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LOK Report – News von Montag, 24.04.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Deutsche Bahn startet
neue Arbeitgeberkampagne

Absatzlinie
IC Karlsruhe - Pforzheim -
Stuttgart soll erhalten bleiben

Absatzlinie

Ausbau der Lokomotivwerkstatt
Freital-Hainsberg

Absatzlinie

Renfe gibt zweiten Auftrag zur
AVE-Jahrhundert-Bestellung frei

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Hitachi Rail

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBundestag: Zweite S-Bahn Stammstrecke in München
Der Bundesregierung liegen keine Informationen darüber vor, dass durch die Finanzierung der zweiten S-Bahn Stammstrecke in München mit Bundesmitteln über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) andere GVFG-Verfahren erschwert werden. Das geht aus der Antwort (18/11924) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/11520) hervor.
Darin macht die Regierung auch deutlich, dass sie das aus Sicht der Linksfraktion "äußerst knappe Nutzen-Kosten-Verhältnis von 1,05"des Bauvorhabens nicht für problematisch hält, "da der erforderliche Wirtschaftlichkeitsnachweis erbracht wurde". Im Fall der zweiten S-Bahn-Stammstrecke München liege eine abgeschlossene Entwurfsplanung vor, für die die Kosten auf der Grundlage einer "sachgerechten Kostenermittlung" ermittelt worden seien, heißt es in der Antwort. Ein wesentlicher Teil der Hauptbauleistungen sei ausgeschrieben und submittiert worden.
"Auf dieser im Vergleich zu vielen anderen Bahnprojekten besonders belastbaren Grundlage wurden die zu erwartenden Gesamtkosten für das Vorhaben ermittelt und durch eine Expertengruppe überprüft und bestätigt", schreibt die Regierung (Pressemeldung Bundestag, 24.04.17).

RechteckDeutsche Bahn: Neue Arbeitgeberkampagne gestartet

Hiba Moussawi und Cindy Pohl sind zwei Gesichter der neuen Arbeitgeberkampagne. Sie arbeiten in der Bordgastronomie. Martin Grünthaler ist ein Gesicht der neuen Arbeitgeberkampagne. Er macht eine Ausbildung zum Mechatroniker. Fotos DB AG/van Endert.
Am Montag startet die neue Arbeitgeberkampagne der Deutschen Bahn. Unter der Überschrift "Willkommen, Du passt zu uns." wirbt der Konzern mit Fernsehspots, mit Plakaten und in Sozialen Netzwerken um rund 8.000 neue Mitarbeiter jährlich. "Wer im Wettbewerb um Ingenieure, Lokführer oder Elektroniker die Nase vorn haben will, braucht gute Argumente. Mit der neuen Kampagne werden wir die Bahn noch stärker als guten und sicheren Arbeitgeber positionieren", sagt Personalvorstand Ulrich Weber. Der Arbeitsmarkt sei "ein hartes Pflaster", daher müsse man sich als Arbeitgeber mehr denn je anstrengen, um auf dem Bewerbermarkt zu punkten.
Mit "Willkommen, Du passt zu uns." präsentiert sich die Deutsche Bahn ehrlich wie nie, gut, aber nicht perfekt. Die Spots zeigen ein Unternehmen im Aufbruch, mit Mitarbeitern, die ihren Beruf lieben, aber auch mit manchmal ungeliebten Situationen umgehen müssen. Die Kamera schwenkt zum Beispiel auch über Anzeigetafeln, auf denen "Zug fällt aus" zu lesen ist. Dieser Ansatz ist die Übersetzung des Qualitätsprogramms Zukunft Bahn für die Personal-gewinnung. Ulrich Weber: "Wir holen die ins Team, die mit uns die Bahn Stück für Stück zuverlässiger und sympathischer machen wollen. Das ist übrigens keine Frage des Alters, sondern der Haltung. Perspektiven bei der DB haben Schulabgänger genauso wie Berufserfahrene über 50."
Die erste Welle der Kampagne läuft insgesamt sechs Wochen in TV, Funk und Online und spricht Schulabgänger, Facharbeiter, Ältere und Quereinsteiger an. Gefragte Berufe sind: Lokführer, Fahrdienstleiter, Zugbegleiter, IT-Experte, Ingenieure, Elektroniker. Auch die Karriereseite, über die Bewerbungen zentral und digital laufen, wurde zum Start erneuert (www.deutschebahn.com/karriere). Umgesetzt wird die Kampagne von den Agenturen "thjnk", "Torben, Lucie und die gelbe Gefahr" (TLGG) und "Possible".
Kerstin Wagner, Leiterin Personalgewinnung der DB: "Unsere Konkurrenten um Bewerber schlafen nicht, der Wettbewerbsdruck steigt. In Zeiten von Fachkräftemangel und sinkenden Schülerzahlen brauchen wir auch einen starken, frischen Arbeitgeberauftritt, um über 8.000 Menschen jährlich vom Arbeitgeber Deutsche Bahn zu überzeugen."
Antje Neubauer, Leiterin Marketing und PR der DB: "Mit "Willkommen, Du passt zu uns." gehen wir neue Wege im Personalmarketing und werden den Markt sicher überraschen. Denn kein anderer Arbeitgeber traut sich, so ehrlich zu sein wie wir. Wirklichkeit statt Hochglanz ist die Devise. Arbeiten bei der Bahn ist schön und erfüllend, aber eben auch kein Ponyhof. Das sagen und zeigen wir. Die DB präsentiert sich selbstbewusst und offen, schafft so Vertrautheit und Sympathie."
Mit dem 2016 gestarteten Qualitätsprogramm "Zukunft Bahn" wird die DB Qualität, Pünktlichkeit und Kundenorientierung nachhaltig verbessern. Ihre Kunden will die DB mit Sauberkeit und Komfort in den Bahnhöfen, pünktlicheren Zügen, zuverlässiger Kundeninformation und komfortablen Fahrzeugen als sympathischer Dienstleister überzeugen. Auch ihre internen Prozesse - von schnelleren Entscheidungen bis zu hierarchiefreier Zusammenarbeit – sind Bestandteile des Qualitätsprogramms. Strategisches Ziel des mehrjährigen Programms ist es, über eine bessere Qualität der Kundenangebote den wirtschaftlichen Erfolg zu steigern.
Sieben Zahlen zum Arbeitgeber Deutsche Bahn
• 13 Prozent der 2016 neu eingestellten Mitarbeiter waren über 50 Jahre alt. Der Anteil der älteren Nachwuchskräfte steigt stetig: 2012 lag der Anteil der über Fünfzigjährigen noch bei 10 Prozent.
• 30 Sekunden lang darf das selbstgedrehte Smartphone-Video sein, mit dem man sich über die JobUFO-App bei der DB um einen Job bewerben kann.
• 50 verschiedene Ausbildungsberufe und 25 Duale Studiengänge bietet die DB an. Insgesamt gibt es 500 verschiedene Berufsbilder bei der DB.
• 1.000 Ingenieure und 700 IT-Experten stellt die DB in diesem Jahr ein. Bei der Bahn arbeiten bereits rund 10.000 Ingenieure sowie 6.000 IT-Experten.
• 3.700 Nachwuchskräfte (3.400 Auszubildende und 300 Dual Studierende) starten in diesem Jahr bei der DB ins Berufsleben.
• 80.000 neue Mitarbeiter werden in den kommenden zehn Jahren eingestellt.
• 200.000 Mitarbeiter beschäftigt die DB in Deutschland, 300.000 weltweit (Pressemeldung Deutsche Bahn, 24.04.17).

Industrie

RechteckEGP: LKW-Speditionssparte erweitert Portfolio mit Standort auf Rügen
Mit der Stationierung von zunächst einem LKW am Standort Sassnitz / Neu Mukran auf Rügen erweitert der LKW-Speditionsbereich der Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH (EGP) sein Portfolio und expandiert ins Nachbarbundesland Mecklenburg-Vorpommern. Seit Mitte April wird konstant ein LKW der EGP sowie ein Fahrer am Standort vorgehalten, um vor Ort Aufträge für den Hafen Sassnitz sowie die Baltic Port Rail GmbH zu übernehmen.
„Mit dieser Expansion stärken wir nicht nur unsere Speditionssparte, sondern auch den Standort Sassnitz / Neu Mukran in der Unternehmensgruppe der Deutschen Eisenbahn Service AG.“, informiert Tino Hahn, Vorstand der Deutschen Eisenbahn Service AG und Projektleiter bei der LKW-Spedition. „Wir bauen damit unsere Präsenz und unser Leistungsspektrum im Rahmen der Logistikleistungen rund um die Eisenbahngesellschaft Potsdam, als auch unsere Werkstattleistungen der Baltic Port Services GmbH aus. Die Vernetzung zwischen Schiene und Achse ist besonders in Hafennähe von Bedeutung und offeriert damit eine Flexibilität für potentielle, sowie bestehende Kunden. Somit sind wir in der Lage, vor Ort auch kurzfristig innovative und individuelle Logistiklösungen anzubieten.“, so Tino Hahn weiter.
Die LKW-Spedition der EGP plant in Zukunft bis zu sechs Zugmaschinen vor Ort anzusiedeln. Vor Ort befinden sich schon verschiedene Auflieger, welche zum Einsatz gebracht werden können. Dazu zählen u.a. Kippauflieger, Planauflieger, Container Chassis oder Platoauflieger für z.B. die Beförderung von Betonstein (Pressemeldung EGP, 24.04.17).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: IC Karlsruhe - Pforzheim - Mühlacker - Stuttgart erhalten
In der Debatte über die Beschleunigungsmaßnahmen der Bahnstrecke Karlsruhe – Pforzheim – Mühlacker – Stuttgart besteht zwischen dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg und der Allianz Residenzbahn ebenso Einigkeit wie über die Forderung an die Deutsche Bahn, dass auch in Zukunft Fernverkehrszüge zwischen Karlsruhe und Stuttgart über Pforzheim fahren. Im Übrigen entspricht dies auch der Fernverkehrskonzeption "Neues Flächennetz" der Deutschen Bahn, die im März 2015 vorgestellt wurde. Dies wurde am 20. April 2017 bei einer Gesprächsrunde im Verkehrsministerium deutlich. 
Ministerialdirektor Dr. Uwe Lahl und die VertreterInnen der Allianz Residenzbahn haben sich dabei unter anderem über die Beseitigung der Langsamfahrstelle bei Kleinsteinbach ausgetauscht. Ziel der Allianz ist eine Beschleunigung der Strecke Karlsruhe – Pforzheim – Stuttgart mit einer Zielfahrzeit von ca. 50 Minuten, damit die Anschlüsse in Stuttgart bzw. Karlsruhe verlässlich erreicht werden können. Derzeit liegt die Fahrzeit bei 57 Minuten, in der Gegenrichtung bei 54 Minuten. Amtschef Dr. Uwe Lahl sagte: "Wir sind uns alle einig, dass die Beseitigung der Langsamfahrstelle in Kleinsteinbach den größten Nutzen bringt. Die entsprechenden Planungen der DB hierzu laufen." 
Des Weiteren plädierte die Allianz Residenzbahn für einen geschwindigkeitserhöhenden Ausbau der Residenzbahn als Fernverkehrsstrecke und Teil des transeuropäischen Eisenbahnnetzes. Dieses Vorhaben ist Aufgabe des Bundes. Das Verkehrsministerium und der Regionalverband Nordschwarzwald hatten jeweils den Ausbau der Strecke samt signal- und sicherheitstechnischer Erneuerung zum Bundesverkehrswegeplan 2030 angemeldet. Der Bund lehnte jedoch die Aufnahme dieser Maßnahme in der genannten Form ab. Die große Bedeutung der Schienenstrecke für die Region unterstrichen auch die beiden Abgeordneten Stefanie Seemann (Grüne) und Prof. Dr. Erik Schweickert (FDP): "Die Fernverkehrshalte in Pforzheim und Mühlacker müssen erhalten bleiben." Jürgen Kurz, Vorsitzender des Regionalverbands Nordschwarzwald, freute sich über die Rückendeckung des Landes und skizzierte den weiteren Fahrplan: "Die Allianz Residenzbahn wird mit den heutigen Ergebnissen im Bundesverkehrsministerium vorstellig werden." Die Allianz setzt dabei auf die gesetzlich vorgesehene Überprüfung des Bedarfsplans alle fünf Jahre und wird ihr Anliegen auf diesem Weg einbringen. Hierfür wurde der Allianz die Unterstützung des Landes zugesagt (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 24.04.17).

RechteckBerlin: Pro Bahn will Regionalbahnhof Karlshorst erhalten
Die DB beabsichtigt, den Regionalbahnhof Karlshorst zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 zu schließen. Heute halten dort alle 30 Minuten Regionalzüge von der Stadtbahn nach Schönefeld, nämlich jeweils stündlich die RE7 nach Wünsdorf-Waldstadt und die RB 14 nach Schönefeld. Die Schließung des Regionalbahnhofs Karlshorst ist offenbar mit der Berliner Senatsverwaltung und dem VBB abgesprochen. Allerdings steht im Koalitionsvertrag: "Die Koalition setzt sich gegenüber der DB AG für einen möglichst langen Betrieb des Regionalbahnhofs Karlshorst ein."
Begründet wird die Schließung mit der Inbetriebnahme des Regionalbahnsteigs an der Frankfurter Bahn in Ostkreuz zum gleichen Zeitpunkt. Weder der neue Regionalverkehrshalt Ostkreuz noch der erst für die Zukunft geplante Bau des Regionalbahnhofs Köpenick können jedoch den Halt in Karlshorst ersetzen. Alle diese Umsteigeknoten haben ihre eigenen verschiedenen Verkehrsaufgaben:
- Ostkreuz hat neben der Wohngebietserschließung herausragende Bedeutung als Umsteigebahnhof zu vielen Regional- und S-Bahn-Linien, vor allem zur Ringbahn.
- Karlshorst ist Umsteigeknoten zur Straßenbahn Hohenschönhausen - Friedrichsfelde - Schöneweide, zur S-Bahn und zu den umliegenden Wohnvierteln. Trotz der langen Umsteigewege mit unbequemen Treppen und fehlender Aufenthaltsqualität sind die Ein- und Aussteigerzahlen beachtlich hoch.
- Der Bau eines Regionalbahnsteigs in Köpenick ist seit langem geplant, soll aber erst irgendwann in der Zukunft realisiert werden. Köpenick ist bedeutend als Stadtteilzentrum mit einem großen direkten Einzugsgebiet und als Umsteigebahnhof zur S-Bahn, zur Straßenbahn Mahlsdorf–Köpenick–Adlershof / Grünau und zu wichtigen Buslinien. Dort werden nur die Züge von und nach Frankfurt (Oder) halten können, da die Züge nach Schönefeld nicht über Köpenick fahren.
Sollte im Dezember 2017 der Regionalverkehrshalt in Karlshorst wegfallen, wird für viele Kunden in Karlshorst, aber auch für Fahrgäste von den Bahnhöfen entlang der S-Bahn-Linie S3 zwischen Ostkreuz und Erkner die Fahrt zum Flughafen Schönefeld nicht nur umständlicher, sondern auch teurer. Die Fahrt über Ostkreuz erfordert einen Fahrschein Berlin ABC, während heute über Karlshorst nur ein günstigerer Fahrschein für BC erforderlich ist.
PRO BAHN fordert daher: Karlshorst muss dauerhaft Regionalbahnhof bleiben!
Zunächst sollen die Linien RE7 und RB14 auch ab Dezember 2017 weiterhin hier halten. Für den zweiten notwendigen Schritt, den Ersatzneubau der Regionalbahnsteige in Karlshorst mit kürzeren und barrierefreien Zugangswegen, hat die IGEB in der Zeitschrift SIGNAL Nr. 5/2016 Vorschläge unterbreitet, vor allem den Bau eines Mittelbahnsteigs mit Zugang zur Treskowallee. Wir unterstützen diese Vorschläge und fordern, dass dafür nunmehr die notwendigen Planungen aufgenommen werden (Pressemeldung PRO BAHN Landesverband Berlin-Brandenburg e.V., 24.04.17).

RechteckNRW: Abellio Rail NRW erneut als fairer Arbeitgeber ausgezeichnet

Am Mittwoch, 18. April, ist Abellio Rail NRW von der mobifair Zertifizierungs- und Beratungsgesellschaft mbH mit dem sogenannten Sozialzertifikat ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung wird an Unternehmen vergeben, die die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, einschlägiger Richtlinien sowie die Anwendung von Lohn- und Sozialstandards nachweisen können und sich für faire Arbeitsbedingungen besonders einsetzen. Abellio Rail NRW wurde das begehrte Zertifikat nun bereits zum zweiten Mal verliehen, das erste Zertifikat erhielt das Unternehmen in 2013.
An dem Zertifizierungsverfahren hatte das Hagener Eisenbahnverkehrsunternehmen auf eigenen Wunsch teilgenommen. Da es während des Prüfverfahrens keinerlei Beanstandungen gab, stand einer Rezertifizierung nach Meinung der mobifair-Prüfer Nichts im Wege. Die Übergabe des Zertifikats und des Prüfberichts fand nun am Hauptsitz von Abellio Rail NRW in Hagen statt. Ronald R. F. Lünser, Vorsitzender der Geschäftsführung, und Peter Bosse, Leiter Personalmanagement, nahmen die Dokumente im Rahmen eines Mitarbeiterfrühstücks von Karl-Heinz Zimmermann, Geschäftsführer der mobifair GmbH, entgegen. Beide Seiten hoben dabei die besondere Bedeutung der Einhaltung von Lohn- und Sozialstandards hervor und werteten die erneute Auszeichnung als wichtiges Signal für die Zukunft.
"Die Erneuerung des Zertifikats von mobifair ist für uns nicht nur eine besondere Auszeich-nung, über die wir uns sehr freuen. Sie ist auch ein klares Bekenntnis, dass wir bei Abellio Rail NRW auch zukünftig immer danach streben werden, unseren Mitarbeitern faire Arbeitsbedingungen, ein tarifgebundenes und gerechtes Gehalt, attraktive Sozialleistungen und eine wertschätzende Unternehmenskultur zu bieten. Besonders mit Blick auf das anstehende Wachstum unseres Unternehmens, ist die Rezertifzierung ein wichtiges Signal in Richtung unserer heutigen, aber auch der künftigen Mitarbeiter", so Ronald R. F. Lünser.
Auch Karl-Heinz Zimmermann betonte die Signalwirkung der Rezertifizierung: "Seit der ersten Prüfung bzw. Auszeichnung durch die mobifair GmbH hat Abellio Rail NRW weitere Netze für sich entscheiden können, darunter auch den grenzüberschreitenden Schienenpersonennahverkehr nach Arnhem in die Niederlande. Wir freuen uns, dass dabei weiterhin faire Arbeitsbedingungen und ein gutes Betriebsklima herrschen. Dieser Erfolg gibt Abellio Recht. Den Guten eine Chance."
Bild: Ronald R. F. Lünser (links), Vorsitzender der Geschäftsführung von Abellio Rail NRW, und Peter Bosse, Leiter Personalmanagement, freuen sich über die Auszeichnung überreicht durch Karl-Heinz Zimmermann (Mitte) von der mobifair GmbH (Pressemeldung Abellio Rail NRW, 24.04.17).

RechteckSachsen: Freistaat fördert Ausbau der Lokomotivwerkstatt Freital-Hainsberg
Die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft mbH (SDG) hat einen Förderbescheid vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das Unternehmen erhält rund 1,6 Millionen Euro Fördermittel* vom Freistaat Sachsen für den grundhaften Ausbau der Lokomotivwerkstatt am Bahnhof Freital-Hainsberg. Der Bescheid sieht damit eine Förderung von 90 Prozent sowie der Planungskosten vor.
Die Mittel werden vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr im Rahmen der Förderung zur Verbesserung der Bedingungen im schienen- und straßengebundenen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Freistaat Sachsen zur Verfügung gestellt. Die hier geförderte Maßnahme umfasst den Neubau einer Werkstatt zur Wartung und Reparatur von Lokomotiven und Wagen der Weißeritztalbahn am Bahnhof Freital-Hainsberg.
Verkehrsminister Martin Dulig: "Schmalspurbahnen sind wichtige Zeugen sächsischer Identität – unserer Industrie- und Verkehrsgeschichte. Deshalb ist es unser Ziel, die Infrastruktur, Lokomotiven und Wagen der Bahnen für uns und nachfolgende Generationen zu erhalten. Die neue Werkstatt für die alten Fahrzeuge dient dazu, einen effizienten und sicheren Betrieb auf der wiederaufgebauten Weißeritztalbahn sicher zu stellen."
Mit dieser Maßnahme werden eine effiziente Werkstattkapazität geschaffen, die Energiekosten durch Errichtung eines Erdgas-Blockheizkraftwerkes gesenkt und die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter verbessert.
Die Arbeiten sollten antragsgemäß von 2017 bis 2018 durchgeführt werden. Für aktuelle Informationen zum Bauvorhaben bitten wir um ergänzende Anfrage beim Vorhabensträger. Die Fördergelder werden aus Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes bereitgestellt (Pressemeldung Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, 24.04.17).

RechteckSachsen-Anhalt: Deutsche Bahn startet Öffentlichkeitsbeteiligung beim Streckenausbau Uelzen—Stendal
Um eine rechtzeitige Einbindung der Betroffenen und Interessierten am Ausbau der Strecke Uelzen—Stendal—Magdeburg—Halle (Saale) zu gewährleisten, startet die Deutsche Bahn (DB) eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung. Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, und Ulrich Bischoping, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für die Länder Bremen und Niedersachsen, informieren im Mai die Mitglieder des Bundes- und der Landtage von Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, die Landräte sowie die Aufgabenträger über das Bauvorhaben.
Bis Ende März wurden die Bürgermeister von Arendsee, Samtgemeinde Aue, Bismark, Lüchow (Wendland), Salzwedel, Stendal und Uelzen durch die Projektleitung über den aktuellen Projektstand und das weitere Vorgehen informiert. Im dritten Quartal dieses Jahres werden Informationsveranstaltungen für die betroffenen oder interessierten Bürgerinnen und Bürger durchgeführt. Ab dem vierten Quartal sollen "Runde Tische" den Dialog über den gesamten Projektzeitraum aufrechterhalten.
Der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke Uelzen–Stendal ist Teil des Bedarfsplanvorhabens "ABS Uelzen—Stendal—Magdeburg—Halle (Ostkorridor Nord)", in dessen Verlauf eine leistungsfähige Verbindung der norddeutschen Seehäfen mit dem Süden Deutschlands über Uelzen—Magdeburg—Leipzig/Halle und Hof—Regensburg (Ostkorridor Süd) hergestellt werden soll. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits Teile des Streckenabschnitts Uelzen—Stendal ausgebaut wurden, soll in den kommenden Jahren der vollständige zweigleisige Ausbau erfolgen.
Der Streckenausbau beinhaltet unter anderem den Aufbau eines zweiten Gleises in den Abschnitten Veerßen—Salzwedel und Hohenwulsch—Stendal.
In der ersten Baustufe werden die Streckenabschnitte Hohenwulsch—Brunau Packebusch und Rademin—Salzwedel zweigleisig ausgebaut. In der zweiten Baustufe erfolgt auf Grundlage des bestehenden Planrechts der zweigleisige Ausbau der Streckenabschnitte Steinfeld—Hohenwulsch und Salzwedel—Veerßen. Für die Einbindung der Strecke in den Knoten Stendal sowie für den Abschnitt Steinfeld—Stendal werden ab 2017 Realisierungsmöglichkeiten geprüft und die Planung gestartet.
Zur Historie: Die Verbindung Stendal—Uelzen wurde am 15. April 1873 eröffnet und als Teil der "Amerikalinie" bekannt, da sie direkte Verbindung von Berlin zu den deutschen Nordseehäfen war. Ihren umgangssprachlichen Namen erhielt die Verbindung, weil auf ihr viele Auswanderer aus den östlichen Teilen des Deutschen Reichs nach Bremerhaven fuhren, wo an der Columbuskaje Anschluss an Auswandererschiffe nach Amerika bestand.
1945 wurde die Strecke an der innerdeutschen Grenze unterbrochen und in diesem Bereich komplett zurückgebaut. Darüber hinaus wurde von 1946 bis in die 1980er Jahre in Ost- und Westdeutschland das bis dahin vorhandene zweite Streckengleis entfernt. Die zweigleisige Widmung der Strecke wurde jedoch nie aufgehoben.
Nach der Öffnung der Grenze 1989 wurde der Wiederaufbau der Verbindung Stendal—Salzwedel—Uelzen in die Liste der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit (VDE Nr. 3) aufgenommen. Die auf der alten Trasse wieder errichtete Strecke konnte im Jahr 1999 als eingleisige, elektrifizierte Hauptbahn wieder in Betrieb genommen werden. Der Plan wurde jedoch zwischen Steinfeld und Uelzen bereits zu diesem Zeitpunkt als zweigleisige elektrifizierte Hauptbahn festgestellt, um die Strecke zu einem späteren Zeitpunkt ausbauen zu können (Pressemeldung Deutsche Bahn, 24.04.17).

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Tanago

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckLeipzig

Am Ostersamstag bekam der Leipziger Gläserne nach der Großen Stadtrundfahrt die Aufgabe, im Fahrgasteinsatz noch einige Runden auf der Linie 16 zu absolvieren. Die beiden Bilder zeigen den Großzug, gebildet aus den beiden modernisierten Tatra-Triebwagen 1800 und 1700, sowie dem ebenfalls modernisierten Tatra-Beiwagen 700, am Messegelände, sowie in Lößnig (Holger Grunow, www.tradibahner.de, 24.04.17).

RechteckSonderzug mit 231 012

Am 22.04.2017 fuhr ein Sonderzug mit 231 012 von Löbau nach Neuenmarkt-Wirsberg. Bild1: Der Sonderzug passiert das Stadtgebiet von Plauen und erreicht und in Kürze den oberen Bahnhof von Plauen. Bild2: Am Abend fuhr der Sonderzug auf der Heimreise durch die ehemalige Blockstelle Haselbrunn in Plauen (Andreas Rahn, 24.04.17).

RechteckUnstruttalbahn Sonderzug


Am Samstag, dem 22.04.2017 gab es auf der Unstrutbahn zwischen Nebra und Donndorf wieder Zugverkehr. Der Verein IG Unstrutbahn, welcher sich zur Aufgabe gemacht hat, den abbestellten Streckenabschnitt vor der Stilllegung zu retten, bestellte bei der Burgenlandbahn Zugverkehr. Die vier Züge (zwei am Vormittag und zwei am frühen Abend), waren zeitweise gut ausgelastet. Es fuhr jeweils ein Zug von Naumburg Ost nach Donndorf und ein Zug von Donndorf nach Naumburg Ost über Naumburg Hbf. Die Züge haben an allen Unterwegsbahnhöfen gehalten und auch Roßleben hatte wieder Bahnanschluss.
Zum Einsatz sind zwei moderne barrierefreie Triebwagen des Typ LVTS gekommen, welche in Bautzen gebaut wurden. Bei den Anwohnern tragen die Fahrzeuge den Spitznamen "Schuhkatrton".
Wie zu erfahren war, finden am 01. Mai die nächsten Sonderfahrten auf dem nur selten befahrenen Abschnitt zwischen Nebra und Donndorf statt. Am 01. Mai soll ein Ferkeltaxe, bzw. Blutblase der Baureihe 772 zum Einsatz kommen, damit auch Bahnnostalgiker und Eisenbahnfreunde in den Genuss der Unstrutbahn kommen. Fahrpläne werden gegen eine kleine Spende für den Verein herausgegeben. Und Fahrgäste sind immer herzlich willkommen. In den Zügen gibt es auch ein kleines Angebot an Snacks und Getränken, sowie Informationen rund um die Strecke (JKHalle Verkehrsfotografie - Jan Krehl, 24.04.17).

RechteckWeißeritztalbahn


Meine Fotos zeigen 99 1734 vor einem Personenzug auf der Weißeritztalbahn bei Rabenau. 99 1790 steht kalt abgestellt im Bahnhof Freital-Hainsberg (Jürgen Reichert, 24.04.17).

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LOK Report

Mit der Kamera notiert

RechteckBerlin


Im Bf. Berlin Lichtenberg sind derzeit einige seltene Fahrzeuge zu bewundern: Da wären die neuen Triebwagen der NEB, geliefert von der polnischen Firma PESA. Hier 632 021 bzw. SA 139 016 der gerade auf die Abfahrt in Richtung Kostrzyn (Küstrin) vorbereitet wird. Dann standen auf einem Stumpfgleis neben 109-02, die sich dort schon seit Monaten aufhält nun auch 155 110, die kurz darauf den Bahnhof verließ. Und schließlich war auf einem der Abstellgleise 120 149 vor einer Talgo-Garnitur der RZD vor aufziehender Regenwand zu sehen. Die 120 brachte die Wagengarnitur dann zur Bereitstellung nach Berlin Ostbahnhof . Diese Talgo-Garnitur bildet seit kurzem den Nachtzug Berlin-Moskau. Erst bei der Ausfahrt im Nachschuß zu sehen: Die eigentliche Zuglok (5 370 005 1251) von PKP Intercity aus der "Taurus"-Familie mit polnischer Telekom-Werbung (Andreas Bogott, 24.04.17).

RechteckBerlin

Das früher als Talgowerkstatt benutzte Werk Revaler Straße hat seine drei V 60 D durch einen modernen Locotrac der Niederländischen Firma Niteq ersetzt. Das neue Fahrzeug hat die Bezeichnung Niteq 6000-4 erhalten (Thomas Splittgerber, 24.04.17).

RechteckDelitzsch

DGS 95227 von Bitterfeld nach Neustadt (Donau) war am 17.04.17 mit 140811-1 und 140815-2 bespannt. Die Aufnahme enstand kurz vor Delitzsch. Am 30.12.16 zeigten sich in Tapolca alle betriebsfähigen NOHABs in Ungarn (Torsten Feige, 24.04.17).

RechteckLeipzig

Die Bilder vom 22.04.17 zeigen HSL 151 138 mit 69485 Hof - Drabenau in Gaschwitz und WFL 155 159 mit 92346 Waren (Müritz) - Zwickau - Wiederitzsch - Bamberg in Gaschwitz (Torsten Liermann, 24.04.17).

RechteckLetzter Einsatztag

Auch sie hat uns nun verlassen, als letzte ihrer Art. Letzter Einsatztag war der 19.04.2017. Revision abgelaufen (Hans-Georg Löwe, 24.04.17).

RechteckPraha-Satalice


Am 21. April fuhr ich mit dem Zug aus Praha-Vršovice nach Praha-Satalice (KBS 070). Der Bahnhof ist mit einem Fahrdienstleiter besetzt. Das Gebäude aus Jahre 1872 entstammte der ehemaligen Turnau-Kralup Bahn (TKPE)/Böhmische Nord Bahn (BNB).
In Satalice ging ich über die ehemalige Fasanerie (Gräfen Czernin bis 1921) und den Tiergarten zum Schloß Vinoř.
Die Fotos zeigen die derzeit außer Betrieb befindliche Bahnhofuhr in Prag-Vršovice, den Bhf Praha-Satalice mit Tw 854 029-6 Prag - Všetaty-Mělník und den Tiergarten Vinoř - heute Naturschutzgebiet. Im Dorf Vinoř ist ein gute Restauration "U Černínů" (Bei Czernin) mit Bier der Brauerei-Gruppe Lobkowicz (Martin Kubík, 24.04.17).

RechteckReise-Wochenende


Auch im 500 km fern von Wien gelegenen Innsbrucker Hauptbahnhof wurde am 17. April 2017 den am Bahnsteig Wartenden via Lautsprecher mitgeteilt, der bereits in Sichtweite gekommene RJ 162/562 nach Zürich sei "ausgelastet", ein Zustieg sei nur Inhabern von Platzreservierungen möglich. Im Falle zeitgerechter Verlautbarung wurde anscheinend eine Welle an Fahrkartenrückgaben befürchtet.
Wie durch ein Wunder war es der Menschenmenge mit ganz wenigen Ausnahmen möglich, sich in die Sardinenbüchse nach Zürich (dreieinhalb Stunden Fahrzeit) zu quetschen. Ein freier Durchblick durch die Plattformen war danach nirgends mehr gegeben. Aufgrund der "Lok an Lok" gekuppelten Doppelgarnitur unterlag dieser in Innsbruck ca. 20 Minuten verspätete Zug einer durchgehenden Geschwindigkeitsbeschränkung.
Auch anderswo in Österreich kam es zu Überfüllungen, z.B. auf der Südbahnlinie nach Klagenfurt. Dazu meinte die "Kleine Zeitung" in einem Kommentar, "Wenn die ÖBB die Kunden so ernst nähmen, wie sie sie glauben machen wollen, hätten sie das alles längst bereinigt."
Bereits wenige Wochen zuvor am 28. Februar waren laut "Kleine Zeitung" im Bahnhof Leoben zweihundert Fahrgäste zum Aussteigen veranlasst worden. Zu diesem Vorfall berichtete die Zeitung über die Reaktion der Eisenbahn: "Ruhig Blut, der ÖBB-Sprecher kann lückenlos erklären, warum alles genau so sein musste. Leise klingt sogar ein Vorwurf an die Fahrgäste an (GK, 24.04.17).

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Europa

RechteckFrankreich: Staatsvertrag mit SNCF Réseau gegen den Senat abgeschlossen
Einen Tag vor der am 20.04.17 erfolgten Unterzeichnung der drei Staatsverträge mit der öffentlichen Gruppe SNCF, SNCF Réseau und SNCF Mobilité hat sich der Ausschuss für Raumplanung und nachhaltige Entwicklung des Senats noch gegen die Unterzeichnung des Vertrags mit SNCF Réseau gewandt.
Der Kommissionsvorsitzende Senator Hervé Maurey erklärte, dass es "skandalös" sein würde, "wenn die Regierung einen Vertrag dieser Größenordnung unterzeichnet, der so viele Vorbehalte seitens der Regulierungsbehörde erfahren hat". Die Regierung würde diesen Vertrag "heimlich nur wenige Tage vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen" unterschreiben und "dem Parlament eine vorherige Erklärung verweigern".
Der Ausschuss hatte am 19.04.17 Patrick Jeantet, Präsident-Generaldirektor von SNCF Réseau, und Bernard Roman, Präsident der Regulierungsbehörde Arafer gehört (WKZ, Quelle Figaro 24.04.17).

RechteckGroßbritannien: Vier Züge mit Flying Scotsman und Class 800 unterwegs



Fotos Hitachi Rail, Virgin Trains.
Die Grafschaft Yorkshire, die Bahngesellschaft Virgin Trains, der Zughersteller Hitachi Rail, der Infrastrukturverwalter Network Rail und das National Railway Museum haben am 23.04.17 der historischen Bedeutung der East Coast Main Line gedacht.
Vier Züge aus vier Generationen fuhren in gestaffelter Formation auf der East Coast Main Line mit einer Geschwindigkeit von 25 mph (40 km/h) von Tollerten (North Yorkshire) über zehn Meilen nach York. Dabei waren der weltberühmte Flying Scotsman, ein HST (High Speed Train, Class 43), ein InterCity225 (Class 91) und der neue Virgin Azuma (Class 800), der von Hitachi gebaut wird und 2018 in Betrieb gehen soll (WKZ, GK, Quelle Grafschaft Yorkshire, Hitachi Rail, Virgin Trains, 24.04.17).

RechteckÖsterreich: Südbahnstrecke wegen Funkenflug gesperrt
Gegen 04:50 Uhr bemerkte ein Fahrzeuglenker zwischen Dürnstein und Wildbad mehrere Brandstellen und verständigte die Polizei. Die Ermittlungen ergaben, dass entlang der Südbahnstrecke aufgrund von Funkenflug eines Zuges der ÖBB zwischen Neumarkt und Friesach mindestens zehn Feuerstellen am Bahndamm entfacht worden waren.
Aufgrund der Trockenheit, des starken Windes und der teilweise nur schwer zugänglichen Feuerstellen waren die Feuerwehren Neumarkt (vier Fahrzeuge, 20 Mann), Dürnstein (zwei Fahrzeuge, zehn Mann), Friesach (ein Fahrzeug, zehn Mann) und Sankt Salvator (zwei Fahrzeuge, zehn Mann) bis 08:15 Uhr mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Verletzt wurde niemand.
Die Südbahnstrecke war während der Löscharbeiten zur Gänze gesperrt. Die Bahnstrecke konnte um 08:15 Uhr für den Bahnverkehr wieder freigegeben werden (Pressemeldung Landespolizeidirektion Steiermark, 24.04.17).

RechteckSchweiz: Neue Präsidentin Pro Bahn Schweiz

Nach sechsjähriger Tätigkeit als Präsident ist Kurt Schreiber von seinem Amt zurückgetreten und hat das Präsidium in jüngere und weibliche Hände, nämlich an Karin Blättler aus Luzern übergeben. Dazu wurden die üblichen statutarischen Traktanden behandelt. In seinem Jahresbericht liess Schreiber die verschiedenen Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren. Drei Vorstandsmitglieder, Edwin Dutler, Thomas Lendenmann und Heinz Villa wurden in ihren Ämtern für zwei weitere Jahre bestätigt. Die Versammlung tagte bei schönstem Wetter in der ebenso schönen Ferienregion Brienz und liess sich im von Tourismusverantwortlichen aus der Region über ihre Anstrengungen informieren.
In seiner Eröffnungsrede wies der scheidende Präsident auch auf verschiedene Schwachpunkte im öffentlichen Verkehr hin. So erfinden die immer wieder neue, aber bahnfremde Dienstleistungen, mangels Nachfrage wieder eingestellt werden. So geschehen bei der Abholmöglichkeit von Lebensmitteln am Bahnhof. Bei all diesen Versuchen sind massive Kosten entstanden, welche zum SBB-Defizit beigetragen haben. Neuestens nehmen sich die SBB dem Gebiet der führerlosen Autos an und sind in Zug diesbezügliche Kooperationen eingegangen. Da stellt sich ganz einfach die Frage: Was haben die SBB als Bundesbetrieb auf der Strasse mit solchen Projekten verloren? Dies umso mehr, als in Sitten von Postauto AG – auch ein Bundesbetrieb – Versuche mit fahrerlosen Postautos unternommen werden. Dazu gibt es nur eine Empfehlung: Schuster bleib Deinen Leisten oder SBB bei deinen Schienen.
Wenn sich schon die SBB neben der PostAuto AG mit führerlosen Autos befassen wollen, könnten ja beide Betriebe in eine Einheit zusammengefasst werden und so für eine gemeinsame Transportkette von Haus zu Haus sorgen. Das Postauto wäre für den Zubringer zum Bahnhof, die Bahn für die Reise zum Zielbahnhof und anschliessend wieder die Strasse bis zum Zielort verantwortlich. Damit würden sich zwei Bundesbetriebe ergänzen und nicht konkurrenzieren, wie das jetzt der Fall ist. Dieser Gedanke ist übrigens nicht neu, er wurde kürzlich vom ehemaligen SP-Präsidenten Peter Bodenmann in der „Weltwoche“ geäussert. Diese „Hochzeit“ würde insbesondere auf höher Ebene weitere Einsparungen mit sich bringen, so bräuchte es nur noch einen Verwaltungsrat und auch auf der Ebene Geschäftsleitung liessen sich Einsparungen erzielen. Peter Bodenmanns‘ Idee ist also gar nicht so schlecht und darf durchaus weiterverfolgt zu werden.
Gerade bei den eigenen Dienstleistungen besteht seitens SBB Nachholbedarf. Wohl ist der Pünktlichkeitsgrad hoch, das sei ausdrücklich anerkannt. Wenn aber Anschlüsse grundsätzlich nicht mehr abgewartet werden und für die Bahnkundin oder den Bahnkunden ein wichtiger Termin ansteht, verlängert sich die Reisezeit beispielsweise von Zürich nach Bern auf anderthalb Stunden wie vor 60 Jahren, weil eine halbe Stunde früher gereist werden muss, um pünktlich an der Verabredung einzutreffen. Deshalb sind Anschlüsse im Rahmen der Möglichkeiten abzuwarten. Es darf nicht vorkommen, dass Reisende vor dem Anschlusszug stehen und dieser Zug buchstäblich vor der Nase wegfährt.
So schnell wie nötig und möglichst wenige Umsteigevorgänge – dieses Element ist einer der Erfolgsgaranten von Bahn 2000. In letzter Zeit ist dieses Prinzip je länger desto mehr verlassen worden. Lausanne kann ab Basel nur via Umsteigen erreicht werden, der Flughafen Zürich ist ab Biel nur noch einmal anstatt wie früher zweimal pro Stunde erreichbar und als Tüpfelchen auf dem i haben es die SBB fertiggebracht, eine Reise zum Gotthard und in die Leventina noch unattraktiver zu gestalten als bisher: Zu den bisherigen Umsteigevorgängen muss nun auch noch in Erstfeld in Vorortstriebzüge umgestiegen werden. Ein solches Vorgehen kann nicht anders als ein Verlassen des bewährten Systems von Bahn 2000 bezeichnet werden, was die Bevölkerung dazu einlädt, anstatt den Zug das eigene Auto zu benutzen, denn mit dem Auto muss überhaupt nicht umgestiegen werden. Pro Bahn Schweiz erwartet, dass diese Mängel behoben werden und das System Bahn 2000 hochgehalten wird, denn es bewährt sich (Pressemeldung Pro Bahn Schweiz, 24.04.17).

RechteckSpanien: Renfe gibt zweiten Auftrag zur AVE-Jahrhundert-Bestellung frei


Ministerpräsident Mariano Rajoy während des Jubiläums zum 25. Jahr der AVE-Strecke Madrid - Sevilla. Fotos Regierung.
Die spanische Bahngesellschaft Renfe hat 500 Mio. Euro zum Start der zweite Phase des "Jahrhundertvertrages" zur Bestellung von 30 AVE-Zügen aktiviert, wie der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy am 21.04.17 anlässlich des Jubiläums zum 25. Jahr der AVE-Strecke Madrid - Sevilla bekannt gab.
Der Talgo im November 2016 nach einer europaweiten Ausschreibung zugesprochene Vertrag sah die Bestellung 30 AVE-Zügen vom Typ "Avril" (363 km/h, 600 Fahrplätze, 2+3 Sitzplätze in Reihe) in zwei Phasen vor. Die erste direkt nach Vertragsunterzeichnung ausgelöste Phase beinhaltete die Lieferung von 15 Zügen innerhalb von 38 Monaten und deren Wartung für zunächst 30 Jahre im Wert von 786 Mio. Euro. Die zweite Phase umfasst 15 weitere Züge im Wert von 500 Mio. Euro.
Anlässlich des 25. Jubiläums gaben Mariano Rajoy und die andalusische Präsidentin Susana Díaz die Verteilung von 250.000 Jubiläums-Fahrkarten zu je 25 Euro bekannt. Rajoy betonte auch die Bedeutung des AVE-Verkehrs zum "Zusammenhalt und der Integration Spaniens" (WKZ, Quelle Regierung, Europepress, 24.04.17).

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