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LOK Report – News von Montag, 17.07.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

BAG-SPNV: Bahn-Elektrifizierung
endlich voranbringen

Absatzlinie
Grünes Licht für geplante Tram
durch den Englischen Garten

Absatzlinie
SNCF bildet Task Force
zur Verbesserung der Qualität

Absatzlinie
Fehlerquelle Vinschger Bahn
analysiert, Behebung startet

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Willy Henderikx

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBAG-SPNV: Bahn-Elektrifizierung endlich voranbringen

Die BAG-SPNV erwartet von der nächsten Bundesregierung einen starken Impuls in Richtung Bahn-Elektrifizierung, auch außerhalb der gängigen Finanzierungswege wie Bundesverkehrswegeplan und Leistungs- und Finanzierungsvereinbarungen. Nur mit einer deutlichen Reduktion des CO2-Ausstoßes des gesamten Verkehrssektors und insbesondere einer nachhaltigen Stärkung des umwelt- und klimaschonenden Nahverkehrs können die Klimaschutzziele des Bundes erreicht werden.
Die Umweltbilanz des SPNV gilt es weiter zu verbessern. Das Potenzial durch den Ersatz von bislang mit Diesel betriebenen Fahrzeugen liegt im SPNV bei mehr als 680.000 Tonnen CO2-Einsparung im Jahr.
Der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ist mit einem Anteil von 63% mit Abstand größter Abnehmer von Trassen im Netz von DB Netz. Da bislang nur rund 60% des Schienennetzes der DB elektrifiziert sind, müssen die Aufgabenträger immer noch erhebliche Mengen ihrer Leistung mit Dieseltraktion bestellen. In 2016 waren dies noch 240 Mio. Zugkilometer (ca. 36% der Gesamtleistung). Hinzu kommen noch ca. 20 Mio. Zugkilometer für Zuführungsfahrten. In der neu erstellten Grafik der BAG-SPNV werden die jeweiligen Anteile der mit Dieseltraktion bestellten Zugkilometer je Aufgabenträger dargestellt.
"Wir tragen gerne unseren Teil zur Verminderung des Schadstoffausstoßes bei. Aber dazu müssen wir verlässlich wissen, welche Strecken des SPNV bis wann mit einer Oberleitung ausgestattet werden. Für alle anderen Strecken können die Aufgabenträger anschließend eine nachhaltige Fahrzeugstrategie mit alternativen Antrieben entwickeln", erläuterte Dr. Thomas Geyer, Präsident der BAG-SPNV.
Auch die Bahnindustrie und deren erste Ansätze zur Entwicklung alternativer Antriebe benötigen aus Sicht der BAG-SPNV einen verlässlichen Ausbauplan für die Elektrifizierung mit Oberleitungen und daraus abgeleitet von Einsatzfeldern für batterieelektrische oder Brennstoffzellenfahrzeuge. "Daher muss es eine vorrangige Aufgabe der neuen Bundesregierung werden, einen solchen Ausbauplan, der insbesondere auch die Strecken des SPNV beinhaltet, zu entwickeln und zu finanzieren", führte Dr. Geyer weiter aus.
Nur mit zuverlässigen und im Regelbetrieb erprobten Fahrzeugen, die auch wirtschaftlich eine tragfähige Alternative zum etablierten Dieselantrieb darstellen, können die Aufgabenträger zudem in größerem Stil Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in ihren Ausschreibungen vorgeben. Erste Pilotprojekte der Aufgabenträger, bei denen in Ausschreibungen entweder alternative Antriebe zugelassen sind oder in denen eine bestimmte Form des alternativen Antriebs gefordert wird, sind bereits gestartet und werden wichtige Erkenntnisse liefern.
Bis Fahrzeuge mit alternativer Antriebstechnik wirtschaftlich beschafft, unterhalten und betankt bzw. mit Energie versorgt werden können, benötigen die Aufgabenträger für deren Einsatz eine Risikoabsicherung für den Ausfall der Fahrzeuge. In der Phase des Markthochlaufs ist eine spürbare Entlastung von Mehrkosten der Fahrzeuge und für den aufwändigen Aufbau von Infrastrukturen für die Wasserstoff-Betankung bzw. die Nachladung von Batterien nötig. Zum Beispiel durch eine entsprechende Förderung, wie sie für den Pkw-Bereich wiederholt erfolgte und erfolgt.
Die Förderung von Schienenfahrzeugen mit alternativen Antrieben durch den Bund im Rahmen des NIP 2-Programms ist hierzu ein erster wichtiger Schritt. Diese Förderung muss jedoch auf batterieelektrische Projekte ausgeweitet werden. Es ist zudem sicherzustellen, dass den geplanten Pilotprojekten durch eine angemessene Dotierung der Förderung von Fahrzeug- und Betankungs- bzw. Nachladungsmehrkosten und durch eine projektadäquate Handhabung der Förderrichtlinie eine echte Umsetzungschance eröffnet wird (Pressemeldung BAG-SPNV, 17.07.17).

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Bahnberufe

Industrie

RechteckDispo-Tf: Pau stärkt Integration und Eisenbahn
Petra Pau war zu Gast bei der dispo-Tf Holding GmbH beim "2. dispo-Tf Sommerfest" am 15. Juli 2017 und positionierte sich klar für die Integration von Flüchtlingen auf dem deutschen Arbeitsmarkt und für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Schienenverkehrs.
Die dispo-Tf Gruppe veranstaltete ihr 2. Sommerfest, das unter dem Motto der Unternehmensstrategie "Mit solider Ausbildung in einen soliden Job " steht. Passend zur Unternehmensstrategie betonte Frau Petra Pau ihre Position zu Arbeitsmigration und demographischem Wandel wie folgt: "Jede Initiative, die Migranten in ihrer raschen, unkomplizierten Integration in den deutschen Arbeitsmarkt unterstützt, ist mir ein Herzensanliegen. Berücksichtigt und gefördert sollten meines Erachtens nach alle sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen auf gleichem Niveau."
Die Möglichkeiten der Förderung durch die Weiterbildungsträger in der dispo-Tf Unternehmensgruppe sind auf die persönlichen Lebenssituationen der potentiellen Teilnehmer abgestimmt und werden durch die Agentur für Arbeit, das Jobcenter oder das BAMF finanziert. Darunter zählen berufsbezogene Kurse zum Erlernen der deutschen Sprache (BAMF-zertifiziert) und eine daran gekoppelte Berufsausbildung im Eisenbahnbereich.
Diese ermöglichen es, das weitere Wachstum der Unternehmensgruppe durch Fachkräfte nachhaltig abzusichern: "Wir bilden nicht nur unseren Fachkräftenachwuchs selbst aus, sondern binden unsere Absolventen mit hoher Vertragssicherheit anschließend an unser Unternehmen und damit an unsere Kunden", erklärt der Geschäftsführer Dirk Vogel.
Nach einem Unternehmensrundgang in den Räumen der dispo-Tf Education GmbH, einer Tochter der dispo-Tf Holding GmbH, erfuhr Petra Pau weitere Details zur Erwachsenenqualifizierung in mehr als 20 Berufen. Dirk Vogel erklärt weiter: "Wir bilden nicht nur Triebfahrzeugführer aus, sondern bieten bundesweite Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen wie Wagenmeister, Zugbegleiter, Personaldisponent, und mehr als 20 weitere Berufe bei der Eisenbahn an. Alle Maßnahmen sind über einen Bildungsgutschein finanzierbar." (Pressemeldung dispo-Tf Holding GmbH, 17.07.17).

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IGE Werrabahn Eisenach e.V.

Aus den Ländern

RechteckBayern: Grünes Licht für geplante Tram durch den Englischen Garten

Gestaltungsbeispiel aus dem Jahr 2011: Die Tram soll mitten durch den Englischen Garten fahren.
Wichtiger Durchbruch für die geplante Tram durch den Englischen Garten: Ministerpräsident Horst Seehofer hat Oberbürgermeister Dieter Reiter gegenüber zugesagt, dass die Staatsregierung das Projekt nicht weiter blockieren wird. Nun soll eine Beschlussvorlage für den Stadtrat erarbeitet werden.
Bereits seit vielen Jahren existieren Pläne für eine direkte Tramverbindung zwischen den Stadtteilen Neuhausen, Schwabing und Bogenhausen durch den Englischen Garten. Die letzten Planungen der Stadtwerke München (SWM) sehen vor, dass die Trams den Englischen Garten im Akkubetrieb durchfahren und somit keine Oberleitung benötigt wird, die das Erscheinungsbild des Parks beeinträchtigen würde.
"Das ist ein Durchbruch im jahrelangen Ringen um dieses wichtige Projekt und eine sehr gute Nachricht für die Münchnerinnen und Münchner", sagt Oberbürgermeister Dieter Reiter über die Zusage von Ministerpräsident Horst Seehofer. "Ich freue mich, dass sich jetzt der Ministerpräsident der Sache angenommen hat. Der Freistaat als Eigentümer des Englischen Gartens wird einer Tram durch den Park damit nicht mehr widersprechen."
Oberbürgermeister Dieter Reiter wird die Verwaltung sofort beauftragen, möglichst schnell eine Beschlussvorlage zu erarbeiten und dem Stadtrat zur Entscheidung vorzulegen (Pressemeldung Stadt München, 17.07.17).

RechteckSachsen: Eingeschränkter Fahrbetrieb im EMS-Netz dauert an
Die Reparatur der in der vorletzten Woche ausgefallenen fünfteiligen Triebwagen des Typs Coradia Continental dauert weiter an. Daher tritt nochmals in der kommenden Woche (17.07.2017-21.07.2017) in Absprache mit den Aufgabenträgern ZVMS (Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen), VVO (Verkehrsverbund Oberelbe) und ZVV (Zweckverband ÖPNV Vogtland) ein abweichender Fahrplan in Kraft.
Grund für die Einschränkungen sind Probleme des Herstellers ALSTOM mit den neuen Elektrozügen Coradia Continental. Bei mehreren Fahrzeugen wurde ein erhöhter Spurkranzverschleiß festgestellt. Als technische Vorsichtsmaßnahme müssen die betroffenen Fahrzeuge aus dem Verkehr der Mitteldeutschen Regiobahn gezogen werden. Der Hersteller ALSTOM arbeitet mit Hochdruck daran, dass die Fahrzeuge so schnell wie möglich wieder eingesetzt werden können (Pressemeldung Transdev Mitteldeutschland GmbH, 17.07.17).

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Tanago

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckDer Museumsbetrieb im Bahnpark Augsburg ruht weiterhin

Der Museumsbetrieb im Bahnpark Augsburg ruht bis auf weiteres. Betreiber und Behörden suchen nach einer Perspektive zur Wiedereröffnung der historischen Anlage, die als eines der größten Industriedenkmäler Bayerns gilt und darüber hinaus zur Europäischen Route der Industriekultur zählt.
Der Museumsbetrieb im Bahnpark Augsburg ruht behördlich verordnet nach wie vor. Vor diesem Hintergrund wurde nun in Abstimmung mit dem Verband Deutscher Museums- und Touristikbahnen VDMT ein juristisches Gutachten erstellt, das helfen soll, die behördlichen Zuständigkeiten für deutsche Eisenbahnmuseen am Beispiel des Bahnpark Augsburg zu klären. Prof. Dr. Urs Kramer, Fachmann für Eisenbahnrecht am Lehrstuhl für Öffentliches Recht der Universität Passau, hat die Rechtsgrundlagen und Zuständigkeiten der Kommunen und der Landeseisenbahnaufsichtsbehörden dargelegt.
Das Gutachten soll für mehr Rechtssicherheit bei Eisenbahnmuseen in ganz Deutschland sorgen, die teilweise bereits seit Jahrzehnten ihren Museumsbetrieb auf gewidmeten "Flächen für Eisenbahnbetriebszwecke" durchführen. Auf der Grundlage des Gutachtens von Prof. Dr. Urs Kramer versucht der Bahnpark Augsburg nun im Einvernehmen mit den beteiligten Behörden, eine Perspektive für die Wiedereröffnung des historischen Geländes zu schaffen; ein genauer Zeitpunkt hierfür kann derzeit noch nicht genannt werden.
Vorerst müssen weitere Veranstaltungen im Bahnpark Augsburg abgesagt werden. Dazu gehören zunächst die sonntäglichen Museumstage, die für Juli und August geplanten „Dampftage“ sowie die Fahrten der Ammersee-Dampfbahn in der Richtung von Utting in den Bahnpark Augsburg und zurück, der „Tag des offenen Denkmals“ am 10. September 2017, die für Oktober geplanten Rundfahrten auf der Augsburger Localbahn sowie – ebenfalls im Oktober – die geplanten Ausflugsfahrten mit dem historischen Schienenbus VT 98 nach Füssen.
Durchgeführt werden hingegen die Museumszüge der Ammersee-Dampfbahn, die jeweils sonntags vom 16. Juli bis zum 13. August 2017 von Augsburg nach Utting und zurück verkehren. Auch die Dampflok-Dinner von August bis Oktober können voraussichtlich durchgeführt werden (Pressemeldung Bahnpark Augsburg, 17.07.17).

RechteckÜberführung Hundekopf




Am 14.07.17 wurde der letzte existierende E-Triebwagen BENELUX Nr.220902, Typ "HONDENKOP" nach 39 Jahren Stillstand von der Werkstätte Leuven in die Niederlände transportiert. Zuglok war Captrain 6603, organisiert wurde der Transport von Q-Rail.eu. Der Verein "Stichting HONDEKOP" hat den Zug angekauft. Sie wollen den triebzug wieder im orginalen Zustand fahrbar machen.
12 Triebwagen wurden hergestellt, NS 1201 bis 1208 und NMBS/SNCB 220901/220904. Diese TW waren von 1958 bis 1978 zwischen Amsterdam und Brüssel unterwegs (Willy Henderikx, 17.07.17).

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Farrail Tours

Mit der Kamera notiert

RechteckBahntour Joachimsthal



Am 15.07.2017 ergab sich eine Bahntour in Richtung Eberswalde und Joachimsthal Kaiserbahnhof / Bahn Hp. der ehemaligen Pionierrepublik Werbellinsee. Es handelt sich genauer um die Bahnstrecke zwischen Eberswalde und Joachimsthal, auch RB 63 genannt. Seit gut 10 Jahren wird der Abschnitt von Joachimsthal bis Templin per Bus befahren, allerdings gibt es an den Wochenenden keinen abgestimmten Busverkehr, der als SEV gelten könnte, sondern nur 2 x 3 Busangebote am Samstag + Sonntag, die einfach nur peinlich sind und kaum Touristen in diese Region locken, es sein denn, es sind Kfz-Touristen. Es wäre wichtig einen saisonalen Wochenendbetrieb auf der Schiene wieder zu aktivieren (JKHalle Verkehrsfotografie - Ralf Kuke, 17.07.17).

RechteckErfurt

Der am 19.05.2017 nach einem Unwetter bei Stadtroda in Thüringen verunglückte Triebwagen 612 144/644 konnte am 07.07.2017 im DB-Werk Erfurt fotografiert werden. Dieser wird wohl nicht mehr instand gesetzt, da die Reperaturkosten den Zeitwert des Fahrzeugs übersteigen. Dies war online bei der Ostthüringer Zeitung zu lesen.
Zudem pausierte der 612 174 auf dem Gelände (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 17.07.17).

RechteckMultifunktonsportal Brixen



Südlich von Brixen errichtet Trenitalia/RFI im Gewerbegebiet der Fraktion Albeins eine von italienweit vier Multifunktionsstellen. Mit diesen wird im Langzeitversuch erprobt, Heißläufer und Lademaßüberschreitungen an durchfahrenden Zügen festzustellen. Die Hülle ist seit Mai 2017 fertig, derzeit werden die Messgeräte eingebaut und justiert. Weitere Messstandorte sind Oulx (Turin-Modane), Pieris (Gde. San Canziano d'Isonzo; Linie Triest-Venedig), und Seregno (Linie Chiasso-Mailand).
Miteinander sollen alle Portale EUR 8,6 Mio kosten, wobei die in Brixen stehende Baustellentafel nur vier Portalstandorte aufzählt, aber von fünf Portalen schreibt. Auch das angegebene Enddatum der Arbeiten "12.07.2015" (fünfzehn) wird wohl ein Schreibfehler sein.
"Gegenüber" an der Nordrampe derselben Brennerstrecke hat die ÖBB mit zwei ähnlichen Detektorstandorten beidseits der Engstelle St. Jodoker Tunnel gute Erfahrungen gemacht. Dort sind die Lademaßüberschreitungen gerne Antennen von LKW auf der Rollenden Landstraße, was immer wieder zu Bränden der Schwerfahrzeuge führte. Nicht ganz klar erscheint, was im Fall einer festgestellten Lademaßüberschreitung oder eines Heißläufers umgehend zu geschehen hat.
Der nördlich angrenzende Bahnhof Brixen wird soeben auf das notwenige Minimum als künftiger Wendezug-Abzweig ins Pustertal zurückgebaut. In Richtung Bozen befindet sich die nächste Überleitstelle erst im Bahnhof Waidbruck Lajen, der als Einmündung des Brennerbasistunnels in die Bestandstrecke fungieren wird. Der in Brixen benachbarte Rohbau wird die futuristische neue Zentrale der bei älteren "selbstausarbeitenden" Eisenbahnfotografen wohlbekannten Durst Fototechnik. Das Unternehmen hat die Digitalisierung der Photographie bestens gemeistert (GK, 17.07.17).

RechteckPlauen/V.

285 107-9 (ITL) fuhr am 14.07.17 einen Schotterzug von Strassgräbchen Bernsdorf nach Greiz. Hier ist der Zug bei der Durchfahrt in Plauen/V. unterer Bahnhof zu sehen (Alexander Hertel, 17.07.17).

RechteckŻarki Letnisko



Ab 10. Juli wurde der Centralna Magistrala Kolejowa (CMK) zwischen Włoszczowa und Olszamowice geschlossen (Umbau Oberleitung auf 200 km/h). Alle Züge von Kraków und Katowice müssen nun den Umweg über Częstochowa fahren, so dass es Fahrzeitverlängerungen in Richtung Warszawa gibt (Ryszard Rusak, 17.07.17).

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LOK Report

Europa

RechteckFrankreich: SNCF bildet Task Force zur Verbesserung der Qualität
Guillaume Pepy und Patrick Jeantet, die beiden Präsidenten der SNCF, haben eine Gruppe von sieben Experten (Jacques Damas, Keolis; Vince Lucas, Großbritannien; Yves Putallaz, Schweiz; Yves Ramette, ex Generaldirektor SNCF Réseau Ile-de-France; Alain Thauvette, Spezialist für internationalen Verkehr; Noël de Saint-Pulgent, Verwaltungsrat für wirtschaftliche und finanzielle Kontrolle des Verkehrs, und Bruno Gazeau, Präsident der Nutzervereinigung Fnaut) beauftragt, einen Bericht zur Verbesserung der Robustheit des Systems Eisenbahn anzufertigen.
Der Bericht mit dem Titel "A la reconquête de la robustesse des services ferroviaires" ("Zur Rückgewinnung der Robustheit des Eisenbahnbetriebs") sieht derzeit keine "Krisensituation", aber viele "Funktionsmängel" und gibt zu deren Behebung Empfehlungen. Er weist darauf hin, dass die industrielle Steuerung nicht ausreichend für die Qualität der Produktion sei, industrielle Prozesse nicht angepasst und modernisiert werden, der Fernverkehr durch die Aufsplitterung in Regionalbereiche nicht flüssig laufe und Ansprüche der Regionen bezüglich Zugmaterial und Fahrzeiten nicht eingehalten würden.
Ein Großteil des gestörten Zusammenspiels hätte seine Ursache darin, dass jeder nur sein Aufgabengebiet und nicht das Gesamtsystem sähe. Die Gutachter kommen zu dem Ergebnis, dass die Robustheit bei der Aufstellung der Fahrpläne überste Priorität erhalten müsste.
Der Bericht wurde am 07.07.17 der SNCF übergeben und muss in den nächsten Tagen den verschiedenen Gremien im Management der SNCF vorgestellt werden, aber der Vorstand hat schon angedeutet, die Empfehlungen zum großen Teil übernehmen zu wollen und eine "Task Force" auf hoher Ebene zu bilden, um die Empfehlungen für SNCF Mobilités et SNCF Réseau zwischen dem ersten Halbjahr 2018 und 2022 umzusetzen. Der Bericht wird ferner dem Ministerium, der Sicherheitsbehörde EPSF, andere Eisenbahnunternehmen, den Verbraucherverbänden, den Gewerkschaften und allen Beteiligten des Systems vorgestellt (WKZ, Quelle SNCF, 17.07.17).

RechteckItalien: Busitalia Fast mit 20% mehr Passagieren
Busitalia Fast, der neue Bus-Fernverkehrsservice der italienischen Staatsbahn FS Italiane hat seit April eine Steigerung von 20% der beförderten Passagiere verzeichnet. Bis Ende 2017 werden neue Verbindungen in Norditalien in Betrieb genommen, mit dem Ziel, ein europaweit agierender Dienstleister im Busverkehr für Langstrecken zu werden.
Mit einer Flotte von 60 Bussen der letzten Generation (Durchschnittsalter drei Jahre) werden tägliche Verbindungen zu 15 italienischen Regionen und mehr als 90 Städten in Italien und Deutschland durchgeführt. Der Kauf von Tickets läuft über die Internet-Seite fsbusitaliafast.it auf einer gemeinsamen digitalen Plattform mit trenitalia.com.
Busitalia konnte auf dem regulierten Markt seinen Umsatz von 70 Mio. im Jahr 2011 auf 450 Mio. Euro im Jahr 2017 steigern. Der Geschäftsplan sieht für den öffentlichem Busverkehr eine Steigerung in Italien auf 1,8 Mrd. Euro vor, so dass laut FS-Geschäftsführer Renato Mazzoncini weitere Gebote in städtischen Einrichtungen großer Städten wie Rom geplant sind (WKZ, Quelle FS Italiane, 17.07.17).

RechteckItalien: Fehlerquelle Vinschger Bahn analysiert, Behebung startet
Zusammen mit den Herstellerfirmen Ansaldo STS und Wegh arbeitet der Betreiber der Bahnlinie, die STA - Südtiroler Transportstrukturen AG, intensiv an der Behebung der Fehlerquelle, wegen der die Vinschger Bahn seit dem 6. Juli aus Sicherheitsgründen außer Betrieb ist. Die Fehlerquelle am Schließsystem der Bahnübergänge wurde gefunden und analysiert. Nach genauer Überprüfung wurde eine Lösung erarbeitet, die eine doppelte Prüfung des Schließsystems der Schranken vorsieht. "Dabei werden die Sensoren, die das Schließen der Schranke überprüfen, mit jenen, die die Öffnung überwachen, gekoppelt, sodass bei einem Fehlverhalten eines Bestandteils im Schließsystems die Züge nicht über die Bahnübergänge fahren werden", erklärt STA-Direktor Joachim Dejaco. "Diese Lösung wird von einem unabhängigen Sicherheitsprüfer validiert, bevor der Zug wieder in Betrieb geht", betont Dejaco.
Um dieses System der doppelten Kontrolle der Bahnübergänge so rasch wie möglich umzusetzen, sei eine Neu-Verkabelung in den Schrankenantrieben eines jeden Bahnübergangs notwendig, die von den spezialisierten Technikern des Herstellers durchgeführt werden, erklärt der STA-Direktor. "Die Arbeiten werden zügig durchgeführt, sobald das System funktionstüchtig ist, wird der Bahnverkehr umgehend aufgenommen und die Bürger werden sofort informiert", sagt Mobilitätslandesrat Florian Mussner. "Ich bedaure die Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste und Touristen und bitte um Verständnis, aber die Sicherheit hat absoluten Vorrang. Die Wiederinbetriebnahme der Vinschger Bahn hat für alle Verantwortlichen höchste Priorität", unterstreicht Mussner.
In der Zwischenzeit haben das Landesmobilitätsressort, die SAD Nahverkehr AG und die Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) einen Busersatzdienst, einen Transport für Menschen mit Behinderung, sowie einen separaten Fahrraddienst organisiert (WKZ, Quelle Autonome Provinz Bozen - Südtirol, 17.07.17).

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