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LOK Report – News von Dienstag, 20.06.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

HGK: Erfolgreiches Geschäftsjahr
trotz weniger Bahngüterverkehr

Absatzlinie
Ausschreibung S-Bahn München
Absatzlinie
Dr. Frank Nägele wird neuer
Staatssekretär in Niedersachsen

Absatzlinie
Weißeritztalbahn rollt
wieder bis Kipsdorf

Absatzlinie
Wirtschaftskammer und Städte-
bund fordern weiter Direktvergabe

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Thomas Splittgerber

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckDeutsche Bahn: Schäden durch Vandalismus führten zu Einschränkungen
Seit dem frühen Morgen des 19.06.16 waren in einigen Regionen Deutschlands der Zugverkehr nach Kabelbränden eingeschränkt. Die behördlichen Ermittlungen vor Ort sind inzwischen abgeschlossen, so dass Techniker der Deutschen Bahn nun mit Hochdruck daran arbeiten, die Schäden zu beseitigen.
Im Großraum Leipzig/Dresden wurde im Laufe des Nachmittags der Betrieb nach und nach wieder aufgenommen. Das galt auch für die ICE- und Intercity-Linien auf dem Abschnitt Leipzig–Dresden und den Intercity-Verkehr auf der Linie Hamburg–Berlin–Dresden–Prag.
Auf der Strecke Hamburg–Lübeck stand seit Mittag wieder ein Gleis zur Verfügung. Voraussichtlich am Dienstagmittag wird die Strecke wieder zweigleisig befahrbar sein.
In Nordrhein-Westfalen ist der Abschnitt Bochum – Dortmund wieder vollständig in Betrieb. Zwischen Köln und Düsseldorf sollte es bis zum späten Nachmittag noch Einschränkungen geben.
In Berlin wurden Stromkabel im S-Bahnhof Treptower Park beschädigt. Seit 14.30 Uhr konnte die S-Bahn auf dem Stadtring wieder im gewohnten 5-Minuten-Takt fahren. Lediglich der Abschnitt Baumschulenweg – Treptower Park wird noch bis voraussichtlich Dienstagabend gesperrt bleiben. Reisende können hier auf andere Nahverkehrsmittel ausweichen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 20.06.17).

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Bahnberufe

Industrie

RechteckDeutsche Bahn: DB Schenker bringt 100.000 Tonnen Kraftwerksteile nach Ägypten
Endspurt für einen Mega-Auftrag: Insgesamt 100.000 Tonnen mit 400.000 Kubikmetern Fracht für den Bau eines der größten Gaskraftwerke der Welt bringt DB Schenker im Auftrag der Siemens AG nach Ägypten. Dort entsteht in Burullus eines von insgesamt drei Siemens-Kraftwerken. Das erdgasbefeuerte Kraftwerk mit einer Kapazität von 4,8 Gigawatt wird mit acht Siemens Gasturbinen und vier Dampfturbinen ausgestattet.
Die verschiedenen Komponenten, wie Turbinen, Generatoren, Transformatoren und Kessel wiegen einzeln bis zu knapp 500 Tonnen; für jedes der drei Kraftwerke müssen insgesamt 248 dieser schweren Teile angeliefert werden.
Diese Bauteile aus Europa und den USA werden direkt zum Fischerhafen von Burullus verschifft. Die Komponenten aus Asien werden per Hochseeschiff zunächst nach Alexandria geliefert. Dort werden sie auf kleinere Küstenmotorschiffe umgeladen, die aufgrund ihres geringeren Tiefganges den rund 80 Kilometer entfernten Hafen von Burullus anlaufen können.
Um die schweren Teile dort ausladen zu können, hat DB Schenker entsprechende Vorarbeiten organisiert: der Tiefgang des kleinen Fischerhafens musste auf 5,50 Meter erweitert werden, der Kai musste verstärkt, entsprechende Zuwegungen und Zwischenlager¬flächen hergerichtet werden. Ein 600-Tonnen-Kran wurde aufgebaut, um die Einzelteile auf Tieflader zu verladen. Vom Hafen Burullus sind es lediglich noch 16 Kilometer bis zur Kraftwerksbaustelle.
Alle drei Kraftwerke gehen bereits seit Ende 2016 stufenweise ans Netz (Pressemeldung Deutsche Bahn, 20.06.17).

RechteckHGK: Erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 trotz weniger Güterverkehr per Bahn
Die Häfen und Güterverkehr Köln AG hat das Geschäftsjahr 2016 mit einem Rekordergebnis von 8,1 Millionen Euro abgeschlossen. Trotz einer schwierigen Marktsituation im Schienengüterverkehr und in der Binnenschifffahrt konnte die HGK ihre Erträge aus Beteiligungen steigern. Darüber hinaus wirkte sich der Verkauf von Grundstücken im Deutzer Hafen an die Stadtentwicklungsgesellschaft "moderne stadt" positiv auf die Bilanz aus.
Mit der Übernahme der neska-Gruppe Ende 2015 hat die HGK eine Reihe von Terminals und Niederlassungen am Rhein, aber auch an anderen Standorten in Deutschland erworben, die die bestehenden Geschäfte mit Binnenschiff und Bahn stärken. Das Jahr 2016 wurde dazu genutzt, die Organisation zu optimieren und die Angebote innerhalb der neska-Gruppe, aber auch im Zusammenspiel mit dem Binnenschifffahrtsunternehmen HTAG besser zu vernetzen.
"Damit hat die HGK ihre Geschäftsbasis erheblich verbreitert und ihren Weg zur Logistik- Holding konsequent weiter beschritten. Diese Diversifizierung erweist sich als hilfreich, um im Wettbewerb zu bestehen", betont HGK-Vorstandssprecher Horst Leonhardt. Sowohl die neska als auch die HTAG erzielten 2016 ein Ergebnis über Plan.
Nach Abzug aller Steuern beläuft sich das Jahresergebnis 2016 der HGK auf 8,1 Millionen Euro (Vorjahr: 3,3 Millionen). Damit wurde die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt.
Beim Hafenumschlag konnte trotz erneuter Beeinträchtigungen durch monatelanges Niedrigwasser auf dem Rhein ein überdurchschnittliches Wachstum erzielt werden. Die RheinCargo, das Gemeinschaftsunternehmen der HGK und der Neuss-Düsseldorfer Häfen, hat 2016 in den Häfen Köln, Neuss und Düsseldorf 28,0 Millionen Tonnen umschlagen – 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit legten die Häfen der RheinCargo deutlich stärker zu als der landesweite Durchschnitt in NRW (plus 1,8 Prozent).
Dagegen entwickelte sich der Eisenbahngüterverkehr in Deutschland 2016 rückläufig. Vor dem Hintergrund sich verschlechternder Rahmenbedingungen für die Schiene und scharfen Wettbewerbs durch den LKW aufgrund anhaltend niedriger Dieselpreise sank die von RheinCargo per Bahn transportierte Gütermenge um 4,2 Prozent auf 22,4 Millionen Tonnen. Insgesamt wurden in der HGK-Gruppe (RheinCargo, neska, HTAG) im vergangenen Jahr rund 71 Millionen Tonnen Güter transportiert und umgeschlagen. "Dabei setzen die Unternehmen in unserem Verbund vor allem auf klimafreundliche Logistik-Lösungen mit Binnenschiff und Bahn und leisten so einen erheblichen Beitrag zur Entlastung der Straßen und der Umwelt", erklärt HGK-Vorstandsmitglied Wolfgang Birlin.
Ein wichtiges Ereignis im Geschäftsjahr 2016 war die Veräußerung der Grundstücke der HGK im Hafen Köln-Deutz an die Stadtentwicklungsgesellschaft "moderne stadt". Damit ist der Weg für die vom Rat der Stadt Köln beschlossene Umwandlung des Deutzer Hafens zu einem neuen Stadtviertel bereitet. Der Umschlagbetrieb in Deutz wird Ende 2020 eingestellt, danach erfolgt die städtebauliche Entwicklung des Areals. Mit dem Verkauf eröffnet die HGK der wachsenden Stadt Köln die Möglichkeit, in bester innerstädtischer Lage ein völlig neues Quartier zu schaffen, in dem künftig tausende Menschen wohnen und arbeiten werden. Die Erträge aus dem Verkauf der Grundstücke fließen der HGK bis in das Jahr 2022 zu. (Pressemeldung HGK, 20.06.17).

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IGE Werrabahn Eisenach e.V.

Aus den Ländern

RechteckBayern: Ausschreibung S-Bahn München
Die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) hat im Amtsblatt der Europäischen Union die Wettbewerbliche Vergabe der Schienenpersonennahverkehrsleistungen der S-Bahn München ("1. MSBV") ausgeschrieben (2017/S 115-231852).
Die durch die Auftraggeber zu vergebenden Leistungen umfassen den fahrplanmäßigen Betrieb auf dem Netz der S-Bahn München. Die Leistungen werden sich in der ersten Betriebsstufe voraussichtlich aus folgenden derzeitigen Linien zusammensetzen:
- KBS 999.1 (S 1),
- KBS 999.2 (S 2),
- KBS 999.3 (S 3),
- KBS 999.4 (S 4),
- KBS 999.6 (S 6),
- KBS 999.7 (S 7/S 20),
- KBS 999.8 (S 8).
Der Vertrag endet vsl. frühestens zum Ende des Fahrplanjahres 2027 und spätestens zum Ende des Fahrplanjahres 2034. Die exakte Laufzeit des Vertrages wird Gegenstand der Verhandlungen sein. Mit Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke (voraussichtlich im Dezember 2026) wird es eine zweite Betriebsstufe mit deutlich ausgeweitetem Betriebsprogramm und Liniennetz geben. Die Einzelheiten und die detaillierte Ausgestaltung der zweiten Betriebsstufe stehen derzeit noch nicht fest. Die Verkehrsleistungen haben zu Beginn der ersten Betriebsstufe einen Umfang von ca. 21,3 Mio. Zugkm/Jahr. Der abzuschließende Verkehrsdurchführungsvertrag wird als "Brutto-Vertrag" ausgestaltet, d. h. der Auftraggeber trägt das Risiko der Entwicklung der Fahrgeldeinnahmen.
Für die Erbringung der Verkehrsleistungen ist zunächst der Einsatz von Gebrauchtfahrzeugen mit einem Baujahr ab 1993 zugelassen. Während der Laufzeit des Verkehrsdurchführungsvertrags sind durch das ausgewählte Verkehrsunternehmen Neufahrzeuge zu beschaffen. Die Einzelheiten der Beschaffung der Neufahrzeuge werden Gegenstand der Verhandlungen sein.
Der Auftraggeber beabsichtigt (vorbehaltlich einer Abstimmung mit der Finanzverwaltung), die für die Beschaffung der Neufahrzeuge erforderliche Finanzierung zu organisieren und dem ausgewählten Verkehrsunternehmen beizustellen. Am Ende der Laufzeit des Verkehrsdurchführungsvertrags werden die beschafften Neufahrzeuge im Rahmen der Vergabe des Folgeauftrags ("2. MSBV") allen interessierten Bewerbern zur Nutzung zur Verfügung stehen (Quelle EU-Ausschreibung, 20.06.17).

RechteckNiedersachsen: Dr. Frank Nägele wird neuer Staatssekretär
Dr. Frank Nägele wird neuer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. Das hat heute Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Olaf Lies, in Hannover verkündet.
Minister Olaf Lies: "Ich freue mich sehr, mit Herrn Dr. Frank Nägele einen ausgewiesenen Verwaltungsexperten und erfahrenen Staatssekretär für mein Haus gewonnen zu haben. Dr. Frank Nägele wird bereits kommende Woche seine Arbeit aufnehmen. Mit dieser Personalentscheidung werden wir die fachlichen Themen unseres Hauses, aber auch die Aufarbeitung der Vergabethematik konsequent vorantreiben."
Frank Nägele ist seit 2012 Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein. Der 53-jährige Verwaltungswissenschaftler bringt auch Erfahrung aus der Bundespolitik mit; acht Jahre lang hat er als Referatsleiter im Bundeskanzleramt gearbeitet, zuletzt als stellvertretender Gruppenleiter für Finanzpolitik.
"Ich freue mich auf meine neue Aufgabe", so Frank Nägele. "Olaf Lies und ich habe bereits in der Vergangenheit einige Dinge für den Norden gemeinsam bewegt. Jetzt werden wir es Seite an Seite für Niedersachsen tun."
Das Kabinett wird Dienstag kommender Woche über die Personalie entscheiden (Quelle EU-Ausschreibung, 20.06.17).

RechteckNRW: Projektbeteiligung Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen
Am 14. Juni tagte zum 14. Mal der Projektbeirat für die Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen. Die Mitglieder des Projektbeirates haben sich über aktuelle Entwicklungen im Projekt informiert.
Zunächst berichteten die Projektverantwortlichen über die Gespräche zum Rettungskonzept: In einem transparenten und parteiübergreifenden Verfahren wurde eine tragfähige Lösung über das ganzheitliche Rettungskonzept an der Ausbaustrecke erarbeitet. Das ganzheitliche Rettungskonzept regelt die gemeinsame Lösung zu den Forderungen der Kommunen und Feuerwehren zur Versorgung und Zuwegungen entlang der Strecke. Am 13. März haben Vertreter der sieben Anrainerkommunen, Frau Bundesministerin Hendricks, der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Herr Groschek sowie der DB-Vorstand für Infrastruktur Herr Pofalla sich auf diese Lösung geeinigt. Im nächsten Schritt wird das Rettungskonzept in die laufenden Planfeststellungsverfahren eingebracht.
Möglich war dieser Erfolg auch, weil sich alle Beteiligten gleichermaßen einbringen konnten und  sich eingebracht haben. Nur so konnte gewährleistet werden, dass die verschiedenen Optionen genügend Raum in der Diskussion erhalten. 
Die teilnehmenden Bundestagsabgeordneten und der Vertreter der Kommunen brachten den unlängst veröffentlichten Niederrheinischen Appell in die Diskussion ein. Es wurde vereinbart, zu allen noch offenen Punkten konstruktive Gespräche zwischen den Kommunen und der Deutscher Bahn während der laufenden Verfahren weiterzuführen und damit auch die bestehenden Dialoge mit den Bürgerinitiativen fortzusetzen.
In den Planfeststellungsverfahren haben derzeit zehn von zwölf Erörterungsterminen stattgefunden. Der Erörterungstermin in Emmerich (PFA 3.4) beginnt am 20. Juni. Der noch nicht terminierte Erörterungstermin in Emmerich-Elten (PFA 3.5) bildet den Abschluss der Anhörungen. Im Anschluss werden die Planfeststellungsbeschlüsse sukzessive für die einzelnen Abschnitte erwartet. 
Aktuelle Baumaßnahmen finden derzeit in Oberhausen statt. Die Bauarbeiten zur Bahnübergangsbeseitigung an der Rosa-/Rothofstraße in Oberhausen begannen mit dem Spatenstich im Januar. Seit Mai wird nun auch an den Eisenbahnüberführungen Rhein-Herne-Kanal und Lindnerstraße gearbeitet.
Der Projektbeirat besteht aus Vertretern des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, des Eisenbahn-Bundesamtes, der DB AG, regionalen Bundestagsabgeordneten, Vertretern des kommunalen "Arbeitskreises Betuwe", der Niederrheinischen IHK Duisburg sowie einem Vertreter der Bürgerinitiativen. Auch nahmen Vertreter der kommunalen Feuerwehren teil (Pressemeldung Deutsche Bahn, 20.06.17).

RechteckMecklenburg-Vorpommern: Bürgerbahnhof Grevesmühlen eingeweiht
Am Montag, 19. Juni 2017, wurde feierlich der Bürgerbahnhof Grevesmühlen (Landkreis Nordwestmecklenburg) eingeweiht. Das als besonders erhaltenswert eingestufte ehemalige Bahnhofshauptgebäude wurde umfassend, denkmalgerecht und barrierefrei saniert – und ist künftig weit mehr als ein Bahnhof: Es dient vor allem als Kinder- und Jugendzentrum mit Kultursaal für öffentliche und private Veranstaltungen. Das Haus beherbergt Proberäume sowie Räume für soziale Dienstleistungen. Aber auch ein Bistro, in dem Bahnfahrkarten verkauft werden, ein öffentliches WC und ein Wartebereich sind entstanden.
"Kurz: Das ist ein Haus für alle, für Jung und Alt, für Reisende, Gäste und Einheimische", sagt Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern und lobt: "Der Bürgerbahnhof Grevesmühlen ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie alte Bahnhofsgebäude sinnvoll genutzt werden können. Möglich war dies, weil alle Beteiligten - von Stadt und Land über die Planer und bauausführenden Firmen bis hin zu den künftigen Nutzern - an einem Strang gezogen haben."
Das Land und der Bund haben das Vorhaben mit etwa 1,15 Millionen Euro aus der Städtebauförderung für den Wiederaufbau des Dachstuhls und die Dachdeckung, die Sanierung historischer Fliesen und Gusssäulen sowie den Innenausbau unterstützt. Hinzu kamen rund 480.000 Euro aus Fördermitteln des Öffentlichen Personennahverkehrs. Die Bauzeit betrug gut zweieinhalb Jahre (Pressemeldung Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, 20.06.17).

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RechteckSachsen: Weißeritztalbahn rollt wieder bis Kipsdorf
Deutschlands dienstälteste Schmalspurbahn rollt wieder von Freital-Hainsberg durch den Rabenauer Grund bis in den Kurort Kipsdorf im Osterzgebirge. Sachsens stellvertretender Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Martin Dulig durchschnitt heute gemeinsam mit Vertretern des Landes und der Kommunen in Dippoldiswalde das Band für die Inbetriebnahme des oberen Abschnitts der Bahn. Fast genau 15 Jahre nachdem das August-Hochwasser 2002 einen Großteil der Strecke zerstört hatte, und neun Jahre nach der Wiedereröffnung des unteren Abschnitts ist die 26 Kilometer lange Strecke nun wieder komplett.
"Bund und Freistaat haben in den Wiederaufbau gut 40 Millionen Euro investiert, davon rund 17 Millionen in den heute eingeweihten Abschnitt", betont Martin Dulig. "Damit unterstreichen wir unser Bekenntnis zu Pflege und Erhalt der historischen Bahnen." Im Zuge der gut einjährigen Bauarbeiten entstanden zwei neue Brücken, fünf bestehende wurden saniert. Insgesamt wurden über 19 Kilometer Gleise auf 11.000 Tonnen Schotter verlegt. Zehn Gebäude entlang der Strecke wurden denkmalgerecht saniert.
"Insbesondere die Bevölkerung entlang der Strecke hat sich für den Wiederaufbau der Weißeritztalbahn stark gemacht", sagte Michael Geisler, Landrat des Landkreises Sächsische Schweiz – Osterzgebirge. "Der Wiederaufbau ist für die Bürger ein deutliches Zeichen, welch hohen Stellenwert die Schmalspurbahn für die Region hat." Die Strecke gilt durch ihre landschaftliche Vielfalt als eine der schönsten Strecken Deutschlands. Im vergangenen Jahr waren rund 145.000 Fahrgäste mit der Bahn unterwegs.
Zukünftig sind täglich planmäßig zwei Zugpaare zwischen Freital-Hainsberg und Kurort Kipsdorf unterwegs, ein drittes Zugpaar zur Mittagszeit fährt zwischen Freital und Dippoldiswalde. An 16 Tagen mit besonders hoher Nachfrage, wie Himmelfahrt, Pfingsten oder zum Schmalspurbahn-Festival, werden zwei Züge eingesetzt. Diese Leistungen werden vom Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) bestellt. Die SDG – Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft betreibt den Zugverkehr auf der Strecke (Pressemeldung VVO, 20.06.17).

RechteckSchleswig-Holstein: Stadtverkehr Eckernförde rüstet seinen Fuhrpark auf
Vier nagelneue Scania-Busse hat der Stadtverkehr Eckernförde in der vergangenen Woche in Empfang genommen. Die modernen Fahrzeuge bringen eine ganze Reihe Verbesserungen für die Fahrgäste mit: Sie sind komplett niederflurig und haben einen größeren Mehrzweckbereich, damit Rollstuhlfahrer, Fahrgäste mit Kinderwagen oder Rollatoren besser Platz finden. Die Route und die nächsten Haltestellen können die Fahrgäste nun auf TFT-Monitoren sehen – bald auch mit Echtzeitinformationen. Die ebenfalls neuen Haltestellen-Ansagen kommen von der NDR-Sprecherin Maja Herzbach.
Die neuen Busse sind übrigens auch von außen echte Hingucker: Der komplette Fuhrpark des Stadtverkehrs ist jetzt im NAH.SH-Design gestaltet. Die neuen Scania-Busse ergänzen drei IVECO-Busse, die schon länger im Einsatz sind. NAH.SH wünscht dem Stadtverkehr gute Fahrt mit der neuen Flotte (Pressemeldung NAH.SH, 20.06.17).

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Tanago

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckSofazügle



Am Sonntag war die GES Stuttgart mit ihrem Dampfzug auf der Tälesbahn zwischen Nürtingen und Neuffen unterwegs, mit Zubringer von Ludwigsburg über Esslingen und Plochingen. Gezogen wurde das Sofazügle, das drei mal zwischen Nürtingen und Neuffen pendelte, von der Dampflok 50 2988 der DSB und das bei herrlichem Sommerwetter (Harald Becker, 20.06.17).

RechteckVolldampfin Nordböhmen



Am letzten Sonnabend war ein ČSD-Nostalgiezug zwischen Kořenov/Grünthal bzw. Polaun im Isergebirge und Harrachov/Harrachsdorf im Riesengebirge mit mehreren Pendelfahrten unterwegs. Zum Einsatz kam die Dampflokomotive 354.7152 von der Herkules KHKD s. r. o. aus Praha/Prag. Zur Mittagszeit wurde mit einer kurzen Aufwartung der einhundertjährige Geburtstag (100 LET PARNY LOKOMOTIVY354.7152 " SEDMA") der in der Monarchie Österreich-Ungarn gebauten Maschine vor dem Lokschuppen in Kořenov begangen (Heinz Seyfert, 20.06.17).

RechteckWiederereöffnung Weißeritztalbahn


Am Samstag, den 17.6.2017, fand die Wiedereröffnung der Strecke der Weißeritztalbahn zwischen Dippoldiswalde und Kurort Kipsdorf statt. Alle drei Einsatzloks des aus Freital-Hainsberg konnten fotografiert werden: 99 1734-5, 99 1793-1 und 99 1777-5. Der Eröffnungszug P 6000 wurde mit 99 1734-5 und 99 1793-1 gefahren. Auf dem Foto sind von links nach rechts zu sehen:
• Thomas Paul, Bürgermeister Rabenau
• Roland Richter, SDG
• Dr. Steffen Henkel, Landesbeauftragter für Eisenbahnaufsicht Sachsen
• Andrea Dombois, Vizepräsidentin des Sächsischen Landtags
• Jens Peter, Oberbürgermeister Dippoldiswalde
• Uwe Rumberg, Oberbürgermeister Freital
• Martin Dulig, stellv. Ministerpräsident Sachsens und Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
• Thomas Kirsten, Bürgermeister Altenberg
• Michael Harig, Landrat des Landkreis Bautzen und Vorsitzender des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberelbe Verkehrsverbund Oberelbe (Thomas Splittgerber, 20.06.17).

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Farrail Tours

Mit der Kamera notiert

RechteckHennigsdorf

Etwas verlassen wirkte der FLIRT 429 107-6 im ansonsten leeren Güterbahnhof von Hennigsdorf bei Berlin. Bei den vielen Aufschriften weiß man nicht gleich, wofür er bei DB-Regio Südwest nun eigentlich unterwegs ist ... (Andreas Bogott, 20.06.17).

RechteckNatobahn Minden-Nienburg (Teil 2)


Auf der Natobahn Minden - Nienburg finden derzeit mit Rollbahn-Umleitungen im Fernverkehr sowie planmäßiger und umgeleiteter Güterverkehr statt.
• E 186 218 (2826), Einfahrt Windheim, 10.06.17
• 101 139-4 vor IC 2411, Einfahrt Windheim, 10.06.17
• 155 103-5 Cargo Logistik Rail Service, Frille zwischen Minden u. Petershagen-Lahde, 15.06.17 und nochmal der
• Freitags-PbZ 2451, 115 350-1 mit Bimz, am 16.06.17, Ausfahrt Petershagen-Lahde (Dr. Jochen Christoph, 20.06.17).

RechteckSteiermärkische Landesbahnen


Seit 2003 betreiben die Steiermärkischen Landesbahnen (STLB) das Terminal Graz Süd das Cargo Center Graz. In Werndorf – südlich der Landeshauptstadt – liegt das gut ausgelastete Container Terminal mit über 17 km Gleisanlagen und mehr als 50 Weichen. Die STLB verfügen an diesem Standort auch über eigene Werkstätten- Anlagen. Auf den Gleisanlagen finden sich Lokomotiven der Baureihe V 100 in der Ost- und West-Version. Daneben finden sich auch Einzelstücke aus österreichischer und DDR-Produktion.
• Das neueste Pferd im Stall der Steiermärkischen Landesbahnen ist die von Alstom in Stendal gelieferte 203XT mit der Betriebsnummer 203.594. Hinter dieser Lok versteckt sich eine ehemalige DR V 100 wie sie in einer Stückzahl von 1146 Loks zwischen 1964 und 1985 geliefert wurde.
• V 60 (ex ELIN Weiz) in Aufarbeitung, eine V 60 Ost aus DDR Produktion.
• Hinter der 2048.35 der Steiermark Bahn (Tochter der STLB) verbirgt sich keine(!) ehemalige 2048 der ÖBB sondern die ehemalige DB-AG 211 124 - eine klassische V 100 West.
• Mit der 212 381 verfügt die Steiermark Bahn über die letztgebaute Lok der DB Type 212 (Gunter Mackinger, 20.06.17).

 

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LOK Report 7/17

LOK Report Ausgabe 7/17

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Europa

RechteckÖsterreich: Bahn-Direktvergabe sichert heimische Arbeitsplätze
In der Diskussion um die Novelle zum Vergaberecht ziehen der Fachverband Schienenbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich und die Gewerkschaft vida an einem Strang: Beide sprechen sich deutlich gegen verpflichtende Ausschreibungen im heimischen Schienenpersonenverkehr aus.
Fachverbandsobmann Thomas Scheiber betont, dass verpflichtende Ausschreibungen den Schienenverkehr in Österreich nicht automatisch besser oder billiger machen - ganz im Gegenteil: "Wir nicht, dass es am Ende des Tages nur mehr einen Wettbewerb um attraktive Strecken gibt und weniger gewinnbringende im wahrsten Sinn des Wortes auf der Strecke bleiben.  Gewinne werden privatisiert, Verluste müssen von der öffentlichen Hand - und damit vom Steuerzahler - getragen werden. Wir brauchen die jeweils beste Lösung für jede einzelne Strecke im Schienenpersonenverkehr, nur dann können wir die Qualität für unsere Kunden aufrechterhalten. Entscheiden soll derjenige, der am nächsten dran ist und die Verantwortung trägt: Bund, Länder, Städte und Gemeinden sollen die Wahlfreiheit haben, ob sie ihre Strecken ausschreiben oder direkt vergeben."
Roman Hebenstreit, Vorsitzender der Gewerkschaft vida, betont, dass die Direktvergabe österreichweit rund 50.000 Arbeitsplätze in Eisenbahnunternehmen sichert: "Unser oberstes Ziel muss es sein, die derzeitigen Jobs nachhaltig abzusichern und darüber hinaus neue zu schaffen. Ein Aus der Direktvergabe bedeutet, dass Bahnunternehmen aus der gesamten EU am Wettbewerb teilnehmen. Kommen bei diesem Ausschreibungswettbewerb ausländische Anbieter zum Zug, dann werden Lohn- und Sozialdumping Tür und Tor geöffnet und mutwillig österreichische Arbeitsplätze vernichtet. Das heißt, wir würden mit österreichischem Steuergeld ausländische Arbeitsplätze finanzieren und unsere dafür opfern. Mit dem von der ÖVP geforderten Verbot der Direktvergabe setzen wir unseren Platz als Bahnland Nummer eins leichtfertig aufs Spiel mit deutlichen Verschlechterungen für die Kunden und die Beschäftigten als Folge."  (Pressemeldung Fachverband Schienenbahnen , 20.06.17).

RechteckÖsterreich: Städtebund warnt vor Verbot der Direktvergabe bei Öffi-Verkehr
Der Österreichische Städtebund warnt abermals vor einer Neuregelung, Personen-verkehrsdienstleistungen künftig verpflichtend auszuschreiben. "Die verpflichtende EU-weite Ausschreibung des städtischen Nahverkehrs würde enorme Kosten und Unsicherheit auf eine der wichtigsten städtischen Infrastrukturen bringen", warnt Thomas Weninger, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes.
Derzeit besteht eine Wahlfreiheit zwischen Direktvergabe an eigene städtische Unternehmen und einer europaweiten wettbewerblichen Ausschreibung. Der Österreichische Städtebund fordert, diese Wahlfreiheit jedenfalls beizubehalten.
Gegenüber Medien war zuletzt die Rede davon, die Einschränkung der Direktvergabe nur auf den Fernverkehr zuzuschreiben. Dies ist laut städtischer VergaberechtsexpertInnen jedoch nicht zulässig, denn eine solche Differenzierung zwischen Fern-, Nah- und Regionalverkehr sei vor dem Hintergrund des Gleichheitssatzes verfassungsrechtlich nicht haltbar.
Auch technisch sind Schienenpersonenverkehrsdienstleistungen zwischen Fern- und Nahverkehr kaum voneinander zu unterscheiden. Selbst wenn das Verbot der Direktvergabe lediglich im Bereich des Fernverkehrs käme, wären davon sowohl die Bundesbahn, als auch alle Landesbahnen/Privatbahnen betroffen.
Aufgrund der engen Verknüpfung des innerstädtischen Verkehrsangebots mit den Verkehrsbestellungen der Länder bzw. des Bundes würden sich erhebliche Änderungen für die städtische Mobilität, die standortbezogene Wertschöpfung und die Arbeitsplatzsituation ergeben.
Derzeit dürfen Städte selbst entscheiden, ob sie die Leistungen der öffentlichen Verkehrsdienste EU-weit ausschreiben und wettbewerblich vergeben, oder damit ein eigenes städtisches Unternehmen beauftragen (In-House-Vergabe) – vergleichbar einer Dienststelle im Magistrat. Derzeit praktizieren das alle großen österreichischen Städte so. "Die eigenen Verkehrsunternehmen der Städte sind heute dem öffentlichen Interesse verpflichtet - nicht der Gewinnmaximierung. Mit unseren städtischen Verkehrsunternehmen sind wir als Städte in der Lage langfristige wirtschaftliche Ziele zu verfolgen. Und das ist gut so", erklärt Heidrun Maier-de Kruijff, Geschäftsführerin des Verbandes der öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft Österreichs (VÖWG).
Wenn Öffi-Leistungen im Wettbewerb vergeben werden, dürfen Investitionen gemäß Europarecht nur 10 bis – im Ausnahmefall 22,5 Jahre - steuerlich abgeschrieben werden. Wenn die Städte Straßenbahnen oder U-Bahnen bauen und die Züge dafür anschaffen gelten aber Abschreibungszeiträume zwischen 20 teilweise sogar über 50 Jahre. "Das geht sich für einen gewinnorientierten Anbieter nicht aus," erklärt Städtebund-Generalsekretär Thomas Weninger.
Wenn Verkehrsdienstleistungen ausgeschrieben werden und nach Vertragsende der Betreiber wechselt, kommt es oft zu langfristigen Schwierigkeiten – wer übernimmt dann die Verantwortung? "Für eine Stadt wie Graz oder Wien ist unvorstellbar, wenn ein Verkehrsträger, beispielsweise die U-Bahn oder Straßenbahn ausfällt, weil es Probleme beim Betreiberwechsel aufgrund einer Neuausschreibung gibt", illustriert Weninger.
Im Ministerrat vom 07.06. 2017 wurde gleichzeitig mit dem neuen Bundesvergabegesetz auch ein Bundesgesetz über die Vergabe von Aufträgen (Bundesvergabegesetz 2017), ein Bundesgesetz über die Vergabe von Konzessionsverträgen (Bundesvergabegesetz Konzessionen 2017) und ein Bundesgesetz über die Regelung des Rechtsschutzes für Vergaben des Bundes im Öffentlichen Personenverkehr (Bundesvergaberechtsschutzgesetz 
Öffentlicher Personenverkehr) beschlossen. Das Gesamtpaket soll noch vor dem Sommer im Parlament verabschiedet werden.
Zum Verbot der Direktvergabe von (öffentlichen) Personenverkehrsdienstleistungen und Konzessionen soll es im Rahmen der parlamentarischen Behandlung Gespräche mit dem Ziel einer Einigung geben. Der Verfassungsausschuss des Nationalrats wird am 26.6. über dieses Thema beraten (Pressemeldung Stadt Wien, 20.06.17).

RechteckRumänien: Trolleybussystem Piatra Neamt wieder eröffnet

Am 15.06.17 wurde das Trolleybus-System in Piatra Neamt wieder eröffnet. Fünf ROCAR E 412 (158 - 162) bewerkstelligen nun Mo-Sa den Betrieb (Gunter Mackinger, 20.06.17).

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