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LOK Report – News von Freitag, 21.07.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

Bundesnetzagentur: Einigung mit DB Netz und Bahnbetreibern
Absatzlinie
EBA: Keine fehlerhaften
SGNSS-Wagen in Deutschland

Absatzlinie
Förderzusage für
das Mobilitätsnetz Heidelberg

Absatzlinie
Dänemark: Einsatz für mehr Züge
über die deutsche Grenze

Absatzlinie
Großbritannien: Bimode-Züge
sollen Elektrifizierung vermeiden

Absatzlinie
Österreich: Neuer Flüsterbonus
für Güterwaggons kommt

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Alexander Hertel

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckAllianz pro Schiene: Fast 80 Prozent der deutschen Bahnhöfe stufenfrei

Reisende mit Rollstuhl sind wider Willen Experten im täglichen Kampf gegen unüberwindliche Treppen, kaputte Aufzüge oder steile Rampen. Eine aktuelle Statistik zeigt nun, dass es beim behindertengerechten Umbau der deutschen Bahnhöfe vorangeht. Von allen etwa 5.400 Personenbahnhöfen der Deutschen Bahn sind bereits 77 Prozent stufenfrei. Nach einer Auflistung der Allianz pro Schiene auf der Basis von Daten von DB Station & Service AG pendeln die Anteile der Bundesländer zwischen 96 Prozent (Schleswig-Holstein) und 56 Prozent (Saarland).
"Mit einer Quote von inzwischen fast 80 Prozent an stufenfreien Bahnhöfen geht es in Deutschland augenscheinlich voran", sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege am Donnerstag in Berlin. Flege verwies darauf, dass stufenfreie Bahnhöfe nicht nur für die relativ kleine Gruppe von Menschen mit Behinderungen wichtig seien, sondern auch Müttern oder Vätern mit Kinderwagen, Fahrradfahrern, Reisenden mit schwerem Gepäck und insgesamt einer alternden Gesellschaft zu Gute kämen. "Allgemeine Zugänglichkeit ist eine Investition in den öffentlichen Verkehr, die sich lohnt", sagte Flege. Dennoch habe die Politik den Reisenden viel mehr versprochen. "Schon für 2022 steht die Barrierefreiheit für den öffentlichen Verkehr im Personenbeförderungsgesetz, dessen Bestimmungen sich über die Nahverkehrspläne der Länder auch auf die Schiene auswirken. Wie das Ziel erreicht werden soll und welche Mittel die Politik dafür bereitstellt, steht leider vielfach in den Sternen", sagte Flege und erinnerte daran, dass die angestrebte Barrierefreiheit weitreichender sei als Stufenfreiheit.
"Stufenfreiheit" bedeutet nach der Definition der Deutschen Bahn, dass alle Reisenden ohne fremde Hilfe zum Bahnsteig gelangen können. Diese ist ein wichtiger Bestandteil der "Barrierefreiheit", die allerdings nicht nur Anforderungen an den Bahnhofsbau stellt, sondern auch Fahrzeuge, Ticketkauf und Reiseplanung umfasst: Um barrierefrei zu sein, muss die gesamte Reisekette so organisiert sein, dass mobilitätseingeschränkte Reisende – und das sind außer Rollstuhlfahrern auch Blinde oder Gehörlose - den Zug allein benutzen können. Allein beim Umbau der Bahnsteige wird es "bei gleichbleibendem Finanzmitteleinsatz und Ressourcen wird es noch zwischen 35 und 40 Jahren dauern, bis die vollständige Barrierefreiheit hergestellt ist", heißt es im aktuellen Infrastrukturzustandsbericht. Mit dem jüngsten "Nationalen Umsetzungsplan" dokumentiert der Bund die deutschen Fortschritte bei der Umsetzung der EU-Richtlinie zur Barrierefreiheit des Eisenbahnsystems.
Die Allianz pro Schiene widersprach dem üblichen Missverständnis, dass die Herstellung der Barrierefreiheit allein in der Verantwortung der Eisenbahninfrastrukturunternehmen liege. "Bahnhofsfinanzierung ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Bahnunternehmen, Bund, Ländern und Kommunen", sagte Flege. "Die barrierefreie Mobilität steht in den verkehrspolitischen Wahlprogrammen wirklich aller Parteien. Wir hoffen, dass diese ganz große Koalition der Befürworter nach der Bundestagswahl auch schnell das nötige Geld bereitstellt."
Für den Stand beim öffentlichen Verkehr verwies der Sozialverband VdK Deutschland auf das Gesetz zur Barrierefreiheit. "Beim öffentlichen Verkehr müssen Bund, Länder und Kommunen die gesetzliche Verpflichtung endlich ernstnehmen und deutlich mehr Geld für die Schaffung von Barrierefreiheit bereitstellen. Wenn nicht schleunigst angepackt wird, ist das Jahr 2022 nicht mehr zu schaffen", sagte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 21.07.17).

RechteckBundesnetzagentur: Nutzung der Schienenwege für Netzfahrplan 2018 gewährleistet
Die Bundesnetzagentur hat eine Einigung zwischen der DB Netz AG und Eisenbahnverkehrsunternehmen über sogenannte Grundsatz-Infrastrukturnutzungsverträge erreicht.
"Wenn der Wettbewerb auf der Schiene gefährdet wird, schreitet die Bundesnetzagentur konsequent ein", sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, und ergänzt: "Wir schaffen die Voraussetzungen für Eisenbahnverkehrsunternehmen, am Wettbewerb auf der Schiene teilnehmen zu können".
Mehrere Eisenbahnverkehrsunternehmen sowie deren Verbände hatten sich gegenüber der Bundesnetzagentur beschwert, die DB Netz AG würde den Abschluss der sogenannte Grundsatz-Infrastrukturnutzungsverträge verweigern. Ein solcher Nutzungsvertrag muss bestehen, damit die Unternehmen überhaupt auf dem Netz der DB Netz AG fahren dürfen.
Nach Intervention der Bundesnetzagentur hat die DB Netz AG inzwischen alle Verträge unterzeichnet und an die Unternehmen versendet.
Grund für die Weigerung der DB Netz AG waren Erklärungen der Unternehmen, die Nutzungsentgelte wegen andauernder gerichtlicher Verfahren nur unter Vorbehalt zahlen zu wollen. Insgesamt waren 15 Unternehmen betroffen, die im Jahr 2018 die Infrastruktur der DB Netz AG nicht hätten nutzen können.
Nach Auffassung der Bundesnetzagentur darf die DB Netz AG die Verträge bei Erklärung von Zahlungsvorbehalten nicht ablehnen. Zahlungsvorbehalte sind üblich, um nach rechtskräftiger Klärung Zuvielzahlungen zurück verlangen zu können. Die DB Netz AG ist nicht berechtigt, die Verträge als unwirksam anzusehen (Pressemeldung Bundesnetzagentur, 21.07.17).

RechteckEBA: Keine fehlerhaften SGNSS-Wagen in Deutschland
Nach dem Auseinanderbrechen eines Containerwagens vom Typ SGNSS in Schweden aufgrund fehlerhafter Schweissnähte teilte das Eisenbahn-Bundesamt mit, dass es sich auf Bitte der schwedischen Sicherheitsbehörde nach dem Verbleib von 50 Wagen des Herstellers Meva erkundigt hat. Dabei stellte sich heraus, dass das deutsche Unternehmen, das die Fahrzeuge im Jahre 2008 bei Meva bestellt hat, die Wagen bereits im Zuge der Auslieferung als fehlerhaft verschweißt identifiziert und umgehend wieder an den Hersteller zurückgegeben hatte.
Nach Wissen des EBA sind diese 50 Fahrzeuge auch im Ausland nicht mehr im Betrieb (Quelle EBA, 21.07.17).

RechteckVZBV: BGH stärkt Kundenrechte beim Bezahlen im Internet
Die DB Vertrieb GmbH darf bei Flugreisebuchungen über die Reiseplattform start.de die "Sofortüberweisung" nicht als einzige kostenlose Bezahlmethode anbieten. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte gegen diese Praxis geklagt.
"Das Urteil stärkt die Rechte von Verbraucherinnen und Verbrauchern beim Bezahlen im Internet. Die einzige kostenlose Bezahlmöglichkeit darf Verbraucher nicht zwingen, gegen das Verbot ihrer Bank zu verstoßen, sensible Daten an einen externen Dienstleister zu über­mitteln", sagt Kerstin Hoppe, Rechtsreferentin beim vzbv. "Mit diesem Gratisangebot drängte start.de Verbraucher in ein Haftungsrisiko."
Die Reiseplattform der DB Vertrieb GmbH start.de bot das Bezahlen mit Kreditkarte nur gegen ein zusätzliches Entgelt an. In dem Fall, der Anlass für die Klage des vzbv war, kostete das 12,90 Euro – bei einem Reisepreis von 120,06 Euro. Allerdings ließ sich auch kostenlos bezahlen: per "Sofortüberweisung". Hierbei öffnete sich ein Dialogfenster. Eingegeben werden sollten die Kontodaten inklusive PIN und TAN. Damit prüfte der Anbieter, die Sofort AG, dann unter anderem den Kontostand, den Disporahmen und ermittelte, ob der Kunde andere Konten hatte.
Der BGH hat diese Praxis der DB Vertrieb GmbH nun für unzulässig erklärt. Damit bestätigt das Gericht die Auffassung des vzbv, wonach die einzige kostenlose Zahlungsart Verbraucher nicht dazu zwingen dürfe, mit einem nicht beteiligten Dritten in vertragliche Beziehungen zu treten und diesem hochsensible Finanzdaten zu übermitteln, zumal dies gegen die vertragliche Vereinbarung mit ihrer Bank verstoße. Den AGB zufolge müssten Verbraucher davon ausgehen, dass ihnen die Eingabe von PIN und TAN auf der Website eines Dritten untersagt sei. Das Geschäftsmodell "Sofortüberweisung" könne zwar weiter betrieben werden. Den Kunden müssten jedoch weitere kostenlose Zahlungsmöglichkeiten angeboten werden.
Mit seinem Urteil hob der BGH das Berufungsurteil des OLG Frankfurt auf und wies die Berufung gegen das stattgebende Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main zurück.
Bundesgerichtshof, Urteil vom 18.07.2017, KZR 39/16 (Pressemeldung VZBV, 21.07.17).

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Aus den Ländern

RechteckBW: Dritte Amtszeit für Dr. Jürgen Wurmthaler beim Verband Region Stuttgart

Dr. Jürgen Wurmthaler (2.v.l.) steht vor seiner dritten Amtszeit als Leitender Direktor für Wirtschaft und Infrastruktur beim Verband Region Stuttgart. Mit ihm freuen sich der Verbandsvorsitzende Thomas S. Bopp (2.v.r.), der stellvertretende Vorsitzende Fritz Kuhn und Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling.

Die Regionalversammlung hat heute Dr. Jürgen Wurmthaler als Leitenden Direktor für Wirtschaft und Infrastruktur des Verbands Region Stuttgart wiedergewählt. Das überzeugende Votum von 72 der insgesamt 78 abgegebenen Stimmen ist eine Bestätigung und große Wertschätzung für die erfolgreiche Arbeit des 54-jährigen promovierten Bauingenieurs. Dr. Wurmthalers nunmehr dritte, achtjährige Amtszeit beginnt am 1. Januar 2018.
"Mobilität ist essentieller Bestandteil und Grundlage von Leben, Wohnen und Arbeiten in der polyzentrischen Region Stuttgart", hatte Dr. Wurmthaler in seiner Bewerbungsrede gesagt. Bevölkerungswachstum und Prosperität würden dazu führen, dass der Verkehr in der Region Stuttgart weiter zunehme. Als künftige Themenschwerpunkte nannte er daher die schrittweise Umsetzung des beschlossenen 15-Minuten-Takts bei der S-Bahn. Dr. Wurmthaler sprach sich dafür aus, nicht nur auf der Straße, sondern gerade auch auf der Schiene, die bestehende Infrastruktur effizienter zu nutzen. "Im digitalen Zeitalter wird es nicht nur darauf ankommen, neue Gleise und Weichen zu verlegen sowie neue Strecken zu erschließen. Mit einer intelligenten, rechnergestützten Verkehrssteuerung muss künftig mehr Verkehr mit bereits vorhandener Infrastruktur bewältigt werden." Die elektronische Signalsteuerung ETCS sei dafür in anderen europäischen Ballungsräumen das Mittel der Wahl.
Als "riesige Chance", den Schienenverkehr mittelfristig mitgestalten zu können, bezeichnete Dr. Jürgen Wurmthaler die Definition der Rahmenbedingungen für das nächste Wettbewerbsverfahren um den S-Bahn-Betrieb. Der derzeitige Vertrag mit der DB Regio AG endet am 30. Juni 2028. Der Ausbau des S-Bahn-Netzes sei in den letzten Jahren erfolgreich umgesetzt worden. Der ÖPNV-Pakt eröffne dem Verband Region Stuttgart neue Gestaltungsräume zur Sicherung der Mobilität. Das regionale Verkehrsmanagement biete die Möglichkeit, verkehrslenkende und steuernde Maßnahmen im Individualverkehr zu fördern. Ein erster Schritt sei mit der Vergabe von Untersuchungen zur regionalen Mobilitätsplattform gemacht.
Er wolle seinen Beitrag dazu leisten, dass die Wertschätzung der Bürgerinnen und Bürger für die hohe Lebensqualität in der Region Stuttgart weiterhin so bleibt, begründete Dr. Wurmthaler eine Motivation, sich erneut zur Wahl zu stellen. Darüber hinaus schätzt er die Zusammenarbeit: "Bei all dem, was wir im Bereich Wirtschaft und Infrastruktur bewegt haben, konnte ich immer auf ein tolles Team von Kolleginnen und Kollegen setzen." Kooperativ mit der Regionalversammlung, Vertretern des Landes, der Kreise, den Kommunen und weiteren Partnern möchte Dr. Jürgen Wurmthaler erfolgreich für die Region Stuttgart eintreten. "Ich brenne für diese Region – nahezu CO2- neutral und feinstaubfrei", beendete er seine Rede augenzwinkernd.
Mit großer Freude ist die Wiederwahl im Verband Region Stuttgart aufgenommen worden. Verbandsvorsitzender Thomas S. Bopp gratulierte herzlich: "Ich freue mich für Sie und uns über das große Vertrauensvotum. Herr Dr. Wurmthaler ist nicht nur ein hervorragender ÖPNV-Fachmann, sondern mit seinen nunmehr 16 Jahren in der Position auch sehr erfahren. Er kennt alle Details, hat aber auch das Gespür und den Blick fürs Ganze. Die Verhandlungspartner begegnen ihm zu Recht mit hohem Respekt."
Als "absolut verlässlich, strategisch denkend und engagiert" würdigt Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling den frisch wieder gewählten Dr. Wurmthaler. "Er versteht es, mit großer Ausdauer und sehr gutem Gespür die ganz dicken Bretter zu bohren." Das sei nicht nur imponierend, sondern immer im Interesse des Verbands Region Stuttgart. "Ich freue mich sehr, dass Dr. Jürgen Wurmthaler diesen erfolgreichen Weg weiter geht und wir unsere hervorragende Zusammenarbeit fortsetzen können."
Dr. Jürgen Wurmthaler arbeitet seit dem Gründungsjahr 1994 beim Verband Region Stuttgart, zunächst als Referent und seit 1. Januar 2002 als Leitender Direktor. In seinen Zuständigkeitsbereich mit 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fallen die Verkehrswirtschaft (S-Bahn-Finanzierung, Verbundstufe II), der öffentliche Personennahverkehr (S-Bahn-Ausbau, Park und Ride, Expressbus), regionales Verkehrsmanagement (Mobilitätspunkte und Mobilitätsplattform) sowie Wirtschaftsförderung und Abfallwirtschaft (Pressemeldung VRS, 21.07.17).

RechteckBW: Förderzusage für das Mobilitätsnetz Heidelberg
Grundsätzlich fördert der Bund große ÖPNV-Infrastrukturprojekte (Kostenvolumen von über 50 Millionen Euro der anerkannten zuwendungsfähigen Kosten) nach dem GVFG-Bundesprogramm.
Der Fördersatz der Gesamtzuwendung aus dem GVFG-Bundesprogramm beträgt 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten abzüglich eines Selbstbehalts je Fördertatbestand für den Haltestellen- und den Streckenausbau von je 500.000 Euro. Der Förderanteil des Bundes beträgt regelmäßig bis zu 60 Prozent, der Kofinanzierungsanteil des Landes bis zu 20 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. 20 Prozent muss die kommunale Seite selbst finanzieren.
Nachdem das Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes am 1. Juni 2017 vom Deutschen Bundestag verabschiedet und am 2. Juni 2017 vom Bundesrat beschlossen wurde, wird das derzeitige GVFG-Bundesprogramm, das nach dem Entflechtungsgesetz vom 5. September 2006 zum 31.Dezember 2019 ausgelaufen wäre, bis zu seiner Aufhebung fortgelten. Eine Änderung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes ist ab dem 1. Januar 2025 durch Bundesgesetz zulässig. 
Die acht Teilprojekte des Mobilitätsnetzes Heidelberg bestehen aus:
• Neubau einer Straßenbahnstrecke in das Neuenheimer Feld
• Barrierefreier Ausbau der Straßenbahnstrecke in der Kurfürstenanlage Ost
• Neubau einer Straßenbahnstrecke in die Bahnstadt
• Ausbau der Straßenbahnstrecke im Pfaffengrund (Eppelheimer Straße)
• Verlegung und Ausbau der Haltestelle Heidelberg Hauptbahnhof Nord und Kurfürstenanlage West
• Bau eines besonderen zweigleisigen Bahnkörpers auf der BAB-Brücke über die A 5
• Neubau einer Straßenbahnstrecke zwischen Eppelheim und Schwetzingen
• Neubau einer Straßenbahnstrecke in die Altstadt 
In der Stadt und der Region Heidelberg besteht erheblicher Bedarf an Investitionen in den ÖPNV. Insbesondere auch, um den ÖPNV adäquat an die geänderten Rahmenbedingungen in Stadt und Region anzupassen. Beispielhaft sind die Entwicklungen der Bahnstadt, der Ausbau der zweiten Stufe der S-Bahn Rhein-Neckar, die Umsetzung städtebaulicher Entwicklungsprojekte auf Konversionsflächen der amerikanischen Streitkräfte und der weitere Ausbau des Forschungs- und Wissenschaftsstandortes Heidelberg (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 21.07.17).

RechteckMecklenburg-Vorpommern: Minister Pegel falsch zitiert
Infrastrukturminister Christian Pegel stellt klar, dass ihn die Linke-Politikerin Barbara Borchardt im Kreistag Ludwigslust-Parchim falsch zitiert hat, um den Dringlichkeitsantrag ihrer Fraktion zur Südbahn zu begründen.
Auf der Sitzung des Kreistags am Dienstagabend (18.7.) stellte die Fraktion Die Linke den Dringlichkeitsantrag, die Gespräche mit dem Ministerium zur Reaktivierung der Südbahn auf der Strecke Parchim - Malchow wieder aufzunehmen. Nach dem Bericht der Schweriner Volkszeitung (20.7.) begründete Kreistagsmitglied Barbara Borchardt den Antrag damit, dass Minister Christian Pegel gesagt habe, er gehe nicht auf den Landrat zu, dieser solle auf den Minister zugehen. Das ist falsch. Das hat der Minister nie gesagt.
Richtig ist: In der Landtagssitzung am 13. Juli hat der Minister in der Fragestunde auf eine entsprechende Frage nach Gesprächen über die Zukunft der Südbahn geantwortet: "Die Landesregierung plant hierzu keine Initiative. Die Finanzierung, die der Landkreis für den Busersatzverkehr erhält, für den Schienenersatzverkehr, bleibt aber aufrechterhalten (Pressemeldung Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, 21.07.17).

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LOK Report 7/17

LOK Report Ausgabe 7/17

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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckUnstrutbahn



Die Fotos vom Samstag auf der Wiesentatalbahn Schleiz - Schönberg zeigen die Schulungsfahrten für das Personal der Unstrutbahn. Am 27.08.2017 werden wir mit unserem Unstrut-Schrecke-Express (USE) von Schleiz über Gera, Jena, Erfurt und Sömmerda ins Unstruttal fahren. Dort finden Pendelfahrten zwischen Artern und Roßleben statt. Zum Einsatz wird erstmals in 3-Fachtraktion der VT 98 kommen. Das Fest hat ein buntes Programm an drei Bahnhöfen im Unstruttal: Artern, Donndorf und Roßleben (JKHalle Verkehrsfotografie - Jan Krehl, 20.07.17).

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Bahnberufe

Mit der Kamera notiert

RechteckBerlin

Am 19.07.17 zog 155 159 den Zug aus Schweden nach Berlin (Gerd Böhmer, 21.07.17).

RechteckPlauen/V.

76 111 (SWT) und 203 383 (SWT) fuhren am 19.07.17 mit je einem leeren Schrottzug von Könitz nach Cheb (CZ). Die Züge fahren zur Zeit über Gera - Werdau und Plauen/V. oberer Bahnhof, da auf der Strecke Weida -Mehltheuer gebaut wird. Hier sind die Züge bei Plauen/V. zu sehen (Alexander Hertel, 21.07.17).

RechteckČistá


Aus Jesenice (Jechnitz) fuhr ich mit Regionalbus nach Markt Kralovice zur Abholung meines Materials einer Ausstellung zur Strecke Rakovník - Mladotice im Museum Mariánská Týnice. Ich wollte mitdem Regionalbus zum Zug im Bhf Čistá fahren, aber der Regionalbus (Betreiber Ges.Vatra) fuhr vier Minuten zu früh (!!). Ich mußte im PkW von Eisenbahnfreunden aus Kralovice nach Čistá zum letzte Zug nach Rakovník fahren. Die Züge zwischen Čistá und Kralovice fahren zur Schulferienzeit nur am Sa und So. Am Werktagen findet kein Eisenbahnverkehr bis September mehr statt, ab September nur ein Alibizugpaar an Werktagen, Sa und So drei Zugpaare. Der Bhf Čistá ist unbesetzt, die Zugleitung ist in Rakovník.
Die Fotos zeigen Tw 810 644-5 mit Zug Os 17717 Čistá - Rakovník. Im Bhf Čistá ist ein betriebenes Gleis aus dem Jahre 1886 (!) Graz M.St. Das ist sehr interesant, weil die Strecke Rakovník - Kralovice - Mladotice erst im Jahr 1899 erbaut wurde. Das letzte Foto zeigt Schießlöcher vom Luftangriff am 3. April 1945 auf der Dampflok 423.092 mit Güterzug (Martin Kubík, 21.07.17).

RechteckWesertal



An der Bahnstrecke von Hannover nach Altenbeken hat westlich des Bahnhofs Emmerthal bis heute eine Anrufschranke überlebt, an der sich der abwechslungsreiche Betrieb auf der Strecke gut beobachten lässt. Wenngleich die Frequenz der durchfahrenden Züge besonders von den S-Bahnen der Linie S5 geprägt ist, wird deren Takt recht häufig auch von Güterzügen unterbrochen (Rüdiger Lüders, 21.07.17).

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Europa

RechteckDänemark: Einsatz für mehr Züge über die deutsch-dänische Grenze

Nur zwischen April und Oktober fahren auch später abends Züge über die deutsch-dänische Grenze bei Tondern. Foto Volker Heesch.
In Schleswig-Holstein und in Dänemark werden in den kommenden Monaten die Weichen gestellt, in welchem Umfang künftig Züge über die deutsch-dänische Grenze auf der Westküstenbahn Esbjerg-Tondern-Niebüll rollen. Der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH), der im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein den regionalen Schienenverkehr plant und bestellt, ist bereit, das Angebot zwischen Niebüll und Tondern auszubauen. Dazu müssten weitere, bisher in Tondern aus Esbjerg ankommende Züge bis Niebüll rollen. Dänemark müsste bei Einführung eines Stundentakts und Einsatz von weiteren Zügen am Abend nur die Kosten für den vier Kilometer langen Abschnitt zwischen dem Tonderner Bahnhof und der Grenze tragen.
Die grenzüberschreitende Bahnverbindung, auf der seit der Wiederinbetriebnahme im Jahre 2000 die Passagierzahlen stetig steigen, könnte attraktiver werden, wenn die Fahrzeiten durch Anhebung des Tempos der Züge verkürzt werden.
"Planungen für eine Geschwindigkeitserhöhung auf der grenzüberschreitenden Strecke laufen", berichtet Diplomingenieur Ingo Dewald, Geschäftsführer der Norddeutschen Eisenbahngesellschaft Niebüll (NEG), die im Besitz der Strecke zwischen der Grenze und Niebüll ist. Auf dänischer Seite soll das Tempo auf der Bahn ebenfalls angehoben werden, wenn Pläne im Rahmen des per Zugfonds finanzierten Bahnausbauprogramms realisiert werden. Für den Abschnitt Niebüll-Tondern-Grenze laufen bereits technische Vorbereitungen für Tempo 120 statt 80 km/h.
Beim Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein sieht man auch die Möglichkeit, die mit Dieseltriebwagen des Fabrikats Lint bediente Strecke Esbjerg-Niebüll bis Flensburg zu verlängern, wenn die im Programm der neuen schleswig-holsteinischen Landesregierung aus CDU, Grünen und FDP erwähnte Reaktivierung der Ost-West-Strecke zwischen Lindholm und Flensburg-Weiche realisiert werden sollte.
In einer kürzlich veröffentlichten Analyse des gesamten dänischen Bahnverkehrs durch die privaten Beratungsunternehmen McKinsey & Co. und Struensee & Co. im Auftrag des dänischen Transportministeriums war auch für die grenzüberschreitende Strecke Flensburg-Tingleff eine gemeinsame deutsch-dänische Ausschreibung des Eisenbahnverkehrs vorgeschlagen worden. Dort könnten auf der elektrifizierten Strecke, auf der im Bahnhof Pattburg das deutsche und dänische Bahnstromsystem aufeinanderstoßen, künftig Zweisystemzüge – u. a. bis Fredericia – eingesetzt werden.
Die grenzüberschreitenden Bahnverbindungen könnten bei der nächsten Sitzung der deutsch-dänischen Verkehrskommission zur Sprache kommen, die neben dem Bau der festen Verbindung über den Fehmarnbelt stets auch den Verkehr zwischen Schleswig-Holstein und Jütland auf der Tagesordnung hat (Volker Heesch, mit freundlicher Genehmigung des Nordschleswigers, 21.07.17).

RechteckGroßbritannien: Neue Bimode-Züge sollen Elektrifizierung vermeiden
Die britische Regierung hat am 20.07.17 Pläne für neue Züge auf der Midland Main Line, der Great Western Main Line und im Lake District bekannt gegeben. Neue Bi-Mode-Intercity-Züge sollen einen nahtlosen Übergang von Dieselkraft auf elektrische Züge erlauben und Elektrifizierungsprojekte vermeiden. Gearbeitet wird auch an der Entwicklung von Zügen mit alternativen Antrieben wie Batterie und Wasserstoff.
Die bis 2023 geplante Elektrifizierung der Midland Main Line zwischen Kettering (nördlich London) und Nottingham bzw. Sheffield sowie der Strecken von Cardiff nach Swansea in Wales und von Oxenholme nach Windermere im nordenglischen Lake District sind seitens des britischen Verkehsministeriums abgesagt worden.
Mit der Ankündigung für den Einsatz moderner Hybrid-Triebzüge (mit diesel-/elektrischem Antrieb) scheint der Hintergrund verschleiert zu werden, dass die Kosten für die Elektrifizierung inzwischen den ursprünglichen Rahmen deutlich überschreiten. Angesichts der durch den Brexit immer knapper werdenden Mittel versucht die britische Regierung hier wohl in größerem Maße, seit langem geplante Investitionskosten zu reduzieren. Für Mittelengland ist somit die bereits 2015 in Frage gestellte und anschließend wieder zugesagte Elektrifizierung der Midland Mainline nun erneut vom Tisch.
Ironie des Schicksals ist in diesem Zusammenhang auch der Verzicht auf die Anbindung der südwalisischen Stadt Swansea an das elektrische Hauptstreckennetz, obwohl dort bereits ein Depot für die zukünftigen Hochgeschwindigkeitszüge mitsamt einer neuen Fahrleitungsanlage installiert worden ist. Das Swansea Council reagierte der BBC zufolge "wütend", der Vorsteher Rob Stewart fühlt sich "verraten".
Ab Herbst 2017 sollen laut Regierung Passagiere in Wales auf der Great Western Main Line zwischen Cardiff und Swansea von neuen Intercity-Express-Zügen profitieren, die jeweils über 130 Sitze mehr zur Verfügung stellen und schnellere Fahrzeiten nach London mit 40% mehr Sitzplätzen in Spitzenzeiten erlauben werden.
Moderne Bi-Mode-Intercity-Züge werden ab 2022 auch auf der Midland Main Line eingesetzt werden. Die Langstreckenfahrzeiten zwischen Nottingham und Sheffield auf der Midland Main Line sollen um bis zu 20 min reduziert werden, die Anzahl der Sitzplätze nach London verdoppelt werden.
Mit dem Zugbetreiber Northern im Lake District soll ab Dezember 2019 ein mit alternativen Kraftstoffen betriebener Zug entwickelt werden, der mit vier Direktverbindungen pro Tag zwischen Manchester Airport und dem Weltkuturerbe um Windermere verkehren wird. Dank dieser neuen Technologie braucht die "störende" Elektrifizierung zwischen Windermere und Oxenholme nicht mehr benötigt zu werden.
Die Regierung hat außerdem den Start der Öffentlichen Konsultation für das nächste East Midlands Franchise bekannt gegeben, die bessere Anschlüsse nach London erlauben soll und die größte Investition in die Streckeseit ihrer Fertigstellung im Jahr 1870 bedeutet (RL, WKZ, Quelle DfT, 21.07.17).

RechteckÖsterreich: Neuer Flüsterbonus für Güterwaggons kommt
Auf Initiative des Verkehrsministeriums kommt ein Bonus für leise Güterwaggons. Der Vorschlag für das "lärmabhängige Schienenbenützungsentgelt" wurde jetzt von der EU-Kommission genehmigt. Umgesetzt wird die neue Regelung von der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) Infrastruktur ab dem jährlichen Fahrplanwechsel im Dezember 2017. Mit Flüsterbremsen ausgestattete Züge werden mit einer Mautgutschrift von bis zu 1.700 Euro pro Waggon belohnt.
"Mit dem Flüsterbonus bieten wir den Transportbetrieben einen Anreiz, ihre Waggons auf leise Bremsen umzurüsten. Damit sorgen wir dafür, dass die Bevölkerung entlang der Bahnstrecken von Lärm entlastet wird", sagt Verkehrsminister Jörg Leichtfried.
Die Gutschrift beträgt pro Flüsterachse und zurückgelegtem Kilometer einen Cent. Gefördert werden bis zu 1.700 Euro pro vierachsigem Waggon. Das entspricht den Kosten, die beim Umrüsten eines Güterwaggons mit vier Achsen entstehen. So werden die Betreiber von lauten Waggons zum Umstieg auf leise Bremsen motiviert. Der Flüsterbonus dient auch als zusätzliche Maßnahme zu Lärmschutzwänden, Fensterförderung und Schienenschleifen entlang der Bahnstrecken (Pressemeldung Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, 21.07.17).

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