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LOK Report – News von Freitag, 19.05.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

ICE-3-Modernisierung im
Werk Nürnberg nimmt Fahrt auf

Absatzlinie
12 Milliarden Euro für
12 Großprojekte in Hessen

Absatzlinie
Weißeritztalbahn fährt
ab 17. Juni bis Kipsdorf

Absatzlinie
Hulot und Borne -
ein gegensätzliches Paar?

Absatzlinie
Deutsche Pkw-Maut: Österreich
bereitet Klage beim EuGH vor

Absatzlinie
Wird der gesamte Bahnverkehr Russland-Ukraine eingestellt?
Absatzlinie
Schweiz: Roll-out Giruno

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Alexander Hertel

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBundestag: Grünen-Antrag zum ÖPNV abgelehnt
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat sich mit ihrer Forderung nach einer stärkeren finanziellen Unterstützung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) durch Bundesmittel nicht durchgesetzt. Im Verkehrsausschuss stimmten am Mittwoch die Fraktionen von CDU/CSU und SPD gegen einen entsprechenden Antrag (18/10747). Die Linksfraktion votierte für den Vorstoß der Grünen, in dem die Bundesregierung unter anderem aufgefordert wird, aus dem bisherigen Bundesprogramm nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG-Bundesprogramm) ein "Zukunftsprogramm Nahverkehr" zu entwickeln. Dieses müsse auf ein jährliches Mittelvolumen von einer Milliarde Euro aufgestockt werden. Zugleich müsse das zu entwickelnde Programm - befristet auf zehn Jahre - für Ersatzinvestitionen in die ÖPNV-Infrastruktur zum Abbau des Sanierungsstaus geöffnet werden, heißt es in der Vorlage.
Eine weitere Forderung der Grünen zielt auf die Einsetzung einer Bund-Länder-Kommission "Zukunft des öffentlichen Verkehrs" ab. Um die Elektromobilität im ÖPNV zu fördern, schlägt die Fraktion in dem Antrag vor, der Bund solle ein "Marktanreizprogramm für E-Busse" ins Leben rufen.
Ein Vertreter der Unionsfraktion machte während der Debatte im Ausschuss deutlich, dass der Nahverkehr wichtig und erfolgreich sei. Es sei richtig gewesen, die Steuerung und Verantwortung des ÖPNV auf die Länder zu übertragen. Daher sei auch dessen Finanzierung in erster Linie Aufgabe der Länder, sagte der Unionsvertreter. Gleichzeitig verwies er darauf, dass die Bundeszuschüsse erhöht worden seien. Mit Blick auf die Grünen-Forderung nach einem bundeseinheitlichen Tarif für den ÖPNV, sagte er, zuerst müsse es einheitliche Tickets innerhalb der Länder geben. Den Antrag lehne die Unionsfraktion ab, da vieles von dem, was gefordert werde, schon getan sei und anderes in der Verantwortung der Länder liege, sagte er.
Die Vorschläge in dem Antrag gingen in die richtige Richtung, hieß es von Seiten der SPD-Fraktion. Einige der erhobenen Forderungen seien auch im Koalitionsvertrag abgebildet und Teile davon auch schon umgesetzt, sagte ein Fraktionsvertreter. Erhöht worden seien beispielsweise die den Ländern zur Verfügung gestellten Regionalisierungsmittel. Im Vergleich zu 2014 seien auch die Mittel für Investitionen um 900 Millionen Euro erhöht worden. Mit Blick auf die Koalitionsdisziplin sei eine Zustimmung der SPD-Fraktion zu dem Antrag aber nicht möglich, sagte er.
Die Linksfraktion stimme mit der Grundintention des Antrags überein, sagte eine Fraktionsvertreterin. Der ÖPNV müsse nicht nur stabilisiert, sondern ausgebaut werden, betonte sie und verwies darauf, dass die Länder Planungssicherheit bräuchten. Diskutiert werden sollte aus Sicht der Linksfraktion auch über eine Nahverkehrsabgabe. Mit Blick auf die Förderung der Elektromobilität sagte die Vertreterin der Linksfraktion, eher als der Anreiz für den Kauf privater Elektroautos würde der Ersatz der 78.000 in Deutschland fahrenden Busse durch Elektrobusse zu einer erheblichen Entlastung der Städte führen.
Aus Sicht der Grünen ist der Nahverkehr in vielen Städten an seine Grenzen gekommen. Der Sanierungsstau liege bundesweit bei vier Milliarden Euro. Für eine wirkliche Verbesserung der Situation des ÖPNV und die Umsetzung der geplanten Investitionen brauche es daher wahrscheinlich sogar mehr als die veranschlagte eine Milliarde Euro jährlich, sagte der Fraktionsvertreter (Pressemeldung Bundestag, 19.05.17).

RechteckBundestag: Streit um eigenwirtschaftliche Verkehre
Aus Sicht der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sowie des Deutschen Städtetages hat sich der im Personenbeförderungsgesetz (PBefG) geregelte Vorrang eigenwirtschaftlicher Verkehre bei der Vergabe von Leistungen des Öffentlichen Personennahverkehrs nicht bewährt. Das machten Verdi-Vertreterin Mira Ball und Thomas Kiel vom Deutschen Städtetag am Mittwoch während eines Expertengespräches im Verkehrsausschuss deutlich. Private Verkehrsunternehmen würden durch die Regelung eingeladen, kommunale Verkehre zu erobern, beklagte Kiel. Ball warnte vor einem unfairen Wettbewerb auf Kosten der Beschäftigten und der sozialen Sicherungssysteme durch Sozialdumping.
Sozialstandards würden bei eigenwirtschaftlichen Anträgen keine Rolle spielen, kritisierte auch Michael Schäfer vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen. Dem entgegen sprach Christiane Leonhard vom Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer von vorgeschobenen Argumenten, um die Marktabschottung der Kommunalunternehmen zuungunsten der mittelständischen Verkehrsunternehmen voranzutreiben.
Verdi gehe es um den Beschäftigtenschutz nicht nur bei kommunalen sondern auch bei privaten Unternehmen, betonte Gewerkschaftsvertreterin Ball. Eigenwirtschaftliche Anträge zur Erbringung der Verkehrsdienstleistung, die nur möglich würden, in dem die Personalkosten extrem niedrig kalkuliert werden, lehne Verdi ab. "Eigenwirtschaftlichkeit darf nicht ermöglicht werden, in dem man den Beschäftigten Geld wegnimmt", sagte Ball. Nicht akzeptabel sei auch, dass die Kommunen in Sachen Beschäftigungsschutz nichts mehr steuern könnten.
Städtetag-Vertreter Kiel sprach sich für eine Bundesratsinitiative aus, mit der sichergestellt werden soll, dass Aufgabenträger verkehrliche, soziale und umweltbezogene Anforderungen wirksam definieren können, die dann auch von einem Unternehmer, der die Verkehrsleistung eigenwirtschaftlich erbringen möchte, umfassend und für die gesamte Genehmigungsdauer erfüllt werden müssen. Was soziale und ökologische Standards angeht, so sind die nach Ansicht Kiels "deutlich besser in einem öffentlichen Dienstleistungsauftrag angesiedelt als bei einem Eigenwirtschaftler".
Aus Sicht von Christiane Leonhard existieren derzeit mit der EU-Verordnung 1370 und dem PBefG im Grunde gute Rahmenbedingungen für Verkehrsunternehmen. Tatsächlich werde jedoch durch die Möglichkeit der Direktvergabe an kommunale Unternehmen, die nach Aussage Leonhards in der EU-Verordnung als Ausnahmefall vorgesehen ist, in Deutschland aber in 85 bis 90 Prozent der Vergaben praktiziert werde, der Markt faktisch geschlossen. Was das Thema Tariftreue angeht, so warf die Vertreterin des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer Ländern und Kommunen Versäumnisse bei Kontrollen und Sanktionen vor. Nicht nachvollziehbar ist aus Sicht Leonhards die Angst der kommunalen Unternehmen vor einer "Privatisierungswelle". Im Zeitraum von 2013 bis 2016 habe es 100 Direktvergaben an kommunale Unternehmen gegeben. Lediglich zwei beabsichtigte Direktvergaben an kommunale Unternehmen seien durch konkurrierende eigenwirtschaftliche Anträge nicht realisiert worden.
Michael Schäfer vom Verband deutscher Verkehrsunternehmen machte darauf aufmerksam, dass mehrere eigenwirtschaftliche Anträge in der jüngeren Vergangenheit zwar abgelehnt worden seien, aber "noch vor Gericht hängen". Dies sorge für eine sehr unklare Situation bei den Handelnden vor Ort. Nach Ansicht Schäfers sei daher "ein kurz entschlossener Schnitt des Gesetzgebers" eine Möglichkeit, eine Perspektive für die nächsten Jahre zu schaffen (Pressemeldung Bundestag, 19.05.17).

RechteckDeutsce Bahn: ICE-3-Modernisierung im Werk Nürnberg nimmt Fahrt auf

Mehr Platz, mehr Reisespaß, mehr Informationen: Die Deutsche Bahn (DB) schickt ihre ICE-3-Hochgeschwindigkeitszüge zur Frischekur und sorgt so für deutlich mehr Kundenkomfort und eine höhere Zuverlässigkeit der Fahrzeuge. Die 66 Züge bekommen nach 15 Jahren im Einsatz ein Redesign im Werk Nürnberg der DB Fahrzeuginstandhaltung und werden fit gemacht für die Zukunft. Zudem werden alle Züge mit dem Europäischen Zugkontrollsystem (ETCS) ausgerüstet und sind damit flexibler auf den Strecken im Hochgeschwindigkeitsnetz einsetzbar.
Drei Züge haben das Redesign bereits durchlaufen. Die Modernisierung der verbleibenden Hochgeschwindigkeitszüge nimmt Fahrt auf und soll bis 2020 abgeschlossen sein. Im Werk Nürnberg werden parallel jeweils drei Züge auf Vordermann gebracht, pro Zug dauert das insgesamt neun Wochen. In die Verjüngung  der gesamten ICE-3-Flotte investiert die DB rund 210 Millionen Euro.
"Die ICE-3-Modernisierung ist ein weiterer Meilenstein unseres Programms Zukunft Bahn. Mit neuer Innenausstattung und modernster Technik an Bord ist der Zug dann gut gerüstet, ab Dezember auf der neuen Schnellfahrstrecke VDE 8 zwischen Berlin und München beide Metropolen in weniger als vier Stunden miteinander zu verbinden", so Berthold Huber, Vorstand Personenverkehr, bei dem heutigen Blick auf den Arbeitsstand im Werk Nürnberg. 
"Mit 150 Mitarbeitern arbeiten wir daran, die Züge für die heutigen Anforderungen rundum zu erneuern und freuen uns, das Reisen für die Fahrgäste noch komfortabler zu machen. Für das Werk Nürnberg ist es ein wesentlicher Auftrag, der den Standort auf Jahre auslastet", so Uwe Kessler, Leiter des Werks Nürnberg der DB Fahrzeuginstandhaltung.
Kunden profitieren von zusätzlichem Platz für Gepäck, für Kinderwagen und Rollstühle, modernen Sitzen sowie Echtzeitinformationen während der Reise. Außerdem haben die jüngsten Reisenden im großzügig gestalteten Kleinkindabteil mehr Möglichkeiten, sich auszutoben.
Das Redesign ist Bestandteil des 2016 gestarteten Qualitätsprogramms "Zukunft Bahn", das Angebote und Services der Bahn für die Kunden verlässlicher, komfortabler und sympathischer machen soll (Pressemeldung Deutsche Bahn, 19.05.17).

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IGE Werrabahn Eisenach e.V.

Industrie

RechteckRolls-Royce: MTU-Bahnmotoren für Kiwi Rail

Rolls-Royce liefert zum vierten Mal MTU-Bahnmotoren der Baureihe 4000 für den neuseeländischen Bahnbetreiber Kiwi Rail. Die 15 Motoren des Typs 20V 4000 R43 werden ab Juli 2017 an China Railway Rolling Stock Corporation (CRRC), den weltgrößten Hersteller von Schienenfahrzeugen, geliefert und 15 Güterzuglokomotiven der DL-Klasse antreiben. Kiwi Rail hatte zuvor seit 2009 bereits drei Mal DL-Lokomotiven von CRRC geordert und verfügt aktuell über eine Flotte von 48 dieser dieselelektrischen Lokomotiven. Die Marke MTU ist Teil von Rolls-Royce Power Systems.
Bernd Krüper, Vice President Industrial Business bei Rolls-Royce Power Systems, sagt: "Es ist ein großartiger Vertrauensbeweis, dass Kiwi Rail erneut CRRC-Frachtlokomotiven mit der wirtschaftlichen und zuverlässigen Antriebskraft von MTU bestellt. Wir freuen uns, die Zusammenarbeit mit CRRC und Kiwi Rail fortzusetzen."
Die 20-Zylinder-Motoren des Typs 20V 4000 R43 leisten je 2.700 Kilowatt und erfüllen die Emissionsrichtlinie der EU-Stufe IIIA. Sie zeichnen sich durch ihre hohe Leistungsdichte und ihren niedrigen Verbrauch aus.
Kiwi Rail setzt die Lokomotiven der DL-Klasse seit 2010 auf der neuseeländischen Nordinsel ein, unter anderem zwischen den Städten Auckland, Hamilton und Tauranga, die das sogenannte Goldene Dreieck bilden: In diesen drei Städten wird mehr als die Hälfte der Wirtschaftsleistung von Neuseeland erbracht. Mit dem Auftrag setzt Rolls-Royce die erfolgreiche Kooperation mit CRRC fort: Auch Kunden in Südafrika und Argentinien haben insgesamt mehr als 350 CRRC-Lokomotiven bestellt, die von MTU-Motoren der Baureihe 4000 angetrieben werden.
(Pressemeldung DVB Bank Konzern, 19.05.17).

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Tanago

Aus den Ländern

RechteckHessen: 12 Milliarden in 12 Großprojekte

Das Schienennetz für den Nah- und Fernverkehr in Hessen wird bis zum Jahr 2030 mit einer Rekordsumme ausgebaut. Insgesamt fließen in zwölf Großprojekte rund zwölf Milliarden Euro. "Die beiden wichtigsten Neubaustrecken im Zentrum des bundesweiten Bahnnetzes werden in Hessen realisiert: Die Verbindung Frankfurt-Mannheim sowie Hanau-Würzburg/Fulda. Mit Frankfurt wird zudem der komplexeste und bedeutendste Bahnknoten Deutschlands ausgebaut", sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag in Wiesbaden. Prof. Dirk Rompf, der für Großprojekte verantwortliche Vorstand der DB Netz AG, ergänzte bei der gemeinsamen Pressekonferenz: "Bei den umfangreichen Investition in Hessen stellen uns der Bund und das Land Hessen den größten Teil der notwendigen Mittel für eine deutliche Verbesserung der Schieneninfrastruktur zur Verfügung." Der RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat betonte, dass auch der Nahverkehr von den Ausbauvorhaben profitieren kann. "Wir können unseren Fahrgästen dann ein besseres, pünktlicheres und deutlich ausgeweitetes Angebot machen."
Der Verkehr – insbesondere im Rhein-Main-Gebiet – nimmt seit Jahren zu. Neben den Autobahnen ist längst auch die Schieneninfrastruktur an die Kapazitätsgrenze gekommen. Ein weiterer deutlicher Anstieg der Fahrgastzahlen in S-Bahnen, Regional- und Fernzügen in Hessen kann mit der bestehenden Infrastruktur nur noch schwer bewältigt werden. Denn auf viele der bestehenden Gleise insbesondere rund um den Bahnknoten Frankfurt passen so gut wie keine zusätzlichen Züge mehr.
"Wir fahren deshalb mehrgleisig", so der Minister. "Wir fördern den Radverkehr in der Region, mit neuen Radwegen und innovativen Angeboten. Die Verkehrsverbünde RMV, NVV und VRN bekommen mehr Geld von Bund und Kommunen und erstmals seit Jahrzehnten wieder einen dreistelligen Millionenbetrag vom Land. Im Ergebnis hatten die Verbünde noch nie so viel Geld zur Verfügung wie jetzt, um zusätzliche Züge zu bestellen. Und die Schieneninfrastruktur besonders im Rhein-Main-Gebiet wird nun endlich – nach jahrelangem Stillstand – mit einer Rekordsumme ausgebaut. Hinter all diesen Maßnahmen steht ein ehrgeiziges Ziel: Wir wollen Hessen zum Vorreiter der Verkehrswende in Deutschland machen."
"Wir gehen nun gezielt die größten Engpässe im deutschen Schienennetz an", sagte DB Netz-Vorstand Rompf. "Hierzu gehört insbesondere auch Hessen, das aufgrund seiner zentralen Lage eine besondere Rolle im bundesweiten Netz hat. Um die neuralgischen Punkte gezielt anzugehen, misst der Bund vor allem dem Ausbau der Strecken Frankfurt-Mannheim und Hanau-Würzburg/Fulda höchste Priorität zu" Rompf verwies auf die steigende Bedeutung von Fernverkehrsverbindungen zwischen den Metropolen und Großstädten. "Genau diese Strecken werden wir durch den Ausbau deutlich beschleunigen. Die Fahrtzeit von Wiesbaden zum Frankfurter Flughafen wird sich beispielsweise halbieren."
Mit der Nordmainischen S-Bahn, dem Ausbau der S6 über Bad Vilbel nach Friedberg und der Regionaltangente West umfasst der Projektplan auch wichtige Ausbauvorhaben für den Nahverkehr. "Wichtig ist, dass die Investitionen dazu führen, dass die Verkehre auf der Schiene entmischt werden. Nur, wenn unsere Regionalzüge nicht mehr auf Fern- und Güterzüge warten müssen, kann der ÖPNV pünktlicher und zuverlässiger werden. Dabei", so RMV-Geschäftsführer Prof. Ringat, "dürfen wir auch die Information unserer Fahrgäste nicht außer Augen lassen. Hier bietet uns die Digitalisierung immense Chancen, die wir gemeinsam nutzen werden." Prof. Ringat nannte in diesem Zusammenhang die Einführung des hessenweiten Schülertickets als eTicket, die verbundweite Datendrehscheibe und die deutschlandweite Vernetzungsinitiative des ÖPNV
Neben der Fahrtzeitverkürzung geht mit den Ausbauvorhaben häufig auch eine Kapazitätssteigerung einher. Es können also teils deutlich mehr Züge als bislang auf den Strecken fahren. Durch die zusätzlichen Gleise werden die einzelnen Bahnen zudem unabhängiger voneinander. Verspätungen bei einer Bahn führen also nicht mehr zwingend zu Verspätungen bei nachfolgenden Zügen. Zudem können Nah-, Fern- und Güterverkehr deutlich besser voneinander getrennt werden. "Wir werden bei all dem natürlich auf den bestmöglichen Lärmschutz achten und die Bürger frühzeitig in die Planungen einbeziehen", so Rompf. "Dabei setzen wir mit Building Information Modeling neueste digitale Methoden ein. Damit sorgen wir für eine termin- und kostengerechte Realisierung der Projekte und für frühzeitige Transparenz." (Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, 19.05.17).

RechteckHessen: Ringat bleibt DVWG in der Region erhalten
RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat wird nicht mehr für das Amt des Präsidenten der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft (DVWG) kandidieren. Ringat engagiert sich aber weiter als Vorsitzender der DVWG-Bezirksvereinigung FrankfurtRheinMain.
"Nach acht arbeitsintensiven und erfolgreichen Jahren ist es Zeit für mich, das Amt an eine Kollegin bzw. einen Kollegen zu übergeben", kommentierte Ringat seine Entscheidung. In seiner Amtszeit als Präsident hat Ringat die DVWG wirtschaftlich konsolidiert, ihr verkehrswissenschaftliches Profil geschärft und neue Veranstaltungsformate wie den Deutschen Mobilitätskongress in Frankfurt etabliert. Eine weitere Amtszeit an der Spitze der DVWG hatte Ringat stets ausgeschlossen.
Prof. Knut Ringat leitet den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) als Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung. Darüber hinaus engagiert er sich als Vizepräsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV), Vorsitzender der Sparte Verbund- und Aufgabenträgerorganisationen des VDV. Ferner ist er Mitglied im Aufsichtsrat des House of Logistics and Mobility (HOLM GmbH). Als Honorarprofessor lehrt Ringat an der TU Dresden.
Die DVWG ist eine Vereinigung von Verkehrsfachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung, die sich für die dauerhafte Sicherung der Mobilität der Menschen und deren Versorgung im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung des Verkehrs engagiert. Sie bildet eine neutrale Plattform für den Erfahrungs- und Meinungsaustausch und versteht sich als Partner von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie (Pressemeldung RMV, 19.05.17).

RechteckSachsen: Weißeritztalbahn fährt ab 17. Juni bis Kipsdorf
Nach 15 Jahren Unterbrechung rollt die Weißeritztalbahn ab 17. Juni 2017 wieder täglich von Freital-Hainsberg bis Kurort Kipsdorf. "In der Ferienzeit können viele Gäste und Besucher die alte neue Strecke gleich in Augenschein nehmen.", freut sich Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) und ergänzt: "Nach dem Bau mit hohen Anforderungen, wie zum Beispiel der Hebeanlage für die Brücke in Obercarsdorf oder den Denkmalschutz in Kipsdorf und trotz fehlender zusätzlichen Finanzmittel in der Finanzierungsverordnung für den Betrieb sind durch konstruktives Zusammenwirken aller Beteiligten nun alle Hürden genommen worden." Der VVO finanziert den Betrieb der 26- Kilometer-langen Schmalspurbahn.
Die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) wird zukünftig zwei Mal täglich Fahrten auf der gesamten Strecke anbieten, zur Mittagszeit fährt der Zug von Freital-Hainsberg bis Dippoldiswalde und zurück. "Mit den Fahrten nach Kipsdorf morgens und nachmittags setzen wir einen neuen Impuls für den Tourismus im Osterzgebirge" erläutert Roland Richter, Geschäftsführer der SDG. Darüber hinaus werden die Partner den Fahrplan an 16 Fahrtagen mit einem zweiten Zug verdichten und dann vier Fahrten bis Kipsdorf anbieten. "Mit dem Eröffnungs-Termin haben wir nun Planungssicherheit für die Region geschaffen", betont Roland Richter. "Wir werden die nächsten Wochen nutzen und uns auf den neuen Betrieb auf der Gesamtstrecke vorbereiten."
Die Weißeritztalbahn ist die dienstälteste Schmalspurbahn Deutschlands. Seit 1883 dampft sie von Freital-Hainsberg nahe Dresden bis nach Kipsdorf im Osterzgebirge. Das Jahrhunderthochwasser 2002 zerstörte die Strecke, der Wiederaufbau, finanziert von Bund und Freistaat Sachsen, erfolgte zuerst im unteren Abschnitt bis Dippoldiswalde und wurde 2008 abgeschlossen. Der VVO wendet jährlich 4,2 Millionen Euro für den Betrieb auf der Weißeritztalbahn und der Lößnitzgrundbahn auf.
Alle Informationen zu den Sonderfahrplänen am Eröffnungswochenende sind in Kürze bei der SDG, beim VVO und im Internet unter www.weisseritztalbahn.com und www.vvoonline.de verfügbar (Pressemeldung VVO, 19.05.17).

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Farrail Tours

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTermine am Wochenende
Termine am Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (LOK Report, 19.05.17).

RechteckASM-Sonderfahrt


Am Samstag führte eine Sonderfahrt des ASM Münster auf die Strecken der RLG unter dem Motto Hellweg-Röhr-Express. Dabei zum Einsatz kam der Dortmunder 628 449. Die Aufnahmen zeigen Eindrücke aus dem Bf Sundern. Dort steht noch ein privat genutzter B3y-Wagen (Martin Wehmeyer, 19.05.17).

RechteckBahnhofsfest in Leer
Am Montag, 22. Mai veranstaltet die Deutsche Bahn AG in der Zeit von 15 bis 17 Uhr ein Bahnhofsfest für Groß und Klein. Um 15 Uhr eröffnet Axel Sauert, Leiter des Bahnhofsmanagements Bremen/Osnabrück der DB Station & Service AG, in Anwesenheit der Bürgermeisterin Beatrix Kuhl der Stadt Leer sowie geladenen Gästen und Besuchern das Fest auf dem Bahnhofsvorplatz.
"Wir bedanken uns für die Geduld der Leeraner Bevölkerung, die sie während der Modernisierungsphase unseres Bahnhofes bewiesen haben. Groß und Klein sind herzlich eingeladen, mit uns den neuen Bahnhof zu feiern", so Axel Sauert.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Die Kinder können sich von einem Ballonkünstler Tierfiguren und Hüte modellieren lassen.
Im Rahmen des Programms "Niedersachsen ist am Zug! II" wurde der Bahnhof seit 2014 modernisiert. Mit einem Investitionsvolumen von rund fünf Millionen Euro beteiligten sich der Bund, die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) sowie die Bahn an der Finanzierung.
Zu den Modernisierungsmaßnahmen zählten die Erhöhung der Bahnsteige
1 und 2/4 auf 76 Zentimeter, die Sanierung der Bahnsteigdächer, die Modernisierung des Personentunnels und der Treppen, Neubau einer Personenunterführung mit zwei Aufzügen und Treppenanlagen, Erneuerung der Fahrgastinformationsanlagen und der Beleuchtungssysteme sowie Erneuerung der Bahnsteigausstattungen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 19.05.17).

RechteckEin slowakischer Papagei in Tschechien




"Papoušek" 477.013 ist in Poprad in der Slowakei zu Hause, aber momentan in Tschechien. Jiří Rubín nützte diese Gelegenheit für eine Fotofahrt zwischen Děčin und Rumburk, ca. 150 km. nördlich Prag nahe der Grenze zu Deutschland. Der Zug sah klasse aus, aber es war stark bewölkt, dunkel und neblig mit ab und zu starken Regenfällen. Am nächsten Tag fuhr die gleiche Lok kurze Publikumsfahrten von Děčin nach Česká Kamenice und zurück.
1950 führten die damaligen Tschechoslowakischen Staatsbahnen (ČSD) eine neue 2D2-drei Zylinder-Tenderlokomotive für den Vorortsverkehr in den größten Städten ein. Wegen ihrer markanten blau/weiß/roten Farbgebung erhielten die Lokomotiven vom Betriebsdienst den Spitznamen "Papoušek" (deutsch: Papagei).
Mit Entwurf und Herstellung wurden die Prager ČKD-Werke beauftragt. 1950/51 verließen 38 Einheiten als 476.101 – 138 die Werkshallen. Die Konstruktion folgte modernsten Baugrundsätzen und Fertigungsmethoden. So war der Langkessel vollständig geschweißt und im rückwärtigen Teil konisch erweitert. Die stählerne Feuerbüchse wurde von gewindelos eingeschweißten Stehbolzen getragen und durch eine kurze Verbrennungskammer verlängert. Darüber hinaus besaßen die Loks ein Kylchap-Doppelblasrohr, Trofimoff-Schieber und SKF-Rollenlager. Es waren auch die einzigen Tenderloks weltweit mit einer mechanische Rostbeschickung (Stoker).
An Betriebsvorräten konnten 15 m3 Wasser und sieben Tonnen Kohle aufgenommen werden. Durch die Unterbringung aller Vorräte hinter dem allseits geschlossenen Führerhaus wurde der Zugang zum Innentriebwerk erleichtert. Bei voller Bevorratung war jedoch das rückwärtige Drehgestell überlastet. Um den Schwerpunkt wieder etwas zur Mitte hin zu verlagern, brachte man nachträglich kleine seitliche Wasserkästen über der ersten Kuppelachse an und kürzte gleichzeitig den Tenderkasten.
In 1955 wurden nochmal 22 Lokomotiven nachgeliefert. Sie hatten eine längere Verbrennungskammer und der Raum zwischen Wasserkasten und Führerhaus war vollverkleidet. Es sah wie verlängerte Wasserkästen aus, aber das war nur optisch. Hinter der Verkleidung lagen die Bremsluftbehälter. Die Radsatzlast war durch diese Änderungen auf 17 Tonnen angestiegen. Sie wurden bei der ČSD als Baureihe 477.0 mit den Ordnungsnummern 039 bis 060 eingereiht. Nach konstruktiver Anpassung wurde danach auch die gesamte Reihe 476.1 in 477.001 – 038 umgezeichnet.
Im Betrieb entsprach die 477.0 voll und ganz dem ihr zugedachten Einsatzspektrum. Mit ihrer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h war sie auch im Schnellzugdienst im Hügelland vorteilhaft verwendbar. Durch ihr hervorragendes Beschleunigungsvermögen eignete sie sich jedoch besonders zur Bespannung schwerer Doppelstockgarnituren im Berufsverkehr.
Zugeteilt waren sie den Depots in Praha-Vršovice, Brno, Vrútky, Bratislava, Přerov und České Budějovice. Mit der Elektrifizierung und Verdieselung der Hauptmagistralen verlagerte sich ihr Einsatzgebiet mehr in nordtschechische Gebiete. 1971 waren noch alle Lokomotiven erhalten und in 1978 waren noch acht Lokomotiven planmäßig eingesetzt. Die letzten wurden in 1981 ausgemustert. Die Lebensdauer der 477.043 wurde sogar noch verlängert als Industrielok beim Kraftwerk Prag-Malešice. Ab Frühjahr 2001 gehört sie zum Museumsbestand.
Von den Lokomotiven sind drei erhalten geblieben; die 477.013 (ČKD 1951, ex-476.113) in Poprad in der Slowakei, die 477.043 im Eisenbahnmuseum Luzná u Rakovníka und die 477.060 des Technischen Nationalmuseums in Prag. Die 013 und 043 sind betriebsfähig (Ad van Sten, 19.05.17).

Rechteck Historische Rekord-Parade vor dem Hauptbahnhof Hannover
Die ÜSTRA lädt ein zur größten historischen Fahrzeugparade ihrer Geschichte und gibt damit am Himmelfahrtstag den Startschuss in ihr Jubiläumsjahr. Aus Anlass des 125-jährigen Bestehens des hannoverschen Verkehrsunternehmens können die Hannoveraner auf dem Bahnhofsvorplatz eine einzigartige Parade geschichtsträchtiger Busse und Bahnen vom Pferde- bis zum Elektrobus und von der ersten elektrischen Straßenbahn bis zur neuen Stadtbahn TW 3000 an sich vorbeiziehen lassen.
Den Zuschauern stehen zwei Tribünen zur Verfügung, von denen sie über 20 Fahrzeuge aus der Historie des hannoverschen Nahverkehrs bestaunen können. Auf einer Bühne läuft ein kleines musikalisches Rahmenprogramm, ein fachkundiger Moderator erläutert jedes Fahrzeug und seine Geschichte im Einzelnen. Die Parade beginnt am Donnerstag, den 25. Mai 2017 (Himmelfahrt), um 10 Uhr und geht bis ca. 12 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Möglich wird diese Parade, weil in der Nacht zuvor die letzte Stadtbahn über den Ernst-August-Platz fährt. Im Zuge des Ausbaus der Stadtbahnstrecke D-West wird die Führung der Stadtbahnlinien 10 und 17 so verändert, dass die oberirdischen Gleise zwischen Hauptbahnhof und Aegidientorplatz nicht mehr benötigt und nach der Parade entfernt werden. Mit dem Ausbau der D-West wird die Innenstadtstrecke zwischen Glocksee und Hauptbahnhof / Raschplatz barrierefrei und für den Betrieb der silbernen Stadtbahnen TW 2000 vorbereitet.
Organisiert hat die Parade der Förderverein STRASSENBAHN HANNOVER e.V., der sich seit vielen Jahren um den Erhalt, die Pflege und den Betrieb der historischen Fahrzeuge der ÜSTRA kümmert. "Ein solches Jubiläum muss man einfach feiern und was läge da näher, als möglichst viele Zeitzeugen dieser 125 Jahre einmal zusammen zu präsentieren," erklärt Fritz Faupel, Vorsitzender des Fördervereins, den Sinn der Parade: "Gleichzeitig bietet die Veranstaltung eine würdevolle Verabschiedung der Strecke über den Bahnhofsvorplatz zum Aegi (Pressemeldung Üstra, 19.05.17).

RechteckTag der offenen Tore im S-Bahn-Werk Erkner am 20. und 21. Mai
Unglaublich aber wahr – bei der Berliner S-Bahn haben einige der rot-gelben Dinosaurier der Schiene überlebt. Fast alles, was in knapp 100 Jahren S-Bahn-Geschichte einst tagtäglich mit 750 Volt durch Stadt und Umland gefahren ist, kann am kommenden Wochenende bewundert werden. Das Werk Erkner lädt am 20. und 21. Mai, jeweils von 11 bis 18 Uhr, zum Familienausflug. Angucken, anfassen und mitmachen ist ausdrücklich erlaubt.
Die S-Bahn-Dinos haben Namen, die sich jedes Kind merken kann: Ob "Stadtbahner", "Nieten-Reko", "Bankierzug" oder "Panorama-S-Bahn" – von Holzklasse bis plüschigem Polstersessel ist alles dabei. Mit einem Exemplar aus den dreißiger Jahren ist die Mitfahrt auf dem Werkgelände möglich.
Eine Erlebniswerkstatt, ein umfangreiches Bühnenprogramm, das Kinderland und der Bahnmarkt sowie eine große Modellbahnanlage bieten jede Menge Abwechslung.
Der Eintritt kostet 2 Euro für Erwachsene, Kinder zahlen 1 Euro. Der Erlös kommt dem Verein Historische S-Bahn e.V. zu Gute. Zur Anreise wird die S-Bahnlinie S3 empfohlen, die im Zehn-Minuten-Takt ab Ostkreuz fährt. Das Werksgelände befindet sich in der Bahnhofstraße 10, direkt am Bahnhof Erkner (Pressemeldung Deutsche Bahn, 19.05.17).

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LOK Report

Mit der Kamera notiert

RechteckDB Cargo in Ilsenburg

Eine Neuerung ist seit Ende April 2017 beim Güterverkehr im Nordharz zu beobachten. DB Cargo fährt drei Mal in der Woche morgens planmäßig von Oker aus nach Ilsenburg, wo den Sichtungen nach die Anschlüsse Radsatzfabrik und Walzwerk bedient werden. Helmut Bollmann erwartete die Leistung am 17. Mai 2017, die 261 074 bespannte, kurz vorm Zielbahnhof Ilsenburg (Sebastian Bollmann, 19.05.17).

RechteckDüsseldorf

Etwas farblich abgenutzt sieht 1116 253 aus, die am Montagabend dem EN421 aus Düsseldorf bespannt. Im Zuge befinden sich die ersten neulackierten Euronight Sitzwagen (Martin Wehmeyer, 19.05.17).

RechteckMorgensonne in Röddensen

Bevor im Tagesverlauf des 18.05.2017 die vorhergesagten Gewitter auftauchen, konnten im Morgenlicht in Röddensen 193 882 (Boxxpress) sowie 193 605 (Wiener Lokalbahnen Cargo) jeweils mit Containerzügen nordwärts aufgenommen werden (Sebastian Bollmann, 19.05.17).

RechteckOberkotzau

650 703 (Agilis) mit deutsch-tschechischer Werbung als AG 84671 zu sehen am 16.05.17 in Oberkotzau. 203 843-8 und Schub 202 743-1 (RIS) mit einem Rungenwagenzug zu sehen am 17.05.17 in Oberkotzau (Alexander Hertel, 19.05.17).

RechteckThurbo

Ein Thurbo-GTW als Regiopendel der Linie S12 Sargans - Chur - Sargans wurde am 16.05.17 in Landquart fotografiert (Peter Walter, 19.05.17).

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Bahnberufe

Europa

RechteckFrankreich: Arafer präzisiert Datenübermittlung von Eisenbahnunternehmen
In Folge der öffentlichen Konsultation zur Beobachtung des Eisenbahnmarktes hat die französische Regulierungsbehörde Arafer im Zeitraum vom 08.03. bis 10.04.2017 neun Beiträge von Beteiligten erhalten: AFRA, AQST, FNAUT, Régions de France, Thalys, UFC Que Choisir, UTP, VFLI sowie einem Befragten, der die Vertraulichkeit bewahrt haben wollte.
Diese führten zu der Entscheidung Nr 2017-045 vom 10. Mai 2017 betreffend der zeitlichen und inhaltlichen Pflichten der Eisenbahnunternehmen im Personen- und Güterverkehr sowie anderer Beteiligter, die Kapazitäten auf dem nationalen Schienennetz buchen (Betreiber des kombinierten Verkehrs), zur Übermittlung von Informationen an die Arafer. Die gesammelten Daten werden innerhalb der von der Arafer erstellten Beobachtung für Verkehr und Mobilität der Arafer weiterverarbeitet und analysiert.
Diese Informationen beziehen sich auf die Eigenschaften und die Qualität der Dienste der von den Betreibern vertriebenen Angebote, das Niveau der Verkehre und Frequenzen sowie der wichtigsten wirtschaftlichen, finanziellen und sozialen Ergebnisse. Der Regler hat insbesondere das Augenmerk auf die Überwachung der Servicequalität im Personenverkehr gelegt und dessen Informationsansprüche mit anderen bestehenden Datenerhebungen im Güterverkehr harmonisiert (WKZ, Quelle Arafer, 19.05.17).

RechteckFrankreich: Hulot und Borne - ein gegensätzliches Paar?
Mit der Ernennung des Ökologen und Filmemachers Nicolas Hulot zum Staatsminister für Umwelt und Zusammenhalt und der ehemaligen RATP-Chefin Elizabeth Borne zur Verkehrsministerin hat Emmanuel Macron etwas Wirbel in die Ministerriege gebracht. Auf der einen Seite der politische Einsteiger mit neuen und möglicherweise auch gegen das Establishment gerichteten Ideen, auf der anderen Seite die verkehrstechnisch gut informierte und mit politischer Arbeit vertraute ehemalige RATP-Präsidentin, die ihm möglicherweise auch als Aufpasserin an die Seite gestellt wurde.
Anbei einige Anmerkungen zu beiden Kandidaten, die von den Zeitungen Le Monde und Le Figaro zitiert wurden:
Über Nicolas Hulot:
• Daniel Cohn-Bendit ist begeistert über Nicolas Hulot, Staatsminister für Ökologie: "Es ist ein Geniestreich von Macron! Es wird spannend."
• Noël Mamère, Abgeordneter der Grünen/EFA aus Gironde: "Viel Glück, Nicolas. Wir werden bei Bedarf helfen. Wir müssen hoffen, dass Hulot einige Garantien erhalten hat, da Präsident und Premierminister nie ihre Priorität für Ökologie geäußert haben."
• Jean-Luc Mélenchon zerreist es das Herz, er wollte auch Nicolas Hulot aufstellen.
Über Elizabeth Borne:
• "Eine übergestresste Frau. Jedes Sprechen war ein Akt der Macht, die sie gewaltsam durchsetzte. Es war mühsam. Seitdem hat es sich abgekantet", sagt ein ehemaliger Berater.
• "Sie hat einwandfrei das Gesetz der Energiewende mitgetragen, sie ist hyperanspruchsvoll gegenüber sich selbst und gegenüber anderen", sagte Guillaume Pepy.
• "Sie zeigte Klarheit und Einsicht über die notwendige Wettbewerbsfähigkeit, als die Förderung des Wettbewerbs im Güterverkehr begann." Anne-Marie Idrac, ehemalige SNCF-Chefin.
• "Eine sehr intelligente Frau, die entscheidet und für die Umsetzung von Entscheidungen sorgt." Jacques Gounon, Eurotunnel.
• "Wir schätzen ihre Ehrlichkeit und die Tatsache, dass sie sehr zugänglich ist." Laurence Dewilde, Gewerkschaft UNSA (WKZ, Quelle Figaro, Le Monde, 19.05.17).

RechteckÖsterreich: Deutsche Pkw-Maut - Österreich bereitet Klage beim EuGH vor
Österreich bereitet eine Klage gegen die deutsche PKW-Maut vor dem Europäischen Gerichtshof vor. Das gab Verkehrsminister Jörg Leichtfried bekannt, nachdem die Europäische Kommission ihr Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland in dieser Causa niedergelegt hat. "Die Fehlentscheidung der Kommission öffnet der wechselseitigen Diskriminierung zwischen EU-Mitgliedstaaten Tür und Tor", so Leichtfried.
In einem ersten Schritt muss Österreich nun die Kommission erneut mit dem Thema befassen. In einem bis zu dreimonatigen Verfahren werden in Folge Stellungnahmen von Deutschland und Österreich eingeholt und gesichtet. Wird die Kommission im Anschluss nicht selbst erneut aktiv, ist der Weg für eine österreichische Klage frei.
Das deutsche Modell sieht vor, dass alle Autofahrerinnen und Autofahrer Maut bezahlen, deutsche Lenkerinnen und Lenker erhalten ihr Geld aber über eine Steuerentlastung wieder zurück. "Alle werden zur Kasse gebeten, nur die Deutschen nicht. Das ist indirekte Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit und mit EU-Recht nicht vereinbar", so Leichtfried. Dieser Standpunkt wird auch vom renommierten Europarechtsexperte Walter Obwexer in einem Gutachten untermauert. Einer Vertragsverletzungsklage gegen Deutschland komme "begründete Aussicht auf Erfolg zu", heißt es in dem Dokument (Pressemeldung Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, 19.05.17).

RechteckRussland/Ukraine: Wird der gesamte Bahnverkehr eingestellt?
Zum 01.07.17 will die Ukraine die Eisenbahnverbindungen im Personenverkehr mit Russland einstellen, wie der russische Kanal REN TV aus Informationen in den sozialen Netzwerken erfahren haben will, die aus "Quellen nahe der Ukrainischen Eisenbahn UZ" stammen. Die Russischen Eisenbahnen (RZD) haben von der Ukraine aber keine offizielle Kündigung für den Personenverkehr nach Russland erhalten, sagte der Erste Vizepräsident Anatolij Krasnoŝëk am 18.05.17 gegenüber der Presse: "Wir haben solch ein offizielles Dokument nicht empfangen".
Zur gleichen Zeit erklärte der Generaldirektor der Gütersparte JSC (Joint Stock Company) Federal Freight, russisch FGK (Федеральная грузовая компания), einer Tochtergesellschaft der Russischen Eisenbahn, Aleksej Tajčer, dass das Unternehmen den Rückzug des Fahrmaterials aus der Ukraine innerhalb von zwei Wochen abschließen und den Betrieb beenden will. Danach werde der Verkehr eingestellt. Derzeit befinden sich etwa 6000 FGK-Wagen in der Ukraine. Das Verkehrsvolumen mit der Ukraine betrage etwa 5 % des gesamten Verkehrs.
Die Unklarheiten folgen der Unterzeichnung eines Dekrets über Sanktionsmaßnahmen, dass der ukrainische Präsident Petro Porošenko am 16.05.18 unterzeichnet hat. Auf dieser Liste steht auch die russische Gütersparte. Aufgrund der angespannten Lage zwischen der Ukraine und Russland können Nachrichten dieser Art auch politisch gestreut sein (WKZ, Quelle TASS, 19.05.17).

RechteckSchweiz: BAV sieht Sauberkeit als grösste Herausforderung im RPV
Bund und Kantone bestellen die Angebote des regionalen Personenverkehrs (RPV). Dazu gehören S-Bahnen, Regionalzüge, regionale Buslinien und weitere Angebote. Hierfür stellen sie zusammen pro Jahr rund zwei Milliarden Franken zur Verfügung. Um sicherzustellen, dass dafür qualitativ hochwertige Leistungen erbracht werden und um ein Controlling-Instrument zu haben, hat das BAV 2016 den Aufbau eines Qualitätsmesssystems (QMS) gestartet. Dabei messen Testkunden einer externen Firma verschiedene Kriterien in den RPV-Fahrzeugen und an den Haltestellen.
Der vom BAV publizierte Bericht mit den ersten Resultaten zeigt, dass der RPV grundsätzlich ein hohes Niveau aufweist. Am höchsten ist die Qualität in der Deutschschweiz. Insbesondere bei den Indikatoren Kompetenz und Verhalten des Personals, Funktionsfähigkeit, Ordnung und Unversehrtheit von Fahrzeugen und Haltestellen schneidet der Regionalverkehr gut ab. Am wenigsten gut sind die Resultate bezüglich Sauberkeit, insbesondere bei den Zügen. Die grössten Qualitätsunterschiede bestehen bei der Information der Kundinnen und Kunden. Auch hier gibt es bei vielen Unternehmen weiteres Verbesserungspotenzial.
Da das QMS RPV 2016 schrittweise aufgebaut wurde, liegen noch nicht Daten für ein volles Jahr vor. Entsprechend können für das erste Jahr lediglich generelle Aussagen gemacht werden. Aussagen zur Qualität einzelner Linien oder einzelner Transportunternehmen sind noch nicht möglich. Auch die Pünktlichkeitsmessung, bei welcher die Daten direkt von den Unternehmen geliefert werden, befindet sich noch im Aufbau. Das BAV setzt alles daran, um im kommenden Jahr die Ergebnisse weiter vertiefen zu können, damit das Qualitätsmesssystem rasch seine volle Aussagekraft erhält. Die Auswertungen der Daten werden periodisch publiziert werden.
Das BAV wird unter Einbezug der Kantone im Verlauf dieses Jahres auf Basis der bereits vorliegenden Daten Mindeststandards zu den einzelnen Kriterien festlegen. Diese sollen in den künftigen Verhandlungen mit den Transportunternehmen als Zielgrösse dienen. Werden sie verfehlt, können im Rahmen von Zielvereinbarungen Massnahmen für Verbesserungen festgelegt werden (Pressemeldung BAV, 19.05.17).

RechteckSchweiz: Roll-out Giruno


Stadler feiert am 18.05.17 im Beisein der Schweizerischen Bundesbahnen SBB den Roll-out des Niederflur-Hochgeschwindigkeitstriebzuges Giruno. In feierlichem Rahmen und mit der Bundespräsidentin Doris Leuthard als Ehrengast präsentiert der Schweizer Schienenfahrzeughersteller nach nur zweieinhalb Jahren Entwicklungs- und Bauzeit den neuen Hochgeschwindigkeitstriebzug Giruno zum ersten Mal in Fahrt. Für den neuen Gotthard-Zug, der mit speziellem Fokus auf Komfort und Kundenfreundlichkeit entwickelt worden ist, startet nun das Zulassungsverfahren für die vier Länder Schweiz, Deutschland, Österreich und Italien. Ab Ende 2019 wird der Giruno durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt fahren und die Schweizer Städte Zürich und Basel mit Mailand, und später auch mit Frankfurt verbinden. Insgesamt baut Stadler für die SBB 29 elfteilige Niederflur-Hochgeschwindigkeitstriebzüge. Die Bestellung ist überdies mit einer Option für 92 weitere Fahrzeuge verbunden.
Ende Oktober 2014 haben die Schweizerischen Bundesbahnen bei Stadler 29 elektrische Hochgeschwindigkeitszüge bestellt, um damit ab Ende 2019 via Gotthardbasistunnel Basel und Zürich mit Mailand zu verbinden. Weniger als zwei Jahre nach Vertragsunterzeichnung präsentierte Stadler im September 2016 den von der SBB "Giruno" genannten Zug an der weltgrössten Schienenfahrzeugmesse InnoTrans in Berlin in Form eines fünfteiligen Kurzzuges. Heute feierte Stadler zusammen mit der SBB den Roll-out des elfteiligen Giruno. Der Roll-out markiert den Start der komplexen Zulassungsverfahren für die vier Länder.
Der Roll-out ist einer der wichtigsten Meilensteine im Entstehungsprozess eines technisch hochkomplexen Schienenfahrzeuges. Dem entsprechend ist es in der Branche üblich, dass dieser Moment gebührend gefeiert wird. Die spektakuläre Einfahrt des Giruno in Bussnang wurde von circa 500 geladenen Gästen aus Wirtschaft und Politik live verfolgt. Auch Bundespräsidentin und Verkehrsministerin Doris Leuthard war für den Roll-out des Giruno nach Bussnang gereist.
Nachdem Doris Leuthard im Juni des vergangenen Jahres den neuen Gotthard-Basistunnel eröffnen konnte, feierte die Verkehrsministerin nun auch den Roll-out jenes Zuges, der ab 2019 durch den neuen Gotthard-Tunnel fahren wird. "Der Giruno setzt neue Massstäbe - wie es die Schweiz mit dem Gotthard-Basistunnel getan hat. Darauf dürfen wir stolz sein. Ich gratuliere Stadler zu dieser Leistung und zum 75jährigen Jubiläum", sagte Bundespräsidentin Doris Leuthard in Bussnang.
"Heute ist ein Tag zum Feiern - für unsere Kunden, besonders aber für Stadler. Ich gratuliere Stadler zum Jubiläum und zum rekordschnellen Roll-out unseres Giruno. Zuverlässige Lieferanten wie Stadler sind für die SBB die Grundlage, um die Stärken der Bahn ausspielen zu können: einfach, schnell, staufrei, persönlich und gut vernetzt mit anderen Verkehrsmitteln. Unser aktuell wichtigstes gemeinsames Projekt ist der Giruno. Züge wie der Giruno sind die Basis für eine moderne und konkurrenzfähige Bahn. Sie verbessern unter anderem unsere Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Verkehr: Wer mit dem Giruno reist, reist künftig zwischen Italien und der Schweiz am komfortabelsten", sagte Andreas Meyer, CEO der SBB.
"Ich freue mich ausserordentlich, dass wir ausgerechnet in unserem Jubiläumsjahr den Roll-out dieses besonderen Zuges feiern dürfen. Der Giruno ist der weltweit erste serienmässig hergestellte Niederflur-Hochgeschwindigkeitstriebzug. Er wird durch den weltweit längsten Eisenbahntunnel fahren und er ist der erste Zug, der das Schweizerische Behindertengleichstellungsgesetz vollumfänglich erfüllt. Ich bin sehr stolz auf alle, die zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben und weiterhin beitragen werden. Die Leistung der beiden Projektteams, diesen Zug in nur 30 Monaten zu entwickeln und zu bauen, ist sensationell", sagte Peter Spuhler, Group CEO und Eigentümer von Stadler.
Spuhler wie auch Meyer betonten am Roll-out die aussergewöhnlich gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Projektteams, welche massgeblich zum schnellen Projektfortschritt beigetragen habe.
Für die Entwicklung des Giruno wurden bewährte Technologien auf Basis des Erfolgsprodukts FLIRT mit den betrieblichen Anforderungen des neuen Gotthard-Basistunnels kombiniert. Stufenfreies Eintreten sowohl von Bahnsteigen mit 55 cm als auch mit 76 cm Höhe, die Berücksichtigung der speziellen Anforderungen im Gotthard-Basistunnel hinsichtlich Druckschutz und Klimatisierung sowie die fortschrittliche thermische und akustische Isolation setzen einen neuen Standard für Bahnreisen im Fernverkehr.
Der Giruno ist mit besonderem Fokus auf Komfort und Kundenfreundlichkeit entwickelt worden, insbesondere für Familien, Senioren und Personen mit eingeschränkter Mobilität. Der Niederflureinstieg, für einen serienmässigen Hochgeschwindigkeitstriebzug ein Novum, macht für Fahrgäste das Einsteigen zum Eintreten. Im Innenraum erwartet Passagiere ein geräumiges und hell gestaltetes Interieur mit einem modernen Beleuchtungskonzept. Damit auch auf langen Tunnelstrecken keine Langeweile aufkommt, fährt der Giruno mit weiteren Komfortmerkmalen auf: Er verfügt über 4G-/3G- Mobilfunkverstärker , Steckdosen an allen Sitzplätzen, grosse Gepäckablagen und geschlechtergetrennte sowie behindertengerechte Toiletten. Die Züge bieten auf 202 Metern Länge 405 Fahrgästen Sitzplätze, davon sind 117 in der 1. Klasse und 288 in der 2. Klasse. Multifunktionsabteile- und ein Fahrradabteil ergänzen das Platzangebot sinnvoll.
Der Giruno wird nach TSI-Highspeed zertifiziert und wird alle Anforderungen an die Kollisionssicherheit nach DIN EN15227 erfüllen. Vor der Inbetriebnahme wird der Hochgeschwindigkeitszug im Klima-Wind-Kanal in Wien getestet. Die maximale Geschwindigkeit beträgt, wie der Name verspricht, 250 km/h. Die erforderliche Leistung wird über vier motorisierte Drehgestelle auf die Schiene gebracht, wobei beide Achsen der Motordrehgestelle angetrieben sind. Die maximale Leistung am Rad beträgt 6000 kW. Auf dem Dach sind vier Stromabnehmer montiert. Die Züge können bei Bedarf in Doppeltraktion geführt werden. Der Giruno wird neben der Schweiz auch für Deutschland, Österreich und Italien die Zulassung erhalten.
Gleichzeitig mit dem Roll-out des Giruno feiert Stadler auch sein 75jähriges Firmenjubiläum. Ernst Stadler hatte 1942, inmitten des Zweiten Weltkrieges, ein Ingenieurbüro in Zürich gegründet, welches auf die Entwicklung und den Bau von Lokomotiven spezialisiert war. 20 Jahre später zog Ernst Stadler mit seinen Angestellten in den Thurgau nach Bussnang, wo er den Grundstein für den Hauptsitz von Stadler legte. Nach seinem Tod führte seine zweite Ehefrau Irma Stalder die Geschicke des Unternehmens. Peter Spuhler trat 1987 in das Unternehmen ein und kaufte es zwei Jahre später mit einem Darlehen der Thurgauer Kantonalbank. Das Unternehmen hatte damals 18 Mitarbeiter und machte einen Umsatz von 4,5 Millionen Schweizer Franken. Stadler feiert sein Jubiläum am 20. Mai zusammen mit der Bevölkerung. Von 10 bis 16 Uhr stehen die Türen der Schweizer Werke in Bussnang, Altenrhein und Winterthur offen. In Bussnang kann der neue Hochgeschwindigkeitszug für die SBB besichtigt werden (Pressemeldung Stadler, 19.05.17).

RechteckUkraine: Güterverkehrsleistungen im 27% gesunken
Der Eisenbahngüterverkehr in der Ukraine sank im Zeitraum 2011 bis 2016 um 27%, wie der stellvertretende Generaldirektor der ukrainischen Industrievereinigung UEX, Sergej Považnûk, am 16.05.17 berichtete. Seit 2012 sank die Menge der beförderten Güter aufgrund der Stagnation der Branche. Der Rückgang wurde 2014-2015 nach der Annexion der Krim und den Kämpfen um das Donezbecken beschleunigt.
Die größten Verluste gab es über die fünf Jahre im Transport von Dünger (47%), Kohle (45%), Petroleum (42%), Koks (33%) und Eisen (32%). Wachstum über einen Zeitraum von fünf Jahren zeigte nur die Getreidebeförderung (93%).
Nach der Prognose für die Jahre 2017-2020 wird sich der Schienengüterverkehr in der Ukraine wieder je nach Szenario um einen Betrag zwischen 2,5% auf 390 Mio. t oder 6,5% auf 455 Mio. t erholen (WKZ, Quelle RZD-Partner, 19.05.17).

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