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LOK Report – News von Montag, 26.06.17

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BMVI legt Masterplan
für den Güterverkehr vor

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Bombardier liefert weitere
83 Régio 2N für die Ile-de-France

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Eurotunnel verkauft zwei Fähren
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auf der Baureihe 193

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Foto links: Heinrich Fritzsche

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Msterplan Güterverkehr

RechteckBMVI: Trassenpreise für Schienengüterverkehr werden um 350 Mio. Euro gesenkt

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat am Freitag in Berlin zusammen mit Branchenvertretern den Masterplan Schienengüterverkehr vorgestellt. Er wurde an einem vom BMVI eingesetzten Runden Tisch mit der Schienengüterverkehrsbranche erarbeitet und wird gemeinsam mit dem Sektor umgesetzt.
Dobrindt: Unser Ziel ist, mehr Güterverkehr auf die umweltfreundliche Schiene zu verlagern, den Marktanteil des Sektors zu steigern und die Branche dauerhaft zu stärken. Der Bund wird im kommenden Jahr die Trassenpreise für den Schienengüterverkehr deutlich senken. Dafür stellen wir mit dem Haushalt 2018 350 Millionen Euro bereit. Der Gütertransport auf der Schiene wird dadurch billiger. Darüber hinaus investieren wir in den Ausbau der Infrastruktur, etwa das 740-Meter-Netz für längere Züge, treiben die Digitalisierung und Automatisierung von Transport- und Verladeprozessen voran und fördern Innovationen. Die Unternehmen werden entlastet und wir machen sie leistungs- und wettbewerbsfähiger.
• Kosten reduzieren: Mit Inkrafttreten des Haushalts 2018 werden Mittel in Höhe von 350 Millionen Euro in die Senkung der Trassenpreise für den Schienengüterverkehr fließen. Die Freiräume sollen die Unternehmen für Investitionen in Innovationen nutzen.
• Leistungsfähige Infrastruktur bereitstellen: Die für den Güterverkehr wichtigen Strecken und Großknotenpunkte im Schienennetz werden aus-, bzw. neugebaut. Überholgleise ermöglichen den Einsatz längerer Güterzüge (740-Meter-Netz).
• Digitalisierung und Automatisierung vorantreiben: Durch Digitalisierung, etwa die Online-Buchung von Trassen, wird die Kapazität im Netz gesteigert. Digitale Fahrpläne und Regelwerke oder die digitale Trassenvergabe beschleunigen Betriebsprozesse.
Durch (Teil-)-Automatisierung werden Strecken besser ausgelastet und die Leistungsfähigkeit wird insgesamt erhöht. Der Verkehr wird zuverlässiger und preiswerter. Auf einem digitalen Testfeld im Rangierbahnhof München wird die erste automatisierte und digitalisierte Zugbildungsanlage getestet, u.a. zum vollautomatischen Rangieren oder Kuppeln. Das Pilotprojekt soll im Sommer 2017 starten.
Mit einem Bundesforschungsprogramm "Zukunft Schienengüterverkehr" sollen auch im Eisenbahnbereich Forschungsstrukturen dauerhaft etabliert werden. Dazu gehört eine Förderlandschaft, um Innovationen schneller auf die Schiene zu bringen (Pressemeldung BMVI, 26.06.17).

RechteckAllianz pro Schiene: Richtungsweisend für mehr Marktanteil
Für die Allianz pro Schiene ist der am Freitag veröffentlichte "Masterplan Schienengüte-rverkehr" ein "wichtiges Strategiepapier", das bestehende Wettbewerbsverzerrungen zwischen den Güterbahnen und dem Lkw an wesentlichen Stellen abmildert. "Insbesondere die deutliche Senkung der Trassenpreise, die Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in seinem Masterplan verspricht, ist dringend erforderlich", sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, am Freitag in Berlin. Auf der Pressekonferenz hatte Dobrindt angekündigt, mit dem Haushalt 2018 350 Millionen Euro zur Entlastung bereit zu stellen. "Weil die Güterbahnen unter Kostennachteilen leiden, die die Politik zu verantworten hat, ist ein solcher Schritt das richtige Werkzeug."
Der "Masterplan Schienengüterverkehr", den Verkehrsminister Dobrindt am Vormittag vorgestellt hatte, versteht sich als gemeinsames Bekenntnis von Eisenbahnbranche und Politik, im Zeichen des Klimaschutzes an einem starken und modernen Schienengüterverkehr zu arbeiten. Aufgabe der Politik sei es, eine leistungsfähige Infrastruktur zu finanzieren und für faire Rahmenbedingungen zu sorgen, die Eisenbahnbranche müsse Innovationen und Digitalisierung vorantreiben. "Richtungsweisend an diesem Masterplan ist, dass der Bund steigende Marktanteile der Güterbahnen zu seinem erklärten politischen Ziel macht", sagte Flege. "Wenn die Strategie jetzt zügig umgesetzt wird, sind wir zuversichtlich, dass die Marktanteilssteigerung auch gelingt."
Kritik kam von der Allianz pro Schiene allerdings am Zeitpunkt. "Am Ende der Legislatur ist es buchstäblich allerletzte Eisenbahn, um den Schienengüterverkehr wieder aufs richtige Gleis zu bringen", sagte Flege. "Im Grunde hat Dobrindt heute ein Programm für die nächste Regierung vorgelegt. Dieses Programm ist gut. Noch besser wäre es gewesen, er hätte für die Umsetzung schon vor drei Jahren die Ärmel hochgekrempelt." (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 26.06.17).

RechteckBündnis 90/Die Grünen: Viele verlorene Jahre
Zur Vorstellung des Masterplans Schienengüterverkehr durch Verkehrsminister Dobrindt erklärt Matthias Gastel, Sprecher für Bahnpolitik:
Eine gesamte Legislaturperiode lang hat sich der Straßenbauminister nicht für den Schienenverkehr interessiert. Es ist völlig unglaubwürdig, wenn er nun auf den letzten Metern Maßnahmen vorschlägt. Lang genug hatte er Zeit für Taten. Tatsächlich hat Dobrindt aber den Güterverkehr regelgerecht aus der Bahn geworfen.
Wir brauchen die notwendige Infrastruktur und Innovationen, um den Schienengüterverkehr aus dem Dornröschenschlaf der letzten Jahre zu wecken. Der Ausbau des Schienennetzes für 740 Meter lange Güterzüge ist auch weit über ein Jahr nach dem Entwurf zum Bundesverkehrswegeplan nicht abgeschlossen.
Die Elektrisierung vieler Stecken wurde abgelehnt. Innovationen in die Wagentechnik und moderne, digitale Buchungs- und Geschäftsprozesse sind für einen attraktiven Schienengüterverkehr unerlässlich. Ohne diese Maßnahmen wird die für den Klimaschutz notwendige Verlagerung der Güter von der Straße nicht gelingen (Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen, 26.06.17).

RechteckDBV: Masterplan zum Schienengüterverkehr begrüßt
Er war längst überfällig, der Masterplan für den Schienengüterverkehr. Viel Zeit ist vergangen, in der die Verlade-Infrastruktur für die Bahngüterverkehre buchstäblich kaputtging. Die Senkung der Trassenpreise für Güterzüge wird sicher zu einem Umsdiponieren der verladenenden Wirtschaft führen, insbesonder bei Verkehren im Direktverkehr ohne Zwischenumladung. Vor allem Holz, Flüssigstoffe und Schüttgüter dürften die Straße toppen.
Es reicht aber nicht; auch die Mehrwertsteuer muss gesenkt werden. Wenn sich Unternehmen für den umweltfreundlichen Bahnverkehr entscheiden, so muss dies honoriert werden.
Für den DBV ist der Masterplan für den Schienengüterverkehr nur ein Teil eines erforderlichen Gesamtplans für den Schienenfernverkehr. So werden z. B. die Fahrgäste im Eisenbahnfernverkehr auf Strecken befördert, auf denen die Trassenpreise sogar erhöht, während der konkurrierende Fernbus mautfrei mit Dumpingfahrpreisen über die Bundesverkehrswege fahren kann. Der volle Mehrwertsteuersatz für Fernfahrkarten ist ein wesentlicher Beitrag zur Wettbewerbsverzerrung.
Verbandspräsident Gerhard J. Curth hält den Masterplan als Ersten Schritt für begrüßenswert, sieht in jedoch in der Gesamtbetrachtung als Flickschusterei, die mit Wettbewerbsbelebung nicht annähernd etwas zu tun hat. (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 26.06.17).

RechteckDeutsche Bahn: Masterplan im Schienengüterverkehr begrüßt
Die Deutsche Bahn begrüßt den von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vorgestellten "Masterplan Schienengüterverkehr". Der im Rahmen einer branchenübergreifenden Initiative erarbeitete Masterplan schlägt konkrete Maßnahmen zur dauerhaften Stärkung des Schienengüterverkehrs bis 2030 vor. Dabei werden drei Themenfelder als besonders relevant identifiziert: die Innovationspotentiale der Verkehrsunternehmen zu heben, die Leistungsfähigkeit der Eisenbahninfrastruktur zu erhöhen und den verkehrspolitischen Rahmen für die Güterbahnen zu verbessern.
"Mit dem Masterplan werden wir einen erheblichen Innovationsschub auf die Schiene bringen und selber unsere Hausaufgaben erfüllen. Automatisiertes Kuppeln, autonomes Rangieren, mit dem Internet verbundene, intelligente Güterwagen sowie eine bessere Ausbildungslandschaft für unser Personal werden den Schienengüterverkehr deutlich attraktiver machen", sagte DB-Verkehrsvorstand Berthold Huber heute in Berlin.
Neben den Maßnahmen der Eisenbahnverkehrsunternehmen steht auch die Eisenbahninfrastruktur im Mittelpunkt des Masterplans. "Deutschlands Straßen droht ein Verkehrsinfarkt. Die spürbare Absenkung der Trassengebühren wird für eine deutliche Verbesserung der Wettbewerbsposition der Güterbahnen sorgen. Neben dem 740-Meter-Netz, dem Ausbau des Ost-Korridors und der Auflösung von Kapazitätsengpässen in den Großknoten werden wir mit Effekten aus der Digitalisierung die Leistungsfähigkeit des Bahnnetzes steigern", sagte DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla.
Der Masterplan Schienengüterverkehr sieht auch eine besondere Verantwortung der Bahnen für ein Gelingen der Energiewende vor. Die Reduktion noch nicht elektrifizierter Streckenabschnitte, der verstärkte Einsatz von Hybridloks, die Umsetzung elektromobiler Logistikketten zur Versorgung der Wirtschaftszentren und eine "Green-Logistics-Strategie" für Handel und Industrie sind Bestandteile der Initiative (Pressemeldung Deutsche Bahn, 26.06.17).

RechteckNEE: Trendwende im Schienengüterverkehr einleiten
Die Wettbewerbsbahnen des Schienengüterverkehrs haben den heute veröffentlichten Masterplan Schienen­güter­verkehr als "großen, richtigen Schritt" bezeichnet. Ludolf Kerkeling, Vorstandsvorsitzender des Netzwerks Euro­pä­ischer Eisenbahnen (NEE) e.V.: "Hier bricht der Bund endlich mit der von ihm als Gesetzgeber und Eigentümer der DB jahrzehntelang mitverantworteten Abwärtsspirale. Hohe Kostenbelastung und geringe Margen führten zu man­geln­der Innovationskraft des Sektors und sinkende Umsätze führten beim Marktführer DB zum teilweisen Rückzug vom Kunden als Sanierungsstrategie." Diese Entwicklung konnten auch die Wettbewerbsbahnen, deren Marktanteil zuletzt bei knapp 41 Prozent im deutschen Schie­nen­güterverkehr lag, nicht umkehren. Zuletzt waren die über Jahre gewachsenen Verkehrsleistungen der Schiene unter dem Druck des preisgünstigeren Lkw-Verkehrs sogar wieder leicht zurückgegangen. Kerkeling: "Wenn die im Masterplan beschriebenen Maßnahmen umgesetzt wer­den, kann ein technologisch modernisierter Schienengüterverkehr die Bedürfnisse von Transportkunden und Gesell­schaft in ganz anderer Weise als heute erfüllen, deutlich wachsen und viele Verkehre von der Straße aufnehmen." Der "Vierklang" aus technologischer Modernisierung, unternehmerischer Effizienzsteigerung, gezieltem Infrastruk­tur­ausbau auf der Basis des Deutschland-Takt-Konzep­tes und fairen Wettbewerbsbedingungen sei die Vorausset­zung für Investitionen von Unternehmen und Geldgebern.
Hoffnungsvoll stimmt die Wettbewerbsbahnen, dass "der Bund offenbar seine koordinierende und rahmensetzende Funktion, zum Beispiel bei der Forschungsförderung, wieder wahrnehmen will und nicht alle strategischen Fragen an die Deutsche Bahn AG delegiert.", so Kerkeling. Das Ziel der Verlagerung von der Stra­ße auf die Schiene und die "deutliche" Steigerung des Marktan­teils bis 2030 werde im Leitbild des Masterplans nicht nur kurz beschworen, son­dern geplant. Für die von vielen warmen, aber folgenlosen Worten frustrierten Un­ternehmen sei entscheidend, dass die Ankündigungen in die Realität umgesetzt würden. Das könne man durch die klare Struktur der 63 Einzelpunkte im vereinbarten gemeinsamen Monitoring schon "binnen Wochen überprüfen."
Michail Stahlhut, als Delegationsmitglied am "Runden Tisch" beteiligtes NEE-Vorstandsmitglied, begrüßte das ein­deutige Bekenntnis von Bundesverkehrsminister Dobrindt zum Güterverkehr auf der Schiene und der Absenkung der Schienenmaut um 350 Millionen Euro als besonders wichtigen Baustein. Stahlhut dankte auch Staatssekretär Michael Odenwald für sein Engagement. "Minister und Staatssekretär konnten ganz offenbar bei ihren Ressortkolleginnen und -kollegen deut­lich machen, wir dringend eine Sofortmaßnahme gegen die Schere aus sinkender Lkw-Maut und ständig steigender Schienenmaut ist und dass die nötigen Mittel nicht aus dem Infrastrukturausbau gezogen werden dürfen."
Auch der nur gut halbjährige Masterplan-Prozess, das Konzept aus Monitoring und Umsetzungsbegleitung und nicht zuletzt die angekündigte Schaffung eines eigenen Referats "Schienengüterverkehr" im Ministerium zeigt für Stahlhut ein "großes Maß an Ernst­haftigkeit".
NEE-Geschäftsführer Peter Westenberger betonte, dass durchaus "einige strategisch relevante Punkte - noch - nicht in den Masterplan aufgenommen" wurden, etwa der Abbau der überbordenden Eisenbahnbürokratie oder die Finanzierung neuer digitaler Leit- und Sicherungstechnik im Netz und auf den Lokomotiven. Auch habe man die Frage ausgeklammert, ob es eine Bahnreform II geben müsse. Aber es seien auch durchaus umstrittene Punkte schließlich im Plan geblieben. Als Beispiel nannte er die die Ankündigung des Bundes, künftig bestehende Trans­portvorschriften vergleichbar intensiv in allen Branchen zu kontrollieren: "Die bekannten Kontrolldefizite im Stra­ßen­güterverkehr begünstigen schwarze Schafe und benachteiligen die Schiene und gesetzestreue Lkw-Betreiber gleichermaßen. Nur wirksame Kontrollen sorgen für fairen Wettbewerb." (Pressemeldung NEE, 26.06.17).

RechteckVDB: Bahnindustrie begrüßt Masterplan Schienengüterverkehr
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat heute den Masterplan Schienengüterverkehr veröffentlicht. Mit zahlreichen Maßnahmen verfolgt das Konzept des Runden Tisches das Ziel eines innovativen und effizienten Schienengüterverkehrs. Aus Sicht des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) ist das ein großer Schritt auf dem Weg zu einer ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Logistik. Gerade die geplante Senkung der Trassenpreise wird einen enormen Schub schaffen für den digitalen Schienengüterverkehr. Die Maßnahmen stehen auch im Einklang mit den Beschlüssen der Bundesregierung für einen leisen Schienengüterverkehr: der Einführung einer Innovationsprämie für besonders leise Güterwagen und dem Verbot lauter Güterwagen ab dem Fahrplanwechsel 2020/21. "Ziel muss es jetzt sein, dass zentrale Maßnahmen des Masterplans Eingang finden in den nächsten Koalitionsvertrag und ehrgeizig umgesetzt werden für den Schienengüterverkehr 4.0", sagte VDB-Hauptgeschäftsführer Ben Möbius.
"Viele Technologien für den Schienengüterverkehr von morgen sind heute schon verfügbar: digital, vernetzt, leise. Der Masterplan Schienengüterverkehr steckt den Weg ab, Innovationen systematisch einzusetzen", sagte Möbius weiter. "Es muss gelingen, Klimaschutz, ökonomische Effizienz und Multimodalität in der Logistik noch besser zu verbinden. Dafür ist ein Schienengüterverkehr dann der Schlüssel, wenn er "State of the Art" ist. Das muss der Anspruch sein."
Im September 2016 hatte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) einen Runden Tisch zur Stärkung des Schienengüterverkehrs eingesetzt. Unter Leitung von Staatssekretär Michael Odenwald erarbeiteten Verbände und Unternehmen den heute veröffentlichten Masterplan Schienengüterverkehr, darunter der VDB.
Der Masterplan Schienengüterverkehr umfasst zehn Maßnahmenpakete. Im Vordergrund stehen eine leistungsfähige Infrastruktur, die umfassende Nutzung von Innovations-potenzialen und die Verbesserung der verkehrspolitischen Rahmenbedingungen. Es werden fünf Sofortmaßnahmen festgelegt. So ist unter anderem ein Testfeld für die Digitalisierung und Automatisierung der Zugbildung im Schienengüterverkehr geplant. Das Konzept für ein Bundesprogramm Schiene 4.0 soll außerdem Innovationsprojekte zur Digitalisierung und Automatisierung des Schienenverkehrs fördern.
"Die Bahnindustrie hält den Prozess des Runden Tisches für einen Riesenfortschritt. Beides, die Förderung von Innovationen und ein fairer Ordnungsrahmen, schafft einen besseren Schienengüterverkehr", betont Möbius. "Die Bahnindustrie in Deutschland verfügt über das Know-how für Schienengüterverkehr 4.0. Das beweist die Industrie tagtäglich an vielen Orten auf der Welt: in der Hitze Australiens ebenso wie in der Kälte Skandinaviens und Russlands – made in Germany." (Pressemeldung VDB, 26.06.17).

RechteckVDV: Masterplan macht Schienengüterverkehr wettbewerbsfähiger
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) begrüßt ausdrücklich die Ergebnisse des runden Tisches zum Schienengüterverkehr, die Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt heute als Masterplan der Öffentlichkeit präsentiert hat. "Unser Dank gilt dem Bundesverkehrsminister, der den runden Tisch unter der Leitung von Staatssekretär Odenwald eingesetzt hat. Die nun vorliegenden Ergebnisse sind ein guter Schritt in die richtige Richtung, um die Situation des Schienengüterverkehrs in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Der Masterplan muss allerdings von der neuen Bundesregierung in der kommenden Legislaturperiode zügig umgesetzt werden", erklärt VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff anlässlich der heutigen Pressekonferenz im Bundesverkehrsministerium.
Seit Monaten arbeiteten Vertreter des Bundesverkehrsministeriums und der Branche unter Leitung von Staatssekretär Michael Odenwald mit Hochdruck am Masterplan Schienengüterverkehr. Dieser sollte noch in der laufenden Legislaturperiode fertiggestellt werden, was nun erfolgreich gelungen ist: "Alle Beteiligten waren sich einig, dass man angesichts der vielfach prekären Situation des Schienengüterverkehrs in Deutschland keine weitere Zeit verlieren dürfe. Wir brauchen möglichst schnell wirksame Maßnahmen und gesetzliche Rahmenbedingungen, um die Branche wieder voranzubringen. Der nun vorliegende Masterplan, zu dem der VDV zahlreiche Inhalte beigetragen hat, zeigt, dass wir als Sektor gemeinsam mit der Politik an vielen Stellschrauben drehen müssen, um die Güterbahnen wieder wettbewerbsfähiger zu machen", so Wolff.
Im Masterplan gibt es einen umfangreichen Maßnahmenkatalog, der sowohl die Politik als auch die Branche in den kommenden Jahren fordern wird: Die Güterbahnen müssen ihre Aktivitäten im Bereich der Innovationen, etwa bei der Automatisierung oder Digitalisierung, deutlich forcieren und an diesen Stellen mutiger werden. Die Politik muss dafür die entsprechenden Rahmenbedingungen beim Infrastrukturausbau, wie für das 740-Meter-Netz, und bei der Angleichung von Steuern und Abgaben schaffen. "Am Ende geht es nur gemeinsam, deshalb war schon der Prozess zur Entstehung dieses Masterplans ein wichtiges Signal der Bundesregierung. Denn die Gespräche und Diskussionen liefen fair und auf Augenhöhe", so Wolff. Die Branche schaut nun gespannt darauf, wie die kommende Bundesregierung die gute Grundlage, die durch den Masterplan geschaffen wurde, gesetzlich verankern wird. Zudem hat der Sektor zugesagt, die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen eigenständig regelmäßig nachzuweisen und zu überprüfen (Pressemeldung VDV, 26.06.17).

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBundestag: Lärmschutz beim Projekt "Alpha-E"
Für einen optimierten Lärmschutz im Rahmen des Schienenausbauprojekts "Alpha-E" spricht sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen aus. In einem Antrag (18/12862) fordert sie die Bundesregierung auf, sicherzustellen, dass bei der Vorplanung sämtlicher Abschnitte der Alpha-E-Variante eine Ausweitung der Planungsaufträge an die Deutsche Bahn AG "bei konsequenter Berücksichtigung eines optimierten Lärmschutzes entsprechend der im Dialogforum Schiene Nord erarbeiteten Bedingungen der Region erfolgt". Dies müsse insbesondere auch für die Abschnitte zwischen den Aus- und Neubaustreckenabschnitten sowie im direkten Anschluss an die Aus- und Neubaustrecken gelten, an denen selbst keine bauliche Veränderung erfolgt, heißt es in der Vorlage.
Das Ausbauprojekt Alpha-E in Niedersachsen sei eines der bundesweit wichtigsten Infrastrukturgroßprojekte und von elementarer Bedeutung für den Schienengüterverkehr in der gesamten Bundesrepublik, schreiben die Grünen in ihrem Antrag. Die Variante Alpha-E sei im Zuge des Bürgerbeteiligungsverfahrens "Dialogforum Schiene Nord" erarbeitet worden. Dieses Verfahren habe durch einen transparenten, fairen und ergebnisoffenen Diskussions- und Beteiligungsprozess eine breit akzeptierte Lösung in der seit Jahrzehnten andauernden Diskussion erzielt. Durch den bedarfsgerechten Ausbau der Bestandsstrecken im Dreieck Bremen - Hamburg - Hannover, der Ertüchtigung und Elektrifizierung der "Amerikalinie" im Abschnitt Langwedel - Uelzen sowie verschiedener Blockverdichtungen auf Bestandsstrecken könne ein zeitnaher und bedarfsgerechter Kapazitätsausbau für den Güterverkehr auf der Schiene erfolgen, schreiben die Abgeordneten.
Das weitere Umsetzungsverfahren der Alpha-E-Variante müsse mit der gleichen Transparenz und Konsensorientierung ablaufen wie das erfolgreiche Dialogverfahren, wird gefordert. Ziel sei die größtmögliche Akzeptanz für die Umsetzung des Vorhabens. Dafür müssten auch die Initiativen an den betroffenen Abschnitten konsequent eingebunden und ihre Anliegen berücksichtigt werden.
In besonderem Maße gelte dies für den dringend notwendigen optimierten Lärmschutz zugunsten der zahlreichen Anlieger, da umfassender Lärmschutz die zentrale Grundvoraussetzung für die Akzeptanz des Projektes Alpha-E sei. Die Menschen in der Region hätten ein Recht auf ihre Gesundheit und effektiven Schutz vor Lärm, schreiben die Grünen und fordern: "Die Bundesregierung muss zu ihren Zusicherungen stehen und sich konstruktiv und dialogbereit für die anstehende Umsetzung der Alpha-E-Variante unter Einbezug neuer Maßstäbe bei der Umsetzung eines erweiterten Schutzes vor Schienenlärm einsetzen." (Pressemeldung Bundestag, 26.06.17).

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Bahnberufe

Industrie

RechteckBombardier: Weitere 83 Régio 2N-Doppelstockzüge für die Ile-de-France

Der führende Bahntechnikanbieter Bombardier Transportation einen Auftrag über die Lieferung von 83 Régio 2N-Zügen von der staatlichen Eisenbahngesellschaft Frankreichs, Société nationale des chemins de fer français (SNCF), im Auftrag der Pariser Verkehrsbehörde, Syndicat des Transports d'Île-de-France (STIF), erhalten. Dieser Abrufauftrag hat einen Wert von rund 867 Millionen euro ($968 Millionen US), beinhaltet Preiseskalationen, die aufgrund von angemessenen und vernünftigen Annahmen und Bewertungen erstellt wurden. Die neuen Züge, die vollständig vom STIF finanziert werden, sollen Ende 2019 auf der Linie N mit Abfahrt vom Pariser Bahnhof Montparnasse sowie auf bestimmten Streckenabschnitten der Linie RER D in Betrieb genommen werden.
Valérie Pécresse, Präsidentin der Region Île-de-France, kündigte bei ihrem Besuch im Bombardier-Werk in Crespin im Februar an, dass sie weitere Régio 2N-Züge bestellen möchte. Während des Rundgangs wurden ihr die farbenfrohe Innenraumgestaltung des Zuges sowie dessen spezifischen Merkmale vorgestellt, die auf die Anforderungen des Nahverkehrsnetzes von Paris abgestimmt sind: Barrierefreiheit an allen Haltestellen, übersichtliche bordseitige Zugangsplattformen für einen besseren Fahrgastfluss zu den Sitzplätzen, Klimaanlage, ein dynamisches Reiseinformationssystem und Steckdosen für die mobilen Geräte der Fahrgäste.
"Basierend auf unserer erfolgreichen BOMBARDIER OMNEO-Doppelstock-Plattform bietet jeder Régio 2N Platz für 1.000 Fahrgäste, wodurch mehr Komfort und eine erhöhte Sitzplatzkapazität für die stark frequentierten Nahverkehrslinien in der Region Île-de-France ermöglicht werden. Dies ist auch für den Standort Crespin, die Region Hauts-de-France und die französische Schienenverkehrsbranche von großem Nutzen", so Laurent Bouyer, President von Bombardier Transport France.
Mit diesem Auftrag für die weiteren 83 Régio 2N-Züge und dem im Dezember 2014 vorangegangenen Auftrag über 42 Régio 2N-Züge für die Linie R, wird das STIF über eine beträchtliche Flotte von 125 Régio 2N-Zügen verfügen und von der Optimierung der Betriebs- und Wartungskosten der OMNEO-Plattform umfassend profitieren.
Bislang haben zehn französische Regionen im Rahmen eines 2010 geschlossenen Vertrags mit der im Auftrag für die Regionen handelnden SNCF über die Lieferung von maximal 860 Zügen insgesamt 341 OMNEO/Régio 2N-Züge bestellt. Die OMNEO-Plattform bietet Züge für den Nah-, Regional- und Intercity-Verkehr. Die Bestellungen pro Region: 40 OMNEO-Premium-Intercity-Züge für die Normandie und 301 Régio 2N für Auvergne-Rhône-Alpes (40), Bretagne (26), Centre-Val de Loire (14), Hauts-de-France (25), Ile-de-France (125), Nouvelle Aquitaine (24), Occitanie (18), Pays-de-la-Loire (13) und Provence-Alpes-Côte d'Azur (16) (Pressemeldung Bombardier, 26.06.17).

RechteckKapsch CarrierCom: Mitglied im Verband UNIFE
Kapsch CarrierCom, der Experte für End-to-End-Telekommunikationslösungen für Bahnbetreiber, freut sich bekanntzugeben, dass UNIFE den Beitrittsantrag des Unternehmens angenommen hat. "Mitglied von UNIFE zu werden ist ein wichtiger Meilenstein im Rahmen unserer Bemühungen, die Zukunft der Bahntelekommunikationslösungen mitzugestalten", sagt Kari Kapsch, CEO von Kapsch CarrierCom.
Als Unternehmen der Kapsch Group mit Sitz in Wien bietet Kapsch CarrierCom weltweit innovative betriebs- und erfolgskritische Produkte, Technologien und Dienstleistungen für Bahnbetreiber, Carrier-Netzwerke und Flughäfen sowie für Behörden: "Aufgrund unserer Erfahrung mit Bahntelekommunikationssystemen weltweit und unseren umfangreichen Aktivitäten zur Entwicklung der nächsten Generation zukunftssicherer Bahnfunkinfrastruktur sowie Netzwerk und Applikationslösungen bin ich überzeugt, dass wir eine Bereicherung für den Verband darstellen", erklärt Michael Mikulandra, Head of Industry Appliance Next Generation bei Kapsch CarrierCom.
Bahnverkehr ohne Grenzen
UNIFE vertritt die Interessen der europäischen Eisenbahnindustrie international sowie auf EU-Ebene. Ziel des Verbands ist die Sicherung einheitlicher Standards für Bahnnetze in ganz Europa und die Gewährleistung der Interoperabilität der Bahnsysteme zur Unterstützung eines einheitlichen europäischen Eisenbahnraums (Single European Railway Area, SERA).
Im Rahmen des European Horizon 2020 Programms Shift2Rail spielen mehrere Mitglieder von UNIFE eine maßgebliche Rolle bei der Realisierung der Ziele der Forschungs- und Innovationsinitiative (100 % höhere Kapazität, 50 % höhere Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit, 5 % geringere Lebenszykluskosten des Bahnverkehrssystems). Kapsch CarrierCom beteiligt sich ebenfalls an Shift2Rail und leitet die Technologiedemonstration für Adaptable Communication System (Innovationsprogramm 2 von Shift2Rail).
Die Zukunft der Bahnkommunikationstechnologie
Zu den Hauptthemen des Innovationsprogramms 2 von Shift2Rail gehört die Definition des zukünftigen Bahnkommunikationssystems und die damit verbundene Anforderung verschiedene Funksysteme zu unterstützen, wobei die Anwendungen von dem Übertragungsnetz komplett entkoppelt sein werden. Ob LTE, 5G oder ein anderer zukünftiger Mobilfunk-Standard, es gibt viele Aspekte, die während des Transformationsprozesses berücksichtigt werden müssen. Aus diesem Grund müssen die Anbieter von Telekommunikations- und Signalisierungssystemen sowie Bahnbetreiber und Infrastrukturmanager ihre Zusammenarbeit intensivieren, um die Interoperabilität des europäischen Bahnsystems sicherzustellen und die Digitalisierung voranzutreiben.
Michael Mikulandra: "Um alle zukünftigen Herausforderungen zu meistern, müssen Bahnbetreiber und ihre Lieferanten zusammenarbeiten und einen konstanten Wissensaustausch gewährleisten - auch mit der Europäischen Kommission und anderen beteiligten Stakeholdern." (Pressemeldung Kapsch CarrierCom AG, 26.06.17).

RechteckSiemens: Übernahme von MRX Technologies Gruppe mit Sitz in Perth
Siemens übernimmt die MRX Technologies Gruppe mit Sitz in Perth, Australien, und baut damit das Angebot im Bereich vorausschauender Wartung mittels Digitalisierung weiter aus. Die Gruppe setzt sich zusammen aus den Firmen JRB Engineering Pty Ltd., MRX Technologies Ltd., MRX Rail Services Pty Ltd. und MRX Rail Service UK Ltd. Über die finanziellen Details wurde Stillschweigen vereinbart. Die akquirierten Unternehmen werden als rechtlich selbstständige Unternehmen innerhalb der Siemens-Division Mobility geführt. Der Vollzug der Transaktion wird voraussichtlich Anfang Juli erfolgen.
Die MRX Technologies Gruppe bietet seit 1996 Servicedienstleistungen für Hersteller und Betreiber von Bahnsystemen an. Das Unternehmen verfügt über ein umfassendes Messtechnikportfolio für die digitalisierte Zustandsüberwachung von Fahrzeugkomponenten und Bahninfrastruktur. Die Messtechnik liefert umfangreiche Messdaten, auf deren Basis die Instandhaltung von Bahnsystemen optimiert und kosteneffizienter gestaltet werden kann.
"Siemens setzt auf zustandsbasierte und prädiktive Wartung. Möglich wird dies durch die digitale Überwachung von Komponenten und Systemen verbunden mit der fachkundigen Analyse von Big Data durch unsere Systemexperten, die Fehlerquellen frühzeitig erkennen. Mit der MRX Technologies Gruppe gewinnen wir einen hoch kompetenten Partner für die Erhebung von umfassenden Messdaten rund um das System Bahn – die Grundlage unseres zentralen Diagnosesystems", sagt Johannes Emmelheinz, Chef der Bahnservicesparte von Siemens.
"Unser Ziel ist es, unseren Kunden eine noch höhere Systemverfügbarkeit zu bieten. Wir kombinieren die Digitalisierung von servicerelevanten Daten mit dem in der Branche einmaligen Datenanalysesystem und Expertenwissen von Siemens. Gemeinsam führen wir die Bahnindustrie in die digitale Zukunft", sagt Jim Blair, geschäftsführender Gesellschafter von der MRX Technologies Gruppe.
Die prädiktive Instandhaltung von Schienenfahrzeugen und deren Infrastruktur gewinnt immer größere Bedeutung. Die Anforderungen heute verlangen nach einer hundertprozentigen Verfügbarkeit von Fahrzeugen und Infrastruktur. Denn Ausfälle kosten Geld, erzeugen Verspätungen und damit Verärgerung von Fahrgästen, Nahverkehrsbestellern und Frachtkunden. Die Verantwortung für die Instandhaltung übertragen die Bahnbetreiber zunehmend an die Fahrzeughersteller. So wird die Lieferung von Neufahrzeugen oft mit langjährigen Instandhaltungsverträgen gekoppelt, zum Teil bis zum Ende des geplanten Lebenszyklus der Systeme.
Siemens hält eine führende Position in der Bahnindustrie für die Lieferung von Fahrzeugen, Infrastruktur und Service aus einer Hand. In München betreibt Siemens als erstes Unternehmen der Bahnindustrie ein spezielles Datenanalyse-Zentrum – das Mobility Data Services Center. In diesem Datenanalysenzentrum werden in einem zentralen Diagnosesystem zahlreiche Daten analysiert, die kontinuierlich von Fahrzeugen und streckenseitigen Ausrüstungen gesendet werden. Auf deren Grundlage erfolgt die frühzeitige Prognose von Systemfehlern, woraus den Technikern in den Siemens-Werkstätten sowie den Betreibern akute und terminierte Instandhaltungsempfehlungen gegeben werden (Pressemeldung Siemens, 26.06.17).

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IGE Werrabahn Eisenach e.V.

Aus den Ländern

RechteckNiedersachsen: Umweltuntersuchungen im Abschnitt Rotenburg–Verden
Seit Dezember 2016 laufen die Vorplanungen für den zweigleisigen Ausbau des Streckenabschnittes Rotenburg–Verden. Untersuchungen zur Umweltverträglichkeit des Vorhabens sind dabei integraler Teil des Planungs- und Genehmigungsprozesses. In diesem Zusammenhang hat am 20. Juni das Auftaktgespräch zum Scoping-Verfahren nach § 5 UVPG in Westerwalsede stattgefunden, um den Umfang und die Methoden der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) sowie sonstige für die Durchführung der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erheblichen Fragen mit den Umweltverbänden und Umweltbehörden festzulegen.
Bei dem Termin stellte die DB den rund 20 anwesenden Behörden und Verbänden ihre Unterlage vor, die auf dem aktuellen Planungsstand basiert und die Angaben zum Vorhaben sowie zu dem von der DB vorgeschlagenen Untersuchungsrahmen enthält. Auf dieser Basis wurden Hinweise und Anmerkungen zur Vorgehensweise und zum Untersuchungsrahmen  protokolliert, um im weiteren Planungsprozess möglichst alles berücksichtigen zu können. Nach der grundsätzlichen Zustimmung zu der von der DB vorgestellten geplanten Vorgehensweise wurden u.a. regelmäßige Treffen eines umweltfachlichen Arbeitskreises verabredet, um weitergehende methodische Aspekte sowie eventuelle spätere Anpassungen des Kartierungsumfangs und des Untersuchungsraums abzustimmen.
Im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsstudie werden die Auswirkungen eines bestimmten Vorhabens auf Menschen, Tiere, Pflanzen, Wasser, Fläche, Boden, Klima, Luft, Landschaft sowie Kultur- und sonstige Sachgüter im Planungsprozess umfassend ermittelt, analysiert und bewertet. Der Umfang dieser Untersuchung wird vorher im sogenannten Scoping mit allen Behörden, Sachverständigen und Umweltverbänden abgestimmt.
Die DB ist vom BMVI mit dem zweigleisigen Ausbau des Streckenabschnitts Rotenburg–Verden als Teil des Bahnprojekts ABS/NBS Hamburg/Bremen–Hannover beauftragt worden. Neben der Herstellung der durchgehenden Zweigleisigkeit zwischen Rotenburg und Verden ist u.a. eine Anpassung der Leitgeschwindigkeit auf 160 km/h geplant. Nähere Informationen zu diesem Projektabschnitt und zur Gesamtmaßnahme finden Sie im BauInfoPortal: http://bauprojekte.deutschebahn.com/p/hamburg-bremen-hannover (Pressemeldung Deutsche Bahn, 26.06.17).

RechteckSachsen: ZVV startet europaweite Ausschreibung der Busverkehrsleistungen
Die Vorabbekanntmachung der Ausschreibung der Busverkehrsleistungen im Zweckverbandes Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV) wird am 13.7.2017 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Das hat die ZVV-Verbandsversammlung beschlossen.
Laut europäischem Vergaberecht ist die Vorabbekanntmachung erforderlich. Ausgeschrie-ben werden alle Busverkehrsleistungen im Regionalverkehr, Stadtverkehr und Schüler-verkehr im Vogtlandkreis. Ausgenommen ist der Stadtverkehr Plauen. Gleichzeitig wurde beschlossen, dass die derzeit geltende Fördersatzung über die Abgeltung tariflicher Ver-pflichtungen für alle Busverkehre zum 12. Oktober 2019 aufgehoben wird.
Die ZVV-Verbandsversammlung hatte am 10. November 2016 den Grundsatzbeschluss ge-fasst, die gesamten liniengebundenen Busverkehrsleistungen für das Vogtland erstmals auszuschreiben. In den nächsten 12 Monaten werden die genauen Vergabeunterlagen de-tailliert erarbeitet und nach Zustimmung durch die Verbandsversammlung am 13. Juli 2018 veröffentlicht. Anschließend können Unternehmen ihre Angebote einreichen. Anfang 2019 soll die Vergabe erfolgen und am 13. Oktober 2019 Betriebsstart sein (Pressemeldung Zweckverband ÖPNV Vogtland, 26.06.17).

RechteckSachsen-Anhalt: Förderung von Linienbussen mit alternativen Antrieben
Mit der Richtlinie zur "Förderung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)" werden ab sofort die Einführung und die Erneuerung von elektrischen und gasbetriebenen Linienbussen in Sachsen-Anhalt gefördert.
"Busse im Stadt- und Regionalverkehr sollen künftig mit erneuerbaren Energien fahren. Wir helfen den Aufgabenträgern und deren beauftragten Verkehrsunternehmen, ihre Busflotten zu modernisieren. Das schont Ressourcen und dient dem Umweltschutz", erklärte dazu Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel. Gefördert würden teil- und vollelektrische Busse sowie Wasserstoff- und Gasbusse mit bis zu 80 Prozent der Mehrausgaben im Vergleich zu konventionellen Dieselbussen, so der Minister. Ebenfalls förderfähig mit bis zu 80 Prozent der Investitionen seien für Elektrobusse die Beschaffung und Errichtung von Ladeinfrastruktur und deren Anschluss an das Stromnetz, ergänzte Webel. Zudem unterstütze das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr auch die Unternehmen des ÖPNV bei den Planungen zur Einführung von Elektrobussen.
Mit der Richtlinie werden Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) zur Förderung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bereitgestellt. Zuwendungsempfänger sind Landkreise und kreisfreie Städte als Aufgabenträger des öffentlichen Straßenpersonennahverkehrs. Sie können die Fördermittel an die Verkehrsunternehmen weiterreichen und mit Mitteln nach §8 ÖPNVG des Landes Sachsen-Anhalt ergänzen. Ansprechpartner ist die landeseigene Nahverkehrsservicegesellschaft NASA (Pressemeldung Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, 26.06.17).

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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckBergstadtfest in Freiberg



Am Wochenende 24./25. Juni wurde in Freiberg nach alter Tradition das Bergstadtfest gefeiert. Aus diesem Anlass verkehrten zwischen Brand-Erbisdorf - Freiberg - Großvoigtsberg Sonderzüge. Auf diesen Strecken besteht schon seit vielen Jahren kein regulärer Personenverkehr mehr. Die Züge waren sehr gut besetzt (Heinrich Fritzsche, 26.06.17).

RechteckIlztalbahn: Bauarbeiten gestartet - Saisonstart weiter verschoben

Bagger am Hangrutsch, Beginn der Arbeiten an den Erdbeton-Stützkörpern. Bis zu vier Meter hoch ist das Gleis der Ilztalbahn verschüttet. Fotos H. Schoyerer.
Die Bauarbeiten zur Sanierung des abgerutschten Hanges in Passau-Patriching haben begonnen. Seit letzter Woche ist der Bagger der Straubinger Firma Eberhardt Spezialtiefbau auf der Baustelle. Bei einem Ortstermin am Dienstag konnten sich die Verantwortlichen der Ilztalbahn GmbH, des Fördervereins Ilztalbahn e.V. sowie Vertreter der Stadt Passau vom Fortgang der Arbeiten überzeugen. Hierzu Prof. Thomas Schempf, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH: „Aus heutiger Sicht kann die Befahrbarkeit der Strecke frühestens in drei bis vier Wochen wiederhergestellt werden. Selbstverständlich hoffen wir, dass die Ilztalbahn zum Freyunger Bahnfest am Wochenende 8./9. Juli wieder fahren kann, allerdings kann nach gegenwärtigen Kenntnisstand noch kein gesicherter Termin für den Saisonstart genannt werden.“ Die Ilztalbahn GmbH wird weiterhin aktuell auf allen Kanälen über den Fortgang der Bauarbeiten und den Start in die Jubiläumssaison 2017 informieren.
Zur Stabilisierung des Hanges kommt ein neuartiges Bauverfahren zum Einsatz, bei dem der lockere Hang dauerhaft gesichert wird. Hierfür werden mit dem Bagger senkrechte Baugruben tief in den Hang gegraben, die mit einer Mischung aus Erde und einer Bindemittel-Suspension, dem sogenannten Erdbeton, wieder aufgefüllt werden. Der Hang wird so von unten Schicht für Schicht wieder aufgebaut, wofür ein schwerer Bagger auf dem bis zu vier Meter hoch verschütteten Gleisbett steht. Unser Dank gilt der Zahnradfabrik Passau und der Stadt Passau für die Unterstützung beim Zugang bzw. für die Absicherung der Baustelle.
Die dauerhafte Sicherung des Hanges ist für die Ilztalbahn GmbH von großer Bedeutung, ist doch in Hinblick auf den zukünftigen Regelverkehr ein Haltepunkt in eben diesem Einschnitt direkt unterhalb der Zahnradfabrik angedacht. Im Stundentakt könnten die Züge die Passauer ZF-Zentrale in deutlich weniger als 10 Minuten mit dem Passauer Hauptbahnhof verbinden sowie zahlreichen Pendlern eine direkte und bequeme Anreise aus Passau und den nördlichen Landkreisen ermöglichen.
Die grundhafte Sanierung des Hangrutsches stellt eine außergewöhnliche finanzielle Belastung für die komplett ehrenamtlich und mit privatem Kapital agierende Ilztalbahn GmbH dar. Hinzu kommen die entgangenen Einnahmen aus dem seit Saisonstart am 13. Mai ausgesetzten Wochenendbetrieb. Umso bedeutender für die gesicherte Zukunft des einmaligen Bürgerbahnprojektes ist daher die gute Frequentierung der Züge nach Wiederaufnahme des Verkehrs. Jedes Wochenende bis Mitte Oktober verkehren die Züge dann wieder im dichten Fahrplan zwischen Passau und Freyung mit Anschlüssen zum Nationalpark und nach Südböhmen. Eine Unterstützung des bürgerschaftlich getragenen Projekts ist sowohl durch die Mitgliedschaft im Förderverein Ilztalbahn e.V. als auch durch den Eintritt in den Gesellschafterkreis der Ilztalbahn GmbH möglich (Pressemeldung Ilztalbahn GmbH, 26.06.17).

RechteckWenn der Orient-Express aus dem Süden kommt ...


... dann gibt es irgendeine am Brenner seltene Bespannung zu feiern. Am Mittwoch 21.06 war es das Tandem aus E 402.012 und 018, die sich an diesem Tag ungewöhnlich spät um 21:00 h als Lokzug auf die Rückfahrt machen. Um Übernachtungszuschläge zu sparen, werden auch die beiden Zugbegleiterinnen mitgenommen. Obwohl die Lokomotiven mit eigenen Schlusslichtern ausgestattet sind, muss der Lokführer eigens die transportablen roten Blinklichter am Zugschluss anbringen.
Die zwei Fotos mit Sonne stammen vom 20. Mai 2017 bei Sterzing, E 402.035 und 029, dahinter Burg Sprechenstein (GK, 26.06.17).

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Mit der Kamera notiert

RechteckKesselzug

132 004-3 (LEG) fuhr am 23.06.17 einen Kesselzug nach Marktredwitz. Ich konnte den Zug noch in der Einfahrt von Marktredwitz ablichten (Alexander Hertel, 26.06.17).

RechteckStellwerkstörung bei Edesheim


Eine Stellwerkstörung bei Edesheim (Landkreis Northeim) hat am Sonnabend für Behinderungen im Bahnverkehr gesorgt. Zwar ist der Schaden nach Angaben der Deutschen Bahn wieder behoben und die Strecke freigegeben. Trotzdem kommt es weiter zu erheblichen Problemen.
Betroffen sind Züge auf der wichtigen Nord-Süd-Achse und aus Richtung Osten, sagte ein Bahn-Sprecher gegenüber NDR 1 Niedersachsen. Der Grund: Züge auf dem Weg in den Süden hatten seit der Nacht über Stunden hinweg den Bahnhof in Göttingen nicht anfahren können und wurden umgeleitet. Fernzüge beispielsweise von Berlin über Braunschweig, Hildesheim und Göttingen waren bis zu 100 Minuten verspätet. Bei Verbindungen zwischen Hamburg und Süddeutschland mussten sich Reisende auf Verspätungen von bis zu 170 Minuten einstellen.
Nach den Reparaturarbeiten an dem defekten Stellwerk dauere es, bis alle Züge die Verspätungen wieder eingefahren eingefahren hätten, so der Bahn-Sprecher weiter. Das dürfte nicht vor dem frühen Nachmittag der Fall sein (Ferdinand Jacksch, 26.06.17).

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Europa

RechteckDänemark: Dänische Staatsbahnen kündigen Verkauf von 15 IC2-Triebwagen an

Zahlreiche IC2-Triebwagen stehen seit Monaten ungenutzt auf dem Tingleffer Bahnhof. Foto V. Heesch.

Die Dänischen Staatsbahnen (DSB) haben mit einem namentlich nicht genannten Unternehmen den Verkauf von IC2-Triebwagen vereinbart. Die Triebwagen aus der Produktion des italienischen Unternehmens AnsaldoBreda waren für den Regionalverkehr in Dänemark vorgesehen. Wegen nicht zu behebender Defekte verzichten die DSB auf einen regulären Einsatz der 23 zweiteiligen Dieseltriebwagen, die zusammen mit 83 vierteiligen IC4-Triebwagen geordert worden waren.
Der Direktor für Strategie und Zugmaterial der DSB, Jürgen Müller, äußerte sich erfreut über den bevorstehenden Verkauf. Zunächst werden drei Triebwagen geliefert. Weitere 12 werden übernommen, wenn sich zeigt, dass die Züge einsatzfähig sind. Müller erklärte, der Käufer habe darauf bestanden, dass weder Kaufpreis noch der Name des neuen Besitzers veröffentlicht werden.
Ein IC2-Triebwagen ist an das Eisenbahnmuseum in Odense übergeben worden. Die restlichen Fahrzeuge sollen als Ersatzteilspender genutzt oder verschrottet werden (Volker Heesch, mit freundlicher Genehmigung des Nordschleswigers, 26.06.17).

RechteckFrankreich/Großbritannien: Eurotunnel verkauft zwei Fähren an DFDS
Die Gruppe Eurotunnel hat am 23. Juni 2017 bekannt gegeben, dass nach Ablauf der vom Pariser Handelsgericht im Jahr 2012 verhängten Nichtübertragungsfrist die Geschäftseinheit MyFerryLink ihre beiden Schiffe Berlioz (jetzt Côte des Flandres) und Rodin (jetzt Côte des Dunes) an die dänische Reederei DFDS A/S verkauft hat. Die Bedingungen der DFDS A/S im Juni 2015 gewährten Put-Option wurden eingehalten.
Die Schiffe wurden als Folge der Insolvenz der französischen Reederei SeaFrance von der Mitarbeiterbeteiligungsgesellschaft Scop SeaFrance geleast und unter der Marke MyFerryLink eingesetzt, bis Eurotunnel den Vertrag im Mai 2015 kündigte und damit die Liquidation der Scop und als Folge durch Blockaden im Hafen von Calais gekennzeichnete soziale Konflikte über mehrere Wochen auslöste. Eine dritte Fähre, die Nord-Pas-de-Calais, gehört noch Eurotunnel und ist an die spanische FRS Iberia vermietet. Die britische Wettbewerbsbehörde sah eine marktbeherrschende Position, wenn Eurotunnel außer dem Kanaltunnel auch noch Fährdienste anbiete (WKZ, Quelle Eurotunnel, 26.06.17).

RechteckÖsterreich: ÖBB prüfen Railjet-Verbindung München – Triest
Bei der stattgefundenen Jahrestagung der Salzburg Jahrestagung der Österreichischen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft (ÖVG) wurden u.a. grenzüberschreitende Verkehre erörtert. Das Motto der Tagung lautete: VERKEHR AN DER GRENZE – GRENZEN DES VERKEHRS. Dort präsentierte der Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur AG Franz Bauer die "grenzüberschreitenden Planungen zur Eisenbahninfrastruktur zwischen Österreich und den Nachbarländern". Dabei kam eine durchaus ambitionierte Strategie der ÖBB Infrastruktur AG zum Vorschein.
Aus der Sicht der österreichweit agierenden Fahrgastvertretung probahn ÖSTERREICH sollte es aber auch gelingen, die Bahnverkehre auf bereits bestehenden Strecken zu verdichten – darunter auch die der Tauernbahn, was von probahn ÖSTERREICH auch bei der Jahrestagung eingefordert wurde:
Das muss keine Utopie sein! Als die Tauernbahn 1905 errichtet wurde, war sie Teil der sog. Transalpina, die von Salzburg über Villach und Görz nach Triest führte. Jetzt – im Zeitalter der EU – enden die Railjets in Klagenfurt! Einer geänderten Linienführung über Udine nach Triest stünde nichts im Wege – Schwierigkeiten bereiten die Italienischen Staatsbahnen, die zwar innerhalb Italiens ein hervorragendes Netz aus Schnellverbindungen aufgebaut haben, sich aber gegenüber dem Ausland durch bürokratische Hürden abschotten: Derzeit gibt es tagsüber nur eine einzige EuroCity-Verbindung zwischen Wien und Venedig, ab Dezember wird ein zweiter verkehren.
Ein verstärktes Engagement der EU ist nun auch seitens der österreichischen Politik dringend einzufordern. Die Tauernbahn verdient es, ihre Stellung als wichtige internationale Achse zurückzugewinnen! Italien gewinnt derzeit wegen der Krise in zahlreichen Mittelmeerländern (Türkei, Tunesien, Ägypten) als Urlaubsdestination immer mehr an Bedeutung.
Das Anliegen von probahn ÖSTERREICH, die ÖBB sollten alles unternehmen, um dieses Potenzial auszuschöpfen, stieß beim anwesenden Vorstandsdirektor Franz Bauer auf Verständnis. Er versprach, dieses Anliegen an den zuständigen Personenverkehrs-Leiter der ÖBB zur Prüfung weiterzuleiten (Pressemeldung probahn ÖSTERREICH, 26.06.17).

RechteckSchweden: Arriva kann Pågatågen weiter betreiben
Der Verkehrsverbund Skånetrafiken hat am 22.06.17 bekannt gegeben, dass Arriva Sverige AB weiterhin die Züge des Regionalnetzes Pågatågen in Südschweden fahren wird. Arriva erbringt diese Leistungen seit 2007 und kann diese nun bis Dezember 2026 fortführen. Skånetrafiken hatte den laufenden Vertrag schon einmal um zwei Jahre bis Dezember 2018 verlängert.
Für die Weiterführung der Pågatåg-Verkehre hatten sich SJ, Transdev, Keolis, MTR, Go Ahead und Svenska Tågkompaniet beworben. Der neue Vertrag umfasst einen Wert von mehr als fünf Mrd. SEK über acht Jahre.
Die neue Vereinbarung geht mit einer großen Anzahl an Veränderungen zur Verbesserung des Angebots einher. So wird Arriva, anders als bisher, in Zukunft auch für die Wartung der Fahrzeuge und Ersatzleistungen verantwortlich sein. Außerdem wird Arriva mit einer Reihe von technischen und organisatorischen Lösungen sowie dem Einsatz neuer Züge den Pågatågen-Verkehr zu einer modernen öffentlichen Verkehrslösung ausbauen. Es besteht eine Option zum Unterhalt der 72 Pågatåg-Stationen.
Arriva sieht mit der Vertragsverlängerung die Bemühungen gestärkt, seine Position in Südschweden auszubauen, wo ein großer neuer Vertrag für die Öresund-Züge ansteht, die derzeit von Transdev gefahren werden (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Arriva, Sydsvenskan, 26.06.17).

RechteckSchweiz: Der Lötschberg-Basistunnel gehört fertig gestellt
Am 15. Juni 2017 verkündete die BLS den 10. Jahrestag der Inbetriebnahme des Lötschberg-Basistunnels.
Aus Anlass des 10. Jahrestages der Inbetriebnahme des Lötschberg-Basistunnels (LBT) hat die BLS 120 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung durch das 35 Kilometer lange Tunnelsystem geführt. Dabei  wurde nicht nur Bilanz gezogen, sondern vor allem in die Zukunft geblickt. Und in der Zukunft soll im LBT noch einiges passieren, ist dieser doch nur auf 14 Kilometern doppelspurig passierbar.
Jacques Melly, Walliser Staatsratspräsident und Verkehrsdirektor, appellierte an die Anwesenden: «Die Westschweiz braucht, wie die ganze Schweiz, den Halbstundentakt vom Oberwallis in die Hauptstadtregion – für die Wirtschaft und den Tourismus – so bleiben wir eine Drehscheibe in Europa.» Die Berner Regierungsrätin und Verkehrsdirektorin Barbara Egger-Jenzer bekräftigte, wie wichtig eine Fertigstellung des Tunnels für den nationalen Zusammenhalt sei. Viola Amherd, Geschäftsführerin des Lötschbergkomitees, betonte, dass ein Ausbau des LBT mehr Stabilität im schweizerischen Bahnsystem bringe.  
Der LBT ist das wichtigste Bindeglied auf dem internationalen Güterverkehrskorridor zwischen Rotterdam und Genua. So haben sich an einem Podiumsgespräch Hupac-Chef Bernhard Kunz und Nationalrat Fabio Regazzi zusammen mit Dirk Stahl, CEO von BLS Cargo, für eine leistungsfähige Transitachse stark gemacht.
«Mehr DurchZug» – so lautet das Wortspiel auf einer neu gestalteten 10-Jahre-NEAT-Lokomotive der BLS, die schliesslich wieder unter freiem Himmel in Frutigen enthüllt wurde. Und Mehr durch Zug ist laut BLS-Direktor Bernard Guillelmon auch zu erwarten: «Durch einen Ausbau wird mit einem Fünftel der bisherigen Investition von 4,3 Milliarden Franken die Kapazität von 110 täglichen Zügen fast verdoppelt.»
Die entsprechenden Planungsarbeiten, zu denen das Parlament im Rahmen des Bahn-Ausbauschrittes 2025 im Jahr 2014 bereits grünes Licht gegeben hatte, laufen bereits auf Hochtouren. Ob das Projekt auch realisiert wird, entscheidet das Parlament im Rahmen des nächsten Ausbauschrittes 2030/35 (Pressemeldung BLS, 26.06.17).

RechteckTschechien: Lokführerausbildung auf der Baureihe 193 gestartet
Die Tsechische Bahn České dráhy (ČD) bildet derzeit Lokführer auf modernen Dreisystemlokomotiven (3 kV DC, 25 kV 50 Hz AC, 15 kV 16,7 Hz AC) vom Typ Siemens Vectron aus, die über die österreichische Leasinggesellschaft ELL angemietet worden sind und ab November/Dezember dieses Jahres auf der Strecke Praha - Děčín - Berlin - Hamburg eingesetzt werden sollen.
Die Maschinen sind für eine Geschwindigkeit von 200 km/h ausgelegt, was derzeit nur für den Abschnitt Berlin - Hamburg, nach der Streckenmodernisierung aber auch für Dresden - Berlin erforderlich ist. Die Loks sind mit den Sicherheitssystemen ETCS, LZB / PZB, Mirel, GSM-R und TRS ausgerüstet.
"Das Unternehmen ELL hat uns eine Vectron-Lokomotive für die Ausbildung unserer und deutscher Lokführer geliehen. Es werden zuerst etwa 50 Mitarbeiter aus den Depots in Praha und Ústí nad Labem ausgebildet, und danach etwa 150 Lokführer der DB aus Dresden, Berlin und Hamburg. Damit werden wir den Betrieb im Herbst aufnehmen können", sagte Miroslav Kupec, für Technologie, Dienstleistungen und Vermögenswerte zuständiges Vorstandsmitglied der ČD, a.s.
Die Ausbildung der Lokführer wird ab diesem Wochenende (24./25.06.17) direkt im Betrieb auf der Lok 193.270 auf der Strecke Praha - Ústí nad Labem vor den Zügen 610 / 609 / 606 / 613 starten.
Fünf Vectron-Lokomotiven werden außerdem von der Tochtergesellschaft ČD Cargo eingesetzt (WKZ, Quelle ČD, 26.06.17).

Übersee

RechteckSenegal: Afrikanische Entwicklungsbank unterstützt TER Dakar

Die Afrikanische Entwicklungsbank (Banque africaine de développement, BAD) hat am Mittwoch (21.06.17) in Abidjan (Elfenbeinküste) entschieden, das Projekt Train express régional (TER) von Dakar mit einem Betrag von 192,8 Mio. USD zu unterstützen. Die 36 km lange neue Eisenbahnlinie soll das Zentrum der Hauptstadt mit der neuen, in Expansion befindlichen Stadt Diamniadio verbinden. Nach der Eröffnung 2019 werden täglich 115.000 Passagiere erwartet.
Die neuen TER benutzt die in die Jahre gekommene Trasse des Vorortzuges "Petit train de banlieue", die der wachsenden Nachfrage nicht mehr gerecht wird. Neben dem Neubau einer elektrifizierten Strecke umfasst das Projekt den Erwerb von fünfzehn modernen Zügen, den Wiederaufbau von 11 Stationen und die Sanierung der historischen Stationen in Dakar und Rufisque.
Sobald das Projekt abgeschlossen ist, wird die Reise zwischen den beiden Stationen nur noch 45 Minuten gegenüber heute fast zwei Stunden betragen. Als nächster Schritt ist die Verlängerung zum internationalen Flughafen Blaise Diagne geplant, der im Jahr 2010 ebenfalls von der BAD finanziert wurde (WKZ, Quelle Banque africaine de développement, 26.06.17).

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