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LOK Report – News von Donnerstag, 18.05.17

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Willkommen beim LOK Report
DB Regio reinigt mehr
als 7.000 km Zug pro Jahr

Absatzlinie
Bayern startet Pilotprojekt
zur Reisendenstromlenkung

Absatzlinie
Wiederaufnahme SPNV Baunatal -
Kassel im Entwicklungsplan

Absatzlinie
Frankreich: RATP-Chefin
wird Transportministerin

Absatzlinie
Kindereisenbahn am
Tag des Sieges
in Rostov na Don
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Foto links: Kai-Michael Neuhold

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckDeutsche Bahn: DB Regio reinigt mehr als 7.000 km Zug pro Jahr

Waschanlage in Essen mit ET 422 bei der Reinigung und DB Regio-Reinigungsfachmann Ronald Klemke im Werk Berlin-Lichtenberg.
Eine saubere Sache zu jeder Jahreszeit, und jetzt im Frühjahr kommt noch die volle Strahlkraft dazu: Die roten DB Regio-Züge und die S-Bahnen können nun wieder richtig glänzen, denn erst ab ordentlichen Plustemperaturen entfalten die Reinigungsmittel in den Waschstraßen ihre volle Kraft. "Natürlich legen wir 365 Tage im Jahr größten Wert auf Sauberkeit, sagt Ronald Klemke, zuständig für Reinigung bei DB Regio, "aber im Frühjahr, ab plus sieben Grad Außentemperatur, lässt sich der Schmutz leichter entfernen."
Züge und S-Bahnen mit einer Gesamtlänge von gut 7.200 Kilometern werden jedes Jahr gewaschen, das entspricht der Strecke Kairo–Kapstadt, ein ganzer Kontinent liegt zwischen diesen Städten. Die gesamte Zugfläche, die von den XXL-Bürsten geschrubbt wird, beträgt 2,3 Millionen Quadratmeter. Vor allem nachts herrscht in den 53 DB Regio-Waschanlagen bundesweit Hochbetrieb – wenn die Züge nicht unterwegs sind. Im Schnitt alle ein bis zwei Wochen wird jeder der 3.000 Züge einmal gewaschen. Laser messen die Zuglängen, und wie in den Anlagen für Autos programmieren Mitarbeiter das passende Waschprogramm.
Graffiti an den Zügen beseitigen die Mitarbeiter weiterhin mühsam per Hand und nur in speziell ausgestatteten Werkstätten. "Je frischer die Farbe, desto schneller geht sie ab", erklärt Ronald Klemke.
Die Innenreinigung findet täglich – beziehungsweise jede Nacht – statt. Dann werden unter anderem Tische, Fenster und Griffe abgewischt. Auf vielen Strecken sind auch schon tagsüber Mitarbeiter in den Zügen unterwegs, entfernen Abfall, reinigen Toiletten. Die Reinigung der Fußböden und Scheiben erfolgt zwei Mal pro Woche.
Die große Grundreinigung steht alle sechs bis acht Wochen auf dem Plan – dann ist unter anderem zusätzlich eine Hochleistungs-Bodenreinigungsmaschine im Einsatz (Pressemeldung Deutsche Bahn, 18.05.17).

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Industrie

RechteckKapsch CarrierCom: Implementierung zukunftssicherer Bahnfunkinfrastruktur
Der erfolgreiche Umstieg auf einen zukünftigen Mobilfunkstandard stellt für Bahnbetreiber eine der größten Herausforderungen in den kommenden Jahren dar. Zukunftsorientierte Organisationen setzen dabei auf keine bestimmte Radio Technologie, sondern modernisieren ihre Netze, um dem kommenden neuen Standard für betriebliche Kommunikations-anwendungen Rechnung zu tragen. Auf europäischer Ebene wurden ihm Rahmen des Shift2Rail Joint-Undertaking mehrere Projekte gestartet um künftige moderne Verkehrsmanagement- und Zugkontrollsysteme sowie ein adaptierbares Kommunikations-system zu entwickeln.
Eine nahtlose Umstellung auf das Bahnfunknetzwerk der nächsten Generation zu ermöglichen ist ein zentrales Element des Arbeitspakets im Projekt X2Rail-1, das innerhalb des Innovationsprogramm 2 von Shift2Rail angesiedelt ist. Es soll Bahnbetreibern ganzheitliche Lösungsansätze, Spezifikationen und Prototypen für ein heterogenes Kommunikationssystem auf Basis verschiedener Radio und Satellitennetze liefern. Kapsch CarrierCom beteiligt sich an diesem europäischen Projekt.
Kapsch CarrierCom hat weltweit bereits mehr als 15 IP-basierte Netze für führende Bahnbetreiber aufgebaut, wie etwa für Network Rail in Großbritannien, SCNF Réséau/Synerail in Frankreich sowie die Deutsche Bahn, und ist daher der perfekte Partner zur Unterstützung der Kunden bei diesem anspruchsvollen Umstieg. Im Rahmen dieses Umstiegs können Bahnbetreiber schon heute ihre Netze mit der neuen Kapsch Basisstation der nächsten Generation zukunftssicher machen und eine nahtlose Unterstützung für kommende 3GPP basierte Mobilfunkstandards für kritische Anwendungen ermöglichen. "Neue Bahnanwendungen benötigen höhere Bandbreiten, eine niedrige Latenz und - was am wichtigsten ist - einen hohen Grad an Zuverlässigkeit und Sicherheit", sagt Michael Mikulandra, Head of Industry Appliance Next Generation bei Kapsch CarrierCom.
Kapsch CarrierCom hat soeben umfangreiche Labortests unter bahnspezifischen Bedingungen abgeschlossen. Durch diese Tests konnten im Abgleich mit den bestehenden theoretischen Berechnungen wertvolle Informationen gewonnen werden. Die Ergebnisse der Tests zeigen auch, wie eine Mobilfunktechnik im Eisenbahnumfeld angepasst und optimiert werden muss. Um das Risiko von Betriebsstörungen während einer Umstellung so gering wie möglich zu halten, hat Kapsch CarrierCom eine Migrationsplan entwickelt, der eine enge Kopplung und Koexistenz der Kommunikationsinfrastruktur der nächsten Generation mit den derzeit genutzten GSM-R-Systemen ermöglicht.
Michael Mikulandra: "Beide Standards müssen zusammenarbeiten, um die zur Verfügung stehenden Frequenzbänder effizient zu nutzen. Unser Lösungsansatz besteht darin, die Koexistenz von bestehenden Systemen und Infrastruktur der nächsten Generation zu ermöglichen, und zwar auf Grundlage patentierter Konzepte, die speziell auf die Bahnumgebung zugeschnitten sind."
Zu der End-to-End-Lösung für eine erfolgreiche Umstellung gehören auch die RDN-Lösungen (Railway Dedicated Network; RDN) von Kapsch CarrierCom. Mit der Implementierung von RDN.core-Netzen kann ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit und Sicherheit garantiert werden. RDN.core ist eine All-IP-Lösung auf der Grundlage von 3GPP (3rd Generation Partnership Project), Release 4, was eine einfachere Einführung künftiger Netztechnologien ermöglicht.
Außerdem bietet die RDN.base station bis zu 100 % Verfügbarkeit für die bahnbetriebliche Kommunikation. Der modulare Aufbau der RDN.base station umfasst digitale Module (DMs), die über Glasfaser Verbindungen mit bis zu sechs Remote Radio Heads (RRH) verbunden werden können und damit bis zu sechs Basisstationen der vorherigen Generation ersetzt. Kapsch CarrierCom nannte sein Portfolio "Railway Dedicated", um hervorzuheben, dass jedes heute eingesetzte RDN-Produkt an den Anforderungen im Bahnumfeld ausgerichtet ist und schon die nächste Generation in sich trägt.
Michael Mikulandra und sein Team werden auf der 3. World Conference on Rail Transport Telecoms detailliertere Informationen präsentieren. Die Konferenz wird von der UIC gesponsert und von der Railway Operational Communications Industry Group mitveranstaltet, der auch Kapsch CarrierCom angehört.
Genaueres über die Labortests und Migrationslösungen für Bahnkommunikation von Kapsch CarrierCom erfahren Sie in einem Video (Pressemeldung Kapsch CarrierCom, 18.05.17).

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Aus den Ländern

RechteckBayern: Pilotprojekt zur Reisendenstromlenkung
Im Berufsverkehr auf der Münchner Stammstrecke kommt es auf jede Sekunde an. Um einen verlässlichen Fahrplan zu gewährleisten, testet die S-Bahn München ab sofort bis zum 9. Juni Reisendenstromlenker am S-Bahnsteig. Sie unterstützen und beschleunigen das Ein- und Austeigen etwa durch eine direkte Ansprache der Fahrgäste oder Bahnsteigdurchsagen. Dabei wird erstmals auch das innovative Audiosystem des Start-ups HOLOPLOT angewendet, das Schallwellen gezielt auf beliebige Punkte im Raum fokussieren kann. Zwei mit Headsets ausgestattete Servicemitarbeiter können ihre Durchsagen damit auf bestimmte Personengruppen oder Bahnsteig-bereiche ausrichten, während im übrigen Raum davon wenig bis nichts zu hören ist.
"Im Berufsverkehr hält alle zwei Minuten eine S-Bahn an den Stationen der Stammstrecke. Da bleibt für den Fahrgastwechsel nur wenig Zeit. Die Reisendenstromlenker sind eine weitere Maßnahme, mit der wir die geplante Haltezeit erreichen und damit Verspätungen vermeiden wollen ", sagt Heiko Büttner, Vorsitzender der Geschäftsleitung der S-Bahn München.
"HOLOPLOT ist ein Paradebeispiel dafür, wie die Digitalisierung den Kundenservice an Bahnhöfen verbessern kann", ergänzt Karl-Heinz Ferstl, Leiter Betrieb der bayerischen Bahnhöfe. "Für die Reisenden ist der Mehrwert deutlich spürbar. Durchsagen werden nicht nur besser verständlich, sondern ich höre auch nur die Informationen, die für mich relevant sind."
Insgesamt sind an Gleis 1 sieben Servicemitarbeiter jeweils von 6 bis 9 und 15.30 bis 18.30 Uhr für Kunden der S-Bahn im Einsatz. Die Mitarbeiter weisen Fahrgäste gezielt von den Zugängen zu weniger frequentierten Bahnsteigbereichen, verteilen sie je nach Zuglänge vor Einfahrt der S-Bahn am Bahnsteig und blockieren - wenn nötig - den Zustieg beim Türenschließen. Auch für Reiseauskünfte stehen sie bereit.
Die Gründer von HOLOPLOT wurden erst im März dieses Jahres bei der weltweit größten Digitalkonferenz "South by Southwest" in den USA als einzige Deutsche mit einem Innovationspreis ausgezeichnet. Das junge Technologieunternehmen war 2016 Teilnehmer des DB Accelerators, der DB Start-up-Förderung, in der DB mindbox in Berlin. Dort erhalten Gründer für drei Monate Mentoring, Workshops, Arbeitsplätze und 25.000 Euro Startgeld. Neue Technologien von Start-ups tragen zunehmend zu mehr Qualität, Pünktlichkeit und Kundenorientierung bei. Im Programm Zukunft Bahn spielt die Digitalisierung eine Schlüsselrolle, um die Attraktivität der Schiene nachhaltig zu erhöhen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 18.05.17).

RechteckHessen: Wiederaufnahme SPNV Baunatal - Kassel im Verkehrsentwicklungsplan

Verkehrspolitiker Dr. Klaus-Peter Lorenz.
Fast einstimmig haben die Baunataler Stadtverordneten am Montag (15.05.17) einen Antrag zur Wiederaufnahme des Schienenpersonen-Nahverkehrs auf der Kassel-Naumburger-Eisenbahn zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Baunatal-Großenritte angenommen.
Mehr dazu im gedruckten Heft (Dr. Klaus-Peter Lorenz, 18.05.17).

RechteckSachsen: Deutsche Bahn modernisiert Infrastruktur im Eisenbahnknoten Ruhland
In den kommenden Jahren modernisiert die Deutschen Bahn in neun Bauphasen die Infrastruktur im Eisenbahnknoten Ruhland und rüstet diese auf elektronische Stellwerkstechnik um. Modernisiert werden unter anderem Gleisanlagen für den Personen- und Güterverkehr, die Eisenbahnbrücken über die Bernsdorfer Straße, Signal-, Leit- und Sicherungstechnik sowie Oberleitungen. Weiterhin wird der Bahnhof Ruhland umfassend und barrierefrei ausgebaut. Mittelbahnsteige werden erneuert, Blindenleiteinrichtungen integriert und der Personentunnel neu gebaut. Die Bahnsteige erhalten Aufzüge und einen neuen Zugang vom Bahnhofsvorplatz. Insgesamt investieren die Deutsche Bahn und der Bund rund 70 Millionen Euro in die Modernisierung des Eisenbahnknotens Ruhland.
Am Freitag (19. Mai 2017) haben interessierte Bürgerinnen und Bürger zwischen 12 und 15 Uhr die Möglichkeit, durch Verantwortliche des Projekts einen Einblick in die Arbeiten am Bahnhof Ruhland zu erhalten. Die Deutsche Bahn bietet im Rahmen der "700-Jahr-Feier" Ruhlands Führungen an, bei denen es Informationen zum aktuellen Projektstand, den technischen Gegebenheiten vor Ort und der weiteren Bautätigkeit gibt. Die Führungen beginnen jeweils um 12.30 Uhr, 13 Uhr, 13.30 Uhr und 14 Uhr und dauern zirka 30 Minuten (Pressemeldung Deutsche Bahn, 18.05.17).

RechteckSachsen: Umbau des Bahnhofs Schkopau
Die Deutsche Bahn (DB) setzt die Arbeiten zur Modernisierung ihrer Infrastruktur und dem Bau des Elektronischen Stellwerks Merseburg weiter fort. Die bis zum 21. Mai 2017 vorgesehene Sperrung des Bahnhofs Schkopau muss baubedingt bis zum 26. Mai (17 Uhr) verlängert werden.
Im Rahmen von Rückbauarbeiten im Bahnhof Schkopau mussten über das geplante Maß hinaus baubegleitende Kampfmittelsondierungs- und –beseitigungsmaßnahmen durchgeführt werden. Zusätzlich führte ein Bodenaustausch im südlichen Bahnhofskopf des Bahnhofs Schkopau zur Verzögerung im Bauablauf.
Der Bahnhof Schkopau bleibt baubedingt über den 21. Mai bis zum 26. Mai (17 Uhr) für den Zugverkehr gesperrt. Die Züge der Linie RE 30 (Magdeburg–Halle–Naumburg) enden von Magdeburg kommend weiterhin in Halle und fahren zurück nach Magdeburg. Die Linie RB 20 (Halle–Erfurt–Eisenach) beginnt/endet nicht in Halle, sondern in Merseburg. Für beide genannten Linien fahren zwischen Halle (Saale) Hbf, Schkopau und Merseburg Busse im Schienenersatzverkehr (Pressemeldung Deutsche Bahn, 18.05.17).

RechteckThüringen: Umfangreiche Messfahrten auf der VDE 8.1



In diesen Tagen findet ein umfangreiches Programm von Testfahrten auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke von Erfurt nach Nürnberg statt. Neben dem ITINO der Erfurter Bahn ist außerdem der ETCS-Desiro von Siemens sowie der ICE-S der DB Systemtechnik im Einsatz.
Mit dem ITINO der Erfurter Bahn werden derzeit Streckenkunde-Videodaten angefertigt. Die Fotos entstanden bereits am 22. April 2017 während einer Einrichtungsfahrt des Videozuges zwischen Erfurt und Ilmenau-Wolfsberg (Kai Michael Neuhold, www.verkehrsfotografie.de, 18.05.17).

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LOK Report

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckRodachtalbahn



An Sonn- und Feiertagen vom 1. Mai bis 31. Oktober ist die historische Schienenbusgarnitur "Roter Brummer" von 1959 im wildromantischen Rodachtal zwischen Nordhalben und Steinwiesen unterwegs. Betrieben wird die 11 km lange im Frankenwald gelegene Museumsbahnstrecke von den Eisenbahnfreunden Rodachtalbahn e.V. Leider herrschte letzten Sonntag Wettermäßig ein Wechsel zwischen Wolken und Regen (Harald Becker, 17.05.17).

RechteckWallfahrt nach Lourdes


Vom 10. bis 16. Mai organisierte die Erzdiözese Katowice eine Wallfahrt nach Lourdes für Leute, welche nicht durch andere Verkehrsmittel (Auto, Flugzeug) fahren können. Der Zug war eingestellt mit 12 Schlafwagen WLAB10ou und einem Salonwagen Samnou von PKP Intercity. Diese Fahrt aus Polen nach Frankreich mit einer Länge von etwa 2700 km hatte eine Fahrzeit von ca. 35 Stunden.
Der Zug aus Katowice fuhr mit folgenden Lokomotiven: PKP EP07-332 (Katowice - Poznan), EU44-006 (Poznan - Frankfurt/O), dann DB 101 072 (Frankfurt/O - Karlsruhe ), 181 201 (Karlsruhe - Strasbourg), SNCF BB 126165 (Straßbourg - Touluose) und BB 7296 (Touluose - Lourdes).
Auf dem Rückweg fuhr er als IC-74102 Poznan - Katowice mit EP07-141 (Ryszard Rusak, 17.05.17).

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Bahnberufe

Mit der Kamera notiert

RechteckMaintal

Am 16.05.2017 verschlug es die frisch hauptuntersuchte (Rev LD X 12.05.17) und lackierte Schweerbau 140 797 mit einem leeren Schienenwaggons auf dem Weg nach Augsburg auch ins sonnige Maintal, wo sie von mir in Thüngersheim im Bild festgehalten werden konnte (Holger Grunow, www.tradibahner.de, 17.05.17).

RechteckPirdop

20 Jahre ist es her, dass ich unsere gute alte 232 613 in den Fingern hatte. In Pirdop habe ich sie wiedergetroffen. Zwar nur in Reserve, aber dafür hat ihre Kameradin 411 uns Aktion vom feinsten geliefert (Hans-Georg Löwe, 17.05.17).

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IGE Werrabahn Eisenach e.V.

Europa

RechteckFrankreich: Entschädigung von marokkanischen Eisenbahnern vor dem Berufungsgericht
Das Pariser Berufungsgericht hat am 15. und 16.05.17 wieder über Entschädigungen von über 800 marokkanischen Eisenbahnern durch die SNCF wegen eines "Systems historisch bedingter Diskriminierungen" verhandelt. Das Urteil soll nach Überprüfung aller Einzelfälle am 31.01.2018 verkündet werden.
Es geht um 832 Marokkaner, sogenannte "Chibani" ("graue Haare" auf arabisch), denen das erstinstandliche Pariser Arbeitsgericht im September 2015 Schadensersatzansprüche von insgesamt 170 Mio. Euro zugesprochen hatte. Die inzwischen im Ruhezustand befindlichen Kläger hatten von der SNCF in den 1970er Jahren zivilrechtlich einen unbefristeten Arbeitsvertrag als "Fremdarbeiter" erhalten, der mit weniger Lohn und geringeren Aufstiegschancen gegenüber Verträgen französischer und EU-zugehöriger Eisenbahner verbunden war.
Diesmal könnte die Rechnung steigen, die Anwälte fordern 628 Mio. Euro gegenüber 330 Mio. im Jahr 2015. Die SNCF nannte diese Beträge "überhöht". Die SNCF sei stolz auf ihre Marokkaner, die eine gute Arbeit gemacht hätten, aber deshalb nicht alle Führungskräfte hätten werden können (WKZ, Quelle Monde, BFMTV, 17.05.17).

RechteckFrankreich: RATP-Chefin wird Transportministerin

Der am Sonntag (14.05.17) in sein Amt eingeführte neue französische Staatspräsident Emmanuel Macron hat am Montag (15.05.17) Edouard Philippe zum neuen Premierminister ernannt, welcher am 17.05.17 die Liste der Minister bekannt gab. Alle Minister mussten eine Ehrenverpflichtung unterschreiben, dass sie nicht in Tätigkeiten insolviert sind, die gegen Gesetz oder Redlichkeit verstoßen.
Staatsminister für ökologischen Wandel (ministre d'Etat, ministre de la Transition écologique et solidaire) wurde Nicolas Hulot (62), ihm untergeordnet als Ministerin für ökologischen Wandel mit dem Aufgabengebiet Transport (ministre auprès du ministre d'Etat, ministre de la Transition écologique et solidaire, chargée des Transports) wurde Elisabeth Borne (56).
Damit ist für den Transport die derzeitige Präsidentin und Generaldirektorin der RATP zuständig. Der Transport wird nicht mehr von einem Staatssekretär, sondern einer Ministerin geleitet, was bei der Ministerratssitzung mehr Einfluss bedeutet.
Elisabeth Borne war seit 2015 Präsidentin und Generaldirektorin der RATP und gilt als große Kennerin des Bereichs Verkehr. Von 2013-14 war sie Präfektin von Poitou-Charentes und 2014-15 Kabinettschefin im Umweltministerium von Ségolène Royal. Davor hatte die Brückenbauingenieurin eine Reihe von Aufgaben übernommen, unter anderem lernte sie die SNCF von 2002-07 als Direktorin für Strategie kennen.
• Mit der Ernennung des Umweltaktivisten Nicolas Hulot als Staatsminister im Umweltministerium, dass auch die Energie umfasst, kommt Präsident Emmanuel Macron dem Wunsch von acht Umweltorganisationen entgegen, die relevanten Gebiete Ökologie, Biodiversität, Klima, Energie, Verkehr, Wohnungsbau und Stadtplanung, Landnutzung, Fischerei und Meer im einem großen Ministerium zusammen zu fassen. Hulots Aufgabe wird es sein, über die Zukunft des symbolträchtigen und zukünftigen Flughafen Notre-Dame-des-Landes zu entscheiden.
Auch die ehemalige Umweltministerin Ségolène Royal hatte sich Hoffnung auf diesen Posten gemacht und wurde von Hulot mit den Worten verabschiedet, sie sei "unersetzbar, eine Grande Dame" (WKZ, Franz A. Rosky, Quelle Elysee, Le Monde, 17.05.17).

RechteckRussland: Rostov na Don am Tag des Sieges



Ich bin gerade von einer Tour nach Russland zurückgekehrt, mit einem anderen Blick auf die Museumsdampflokomotiven. Am 9. Mai, dem Tag des Sieges blieb ich in Rostov am Don. Diese Stadt ist das Hauptquartier der Nordkaukasusbahn der Russischen Eisenbahnen. Jedes Jahr fährt an diesem Tag eine Dampfbahn um die Stadt Rostov. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde und beinhaltet einen kürzere Halt am Eisenbahnmuseum.
In diesem Jahr wurde der Dampfzug von der riesigen Express-Lokomotive P 36 218 aus dem Depot in Tikhoretsk gezogen. Dieses Depot macht alle großen Wartungsarbeiten für die Museumsdampflokomotiven der RZD (Russische Eisenbahnen).
Rostov auf Don hat auch eine so genannte Kindereisenbahn (Pioniereisenbahn zur Zeit der UdSSR), die im Jahr 1940 in Betrieb ging. Heute ist diese 750-mm-Schmalspur-Eisenbahn eine von drei Kindereisenbahnen in Russland, die eine Dampflokomotive in Arbeit hat, die beiden anderen befinden sich in Sankt Petersburg und Nischni Nowogorod).
Die Dampflokomotive Nr. 185 wurde 1948 im Lokomotivbau Karl Marx Babelsberg erbaut und ist von der Art GR, die alle als Kriegsreparationen gebaut wurden. Am Tag des Sieges ist wohl der verkehrsreichste Tag des Jahres auf dieser Kinderbahn mit zwei Zügen auf der 5 km langen Rundbahn, der andere Zug wird von der neuen Diesel-Lokomotive Nr. 26 vom Typ TU 10 geschleppt. Zumindest 50 Kinder arbeiten heute an der Bahn.
Die Idee der Kinderbahn hat viele Jugendliche zu Schienenfans und/oder Eisenbahnmitarbeitern gemacht (Johs. Damsgaard Hansen, 17.05.17).

RechteckSpanien: Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge
Der Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge führte am 13.05.16 in der nahe dem Bahnhof Atocha gelegenen Actren-Werkstatt Madrid zu zwei beschädigten Kopfteilen. Ohne Besatzung und Fahrgäste stießen ein AVE der Serie S103 im Wert von 28 Mio. Euro und ein Alvia 120 im Wert von 14 Mio. Euro zusammen, nachdem ein Werkstattangestellter den Alvia ungebremst stehen gelassen hat und dieser auf den abgestellten AVE rollte. Actren ist ein Gemeinschaftsunternehmen von CAF und Renfe (WKZ, Quelle El Espagnol, 17.05.17).

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