dem Computer und auf dem Smartphone per DIANA-App von den zuständigen DB-Mitarbeitern eingesehen werden. Mit dem Ampelsystem kann der Anlageverantwortliche ablesen, wie es der Weiche geht, grün: alles in Ordnung, gelb: Störungsgefahr, rot: defekt. Bei den Farben Gelb und Rot gibt es zusätzlich eine Push-Nachricht und eine Problemdiagnose. Der Anlageverantwortliche entscheidet im Anschluss, ob und wann gehandelt werden muss, um die entsprechenden Weichen zu reparieren.
Philipp Raffelsieper, DIANA-Projektleiter Region Ost: "Das Tolle an DIANA ist, dass wir Weichenauffälligkeiten erkennen können, bevor sie zu Weichenstörungen werden. Mit DIANA wird eine digitale Revolution der Weichendiagnose eingeleitet."
Marko Dörschel, Leiter Instandhaltung DB Netz AG Berlin: "Unsere Mitarbeiter wurden umfangreich für DIANA und die dazugehörige App eingewiesen. Eine Diagnoseplattform ermöglicht es uns, vor Eintritt einer Störung eventuelle Fehler zu beheben. Dies steigert die Qualität der Anlagen und gleichzeitig die Mitarbeiterzufriedenheit." (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.05.17).

RechteckDeutsche Bahn: Symposium "Zukunft der Mobilität" diskutiert Trends der Branche

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind mit die wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft der Mobilität. Neben hoher Wettbewerbsfähigkeit klimafreundlicher Verkehrsmittel – etwa durch attraktive Fahrzeiten – werden auch eher weiche Komponenten wie Bord-Entertainment und Entspannung immer wichtiger. Dies war eine der zentralen Botschaften des Symposiums "Zukunft der Mobilität" von Travel Industry Club und Deutscher Bahn (DB), das gestern in Frankfurt/Main stattfand. "Deshalb verbessern wir unser Angebot in diesen Punkten ständig, um gerade auch für Geschäftsreisende noch attraktiver zu werden", unterstrich Birgit Bohle, Vorstandsvorsitzende DB Fernverkehr und Schirmherrin des Symposiums.
Als Beispiel nannte Bohle die Fahrtzeit des ICE auf der Verbindung zwischen Berlin und München. Diese wird ab Dezember durch die Inbetriebnahme der neuen Schnellfahrstrecke von über sechs auf unter vier Stunden verkürzt. Damit kann der ICE bei der Reisezeit von Innenstadt zu Innenstadt erstmals mit dem Flugzeug mithalten. Durch das neue, schnellere WLAN in allen ICE sowie kostenlose Filme und Serien über maxdome onboard hat die DB auch den Service für Reisende deutlich verbessert. "Bahnkunden haben somit nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern auch ihr Wohnzimmer immer dabei", so Bohle.
Zukunftsforscher Alexander Mankowsky bestätigte, dass neben einer kurzen Reisezeit künftig die individuelle Gestaltung der Dienstreise im Fokus stehe. Wie beim Bahnfahren liege der Reiz autonomer Autos unter anderem darin, dass Reisende ihre Zeit entsprechend den eigenen Bedürfnissen nutzen könnten. Innovative Technologien setzen sich demnach nur durch, wenn die kulturellen Bedürfnisse der Reisenden berücksichtigt werden, so Mankowsky.
Der Wunsch der Geschäftsreisenden, die eigene Reise mitzugestalten, hat Folgen für die gesamte Branche: Der klassische Travelmanager werde zum "Feel-Good-Manager", ergab die Diskussion. Ziel sei es, Mitarbeiter zu Wort kommen zu lassen, neue Mobilitätsangebote in bestehende Unternehmensprozesse zu integrieren und den CO2-Ausstoß zu reduzieren.
Das Symposium hat gezeigt, dass intermodale Angebote, vernetzte Technologien und autonome Fahrzeuge die Zukunft der Mobilität stark beeinflussen werden. Dies erfordere ein Umdenken, resümiert Karina Kaestner, Leiterin Vertrieb Geschäftsreisen DB Vertrieb. "Die Herausforderungen der zunehmend individualisierten Mobilität können einzelne Verkehrsteilnehmer nicht alleine lösen. Deshalb ist es wichtig, gemeinsam starre Strukturen aufzubrechen und neue Ideen zu erarbeiten." (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.05.17).

RechteckNeska: Neuer Markenauftritt

Der Logistikdienstleister neska schärft sein Markenprofil. Auf der Messe "transport logistic" in München hat das Unternehmen ein neues Logo, ein neues Marken-Design und eine neue Website präsentiert. Künftig werden die logistischen Aktivitäten der neska unter den beiden Säulen "neska LOGISTICS" und "neska INTERMODAL" gebündelt
Mit dem neuen Marken-Auftritt sendet neska eine klare Botschaft an Kunden und Geschäftspartner. "Wir möchten deutlich machen, dass unsere starken Standorte unter einem Dach eine bestens vernetzte Einheit bilden, die sämtliche Logistik- Dienstleistungen aus einer Hand bietet. Gleichzeitig haben wir unsere Organisation gestrafft und klarer geordnet mit dem Ziel, die Wünsche unserer Kunden noch effizienter umsetzen zu können", erläutert Volker Seefeldt, Vorsitzender der neska- Geschäftsführung.
Das Logo der 1925 gegründeten Traditionsmarke wurde behutsam modernisiert. Die prägnante Typografie verleiht dem neuen Schriftzug mehr Dynamik und verkörpert so den Wesenskern des Unternehmens, das für seine Kunden alle Hebel in Bewegung setzt und seine logistische Expertise auf jahrzehntelanger Erfahrung aufgebaut hat.
Ob PC, Tablet oder Smartphone – auf der neuen Website mit ihrer klaren Struktur und intuitiven Benutzerführung findet man sich sofort zurecht. Mit wenigen Klicks erhält man die gewünschten Informationen über Standorte und Leistungen der neska- Gruppe und der dazugehörigen Unternehmen. Unter dem Label "neska LOGISTICS" sind nun sämtliche Angebote der Schüttgut-, Papier- und Stahllogistik sowie Spedition, Lagermanagement und Inhouse-Logistik zusammengefasst. Der Bereich "neska INTERMODAL" umfasst alle Aktivitäten rund um den Container-Transport per Schiff, Bahn und LKW einschließlich Beladung, Service, Reparatur, Wartung etc.
"neska steht für logistische Dienstleistungen höchster Qualität. Mit vielen Unternehmen in Industrie und Handel arbeiten wir seit langem vertrauensvoll zusammen. Wir hoffen, dass es uns mit unserem neuen Markenauftritt gelingt, weitere Kunden von unserer Leistungsfähigkeit und Flexibilität zu überzeugen", so Volker Seefeldt (Pressemeldung Neska, 22.05.17).

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IGE Werrabahn Eisenach e.V.

Aus den Ländern

RechteckBW: Baubeginn für neuen Bahnhof "Merklingen-Schwäbische Alb"

Mit der Enthüllung des künftigen Bahnhofschilds hat der Bau der neuen Bahnstation "Merklingen-Schwäbische Alb" begonnen. Verkehrsminister Winfried Hermann und der Vorsitzende des eigens gegründeten Zweckverbandes "Region Schwäbische Alb", der Laichinger Bürgermeister Klaus Kaufmann, enthüllten am Donnerstag, 18.05.2017 bei Merklingen an der Baustelle für die künftige Schnellbahntrasse Stuttgart-Ulm gemeinsam feierlich das Schild für den künftigen Bahnhof. An der Feierstunde nahmen führende Vertreter der Deutschen Bahn, etliche Abgeordnete und zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Wirtschaft sowie der kommunalen Ebene teil. 
Minister Hermann sagte: "Der neue Bahnhof sorgt dafür, dass auch eine ländliche Region wie die Laichinger Alb gut an den klimafreundlichen Schienenverkehr angeschlossen wird. Er passt damit bestens in das Konzept der Landesregierung für eine nachhaltige und umweltschonende Mobilität. Außerdem wird mit der neuen Bahnstation ein deutlich spürbarer Impuls für eine gute wirtschaftliche Entwicklung in dieser Region gegeben. Das Geld der Projektpartner ist also gut angelegt. Ich danke an dieser Stelle für das erhebliche finanzielle Engagement der Kommunen und für die Unterstützung der Deutschen Bahn, die dafür gesorgt hat, dass dieses Projekt trotz des engen Zeitplans noch in die laufenden Bauarbeiten an der Neubaustrecke eingepasst werden konnte." 
Bürgermeister Kaufmann betonte: "Von dem neuen Bahnhof profitieren viele Menschen auf der Laichinger Alb aber auch weit darüber hinaus. Er bietet der regionalen Wirtschaft eine hervorragende verkehrliche Anbindung und führt zur Ansiedelung weiterer Betriebe und Menschen. Das Bauvorhaben konnte auch deshalb in kürzester Zeit erfolgreich vorangetrieben werden, weil die Kommunen bereit waren, einen großen Finanzierungsbeitrag von 13 Millionen Euro zu den 30 Millionen Euro des Landes beizusteuern. Der Dank der acht Kommunen auf der Laichinger Alb gilt allen, die uns unterstützt und zum erfolgreichen Verlauf des Projekts beigetragen haben."
Bernd Koch, Vorstand Finanzen und Controlling der DB Netz AG, sagte: "Mit dem Regionalbahnhof Merklingen werden die Menschen auf der Schwäbischen Alb bedeutend besser an die Ballungszentren angebunden. Durch kürzere Fahrzeiten wird die Bahnfahrt deutlich attraktiver. In diesem Projekt werden die Chancen durch den Ausbau von Infrastruktur wirklich optimal genutzt."
Das Land Baden-Württemberg, die Deutsche Bahn und der von den Kommunen auf der Laichinger Alb für dieses Projekt gegründete Zweckverband "Region Schwäbische Alb" hatten am 2. Dezember 2016 den Bau des neuen Bahnhofs Merklingen-Schwäbische Alb an der künftigen Schnellbahntrasse von Stuttgart nach Ulm vertraglich vereinbart. Die neue Station liegt an der im Bau befindlichen Neubaustrecke Wendlingen-Ulm und soll zusammen mit deren Fertigstellung nach Angaben der DB Ende 2021 in Betrieb gehen. Es werden zwei zusätzliche Gleise mit 210 Meter langen Außenbahnsteigen errichtet, die barrierefrei erschlossen werden. Der Anschluss an die Straße erfolgt über eine Zufahrt von der Kreisstraße 7407 (Merklingen-Hohenstadt). Auf dieser Seite wird auch eine Park&Ride-Anlage sowie Infrastruktur für den Busverkehr und Bike&Ride entstehen. Die Finanzierung erfolgt mit bis zu 30 Mio. Euro durch das Land sowie durch einen gemeinsamen Finanzierungsbeitrag von acht umliegenden Kommunen und des Alb-Donau-Kreises in Höhe von zusammen 13 Mio. Euro. Bereits in den kommenden Tagen werden Erdarbeiten für den neuen Bahnhof beginnen. 
Eine vom Land in Auftrag gegebene gesamtwirtschaftliche Bewertung unter Berücksichtigung regionalwirtschaftlicher Effekte hat erhebliche positive Impulse für die wirtschaftliche wie demographische Entwicklung dieser ländlichen Region auf der Schwäbischen Alb belegt. Grund dafür sind die enormen Fahrzeitverkürzungen. Vom Bahnhof Merklingen kommen die Fahrgäste künftig mit stündlich verkehrenden Regionalexpresszügen in gut 10 Minuten nach Ulm, in etwa 30 Minuten nach Stuttgart und in rund 20 Minuten zum Flughafen der Landeshauptstadt (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 22.05.17).

RechteckBayern: Elektronisches Stellwerk Memmingen wird erweitert

Digitale Sicherungstechnik statt Formsignal und Seilzug: Mit der Modernisierung unserer Strecke München-Lindau wird auch die Signaltechnik rundum erneuert.
Mit dem Ausbau und der Modernisierung der Bahnlinie München – Memmingen – Lindau wird auch an vielen Stellen die Leit- und Sicherungstechnik für den Zugbetrieb auf modernsten digitalen Standard aufgerüstet. Dieses "Upgrade" findet bereits vor dem eigentlichen Streckenausbau und der Elektrifizierung statt. Aktuell werden bis Ende Oktober 2017 im Abschnitt Buchloe – Memmingen die drei Bahnhöfe Stetten (Schwab), Sontheim (Schwab) und Ungerhausen umgebaut.
Hierfür werden rund 185 Kilometer Signal- und Kommunikationskabel neu verlegt, 37 neue Signale aufgestellt und der Bahnübergang Küferstraße in Sontheim neu gebaut. Parallel hierzu werden die bestehenden drei Bahnübergänge Hochstraße (Stetten), Bahnhofs-/Hauptstraße (Sontheim) und Kreisstraße MN 16 (Ungerhausen) in den genannten Bahnhöfen durch Brückenbauwerke ersetzt.
Zusätzlich bekommen die Bahnhöfe Stetten (Schwab) und Sontheim (Schwab) jeweils zwei neue Außenbahnsteige mit 210 Meter Länge und 0,55 Meter Höhe. Diese werden barrierefrei erschlossen.
Die Bauarbeiten für die neue Bahnsteiganlage in Stetten (Schwab) starten am 24. Mai 2017. Diese werden überwiegend tagsüber durchgeführt. In Sontheim (Schwab) werden die Bahnsteigarbeiten im Sommer aufgenommen, wenn die Voraussetzungen aus der bereits laufenden Brückenbaumaßnahme zur Beseitigung des Bahnübergangs Bahnhofs-/Hauptstraße geschaffen sind.
In einem ersten Schritt werden ab 28. Oktober 2017 die Signale und Weichen per Mausklick vom elektronischen Stellwerk in Memmingen aus gesteuert. Gleichzeitig wird jeweils ein neuer Bahnsteig am Gleis 1 in Stetten (Schwab) und am Gleis 1 in Sontheim (Schwab) in Betrieb gehen.
Im zweiten Schritt erfolgt 2018 die Fertigstellung an den übrigen Bahnsteigen. In die Erneuerung der Signaltechnik werden rund 26 Millionen Euro investiert. Für die neuen Bahnsteiganlagen werden weitere 4,5 Millionen Euro eingesetzt (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.05.17).

RechteckBayern: S-Bahn-Strecke Wolfratshausen-Geretsried auf dem Weg
Die DB Netz AG wird die neue Variante der S-Bahn-Verlängerung Wolfratshausen-Geretsried in den nächsten Monaten als Genehmigungsplanung für das Eisenbahn-Bundesamt aufbereiten. Die Projektleiter haben den kommunalen Politikern vor Ort den Stand des Projektes erläutert. Da mittlerweile strengere gesetzliche Auflagen gelten, muss in Abstimmung mit dem Eisenbahn-Bundesamt die bisherige Planung in großem Umfang neu bewertet und geändert werden. In den nächsten Monaten kann die Bahn die Ergebnisse der Planung der Öffentlichkeit vorstellen.
Seitdem Freistaat Bayern, Kommunen und Bahn sich mit der Tieferlegung des Wolfrathausener Bahnhofs geeinigt hatten, arbeitet die DB Netz AG an den Planänderungen. Diese sind sehr umfangreich, zumal sich auch gesetzliche Rahmenbedingungen geändert haben. So müssen beispielsweise noch strengere Auflagen zum Umweltschutz für die gesamte knapp zehn Kilometer lange Strecke berücksichtigt werden, an die Technik werden höhere Sicherheitsstandards angelegt – und auch der Lärmschutz während der Bauzeit muss in den Planungen neu gewichtet und berücksichtigt werden.
"Die in Abstimmung mit dem Eisenbahn-Bundesamt zu überarbeitenden Genehmigungs-unterlagen werden wir im dritten Quartal 2018 bei der Genehmigungsbehörde einreichen. Schon vorher wird die Öffentlichkeit ausführlich informiert und in die Planungen eingebunden", so Projektleiter Michael Hatzel, DB Netz AG. "Dem weiteren Verlauf des Genehmigungs- und Rechtsverfahren können wir nicht vorgreifen." Vielmehr arbeite das Planungsteam mit Hochdruck an der neuen Strecke. (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.05.17).

RechteckNRW: DB nimmt neues Lehrstellwerk in Duisburg in Betrieb

Das Innenleben eines Stellwerks ist hoch komplex – Drähte über Drähte, manche so dick wie Finger, die meisten so dünn wie Spaghetti. Dazu winzige Schrauben und jede Menge elektronische Bauteile. Damit die Signalmechaniker jederzeit fit für die komplizierte Technik sind, hat die DB Netz AG gestern (18. Mai), in unmittelbarer Nähe des Duisburger Hauptbahnhofs, ein neues Schulungszentrum eröffnet.
Täglich sind auf dem über 4.400 Kilometer langen Schienennetz in Nordrhein- Westfalen mehr als eine Million Fahrgäste unterwegs. Insgesamt finden an jedem Tag bis zu 8.800 Zugfahrten statt. In rund 430 Stellwerken wird der Zugverkehr gesteuert. NRW-weit sind 600 Signalmechaniker und Mitarbeiter der Leit- und Sicherungstechnik für einen verlässlichen Betrieb im Einsatz.
Im neuen Lehrstellwerk lernen ab Mitte Juni auf fünf Etagen junge Signalmechaniker an Schulungsanlagen, was zur Leit- und Sicherungstechnik gehört, welche Fehler auftreten können und wie man sie behebt. Die Nachwuchskräfte trainieren an mechanischen und elektronischen Stellwerken sowie unterschiedlichen Bahnübergangstechniken.
Besonders wichtig ist das Lernen in realer Arbeitsumgebung: An einem eigens installierten mechanischen Stellwerk lernen die Mitarbeiter das grundlegende ABC der Stellwerkstechnik. Aber auch die Unterweisung in neuere Techniken gehört zur breiten Ausbildung dazu. Dies hilft, bei Auffälligkeiten oder im Störfall sicher und präzise zu handeln. So können Auswirkungen auf Bahnreisende vermieden oder deutlich reduziert werden. Bis Mitte 2018 errichtet die Deutsche Bahn bundesweit insgesamt sieben Schulungsanlagen zur Qualifizierung von Leit- und Sicherungstechnikern.(Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.05.17).

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Tanago

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

Rechteck150 Jahre Altona-Blankeneser Eisenbahn


Aus Anlass des 150jährigen Jubiläums der Inbetriebnahme des etwa neun Kilometer langen Abschnitts der Altona-Blankeneser Eisenbahn am 19.Mai 1867 führte die Hamburger S-Bahn in Zusammenarbeit mit dem Verein Historische S-Bahn Hamburg e.V. Fahrten mit dem Museumszug 470 128 zwischen Hamburg-Altona und Blankenese durch. Die Bilder zeigen den Museumszug 470 128 bei der Ein- und Ausfahrt in Hamburg-Altona, in Klein Flottbek und in Blankenese (Holger Grunow, www.tradibahner.de, 22.05.17).

Rechteck40'000 Besucher am Tag der offenen Tür von Stadler




Aus Anlass von 75 Jahre Stadler und Roll-out des Giruno 501 001 für die SBB (18. Mai), öffnete Stadler am 20.05.2017 die Türen seiner schweizer Werke Bussnang (Stammwerk), Altenrhein (ex FFA) und Winterthur (ex Winpro). Der Publikumsandrang war enorm. Da das Fotografieren in den Werkshallen grundsätzlich verboten war (mit Ausnahmen auf Nachfrage), waren in Bussnang leider nur wenige Fotos möglich: Vom fertigen Giruno, den alle fotografierten und der auch nicht ganz in die Werkshallen passte und deshalb herausragte, dem fahrtüchtigen Modell einer 6-achsigen Lok mit Flirt-Front aus der Lehrlingswerkstatt, den Modellen der Verkaufsabteilung (u.a. vom bimodalen Aosta-Flirt mit Diesel-Powerpack zwischen Jakobs-Drehgestellen) und einer fast fertigen Hälfte eines ET mit Zahnrad für die Berner Oberland-Bahn. Im Bau befanden sich, neben den bereits genannten, u.a. ein weiterer Giruno, Flirts für die SBB, die Niederlande und Polen, Schmalspur-VT für Italien, Schmalspur ET für die Jurabahn (CJ) und Steuerwagen für die Albula-Gliederzüge der RhB. Begehbar war außerdem ein fertiger Kiss für die Westbahn. Jürgen Recknagel.
Stadler feiert dieses Jahr sein 75-Jahr-Jubiläum und hat deshalb heute an den Standorten in Bussnang, Altenrhein und Winterthur seine Türen geöffnet. Insgesamt besuchten rund 40'000 Personen die drei Stadler-Werke. Alleine in Bussnang wurden rund 28'000 Besucherinnen und Besucher gezählt. Auf sehr grosses Interesse stiess der neue Gotthard-Zug der SBB, welcher in Bussnang besichtigt werden konnte.
Stadler hat heute an den Produktionsstandorten Bussnang (TG), Altenrhein (SG) und Winterthur (ZH) für die Öffentlichkeit die Tore geöffnet. Die drei Werke konnten besichtigt werden. Auf einem Rundgang liess sich nachverfolgen, wie ein Zug entsteht. Auf grossen Anklang stiessen die ausgestellten Fahrzeuge, die auch von Innen besichtigt werden konnten. Highlight war der neue Gotthard-Zug der SBB, welcher nach dem Roll-out vom 18. Mai nun für die ganze Bevölkerung in Bussnang zur Besichtigung offen stand. Rege genutzt wurde auch der Fahrsimulator, in welchem die Gotthard-Strecke als "Lokführer" abgefahren werden konnte. In Altenrhein konnten sich die Gäste überdies näher mit KISS-Doppelstockzügen und Strassenbahnen vertraut machen und in Winterthur standen die Drehgestelle im Zentrum des Interesses.
Grossen Andrang erfuhren die Talkrunden, welche an jedem Standort mit Peter Spuhler, Group CEO und Eigentümer von Stadler, dem jeweiligen Standortleiter und Viktor Giacobbo als Moderator durchgeführt wurden.
Stadler-Mitarbeiter empfingen die Gäste, führten sie durch den Rundgang, erzählten an diversen Posten Wissenswertes zu den Fahrzeugen und beantworteten die Fragen der Besucherinnen und Besucher. Auch an den Grill-Stationen und im Getränke-Ausschank standen Stadler-Mitarbeiter. Auf diese Art bedankt sich das Unternehmen für das grosse Wohlwollen in der Bevölkerung, das ihm das ganze Jahr über entgegengebracht wird.
Auf den drei Festplätzen wurden in der Zeit von 10 Uhr bis 16 Uhr nachmittags über 35'000 Würste, 6'000 Liter Bier und 7'800 Liter Softdrinks verteilt und konsumiert (Pressemeldung Stadler, 22.05.17).

RechteckAustellung Strecke Rakovník-Mladotice



Am 17. Mai fuhr ich mit dem Zug nach Rakovník und per Lokalbahn Rakovník - Kralovice (Mladotice) zur Waldbahn Strachovice. Am Hp Strachovice ist ein reizwolles Viaduckt aus dem Jahre 1899. Ich ging 8,5 Km den wanderweg (Rotes Zeichen) über den ehemaligen Zstezienserhof Hubenov zur ehemaligen Probstei Mariánská Týnice (heute Museum Pilsenkreis). Im Museum wird vom 17. Mai bis 25.Juni die Austellung "Geschichte der Eisenbahnstrecke Rakovník - Mladotice" gezeigt.
Ich habe dort auch einige Exponate der Zeitschift "Obzor" erworben. der Kinderchor der Künstlerschule Markt Kralovice spielte das Lied "Zug". Die ehemalige Probstei liegt nahe der stillgelegte Strecke Kralovice - Mladotice. Das Schicksal dieser Strecke ist noch unklar. Im Gespräch ist auch eine Renovierung.
Nahe Mariánská Týnice ist ein Zeltlager, wo ich übernachtete, Bier Gambrinus Pilsen.
Die Fotos zeigen den Hp Strachovice, die Brücke Strachovice mit Os 17711 Kralovice - Rakovník (nächster Zug fährt nach 24 Stunden!), den Hof Hubenov, das Museum Mariánská Týnice und die Vorstellung. (Martin Kubík, 22.05.17).

RechteckDampftage im SEH



Am Wochenende fanden im Süddeutschen Eisenbahnmuseum Heilbronn Dampftage statt. Am Samstagvormittag gab es eine Fahrzeugparade für Fotografen vor dem Ringlokschuppen. Unter Dampf standen die Tenderlokomotive T9 1857 und die Güterzugdampflok 50 2988, auf der es auch Führerstands Mitfahrten gab. Im Lokschuppen gab es auch Modellbahnen und einen Eisenbahnflohmarkt (Harald Becker, 22.05.17).

RechteckModellbahnindustrie zu Gast bei der Brohltalbah

Der bekannte "Eisenbahn-Romantik"-Moderator Hagen von Ortloff vor der historischen Dampflokomotive "11sm" im Bahnhof Burgbrohl. Foto Volkhard Stern, IBS.
Hohen Besuch konnte die Interessengemeinschaft Brohltal-Schmalspureisenbahn e. V. (IBS) am vergangenen Donnerstag am Bahnsteig des „Vulkan-Expreß“ empfangen: Die „Verlagsgruppe Bahn“ hatte zur diesjährigen Verleihung des Modellbahnpreises „Goldenes Gleis“ zur Brohltalbahn eingeladen.
Mit einem Sonderzug, geführt von der historische Mallet-Dampflokomotive „11sm“, fuhr die Festgesellschaft, bestehend aus Vertretern und Geschäftsführern der breit gefächerten Modellbahnindustrie sowie 30 per Gewinnspiel ausgewählten Lesern von Modellbahnzeitschriften, von Brohl aus durch das Brohltal bis hinauf nach Engeln. Unterwegs kümmerten sich die Mitglieder der IBS intensiv um die fachkundigen Gäste und brachten ihnen die Brohltalbahn und die einzigartige Vulkanregion näher.
Im Endbahnhof Engeln übernahm kein Geringerer als Hagen von Ortloff die Moderation der Preisverleihung. Der aus der Sendereihe „Eisenbahn-Romantik“ deutschlandweit bekannte Moderator führte souverän durch die 19 Kategorien, in denen die Leser der zur VG Bahn gehörenden Modellbahnzeitschriften zuvor per Voting die beliebtesten Neuheiten aus der Welt der kleinen Bahnen ermittelt hatten. Mit der Übergabe des „Goldenen Gleises“ wurden die Herstellerfirmen der Gewinnermodelle nun durch die VG Bahn prämiert und geehrt.
Für die IBS war es eine besondere Ehre, die Ausrichtung dieser bundesweit bekannten Auszeichnung der Modellbahnbranche zu unterstützen. Wolfgang Schumacher von der VG Bahn ist indes im Brohltal kein Unbekannter: er unterstützte die IBS bereits 1988 stark bei der Rettung der Brohltalbahn und vermittelte 1990 die seinerzeit in Polen beschafften Dampfloks vom Typ Px48. Ein Engagement, das sich gelohnt hat – darüber waren sich auch am Donnerstag wieder alle Beteiligten einig.
Wer es den Teilnehmern der Sonderfahrt gleichtun und mal wieder mit dem „Vulkan-Expreß“ fahren möchte, kann dies an allen Dienstagen, Donnerstagen, Freitagen sowie an den Wochenenden tun. Ab Juni sind die Züge zusätzlich auch mittwochs unterwegs. Nähere Informationen unter www.vulkan-express.de (Pressemeldung Interessengemeinschaft Brohltal-Schmalspureisenbahn e.V., 22.05.17).

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Farrail Tours

Mit der Kamera notiert

RechteckFGV-Fanzug nach Duisburg

Zu seinem letzten Punktspiel in der Saison 2016 / 2017 in Duisburg charterte der FSV Zwickau bei der PRESS Pressnitztalbahn Eisenbahnbau- und Betriebsgesellschaft mbH einen Sonderzug für ca. 600 Fans von Zwickau nach Duisburg Schlenk. Dieser verkehrte am 20.05.2017 gezogen von der für das in Köln ansässige EVU National Express werbenden 110 043 ( ex 110 511 ) der PRESS und 9 Reisezugwagen. Die Bilder zeigen den Zug im Wendebahnhof Düsseldorf-Abstellbahnhof (Holger Stoll, 22.05.17).

RechteckPrivate Autoreisezüge bei Nordstemmen

Privater Autoreisezugverkehr mit interessantem Rollmaterial war in den Morgenstunden des 21.05.2017 an der Nordsüdstrecke bei Nordstemmen zu beobachten. Als Urlaubs-Express von Train4you verkehrten 185 666 aus Lörrach sowie etwas später 185 511 aus Verona jeweils nach Hamburg (Sebastian Bollmann, 22.05.17).

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LOK Report

Europa

RechteckÖsterreich: Aus für Direktvergabe wäre Ende für viele Bahnunternehmen
Was haben ÖBB, Graz-Köflacher Bahn, Stern&Hafferl, NÖVOG, Salzburger Landesbahn, Innsbrucker Verkehrsbetriebe, Wiener Lokalbahnen, Raaber Bahn, Pinzgauer Lokalbahn, Zillertaler Verkehrsbetriebe, Montafoner Bahn und Steiermärkische Landesbahn gemeinsam? Sie alle betreiben Schienenpersonenverkehr im Auftrag der Öffentlichkeit und ihre Beauftragung erfolgt im Rahmen einer Direktvergabe. "Ein Aus für die Direktvergabe wäre existenzbedrohend für diese Unternehmen", so Roman Hebenstreit, Vorsitzender der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida: "Was will die ÖVP mit diesem Anschlag auf zehntausende heimische Arbeitsplätze erreichen?"
Direktvergabe bedeutet, dass diese Unternehmen von der öffentlichen Hand in einem einfachen, effizienten und transparenten Verfahren direkt beauftragt werden Verkehrsleistungen zu erbringen. Die Vorteile liegen auf der Hand, betont Hebenstreit: "Die Direktvergabe sichert langfristig nicht nur das EU-weit beste Bahnangebot, sondern erhält österreichweit auch 50.000 Arbeitsplätze in Eisenbahnunternehmen und sichert so regionale Beschäftigung und Bahnanschlüsse auch in Regionen, an denen Privatanbieter aus Profitgründen kein Interesse haben!"
"Angesichts des derzeitigen Chaos in der ÖVP war zu erwarten, dass man erneut die ÖBB nicht in Ruhe arbeiten lässt und eine Spielwiese sucht, auf der man von aktuellen Problemen ablenken will", zeigt sich Hebenstreit wenig überrascht. "Es ist jedoch mehr als fahrlässig, dass man nach der massiven Unterschätzung der Auswirkungen der Osterweiterung und der Entsenderichtlinie jetzt erneut leichtfertig wertvolle heimische Jobs gefährdet. Die ÖVP weiß ganz genau, dass die ÖBB in den kommenden Jahren 10.000 neue MitarbeiterInnen aufnehmen werden. Alleine in Salzburg könnten so 900 Menschen eine berufliche Perspektive bekommen. Ist die neue Kurz-Partie wirklich bereit, das alles vom Tisch zu wischen und ausländischen Anbietern den roten Teppich auszurollen? Ausländische Bahnen scharren bereits in den Startlöchern, um auf unseren Schienen mit ihren Beschäftigten zu Niedrigstlöhnen zu fahren", warnt der vida-Vorsitzende.
Die ÖVP setze wissentlich die gute Versorgung mit Mobilität, gerade im ländlichen Raum, aufs Spiel um das Wettbewerbs-Dogma durchzusetzen, kritisiert Hebenstreit: "Was uns bei Verlust der Direktvergabe blüht, sieht man seit Jahren in der Busbranche. Ausschreibungen gewinnen nur mehr die Billigstanbieter, die sich vor allem durch Lohn- und Sozialdumping auszeichnen. Davon abgesehen entgehen dem österreichischen Staat Millionen an Sozialversicherungsbeiträgen und Steuereinnahmen wenn ausländische Anbieter bei uns unterwegs sind."
Ohne Direktvergabe hätten öffentliche Auftraggeber wie Bund, Länder oder Gemeinden keine andere Wahl mehr, als auszuschreiben. Das bedeutet, dass Bahnunternehmen von überall aus der EU mitbieten können. Die Einhaltung von heimischen Kollektivverträgen, Arbeits- und Sozialrecht, die Abführung von Sozialversicherungsabgaben, die Einhaltung von Maximalarbeitszeiten usw. – all das wären nur mehr lästige Wettbewerbsbeschränkungen, die man schnellstmöglich loswerden müsste. "Die Volkspartei kümmert das offenbar herzlich wenig. Sie ist auch bereit einzelne Bundesländer wie Salzburg oder Tirol verkehrstechnisch aufzugeben. Ich fordere die Volkspartei auf, ihre Blockadehaltung bei der Direktvergabe schleunigst aufzugeben. Wir brauchen ein sinnvolle Wirtschafts- und Verkehrspolitik in unserem Land und keine Profilierungsneurosen einiger machthungriger Politiker", schließt Hebenstreit (Pressemeldung ÖGB Österreichischer Gewerkschaftsbund, 22.05.17).

RechteckÖsterreich: Neos sieht Klientelismus bei der Vergabe von Bahnstrecken
"Die SPÖ sichert der ÖBB über das nächste Jahrzehnt hinaus einen wettbewerbsfreien Raum", zeigt sich NEOS-Verkehrssprecher Michael Bernhard über die Streichung der Bahn aus der Vergaberechtsnovelle verärgert. 2019 werden fast alle Bahnstrecken in Österreich neu vergeben, die meisten auf eine Dauer von 10 Jahren. "Nirgends ist Klientelismus und Steuergeldverschwendung so offensichtlich wie bei der Vergabe von Diensten an die ÖBB. Der ursprüngliche Entwurf war diesbezüglich schon viel zu zaghaft, aber nun sichert die SPÖ der ÖBB diese Strecken weit über 2023 – wenn das vierte Eisenbahnpaket der EU in Kraft tritt – hinaus zu."
"Dabei zeigt das Beispiel Deutschland: Die Liberalisierung und Steigerung des Wettbewerbs im Bahnverkehr hat zu einer Ersparnis von 30 Prozent für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler geführt," so Bernhard. In Österreich entspräche das einer Ersparnis von fast 200 Millionen Euro. "Wollen wir wirklich darauf verzichten, nur weil die SPÖ ihr Klientel schützen will?"
Dass das Kanzleramt auf ein Vertragsverletzungsverfahren der EU verweist, bezeichnet der NEOS-Verkehrssprecher als "absurd". "Die drohende Strafe steht nicht wegen einer Liberalisierung der Bahnvergabe im Raum, sondern weil die Regierung so lange untätig war. Tatsächlich sieht das EU-Eisenbahnpaket eine Ausschreibung von Bahnstrecken vor." (Pressemeldung Neos, 22.05.17).

RechteckRussland: Museumsdampf in Moskau



Letzter Sonntag (14. Mai) war ein weiterer anstrengender Tag für das Museum Dampfkampoden in Moskau. P 36 110 hat den Shuttleservice zwischen dem Bahnhof Rizhskaya und dem Podmoskovnaya Museumspot zu bewältigen. Es war die zweite Tour für die Lokomotive nach einer Überholung (Hauptrevision) in Tikhoretsk in diesem Frühjahr. Ihr erster Dienst war der traditionelle Siegzug um Moskau am 9. Mai. P 36 120 machte eine Tour von Yaroslavskiy Bhf nach Alexandrov und zurück.
Die Bilder zeigen den zug kurz vor Abfahrt in Yaroslavskiy Bhf. Im Depot Podmoskovnaya machte die blaue P 36 027 auf sich aufmerksam, während L 2057 auf der Drehscheibe stand.
Die kleine Tenderlok 9P 19499 stand neben der drehscheibe. Ein Blick in das Depot zeigte noch fünf Dampflokomotiven, unter anderen SO 17 3241, die vor kurzem wieder in Betrieb ging, und die ex. deutsche Warloco TE 3162, die nur in sehr seltenen Fällen unter Dampf ist. Insgesamt werden 11 Dampflokomotiven im Depot Podmoskovnaya stationiert (Johs. Damsgaard Hansen, 17.05.17).

RechteckSchweiz: Fahrplan 2018 mit Angebotsausbau und mehr Bauarbeiten
Der Fokus beim diesjährigen Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 liegt in der Romandie. Die SBB bietet mehr Direktverbindungen und mehr Sitzplätze an. Im Fahrplanjahr 2018 werden Bau- und Instandhaltungsarbeiten vermehrt im Rahmen von längeren Bauintervallen und Totalsperren durchgeführt. Dadurch steigert die SBB die Effizienz und reduziert die Kosten. Zudem wird die Pünktlichkeit während des Tages verbessert.
Ab dem Fahrplan 2018 hält der InterRegio auf der Strecke Genf Flughafen–Bern–Luzern neu in Nyon, Morges, Palézieux und Romont. Damit erhalten Nyon und Morges eine Direktverbindung nach Bern. Palézieux und Romont sind neu mit einer schnellen Direktverbindung an Genf und Genf Flughafen angeschlossen. Auf diesen Strecken werden überwiegend Doppelstockkompositionen des Typs IC2000 eingesetzt. Damit stehen mehr Sitzplätze zur Verfügung. Die InterRegio-Züge Genf Flughafen–Lausanne–Brig verkehren neu stündlich ohne Halt zwischen Genf und Lausanne. Damit verkürzt sich die Reisezeit zwischen dem Wallis sowie der Riviera und Genf um 11 Minuten. Neu verkehrt zudem ab Basel–Luzern ein Frühzug durch den Gotthard-Basistunnel nach Lugano.
Im internationalen Personenverkehr steht der Ausbau eines attraktiven Angebots auf der Nord-Süd-Achse im Vordergrund. Ab 10. Dezember 2017 wird eine tägliche Verbindung zwischen Zürich und Venedig eingeführt. Zudem verkehrt pro Tag ein Zugspaar des Typs ETR 610 direkt von Frankfurt nach Mailand. Auf der Linie Zürich–Stuttgart profitieren die Kunden von einem Stundentakt.
Das Eisenbahnnetz wird täglich stark beansprucht. Jeden Tag sind 1,25 Millionen Reisende und 10 000 Züge der SBB unterwegs – Tendenz steigend. Damit die Bahninfrastruktur auch in Zukunft sicher und zuverlässig funktioniert, investiert die SBB von 2017 bis 2020 jährlich 3,2 Milliarden Franken in Instandhaltung und Ausbau. Die SBB steigert die Effizienz im Unterhalt, indem zum Beispiel die notwendigen Arbeiten möglichst gebündelt und in längeren Bauintervallen ausgeführt werden und senkt damit die Kosten.
Bauarbeiten sind immer ein Eingriff in das laufende Bahnsystem und beeinflussen den Verkehr stark. Damit die Betriebsstabilität während der Hauptverkehrszeiten möglichst wenig beeinträchtigt wird, verlängert die SBB die nächtlichen Zeitfenster für die Bau- und Instandhaltungsarbeiten. Deshalb wird von Sonntag bis Donnerstag im Viereck Luzern–Olten–Basel–Zürich in den Randstunden mit geringerem Passagieraufkommen ab 22 Uhr das Angebot reduziert. Zudem sperrt die SBB teilweise ganze Streckenabschnitte, was ein effizientes Bauen ermöglicht. Zum Beispiel bei den Bauarbeiten auf der Strecke Lausanne–Puidoux im Sommer 2018: Dort können die Einschränkungen für die Kunden durch eine Totalsperrung von 8 Monaten auf rund 7 Wochen reduziert und die Kosten von 46 Mio. auf 27 Mio. Franken gesenkt werden. Sämtliche Änderungen und Ersatzkonzepte werden in die gedruckten und elektronischen Fahrplänen aufgenommen und frühzeitig kommuniziert, damit sich die Kundinnen und Kunden möglichst früh über alternative Reisemöglichkeiten informieren können.
Ab Montag 29. Mai 2017 ist die Seite www.fahrplanentwurf.ch online. Allfällige Fahrplanbegehren und Unstimmigkeiten in den Fahrplanentwürfen können bis Sonntag, 18. Juni 2017 gemeldet werden. Stellungnahmen sind mit dem vorbereiteten Online-Formular direkt an die für den öffentlichen Verkehr zuständigen Stellen der Kantone zu richten. Diese werden die Eingaben prüfen und wenn möglich berücksichtigen oder als Planungsgrundlage für die kommenden Fahrplanjahre vormerken (Pressemeldung SBB, 22.05.17).

RechteckSchweiz: Inbetriebnahme viertes Gleis zwischen Visp und St. German
Am 19. Mai 2017 nimmt die SBB das vierte Gleis zwischen Visp und St. German in Betrieb. Damit schafft die SBB zusätzliche Kapazitäten zwischen Visp und der Abzweigung vor dem Südportal des NEAT-Basistunnels Lötschberg.
Das vierte Gleis ist Bestandteil des Grossprojekts «Alptransit Streckenausbauten übriges Netz» auf der Achse Alptransit Lötschberg. Das Konzept wurde in zwei Teilschritten realisiert: zuerst der Abschnitt Ost zwischen dem Bahnhof Visp und der «Debrunner Acifer AG» mit der Verlängerung der Sportplatzunterführung und dem Neubau der Vispabrücke als markante Kunstbauten. Diese führen neben dem vierten Gleis der SBB auch das Zubringergleis der Matterhorn-Gotthardbahn zum neuen Güterterminal «Bockbart», welches Ende 2013 in Betrieb genommen wurde.
Beim Abschnitt West wurden verschiedene Bahnunterquerungen für den Autobahnanschluss Visp West gebaut. Über diese Bauwerke führt nun das vierte Gleis. Zusätzlich wurde im Rahmen des vierten Gleises die Interventionsstelle Raron Süd des Basistunnels Lötschberg von der Südseite erschlossen sowie deren Beleuchtung, Beschallung und Videoüberwachung erneuert und ausgebaut.
Die Ausführung des Bauprojekts hatte im Jahr 2010 begonnen, das Teilprojekt «Ost» wurde im Jahr 2013 beendet, der Teilabschnitt «West» Ende 2016. Am 19. Mai 2017 erfolgt nun die Inbetriebnahme des gesamten vierten Gleises Visp–St.German. Die Ausführung erfolgte in intensiver Koordination und Zusammenarbeit mit der Matterhorn Gotthard Bahn für den Teil «Ost» und mit der Autobahn A9 für den Teil «West». Die Kosten der SBB betragen insgesamt rund 45 Millionen Franken.(Pressemeldung SBB, 22.05.17).

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