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LOK Report – News von Donnerstag, 20.07.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
VRR vergibt S 28 erneut
an Regiobahn

Absatzlinie
DB Regio schult Lokführer
auf der Gäubahn

Absatzlinie
Stadler gewinnt Service-Auftrag
und baut neues Depot in Hengelo

Absatzlinie
Schweden: Containerwagen
SGNSS aus dem Verkehr gezogen

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Sven Molle

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckAllianz pro Schiene, Bdo: Urlauber mit Umweltbewusstsein zahlen mehr

In Deutschland stehen die Sommerferien vor der Tür, aber Urlauber, die bei der Reiseplanung auch ihr Klimagewissen befragen, sehen sich klar benachteiligt. Während der klimaschädliche Flugverkehr bei internationalen Flügen gänzlich von der Mehrwertsteuer befreit ist, müssen Fernreisende im Zug oder im Fernbus in Deutschland bis zur Grenze den vollen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent zahlen, kritisierten Allianz pro Schiene und der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) am Mittwoch in Berlin.
"Deutschland stellt sich in der EU gern als Vorreiter in Sachen Klimaschutz dar, doch in der Praxis gibt es hierzulande eine direkte Bevorzugung des Flugverkehrs. Das ist bei unseren europäischen Nachbarn deutlich anders: Viele EU-Länder entlasten grenzüberschreitende Zug- und Bustickets von der Mehrwertsteuer und stellen sie als umweltfreundliche Alternative dem Flugverkehr wenigstens gleich", sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege. Die ungerechte Besteuerung sei auch ein Hindernis für den Aufbau eines dichten europäischen Nachtzugnetzes, das die Reisenden gerade in der Urlaubszeit sehr zu schätzen wüssten, bemängelte die Allianz pro Schiene. Die Summe, die dem deutschen Haushalt durch die Steuerbefreiung grenzüberschreitender Flüge entgeht, bezifferte die Allianz pro Schiene auf jährlich 4,8 Milliarden Euro.
"Reisende, die klimafreundlich mit Bus und Bahn mobil sein wollen, werden in Deutschland über die Mehrwertsteuer regelrecht bestraft", sagte Christiane Leonard, Hauptgeschäftsführerin des bdo, zu der Benachteiligung der beiden Verkehrsträger. "Im Interesse von Umwelt und fairen Marktbedingungen sollten diese gewaltigen Fehlanreize nach den Wahlen unbedingt überdacht werden", so Leonard weiter.
Für einen Schub hin zu mehr Umweltfreundlichkeit auch im innerdeutschen Tourismus forderte der Deutsche Tourismusverband (DTV) eine bessere Anbindung touristischer Regionen an die Verkehrsnetze. "Wenn Deutschland zum Auftakt der Sommerferien wieder einmal im Stau versinkt, ist es natürlich zu spät, um etwas zu bewegen. Der DTV fordert daher, dass frühzeitig etwa schon im Bundesverkehrswegeplan oder in den Nahverkehrsplänen der Länder besser auf die Bedürfnisse von Touristen geachtet wird", sagte DTV-Präsident Reinhard Meyer. "Wir müssen es dem Gast so leicht wie möglich machen, auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen. Das schaffen wir zum Beispiel mit umsteigefreien Fernverbindungen mit der Bahn oder indem wir den Fernlinienbus in die Verkehrskonzepte der Kommunen einbinden", sagte Meyer. Nach einer autofreien Anreise müssten die Urlauber aber auch vor Ort mobil sein können. "Ein gelungenes Modell, um den Urlauber zum Umsteigen auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu motivieren, sind kommunal oder regional gültige Gästekarten, wie es zum Beispiel die KONUS-Gästekarte im Schwarzwald ist", sagte Meyer (Pressemeldung Allianz pro Schiene, Bdo, 20.07.17).

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Industrie

RechteckRheinCargo: Gemeinsames Projekt mit C. Thywissen im Hafen Neuss.

Im Hafenbecken 1 ist seit einigen Wochen eine neue Ölverladeanlage für pflanzliche Öle im Betrieb. Mit zwei vollständig voneinander getrennten Verladearmen kann die Ölmühle C.Thywissen Schiffe mit verschiedenen Ölsorten und Raffinaten schnell und zuverlässig beladen. Die Förderleistung liegt bei rund 300 m3/h. Dieses Projekt wurde gemeinsam von C. Thywissen und der RheinCargo geplant und umgesetzt. Die Projektkosten liegen bei rund 850.000 Euro.
Das Hafenbecken 1 wird nicht größer, die Schiffe aber länger und breiter. Vor der Inbetriebnahme der neuen Anlage hat sich die Be- und Entladung der Binnenschiffe bei C. Thywissen auf einen kleineren Uferbereich konzentriert. Dieses führte zu häufigen Umlegungen der Schiffe und damit zu hohen Aufwendungen für die Ölmühle und die Reedereien bzw. Schiffsführer.
Verfügbarkeit und Schnelligkeit sind wichtige Kriterien an die Unternehmen im Hafen und die RheinCargo. Ein wichtiger Schritt, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, ist die neue Verladestelle, die nun die Ölmühle C.Thywissen gemeinsam mit RheinCargo errichtet hat. Somit wird die bisherige Anlegersituation entzerrt und während Saatschiffe entladen werden, können gleichzeitig Schiffe mit Öl und Schrot beladen werden.
Im Mai 2017 ist diese Anlage eingeweiht worden. Besucher der Hafenpromenade kommen nun in den Genuss die Rheinschiffe noch näher zu begutachten und bei der Beladung zu beobachten. "Die Anlage sieht nicht nur interessant aus, sondern reduziert das notwendige rangieren der Schiffe auf engstem Raum erheblich. Sie macht weder Staub noch Lärm und fügt sich gut in das Bild rund um das Haus am Pegel ein", sagt Michael Fahnenbruck, der verantwortliche Betriebsleiter der Ölmühle. Das erste Schiff wurde mit 1.000 Tonnen Rapsöl beladen. Ihr Ziel war Marl. Dieses Binnenschiff ersetzte 40 LKWs und reduzierte damit den Verkehr auf der Straße.
Die Binnenschifffahrt ist unersetzlich für die Logistik in Deutschland und leistet einen wichtigen Beitrag zur Einhaltung der Ziele in der deutschen Klima-Bilanz. Darüber hinaus verfügt die Anlage über die neuesten Sicherheitsstandards, wie ein Bereichswarnsystem in Verbindung mit einer Nottrennkupplung. Das Ganze wird vollautomatisch über ein Prozessleitsystem gesteuert.
"Wir freuen uns über diese neue innovative Umschlaganlage, die die schiffsseitige Logistik optimiert und unserem Kunden C. Thywissen am Standort Neuss einen weiteren Wettbewerbsvorteil beschert. Unternehmen, die im Hafen produzieren und ihre Rohstoffe sowie Halb- oder Fertigprodukte über Schiff und Bahn transportieren, stärken im hohen Maße den Wirtschafts-standort Neuss", so Jan Sönke Eckel, Geschäftsführer der RheinCargo (Pressemeldung Rheincargo, 20.07.17).

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Aus den Ländern

RechteckBW: DB Regio schult Lokführer auf neuen Fahrzeugen
Ab Dezember 2017 wird DB Regio Baden-Württemberg im Auftrag des Landes mit fabrikneuen Zügen ein neues Verkehrsangebot auf die Gäubahn zwischen Stuttgart und Singen sowie auf die Murrbahn zwischen Stuttgart und Crailsheim bringen. Grundlage dafür ist der Verkehrsvertrag mit dem Land Baden-Württemberg für beide Strecken bis zum Jahr 2025.
Die Vorbereitungen für den Betriebsstart laufen bereits: Im Sommer absolvieren über 100 Lokführer ihre jeweils sechstägigen Schulungen auf den neuen Triebzügen. Während der Ausbildungszeit stehen die Triebfahrzeugführer für den regulären Bahnbetrieb nicht zur Verfügung.
DB Regio hat sich daher in Abstimmung mit dem Stuttgarter Verkehrsministerium entschlossen, in den Sommerferien einzelne, weniger stark frequentierte Züge aus dem Fahrplan zu nehmen. Dies betrifft Züge, die von Montag bis Freitag verkehren und für die es innerhalb kurzer Zeit alternative Verbindungen gibt. Die Bahnkunden haben so eine verlässliche Grundlage für ihre Reiseplanung während der Sommerzeit.
DB Regio bittet die Kunden um Verständnis: "Mit den Ausbildungen während der Sommerferien versuchen wir, die Auswirkungen insbesondere für die Pendler, Studenten und Schüler möglichst gering zu halten." Sind die Schulungen abgeschlossen, gilt ab dem 11. September wieder der gewohnte Fahrplan. Die elektronische Fahrplanauskunft ist entsprechend angepasst; darüber hinaus wird auf den Bahnsteigen und in den Zügen auf den geänderten Fahrplan hingewiesen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 20.07.17).

RechteckBayern: Drei Netze, eine App für Bayerische Oberlandbahn und Regiobahn


Dr. Bernd Rosenbusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn und Regiobahn GmbH, sowie Anna Graser, Leiterin Kommunikation & Marketing der beiden Unternehmen. Foto Bayerische Oberlandbahn GmbH.
Mit dem Handyticket bequem reisen. Schon von unterwegs die Rückfahrt checken. Sich mit Push-Meldungen über eventuelle Verspätungen informieren lassen. Das alles und noch viel mehr bietet die neue mobile App der Bayerischen Oberlandbahn GmbH und der Bayerischen Regiobahn GmbH.
Pünktlich zu den Sommermonaten führen die Betreiber der Züge von Meridian, BOB und BRB eine mobile App ein, die es Fahrgästen ermöglichen wird, noch schneller an das gewünschte Ticket zu kommen und sich noch umfassender über eventuelle Fahrplanabweichungen zu informieren.
Auf einer Pressekonferenz am 19. Juli wurde der GoLive der App präsentiert. Seit diesem Tag ist die App "Meridian BOB BRB - Info & Tickets" auch gratis im Google Play Store und im App Store (iOS) erhältlich.
"Mit unserer mobilen App, die wir in allererster Linie für Fahrgäste geschaffen haben, die mit uns, also mit Meridian, BOB und BRB unterwegs sind, ist ein Meilenstein geschafft", freut sich Dr. Bernd Rosenbusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH und der Bayerischen Regiobahn GmbH. "Wir können mit der App noch schneller und zielorientierter informieren und Fahrgäste haben mit dieser einen App alles in der Hand, was sie für ihre täglichen Fahrten mit uns brauchen."
In Sekundenschnelle erhalten Fahrgäste so Abfahrtszeiten aller Bahnen und Busse in Bayern und können ihre Fahrt perfekt planen. Zu diesem Zweck greift die App auf ein System der Bayerischen Eisenbahngesellschaft mbH zu, das sogenannte "DEFAS" (Durchgängiges Elektronisches Fahrgastinformations- und Anschlusssicherungs-System). Über DEFAS können alle Nah- und Fernverkehrszüge in Bayern in Echtzeit beauskunftet werden. (Pressemeldung Bayerische Oberlandbahn GmbH, Bayerische Regiobahn GmbH, 20.07.17).

RechteckBerlin: Das große Baufinale am Ostkreuz beginnt
Nach rund zehn Jahren Bauzeit steht die Fertigstellung des rundum erneuerten Bahnhofs Ostkreuz bevor. Der wichtigste Umsteigepunkt im Osten Berlins wurde weitgehend unter laufendem Betrieb umgebaut. Wechselnde Provisorien hielten die Einschränkungen für Fahrgäste in einem erträglichen Rahmen.
In der nun beginnenden finalen Bauphase wird bis Ende 2018 sukzessive der Endzustand hergestellt. Neue Gleise, neue Weichen und neue Bahnsteige werden an der Warschauer Straße und am Ostkreuz an das S-Bahn-Netz angeschlossen. Zeitgleich findet in diesem Bereich die Prüfung und Inbetriebnahme des neuen elektronischen Zugsicherungssystems statt. Die Deutsche Bahn konzentriert einen wesentlichen Teil der Arbeiten auf die Sommerferien, da in diesem Zeitraum deutlich weniger Fahrgäste mit den rot-gelben Zügen unterwegs sind.
Ab Montag, 21. August, fährt nach fünfeinhalb Jahren auch wieder die Linie S3 von Erkner über die Stadtbahn bis Westkreuz. Alle Züge einer Richtung halten dabei in Ostkreuz und Warschauer Straße erstmals am selben Bahnsteig (Pressemeldung Deutsche Bahn, 20.07.17).

RechteckNRW: VRR vergibt S 28 erneut an Regiobahn
Der Vergabeausschuss des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) hat beschlossen, die S-Bahn-Linie S 28 weiterhin von der Regiobahn Fahrbetriebsgesellschaft mbH betreiben zu lassen. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 betreibt die Regiobahn auch den neuen Abschnitt zwischen Mettmann und Wuppertal und setzt erste neue Fahrzeuge ein. Ab Dezember 2021 erhält die Regiobahn einen neuen Verkehrsvertrag mit einer Laufzeit von 15 Jahren bis Ende 2036 für die gesamte Strecke von Wuppertal bis Kaarst und setzt dann ausschließlich neue Fahrzeuge auf der Linie S 28 ein.
Dem alten und neuen Betreiber wird künftig sowohl eine leistungsstarke neue Fahrzeugflotte als auch eine neue Infrastruktur mit neuen Bahnsteigen und Elektrifizierung zur Verfügung stehen. Zehn neue Fahrzeuge der Stadler Pankow GmbH im Regiobahn-Design werden auf der S 28 unterwegs sein. Die Züge entsprechen in Ausstattung und Technik den Anforderungen eines Ballungsraumes an einen modernen Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Bei den neuen Fahrzeugen handelt es sich um elektrische Triebzüge vom Typ Flirt3XL, die sich mit 180 Sitzplätzen, überbreiten Türen, sogenannten Drängelräumen im Einstiegbereich und großzügigen Mehrzweckbereichen insbesondere für S-Bahn-Verkehre mit einem hohen Fahrgastaufkommen und häufigem Fahrgastwechsel eignen. Die Fahrzeuge werden über die gesamte Vertragslaufzeit durch Stadler in Mettmann gewartet und instand gehalten und der Regiobahn für den Betrieb zur Verfügung gestellt.
"Fahrgäste entlang der Strecke profitieren zukünftig von einer direkten Verbindung von Mettmann nach Wuppertal. In Verbindung mit den modernen Fahrzeugen und einer nachfrageorientierten Taktung ist dies ein weiterer Schritt hin zu einem qualitativ hochwertigen und bedarfsgerechten S-Bahn-Verkehr in der Region", so Martin Husmann, Vorstandssprecher des VRR über die Vergabeentscheidung.
Ab Dezember 2019 wird die S 28 ab dem heutigen östlichen Endpunkt Mettmann Stadtwald bis zum Wuppertaler Hbf verlängert. Damit der neue Streckenabschnitt wie geplant in Betrieb genommen werden kann, wird derzeit die Infrastruktur angepasst. Ab Mettmann Stadtwald bis Dornap-Hahnenfurth werden die bereits vorhandenen Schienen zweigleisig auf der bestehenden Trasse erneuert und anschließend entlang der B7 komplett neu errichtet. Vor Wuppertal-Vohwinkel erreicht der neue Streckenabschnitt dann die vorhandene Strecke von Wuppertal nach Essen. Vorgesehen ist, dass auf dem neuen Teilstück der zusätzliche Haltepunkt Hahnenfurth-Düssel errichtet wird. Auf Wuppertaler Stadtgebiet wird die Linie S 28 die Halte in Vohwinkel, am Zoo, in Steinbeck und am Hauptbahnhof bedienen.
Die S28 verkehrt dann auf der gesamten Strecke im bekannten 20-Minuten-Takt bzw. 30-Minuten-Takt abends und am Wochenende. In Wuppertal-Vohwinkel ensteht ein attraktiver Verknüpfungspunkt zwischen den S-Bahn-Linien S 8, S 9 und S 28 sowie den RE-Linien RE 4 und RE 13 sowie zur Linie RB 48.
Das gesamte Streckennetz der S 28 zwischen Kaarst und Wuppertal wird in den nächsten Jahren elektrifiziert, sodass die heutigen Dieselfahrzeuge mit Ende des laufenden Verkehrsvertrages im Dezember 2021 komplett durch umweltfreundlichere und leisere Elektrofahrzeuge ersetzt werden können.
Gleichzeitig werden die Stationen entlang der S28 mittelfristig auf eine einheitliche Bahnsteighöhe von 76 Zentimetern gebracht. Damit leistet der VRR einen wichtigen Beitrag, um allen Fahrgästen, insbesondere mobilitätseingeschränkten Personen, einen niveaugleichen und somit barrierefreien Einstieg in die Fahrzeuge zu ermöglichen. Zudem sind in den kommenden Jahren Bahnsteigabsenkungen im Rahmen der Modernisierungsoffensive 3 (MOF 3) für die Halte in Düsseldorf "Völklinger Straße" und "Friedrichstadt", in Neuss am "Rheinpark Center" und "Am Kaiser" sowie in Wuppertal-Vohwinkel vorgesehen (Pressemeldung VRR, 20.07.17).

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LOK Report

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckÜberführung SOEG-Ferienwagen



Am 19.07.17 fand die Überführung eines der beiden zum "SOEG-Ferienwagen" umgebauten Schmalspurwagen nach Oybin statt. Grund der Fahrt war eine probeweise Aufstellung des Wagens, um zu überprüfen ob alle Anschlüsse am zukünftigen Standort passen.
Bei den umgebauten Wagen handelt es sich um die ehemaligen sogenannten Theaterwagen. Einer diente länger in Oybin als Veranstaltungsort für Theatervorstellungen, der andere Wagen war einige Zeit mit einer Vollreklame für das Zittauer Stadttheater auf den Gleisen der SOEG unterwegs (Andrè Hohlfeld & Silvio Seibt, 20.07.17).

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Bahnberufe

Mit der Kamera notiert

RechteckErfurt 2


Über das Wochenende konnten folgende Loks um Erfurt gesichtet werden. RHC 185 586, 215 086, TRG 241 697, 218 272, und TX ES 64 U2-029 (Sven Molle, 20.07.17).

RechteckIlsenburg

Wie der Lok-Report bereits berichtete, wird im Vorharz weiterhin Ilsenburg von Oker aus durch DB Cargo bedient. Zum Einsatz kommen Braunschweiger V90 oder Gravita. Am Vormittag des 19. Juli 2017 konnte Sebastian Bollmann die 261 071 mit der Leistung, die aktuell wohl neben mittwochs auch montags und freitags verkehrt, vor Ilsenburg aufnehmen (Sebastian Bollmann, 20.07.17).

RechteckPetrohrad




Am 17. Juli fuhr ich mit dem Zug über Pilsen nach Blatno u Jesenice und mit dem Regionalbus nach Petrohrad (Petersburg in Böhmen). Am Bhf Kaznějov (KBS 160 Plzeň/Pilsen-Žatec/Saaz) gab es am Bü einen Unfall zwischen dem Schnellzug Most (Brüx) - Plzeň von Gw Train Regio und einem kleinen LkW. Mein Schnellzug nach Blatno u Jesenice wurde zwischen Plzeň und Kaznějov durch SEV mit 72 (!) Minuten Verspätung ersetzt. Vor dem Bhf Blatno u Jesenice verläuft die Kreisgrenze. Der bahnunfreundliche Kreis Ústí nad Labem (Aussig) ersetzte im Jahre 2006 alle Regionalzüge (RB-Os) zwischen Žihle und Žatec západ (Saaz-West) durch Regionalbussen. Im Bhf Petrohrad (Petersburg) hält zur Zeit nur ein (!) Zugpaar morgens früh und abends. Das Bahnhofstgasthaus wurde natürlich auch bis in die Ewigkeit geschlossen.
Der Bhf Petrohrad ist bewohnt, und eine touristenfreundliche Frau kochte mir einen türkischen Kaffe. Sie hat am Bahnhof auch einen kleinen Gemüsegarten mit Gurken, Kohlrabi und Möhren eingerichtet.
Die Stecke Plzeň - Žatec hat ESTW im Bhf Blatno, der Fahrdienstleiter in Petrohrad ist schon lange Vergangenhait. Von Petrohrad ging ich durch den englischen Park zum Schloß (bis 1945 Familie Grafen Czernin, heute Psychiatrisches Krankenhaus). Im Lebensmittel-Geschäft am Markt trank ich eine Flasche Budweiser. Aus Petrohrad ging ich zur Ruine Petersberg - mit der ehemaligen Czernin-Kapelle und einem Ausichtsturm - und zum Bhf Jesenice (Jechnitz, KBS 161).
Die Fotos zeigen SEV vor Bhf Plzeň hl.n., den Bhf Kaznějov mit Umstieg BUS/Zug, den Bhf Blatno u Jesenice, den Bhf Petrohrad, Schloß Petrohrad, das Grab des Forstmeisters Kholl 1873-1923 im Kirchhof Petersburg, Waldsteine zbd die Ausicht der Petersburgruine (Martin Kubík, 20.07.17).

RechteckPlauen




Plauen ist eine der Kleinstädte, die noch eine eigene Straßenbahn haben. In Plauen fällt auf, dass die Bahnen sehr gepflegt sind. Außen wie im Fahrgastraum sehr sauber und fast neuwertig, präsentieren sich die in Tschechien gebauten KT4D und die in Bautzen gebauten MGTK Niederflurwagen.
Das gesamte Straßenbahnnetz kann man bequem in 3 1/2 Stunden abfahren. Besonders angenehm ist das freundliche kompetente Personal der Plauener Straßenbahn. Ein Besuch der Stadt Plauen lohnt sich (JKHalle Verkehrsfotografie - Jan Krehl, 20.07.17).

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IGE Werrabahn Eisenach e.V.

Europa

RechteckNiederlande: Stadler gewinnt Service-Auftrag und baut neues Depot in Hengelo
Am 18. Juli 2017 hat das niederländische Nahverkehrsunternehmen Syntus den Auftrag für die Instandhaltung von 16 Stadler-FLIRT an Stadler vergeben. Die Laufzeit des Service-Vertrages beträgt 15 Jahre. Stadler investiert für die Instandhaltung der Fahrzeuge in ein neues Depot in Hengelo.
Für 16 Schienenfahrzeuge des Typs Stadler-FLIRT übernimmt Stadler die Instandhaltungsarbeiten von 2017 bis 2032. Das niederländische Nahverkehrsunternehmen Syntus hat die elektrischen Niederflurtriebzüge FLIRT im Januar 2016 Stadler in Auftrag gegeben. Derzeit befinden sich die Fahrzeuge auf Testfahrten zwischen Amersfoort und Zwolle und verkehren künftig im Regionalverkehr auf der Strecke zwischen Zwolle-Kampen/Enschede. Der kommerzielle Betrieb wird per Dezember 2017 aufgenommen. Stadler Service Nederland wird ab diesem Zeitpunkt die umfassende Instandhaltung übernehmen.
Damit eine hohe Verfügbarkeit der Fahrzeugflotte während des ganzen Jahres sichergestellt wird, baut Stadler ein neues Depot in Hengelo und beschäftigt dort fünf Personen. Sämtliche Service-Arbeiten werden von Stadler-Mitarbeitenden ausgeführt, die mit den Fahrzeugen vertraut sind und einen schnellen und kosteneffizienten Einsatz gewährleisten. Mit diesem Standort baut Stadler seine Serviceaktivitäten in den Niederlanden weiter aus.
Die neun dreiteiligen und sieben vierteiligen 1.5-kV-FLIRT-Triebzüge für Syntus bieten höchsten Komfort mit Luftfederung, einladender Sitzanordnung und Klimaanlage. Die Fahrzeuge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Mit dem FLIRT bietet Stadler ein bewährtes, modernes und wirtschaftliches Fahrzeug für den erfolgreichen Einsatz im öffentlichen Verkehr (Pressemeldung Stadler, 20.07.17).

RechteckSchweden: Containerwagen SGNSS aus dem Verkehr gezogen
Nachdem ein Containertragwagen am 17.05.17 bei Bålsta zwischen Stockholm und Västerås innerhalb eines von Tågab gefahrenen Güterzuges durchgeknickt und fast in zwei Hälften zerbrochen war, musste dieser über ganz Europa verteilte Wagentyp außer Betrieb genommen werden. Die Containerzüge sind mit Dachziegeln in Richtung Norwegen und auf dem Rückweg mit Sand zur Herstellung von Dachziegeln beladen, das heisst, sie fahren meist unter maximaler Beladung.
Wie das schwedische Lokführerforum Lokforaren berichtet, hat Tågab (Tågåkeriet i Bergslagen AB) 56 dieser 2008 in Rumänien gebauten Wagen vom Typ SGNSS im Betrieb. Alle Wagen wurden nun aus dem Verkehr gezogen, nachdem eine Ultraschallprüfung Mängel an den Schweißnähten der Rahmenlängsträger für 80 % der Wagen ergeben hat. Auch das polnische Wirtschaftsportal WNP erwähnt den Vorfall und spricht von Wagen des Herstellers Meva SA mit Sitz in Drobeta Turnu Severin.
In einem Brief an die Transportbehörde Transportstyrelsen äußerte Tågab große Besorgnis über das Ausmaß der Mängel. "Wir haben unbestätigte Informationen, dass 600 Waggons in der gleichen Charge produziert wurden. Dies bedeutet, dass Wagen mit ähnlicher Verarbeitung auf dem gesamten Normalspurnetz in Europa rollen." Tågab spricht von Mängeln in der Schweißtechnik und bei der Qualitätskontrolle.
Transportstyrelsen hat inzwischen die anderen Sicherheitsbehörden in Europa und die Aufsichtsbehörden der EU informiert. In einer vom Eisenbahnbundesamt (EBA) erhaltenen Antwort ist von 50 betroffenen Wagen die Rede.
Auch der deutsche Wagenvermieter VTG besitzt viele von SGNSS-Wagen dieses Typs, die zur gleichen Zeit in Rumänien hergestellt wurden. Mehrere schwedische Bahnbetreiber haben diese in Betrieb, einschließlich Hector Rail und Green Cargo. Hector hat ein externes Unternehmen mit der Untersuchung der Wagen beauftragt. Green Cargo hat 50 Wagen aus der laufenden Produktion im Betrieb. Unter anderen werden diese Wagen für Volvo-Züge von Olofström nach Gent und Göteborg eingesetzt. Green Cargo hat eine Garantie von VTG, dass ihre Wagen fehlerfrei sind (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Lokforaren, WNP, 20.07.17).

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