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LOK Report – News von Dienstag, 23.05.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Bahn beseitigt DNS-Fehler
Absatzlinie
Zweigleisigkeit zwischen
Mühldorf/Inn und Tüßling

Absatzlinie

Streckenreaktivierung Ilmebahn
Einbeck-Salzderhelden - Mitte

Absatzlinie

ÖBB-Fernbus Startup HELLÖ
wird an FlixBus verkauft
Absatzlinie
BLS erneuert Fahrbahn im
Lötschberg-Scheiteltunnel

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Sebastian Bollmann

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBündnis 90/Die Grünen: Übernahme der ÖBB-Fernbusse durch Flixbus
Zur Übernahme der Fernbussparte der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), die auch Busverkehre in Deutschland anbieten, durch den Marktführer Flixbus erklärt Matthias Gastel, MdB und Mitglied im Verkehrsausschuss:
"Die weitere Übernahme eines kleinen Konkurrenten durch den Marktführer Flixbus verheißt für die Fahrgäste langfristig nichts Gutes. Weniger Wettbewerb führt im Zweifel zu schlechterem Service und weniger Auswahl bei höheren Preisen. Für eine faire Konkurrenz im Interesse der Kunden braucht es nicht nur den Wettbewerb des Fernbusses mit anderen Verkehrsträger, sondern auch Wettbewerb innerhalb des Fernbusmarktes.
Die Bundesregierung muss sich endlich kritisch mit der Monopolisierung auf dem Fernbusmarkt auseinandersetzen. Obwohl Flixbus einen Anbieter nach dem anderen schluckt, darf das Bundeskartellamt die Übernahmen nicht überprüfen, weil die gesetzlich vorgegebenen Umsatzschwellen nicht überschritten werden. Da hohe Marktkonzentrationen auch auf kleineren Märkten schlecht für die Verbraucher sein können, sollten die Kontrollmöglichkeiten des Bundeskartellamts ausgeweitet werden." (Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen, 23.05.17).

RechteckHeise: Bahn beseitigt DNS-Fehler
Das seit einiger Zeit in ausgewählten ICE-Zügen vorhandene kostenlose Funknetz WIFIonICE der Bahn verhinderte einem Bericht von Heise Online zufolge gesicherte Verbindung zum Bezahldienstleister PayPal, wofür ein dubioses Zertifikat verantwortlich zeichnete, dass von Symantec im Januar für das dänisches Logistik-Unternehmen Maersk Line ausgestellt wurde.
Auf Nachfrage von Heise Security hatte die Bahn das Problem untersucht und behoben. Was genau zu dem Problem geführt hat, wollte die Bahn allerdings nicht verraten. Die Fehlkonfiguration habe aber "weder die IT-Sicherheit des WLAN-Dienstes noch den Datenschutz beeinträchtigt", erklärte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber Heise (Quelle Heise, 23.05.17).

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LOK Report 5/17

LOK Report Ausgabe 5/17

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Industrie

RechteckPöyry: Implementierungsprogramm für Building Information Modeling
Mit einem groß angelegten Implementierungsprogramm für Building Information Modeling (BIM) unternimmt Pöyry einen wesentlichen Vorstoß in die digitalisierte Planung. Das internationale Consulting- und Engineering-Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, erstklassige Fähigkeiten in der BIM-Planungsmethodik in allen Geschäftsbereichen zu etablieren. Eine Hauptkomponente dieser Strategie ist das Early Adopter-Programm für Schieneninfrastruktur-Projekte in Deutschland. Mit Autodesk Solutions hat sich Pöyry einen starken Partner an die Seite geholt und übernimmt mit dem Einsatz der BIM-Methodik eine Vorreiterrolle in der digitalisierten Planung.
Das Implementierungsprogramm, das Pöyry Deutschland aktuell in Kooperation mit Autodesk Consulting durchführt, ist eines der größten Beratungsprojekte in der Etablierung von BIM-Arbeitsmethoden für Infrastrukturprojekte in ganz Europa. Die Implementierung beinhaltet die Entwicklung von Abläufen und Prozessen für die Vorplanung sowie Detail Engineering in fünf definierten BIM-Einsatzbereichen: Erstellung des Modells, Entwurfsprüfung, 3D-Koordination, Zeichnungserstellung und Visualisierung. Das Infrastrukturprogramm ist eine Komponente des Plans, der sich auf alle Disziplinen und Geschäftsbereiche ausdehnt. Als global vernetztes Unternehmen profitiert Pöyry weltweit von dieser Entwicklung.
Durch die Planungsführung in der BIM-Methodik wird eine Schnittstelle bereitgestellt, die eine enge Zusammenarbeit und Interaktion mit dem Kunden ermöglicht. Während der Planungsphase der Pilotprojekte in der Schieneninfrastruktur stehen die gemeinsame Entwicklung und der Ideenaustausch mit dem Auftraggeber im Vordergrund. BIM bietet außerdem die Möglichkeit der Verwendung des Modells über den gesamten Lebenszyklus hinweg und reduziert damit zukünftige Risiken. Momentan befindet sich die Anwendung von BIM in der Pilotphase, dennoch ist die Implementierung ein wesentlicher Schritt in die digitalisierte Planung. "Wir sind stolz, einer der Vorreiter auf dem deutschen Markt zu sein. Der innovative Einsatz der Technologie revolutioniert unsere gesamte Branche", sagt Pöyry-Projektleiter Paul-Christian Max.
Auch Gunther Deinl, Geschäftsbereichsleiter Verkehr, sieht großes Potential in der Technologie: "Nach unserem Verständnis bei Pöyry beeinflusst BIM unsere Arbeitsweise nachhaltig und daher ist es uns wichtig, diese Veränderung gemeinsam mit unseren Mitarbeitern zu gestalten." Der Wandel in der gesamten Baubranche in Richtung Digitalisierung verändert das Rollenbild des Ingenieurberufs und damit auch die Herausforderungen in der Planung. Bei Pöyry stellen die Mitarbeiter den Kern des Unternehmens dar und werden deshalb frühzeitig durch Schulungsprogramme und Weiterbildungsmaßnahmen eingebunden. Außerdem bietet das Unternehmen neuen Talenten die Chance, den Wandel in diesem innovativen und spannenden Arbeitsfeld aktiv mitzugestalten und Teil dieser zukunftsorientierten Entwicklung zu werden (Pressemeldung Pöyry Deutschland GmbH, 23.05.17).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBayern: Nadelöhr für Schienenverkehr in Südostbayern aufgelöst
Deutlich schneller als geplant und im Kostenrahmen gebaut – so kann die Zweigleisigkeit zwischen Mühldorf/Inn und Tüßling gefeiert werden. Bislang mussten sich auf rund elf Kilometer Länge bis zu 140 Züge am Tag ein Gleis teilen. Mit dem Ausbau wird ein Nadelöhr im Schienennetz der Bahn in Südostbayern und an der Hauptzufahrt zum bayerischen Chemiedreieck aufgelöst, stellt der Infrastruktur-Vorstand der Deutschen Bahn AG, Ronald Pofalla am Montag, 22. Mai 2017 fest: "Jede Kette ist so stark wir ihr schwächstes Glied – mit diesem Ausbau haben wir die Lieferkette des bayerischen Chemiedreiecks wesentlich gestärkt." Er dankte den Mitarbeitern der DB Netze und allen beteiligten Firmen: "Sie haben gezeigt: Wir können Infrastruktur. Wir können schnell und effizient bauen." Der Bahnvorstand wies auf die nächsten Schritte für den Gesamtausbau der Strecke hin: "Im nächsten Jahr werden wir die Entwurfsplanung für den Abschnitt Markt Schwaben bis Ampfing präsentieren, noch in diesem Jahr wird das 3. Gleis Freilassing-Salzburg in Betrieb genommen."
Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt hat auf die Bedeutung des Ausbaus für Oberbayern hingewiesen: "Das zweite Gleis zwischen Mühldorf und Tüßling bringt einen echten Mobilitätsgewinn für Südostbayern. Der Abschnitt ist Teil der wichtigen Bahnstrecke von München nach Freilassing – und damit eine Lebensader für die gesamte Region. Viele Pendler nutzen diese Verbindung für die tägliche Fahrt nach München. Sie ist der zentrale Zulauf für das bayerische Chemiedreieck und Teil der "Magistrale für Europa" von Frankreich bis in die Slowakei. Deshalb werden wir den Ausbau des Schienennetzes in Südostbayern weiter energisch vorantreiben. Unser Ziel ist: Die Strecke München – Freilassing durchgängig zu elektrifizieren und weiter auszubauen."
Für den Bayerischen Staatskanzleiminister Dr. Marcel Huber ist die schnelle Fertigstellung der Strecke ein "echter Segen". Huber: "Qualität im Turbogang – das ist nicht selbstverständlich. Jetzt gilt es, diesen Rückenwind zu nutzen, damit wir bald die nächsten Verbesserungen für die Menschen in der Region erreichen. Denn: Die Bedeutung der ABS 38 hat für uns zwei Richtungen. Erstens brauchen wir dringend eine leistungsstarke Anbindung an München für alle Pendler, die über den Regionalverkehr sicher und umweltfreundlich zu ihren Arbeitsplätzen gelangen wollen."
Dr. Marcel Huber weiter: "Das nächste Ziel ist es, die Lücke zwischen Markt Schwaben und Ampfing zweigleisig und elektrifiziert zu schließen. Zweitens wollen wir Bayern auf schnellstem Wege an den nächstgelegenen Hafen anbinden. Triest ist Bayerns Hafen vor der Haustür. Diese Verbindung müssen wir nutzen, um unsere heimischen Produkte schnell und effizient zu exportieren." Für den Staatskanzleiminister ist klar: "Unser Motto ist nicht ,In 80 Tagen um die Welt', sondern ,In 12 Stunden am Meer'. Damit sind unsere Güter ganze fünf Tage schneller in Fernost als bisher. Hierfür müssen wir rasch die nächste Streckenetappe bis Freilassing schaffen."
Das Chemiedreieck und die Fahrgäste von drei Regionalbahn-Linien der Südostbayernbahn profitieren von dem zweigleisigen Ausbau. Zwei rundum modernisierte barrierefreie Bahnhöfe; mehr Kapazität auf der Schiene und mehr Stabilität im Fahrplan und Pünktlichkeit sind der große Gewinn des 150-Millionen schweren Ausbauprogramms.  
Als Bauleistungen wurden das zweite Gleis auf einem elf Kilometer langen Streckenabschnitt von Altmühldorf bis Tüßling gebaut. Dazu mussten zahlreiche Straßenbrücken und Eisenbahnüberführungen neu gebaut werden, auch ein neuer Brückenschlag über den Inn sowie den Innwerkkanal waren nötig. Außerdem wurden der Bahnhof Mühldorf mit neuen Bahnsteiganlagen fernverkehrstauglich ausgebaut. Auch der Bahnhof Tüßling erhielt barrierefreie Zugänge. Mit der Auflösung von Bahnübergängen wurde für mehr Sicherheit gesorgt. Lärmschutz entlang der gesamten Strecke bringt allen Anwohnern ein hohes Plus an Lebensqualität.
Höchstleistung wurde allen Baubeteiligten während der unterschiedlichen Bauphasen abverlangt. Weil die Versorgung des bayerischen Chemiedreiecks und die Anbindung von Mühldorf nach München nur jeweils kurz unterbrochen werden durfte, waren die Sperrzeiten auf wenige Tage und Stunden beschränkt. In Baumarathons mussten an wenigen Feier- und Brückentagen während der vergangenen drei Jahren Maximales geleistet werden (Pressemeldung Deutsche Bahn, 23.05.17).

RechteckHessen: Schülerticket - Verkauf beginnt ab 1. Juni
Schülerinnen, Schüler und Auszubildende können vom 1. August an für 1 Euro pro Tag mit Bus und Bahn in ganz Hessen unterwegs sein. Der Vorverkauf für das Schülerticket Hessen zum einheitlichen Preis von 365 Euro im Jahr startet am 1. Juni an allen ÖPNV-Verkaufsstellen. Die bestehenden Regeln zur Erstattung bzw. Bereitstellung von kostenfreien Fahrkarten durch die Schulwegekostenträger bestehen unverändert fort.
"Das Schülerticket Hessen ermöglicht Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden und Freiwilligendienstleistenden zeitgemäße und bequeme Mobilität in ganz Hessen", sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Freitag in Frankfurt. "Es entlastet Mütter und Väter von "Elterntaxi"-Diensten und auch von Kosten, denn es ist billiger als die meisten bisherigen Schülerjahreskarten, die zudem regional begrenzt waren. Ich bin sicher, dass das Schülerticket viele junge Menschen auch langfristig für den ÖPNV gewinnt. Mit einer großen Werbekampagne machen wir dieses tolle Angebot nun bekannt, damit es jeder von Anfang an nutzen kann."
"Das Beispiel Frankfurt hat bewiesen: Die Senkung der Fahrpreise für Kinder und Jugendliche führt nicht zu hohen Einnahmeausfällen, sondern erhöht die Zahl der Kunden bei Bus und Bahn", sagte der Frankfurter Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzende des Rhein-Main-Verkehrsverbunds, Peter Feldmann: "Ich bin mir sicher: Wir werden in Hessen denselben Effekt erzielen. Das ist gut für die Umwelt, gut für die Mobilität und stärkt unseren RMV. Darum legen wir am 1.Juni mit dem Vorverkauf los!" 
"Die vergangenen Wochen und Monate haben wir intensiv daran gearbeitet, das Schülerticket in ganz Hessen einführen zu können. Die Kolleginnen und Kollegen haben alles möglich gemacht, um am 1. Juni hessenweit das Schülerticket als eTicket einzuführen. Für diese tolle Gemeinschaftsarbeit möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken", so RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat.
"Mit dem landesweit gültigen Schülerticket - das auch für alle Auszubildenden gilt - sind die hessischen Verkehrsverbünde Vorreiter in Deutschland", sagte Wolfgang Rausch, Geschäftsführer des NVV. "Dafür haben wir hart gearbeitet, und einige Arbeit liegt auch noch vor uns. Doch wir sind überzeugt, dass sich der Aufwand lohnt. Ich wünsche mir sehr, dass künftig das Mama-oder Papa-Taxi zur ganz großen Ausnahme verkümmern und die jungen Menschen ganz selbstverständlich mit dem System des öffentlichen Nahverkehrs umgehen, sich darin zurechtfinden und auf diese Weise hessenweit mobil sind."
"Wir freuen uns, dass im Kreis Bergstraße (VRN-Verbundgebiet) neben dem MAXX-Ticket nun auch das landesweite Schülerticket für Hessen angeboten wird. Damit wird der besonderen Situation an der Bergstraße Rechnung getragen, dass ein großer Teil der Schülerinnen und Schüler nach Baden-Württemberg pendelt" sagte Thomas Schweizer, Abteilungsleiter Marketing & Tarif beim Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN).
Das neue Schülerticket Hessen wird als eTicket ausgegeben.
Daneben gibt es weitere Chipkartendesigns der Verbünde und lokalen Nahverkehrsorganisationen. Auf diesen Chipkarten kann ebenfalls ein Schülerticket Hessen gespeichert werden. Auf der ausgegebenen Chipkarte können nach Beendigung der Schule bzw. Ausbildung andere Fahrscheine für den ÖPNV gespeichert werden.
Das Schülerticket Hessen löst bisherige Schülerjahreskarten wie die CleverCard ab. Wahlweise können diese noch bis Ablauf der Gültigkeitszeit weiter genutzt oder kostenlos gegen das Schülerticket Hessen eingetauscht werden. An den bisherigen Regeln zur Erstattung der Schulwegekosten ändert sich nichts. Schülerinnen und Schüler, die die Fahrtkosten nicht selber zahlen müssen, erhalten ihre Fahrkarte je nach lokaler Verfahrensweise direkt in der Schule oder bekommen den Kaufpreis erstattet (Pressemeldung VRN, 23.05.17).

RechteckNiedersachsen: Streckenreaktivierung Ilmebahn Einbeck-Salzderhelden - Mitte
Verkehrsminister Olaf Lies hat gestern in Hannover gemeinsam mit Christian Gabriel (Geschäftsführer der Ilmebahn GmbH), Hans-Joachim Menn (Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft) und Michael Frömming (Geschäftsführer des Zweckverbands Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen) den Realisierungs- und Finanzierungsvertrag für die Streckenreaktivierung der Ilmebahn in Einbeck unterzeichnet. Die rund vier Kilometer lange Strecke verbindet das Stadtzentrum von Einbeck mit dem Bahnhof Einbeck-Salzderhelden an der Bahnverbindung Hannover-Göttingen. An den Kosten des Projekts in Höhe von insgesamt 7,15 Millionen Euro beteiligt sich das Land mit knapp 6 Millionen Euro.
Minister Lies dazu: "Ich freue mich sehr, dass die Arbeiten in Einbeck so gut vorangehen. Schon Anfang Dezember soll die Schienenreaktivierung vor Ort abgeschlossen sein. Damit wird sich die Fahrtzeit zwischen Einbeck-Mitte und Einbeck-Salzderhelden im Vergleich zu heute halbieren. Das bedeutet für die Menschen in Süd-Niedersachsen eine nachhaltige Verbesserung der Mobilität."
In einer zweiten Phase der Streckenreaktivierung wird ab voraussichtlich Dezember 2018 nach Bauarbeiten der Deutschen Bahn auch eine Direktverbindung in der Hauptverkehrszeit bis Göttingen erfolgen.
Christian Gabriel, Geschäftsführer der Ilmebahn GmbH dazu: "Wir freuen uns, dass nunmehr alle vertraglichen Vereinbarungen für die Reaktivierung geschlossen sind. Die Ilmebahn erhält durch die Reaktivierung ihrer Strecke eine hervorragende und moderne Eisenbahninfrastruktur die dem gesamten südniedersächsischen Raum zu Gute kommen wird."
Hans-Joachim Menn, Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft: "Die Landesregierung hatte sich 2015 zum Ziel gesetzt, in etwa 2 Jahren die erste Reaktivierungsstrecke in Betrieb zu nehmen. Mit der heutigen Unterschrift unter den Realisierungs- und Finanzierungsvertrag sind wir diesem Ziel einen Riesenschritt näher gekommen."
Michael Frömming, Geschäftsführer des Zweckverbandes Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen: "Die Reaktivierung der Ilmebahn ist ein wichtiger Schritt, um mehr Menschen eine greifbare Alternative zum eigenen Auto in unserer Region anzubieten."
Hintergrund: Bei der Streckenreaktivierung in Einbeck handelt es sich um die erste Maßnahme, die im Rahmen des von Minister Lies initiierten landesweiten Reaktivierungsprozesses von Bahnstrecken und -stationen umgesetzt wird. Die Unterzeichnung des Vertrages für die nächste Streckenreaktivierung in Bad Bentheim - Neuenhaus (im Landkreis der Grafschaft Bentheim) sowie für die erste Stationsreaktivierung in Jaderberg (im Landkreis Friesland) wird nach derzeitigem Stand in den kommenden Wochen erfolgen (Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, 23.05.17).

RechteckSachsen-Anhalt: Überspülte Gleise zwischen Halle und Lutherstadt Eisleben
Aufgrund von Starkregen kam es am Freitagabend, den 19. Mai gegen 19:00 Uhr am Bahnhof Erdeborn zu Geröllabgang und Überspülungen der Gleise. Daraufhin wurde die Strecke bis Samstagmittag vollständig gesperrt.
Mittlerweile ist der betroffene Abschnitt wieder eingleisig befahrbar. Dennoch kommt es zu starken Einschränkungen und Verspätungen im Zugverkehr zwischen Halle (Saale) und Lutherstadt Eisleben. Betroffen sind die Linien RE 9, RE 19 und RB 75. Die Linie RB 75 verkehrt nur bis Röblingen. Dafür hält die Linie RE 9 zusätzlich in Erdeborn um den Anschluss Richtung Lutherstadt Eisleben zu gewährleisten.
Fahrgäste müssen bis voraussichtlich Mittwochabend, den 24. Mai mit Beeinträchtigungen rechnen. Im Moment können Züge rund um die Gefahrenstelle nur mit betrieblichen Einschränkungen und bis maximal 50 km/h fahren (Pressemeldung Abellio, 23.05.17).

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IGE Werrabahn Eisenach e.V.

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

Rechteck115 Jahre Waldviertelbahn
Mit einem besonderen Highlight – dem Bahnhofsfest anlässlich des 115 Jahr-Jubiläums – lockte die Waldviertelbahn am vergangenen Samstag über 800 Besucher nach Weitra. "Wir haben im Rahmen des Bahnhofsfests die Dampflokomotive Mh.4 präsentiert und die ereignisreiche Geschichte der Waldviertelbahn Revue passieren lassen. Seit 2013 haben wir rund 13 Millionen Euro in die Infrastruktur der Waldviertelbahn investiert. Das schafft Arbeitsplätze und kommt der regionalen Wirtschaft zu Gute – genauso wie das heutige Bahnhofsfest in Weitra. Gerade das historische Programm ist ein wesentlicher Bestandteil des abwechslungsreichen Angebots auf der beliebten Schmalspurbahn. Die Waldviertelbahn hat sich gerade mit ihren Themen- und Nostalgiefahrten zu einem wichtigen Publikumsmagneten in Niederösterreich entwickelt und ist damit auch ein ganz wesentlicher Faktor für den Tourismus und die Wertschöpfung in der Region", so Verkehrs-Landesrat Karl Wilfing beim großen Fest in Weitra.
Das Bahnhofsfest wartete dabei mit einigen Attraktionen auf seine Gäste. "Wir haben für unsere Bahnfans eine Leistungsschau mit Dampf-und Diesellokomotive, der Nostalgiegarnitur und dem goldenen Dieseltriebwagen sowie eine Pendelfahrten und eine Fahrt mit der Dampflokomotive nach Gmünd und wieder retour geboten. Für beste Stimmung sorgte der Frühschoppen und die kulinarische Verpflegung im Festzelt", informiert NÖVOG-Geschäftsführer Gerhard Stindl.
Die Waldviertelbahn verkehrt von Anfang Mai bis Ende Oktober. Im Mai ist sie vorerst an den Wochenenden unterwegs – auf der Strecke zwischen Gmünd und Groß Gerungs an Sams-, Sonn- und Feiertagen, zwischen Gmünd und Litschau an Sonn- und Feiertagen. Ab Juni fährt sie auf beiden Abschnitten auch mittwochs, zwischen Gmünd und Litschau zusätzlich auch samstags. Ab 4. Juli steht die Bahn dann täglich zur Verfügung. Mit ihren zahlreichen Themenfahrten bietet die Waldviertelbahn ein abwechslungsreiches Programm (Pressemeldung Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, 23.05.17).

RechteckDampfdieselzug nach Dobříš


Am 20. Mai fuhr der "Dampfdieselzug" von Praha-Braník nach Dobříš mit den Loks 354.195 und T 478.1008. Lok 434.2186 hat leider schon Fristablauf. Ich fotografierte im Bhf Malá Hraštice (Martin Kubík, 23.05.17).

RechteckMit Mainfrankenbahn die Volkacher Mainschleife erfahren

Mit ihrem frisch überholten Schienenbus startete die Mainschleifenbahn am 1. Mai in die neue Saison. Nach den gesetzlich vorgeschriebenen Revisionsarbeiten darf der rote Brummer nun wieder vier Jahre lang zwischen Seligenstadt bei Würzburg und Volkach-Astheim pendeln. Im Gegensatz zur letzten Hauptuntersuchung konnten alle Arbeiten in der Prosselsheimer Halle des Vereins erledigt werden, das Meiste in Eigenregie. Darauf ist der Vereinsvorsitzende Dr. Christian Oßwald besonders stolz, immerhin mussten die Mainschleifenbahner alles aus der Vereinskasse stemmen – und mit vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden.
Auch an der Strecke war in den letzten Monaten wieder intensiv gearbeitet worden. So ist in Seligenstadt der Bahnsteig erhöht und gepflastert worden, unterhalb der Vogelsburg musste eine fast 100 m lange Natursteinmauer saniert werden, dazu kamen die üblichen Freischnittarbeiten entlang der Strecke. Die Mannschaft rund um den roten Schienenbus ist heuer auch personell verstärkt: fünf junge Ehrenamtliche haben im Winter ihre Prüfungen zu Zugleitern bestanden.
Unverändert geblieben sind auch 2017 die familienfreundlichen Fahrpreise und der Fahrplan. Die Mainschleifenbahn fährt wieder in Seligenstadt b.W. um 10.45 Uhr, 12.45 Uhr, 14.45 Uhr und 16.45 Uhr ab. Reisende, die mit der DB (z.B mit dem Bayernticket) nach Seligenstadt kommen, erhalten einen Nachlass auf den Fahrpreis. In Volkach Astheim geht der rote Schienenbus um 12.00 Uhr, 14.00 Uhr, 16.00 Uhr und 17.45 Uhr auf die Reise. In Seligenstadt bestehen günstige Anschlüsse an die Züge der Mainfrankenbahn von und nach Würzburg.
Neu ist die Bahnland-Bayern-Lounge am Haltepunkt in Volkach-Astheim; die von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft gesponserten Liegestühle laden zum chillen und relaxen ein; nach einer Radtour, einer Stadtführung durch das historische Volkach oder einer Wanderung hat man die Möglichkeit bis zur nächsten Zugfahrt die Aussicht auf den Main und auf die Weinberge zu genießen.
In Volkach bekommt man mit der DB Fahrkarte zusätzlich Nachlass z.B. beim Besuch der Museen Kartause Astheim bzw. Barockscheune, bei der Wallfahrtskirche Maria im Weingarten, beim Gasthof Behringer und beim Stadtrundgang des Tourismusbüros (Pressemeldung Mainfrankenbahn, 23.05.17).

RechteckWisentatalbahn

Gestern fuhr der Verein Wisentatalbahn als nicht öffentliche Probefahrt zum ersten Mal mit allen drei in Schleiz vorhandenen Trieb- und Steuerwagen. Zu sehen ist die Sperrfahrt 21332 kurz vor der Rückfahrt von Mühltroff nach Schleiz. Der vereinseigene 798 307 ist dabei führend, danach ist der 798 01 der DRE und der passende Steuerwagen eingereiht. Vorausgegangen waren etliche Arbeiten an den Fahrzeugen, um in Doppeltraktion störungsfrei fahren zu können. Himmelfahrt soll das Gespann erstmals zum Einsatz gelangen, um dem Andrang an diesem Tag gerecht zu werden (Friedemann Schüler, 23.05.17).

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Tanago

Mit der Kamera notiert

RechteckRailion, DB Cargo, DB Schenker ....


... sind nach wie vor einträchtig nebeneinander in den Stahlzügen über den Brenner zu sehen, ebenso einträchtig mit unterschiedlichsten Graffitis verziert. Hier am 21. Mai 2017 (KG, 23.05.17).

RechteckSehnde

Mit dem sonntäglichen Ekol von Kiel nach Triest konnte TX 185 529 am Abend des 21.05.2017 in Sehnde über dem Mittellandkanal aufgenommen werden (Sebastian Bollmann, 23.05.17).

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Farrail Tours

Europa

RechteckFrankreich: Verkehrsministerin macht Antrittsbesuch bei der SNCF

Die neue Verkehrsministerin in Frankreich, Elisabeth Borne, hat am 19.05.17 den Bahnhof Paris-Montparnasse mit der Befehlszentrale für die LGV Atlantique besucht (WKZ, Quelle SNCF, 23.05.17).

RechteckÖsterreich: Felsabräumarbeiten entlang der Brennerstrecke


Fotos GK.
Von 29. Mai bis 02. Juni kommt es aufgrund von Felsabräumung oberhalb der Brennerbundesstraße zwischen Gries am Brenner und Brennersee zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr. Die ÖBB-Infrastruktur AG führt von Montag, 29. Mai bis voraussichtlich Freitag, 02. Juni jeweils zwischen 7.40 Uhr und 15 Uhr erforderliche Felsabräumungen an den Steinschlagschutzbauwerken der Lehne "Weilenstein" oberhalb der Brenner-Eisenbahnstrecke durch. Aus Sicherheitsgründen wird die Brennerbundesstraße B182 in diesem Zeitraum zwischen Gries am Brenner und Brennersee mehrmals täglich einseitig und abwechselnd bis zu 30 Minuten gesperrt und eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h eingeführt. Im Zugverkehr sind keine Einschränkungen durch die Lehnenarbeiten zu erwarten (Pressemeldung ÖBB, 23.05.17).

RechteckÖsterreich: ÖBB-Fernbus Startup HELLÖ wird an FlixBus verkauft
Die ÖBB haben den Verkauf des Fernbus-Startup HELLÖ an FlixBus beschlossen. Die Marke HELLÖ hat sich seit dem Start im Juli 2016 als Qualitätsanbieter im Fernbus-Verkehr mit einem auf die junge Zielgruppe ausgerichteten Linienangebot gut positioniert. Das Angebot wurde sowohl von der Branche ausgezeichnet als auch von den Kunden sehr positiv bewertet.
Seit dem Eintritt von Hellö hat sich der Fernbus-Markt deutlich verändert und ist von niedrigen Ticketpreisen und starker Konsolidierung gekennzeichnet. Mehrere Marktteilnehmer haben den Markt verlassen oder wurden übernommen. Trotz des erfolgreichen Starts und des positiven Kundenfeedbacks ist davon auszugehen, dass die von den ÖBB angestrebten Ticketpreise in diesem Marktumfeld  in absehbarer Zeit nicht durchsetzbar sind. "Mit diesem Zusammenschluss werden unsere Kunden ab Sommer von einem noch größeren Fernbus Angebot profitieren", so Valerie Hackl, Vorstandsdirektorin der ÖBB Personenverkehr AG. Durch die Zusammenführung von HELLÖ und FlixBus steht den ÖBB-Kunden künftig der Zugang zu Europas größtem Fernbusnetz mit rund 1.000 Zielen in 22 Ländern offen.
Anfang Juni 2017 startet die gemeinsame Vertriebskooperation von HELLÖ und FlixBus. HELLÖ Tickets sind ab diesem Zeitpunkt auch über FlixBus buchbar. Alle HELLÖ Tickets bleiben weiterhin gültig. Ab 1. August können FlixBus Tickets direkt  und auch über die  neue, von den ÖBB kürzlich mit Partnern präsentierte Mobilitäts-App wegfinder.at gekauft werden. "Damit bieten wir unseren Kunden auch in Zukunft einen direkten Zugang zu Fernbus-Angeboten und setzen die strategische Ausrichtung als Gesamtmobilitätsanbieter konsequent fort", so Hackl abschließend. 
Der Vertrag zwischen ÖBB und FlixBus soll mit 1.Juni 2017 in Kraft treten, die gesamte Transaktion bis 31.7.2017 abgeschlossen sein. Über den Kaufpreis wurde gegenseitiges Stillschweigen vereinbart. Die Arbeitsplätze der Lenker und Lenkerinnen von HELLÖ sind gesichert, sie werden weiterhin bei ÖBB-Postbus tätig sein (Pressemeldung ÖBB, 23.05.17).

RechteckSchweiz: BLS erneuert Fahrbahn im Lötschberg-Scheiteltunnel
Die Gleise des 14,6 Kilometer langen Lötschbergtunnels auf der Bergstrecke zwischen Kandersteg und Goppenstein sind über 40 Jahre alt. Die BLS ersetzt sie durch eine moderne Fahrbahn. Diese ist günstiger in der Erhaltung und komfortabler für die Fahrgäste. Die Pläne für die notwendige Erneuerung werden demnächst öffentlich aufgelegt.
Die BLS erneuert die Fahrbahn im Lötschberg-Scheiteltunnel. Die alten Gleise mitsamt Holzschwellen und Schotter werden entfernt und durch eine feste Fahrbahn aus Beton ersetzt. Diese ist nachhaltiger, da sie günstiger in der Erhaltung ist und eine längere Lebensdauer aufweist. Zudem wird die Fahrt durch den Tunnel ruhiger. Gleichzeitig kann der Tunnel, anstatt bis anhin einspurig, neu auf beiden Gleisen von Güterzügen mit einem Vier-Meter-Eckprofil befahren werden. Dies erleichtert den Betrieb massgeblich, insbesondere für den BLS Autoverlad, dem wichtigsten Bindeglied für den Individualverkehr zwischen den Kantonen Bern und Wallis. Für die Erneuerung rechnet die BLS mit Kosten von 83,5 Millionen Franken.
Die Pläne wurden bereits dem Bundesamt für Verkehr (BAV) eingereicht und werden demnächst öffentlich aufgelegt. Der Baustart im Tunnel ist Mitte 2018 vorgesehen, geplante Fertigstellung ist Ende 2022. Die BLS führt die Bauarbeiten etappenweise in mehreren Abschnitten aus, sodass der Autoverlad und der Regionalverkehr möglichst wenig beeinträchtigt werden.
Der Lötschberg-Scheiteltunnel ist seit 1913 in Betrieb, er verbindet Kandersteg und Goppenstein. Auch seit der Inbetriebnahme des 2007 eröffneten NEAT-Lötschberg-Basistunnels wird er rege genutzt; vor allem durch den BLS Autoverlad, aber auch durch RegioExpress-Züge der BLS sowie durch den Güterverkehr. Zusammen bilden die beiden Tunnel ein Gesamtsystem auf der Lötschberg-Simplon-Achse der NEAT (Pressemeldung BLS, 23.05.17).

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