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LOK Report – News von Freitag, 18.05.12

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Vorinformation zur
Freihändigen Vergabe Halle - Jena

Absatzlinie

N. Bricq und F. Cuviller werden
Minister der 1. Regierung Ayrault

Absatzlinie
Bundesrat bestätigt vorläufigen
Verzicht auf die Porta Alpina

Absatzlinie

Spatenstich für den Ausbau
Irmak-Karabuk-Zonguldak

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Foto links: Gouverneur Çankırı Valiliği

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik des Bundes

RechteckBMU: Förderung von Hybridbussen wird fortgesetzt
Mit der Veröffentlichung einer neuen Förderbekanntmachung wird die erfolgreiche Förderung moderner Hybridbusse in Deutschland durch das Bundesumweltministerium fortgesetzt. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Effizienzsteigerung der Busflotten im öffentlichen Nahverkehr geleistet. Die geförderten Hybridbusse sind nicht nur effizienter, sondern halten auch sehr ambitionierte Umweltstandards für Luftschadstoffe und Lärm ein. Insbesondere Innenstädte werden durch diese modernen Busse entlastet.
Nach dem erfolgreichen Fördervorhaben "Förderung von Hybridbussen im öffentlichen Nahverkehr im Rahmen des Konjunkturpakets II der Bundesregierung", aus dem insgesamt 50 Hybridbusse in 12 Verkehrsbetrieben gefördert wurden, setzt das Bundesumweltministerium die Hybridbusförderung mit Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative fort. Die Technologie, die Verbrennungs- und Elektromotor miteinander kombiniert, soll damit weiter in den Busflotten der Verkehrsbetriebe etabliert werden und eine erhebliche Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs sowie von Luftschadstoff- und Lärmemissionen ermöglichen. Das umfassende Begleitprogramm zur ersten Einführungsförderung der Busse zeigte bereits, dass diese schon heute mit hoher Zuverlässigkeit in den Verkehrsbetrieben eingesetzt werden können. Zudem erschließen Hybridbusse alternative Antriebspfade für den ÖPNV der Zukunft.
Mit der Förderung ist die Einhaltung ambitionierter Umweltstandards verknüpft. So sollen die Fahrzeuge eine Verbesserung beim Kraftstoffverbrauch um 20 Prozent gegenüber vergleichbaren konventionellen Dieselbussen erreichen und anspruchsvolle Standards bei Luftschadstoff- und Lärmemissionen einhalten.
Verkehrsbetriebe des ÖPNV, die sich für eine Beantragung der Fördermittel interessieren, können ihre Projektskizze bis zum 31. Juli 2012 beim BMU einreichen (Pressemeldung BMU, 18.05.12).

RechteckBMVBS: Zukunftskongress ‚Infrastruktur in der Landschaft' in München
Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten und die Bundesingenieurkammer haben in München einen zweitägigen Zukunftskongress ‚Infrastruktur in der Landschaft' veranstaltet. Ramsauer: "Baukultur im Infrastruktursektor gründet sich auf drei Säulen: Ingenieurskunst, technische Innovationen und gestalterische Qualität. Baukultur umfasst aber auch den Respekt vor der Natur und einen kenntnisreichen, sensiblen Umgang mit der Landschaft - auch mit der Stadtlandschaft. Baukultur schließt zudem prozessbezogene Aspekte ein, insbesondere die Bürgerbeteiligung."
Im Bereich der klassischen Infrastrukturbauwerke und -anlagen von Straße, Schiene und Wasserstraße, noch viel mehr aber beim Neu- und Ausbau der Netze, Anlagen und Einrichtungen erneuerbarer Energien wird Baukultur immer wichtiger. Die Erscheinungsbilder von Stadt- und Landschaftsräumen werden hier entscheidend beeinflusst.
Ramsauer: "Baukultur unterbreitet Angebote zur Identifikation und fördert die regionale und lokale Identität. Hier entstehen Bauwerke und Anlagen, die Teile der regionalen Baukultur werden, wenn sie in ihrem landschaftlichen oder städtebaulichen Zusammenhang entworfen werden. Und Baukultur lässt die Fragen der Machbarkeit und Bezahlbarkeit nicht außer Acht, denn eine ‚Baukultur im Luxusgewand' wäre nur für einige wenige da. Also: technische und Sicherheitsaspekte, Kosten und Machbarkeit und die gute Gestaltung in Stadt und Landschaft müssen Hand in Hand gehen."
Der Begriff Baukultur beschreibt den Umgang der Gesellschaft mit der gebauten Umwelt, ihrer Planung und Nutzung, ihrer Erhaltung und Weiterentwicklung. Es geht dabei um Architektur, um den Ingenieurbau, Städtebau, Landschaftsplanung, öffentlichen Raum, Denkmalschutz, auch Kunst am Bau. Ansatzpunkt sind Bewusstsein und Werthaltung: der Wille zu einer nachhaltigen Gesamtqualität, die Bereitschaft zur Anwendung Qualitätsstützender Verfahren, die Beteiligung Betroffener (Pressemeldung BMVBS, 18.05.12).

RechteckBundestag: Verlagerung von Verkehren auf Schiene und Wasserstraße
Die Bundesregierung stellt in ihrer Antwort (17/9499) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/9310) fest, dass sie, "wo immer dies sinnvoll ist, die Verlagerung von Verkehren auf Schiene und Wasserstraße" fördert.
Die Zielformulierung, den Anteil der Güterbeförderung bis 2015 auf 14 Prozent im Bereich der Binnenschifffahrt zu steigern, sei im Rahmen der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie erfolgt (Pressemeldung Bundestag, 18.05.12).

RechteckEVG: SPD soll Liberalisierung von Fernbussen stoppen
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und ver.di haben die SPD aufgefordert, die Initiative der Bundesregierung zur Liberalisierung im ÖPNV zu stoppen. In einem gemeinsamen Brief an alle Landesvorsitzenden fordern Alexander Kirchner und Frank Bsirske die Sozialdemokraten auf, die Positionen unserer Gewerkschaften zu unterstützen.
EVG und ver.di fordern vor allem, dass bei der Vergabe von Linien die EU-Verordnung 1370/2007 zwingend zu berücksichtigen ist. Diese Verordnung räumt den Aufgabenträgern die Möglichkeit ein, ökologische, strukturpolitische und soziale Kriterien bei der Auftragsvergabe zu berücksichtigen. Der vorliegende Entwurf der Bundesregierung zur Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes stehe diesen Zielstellungen "diametral entgegen", schreiben Kirchner und Bsirske. Die Novelle ermögliche den interessierten Unternehmen, sich auf die wirtschaftlich lukrativsten Strecken zu konzentrieren. Auch fehlten völlig Vorgaben zur Einhaltung von Tarif- und Sozialstandards.
Bei der Liberalisierung von Fernbuslinien müsse auch sichergestellt werden, "dass das flächendeckende Eisenbahnangebot durch Zubringerleistungen im Fernbusbereich geschützt und nicht durch konkurrierende Busleistungen gefährdet wird." Deshalb und zur Finanzierung der erforderlichen Infrastruktur sei "die Ausweitung der Maut auf Linienfernbus- und Gelegenheitsverkehre unerlässlich." (Pressemeldung EVG, 18.05.12).

Industrie

RechteckFunkwerk: Neuausrichtung im ersten Quartal 2012 weiter vorangetrieben
Die Funkwerk AG hat im ersten Quartal 2012 mit Nachdruck die Maßnahmen zur Neuausrichtung vorangetrieben, die bereits im Vorjahr definiert und begonnen worden waren. Ziel ist es, die Effizienz in der Gruppe zu steigern und die Strukturen zu vereinfachen. Im Mittelpunkt standen im Berichtszeitraum das Ausschöpfen von Synergien, die Internationalisierung des Vertriebs und die Verbesserung des Supply-Chain-Managements. Außerdem wurde die Fokussierung auf ausgewählte Wachstumsfelder weiterverfolgt.
Neben dem Verkauf des Geschäftsbereichs Enterprise Communication, der Ende März endgültig abgeschlossen werden konnte, trennte sich die Funkwerk AG im ersten Quartal 2012 von der Funkwerk Avionics GmbH, die bisher zum Geschäftsbereich Automotive Communication (AC) gehörte. Auch die Produktlinie Sportanzeiger aus dem Segment Traffic & Control Communication (TCC), die im Jahresverlauf 2012 ebenfalls verkauft werden soll, wurde im Quartalsabschluss gesondert ausgewiesen.
Der verbleibende Konzernumsatz der fortgeführten Geschäftsbereiche blieb in den ersten drei Monaten 2012 mit 33,5 Mio. Euro rund 6,2 % unter dem entsprechend angepassten Vorjahreswert (Vorjahr: 35,7 Mio. Euro).
Im Geschäftsbereich TCC verbesserte sich der Umsatz im ersten Quartal von 16,5 Mio. Euro auf 17,6 Mio. Euro, der Segmentumsatz im Geschäftsbereich Security Communication (SC) erhöhte sich im Quartalsvergleich von 11,2 Mio. Euro auf rund 11,5 Mio. Euro. Einen Rückgang von 5,8 Mio. Euro auf 4,3 Mio. Euro verzeichnete lediglich der Bereich AC: Hier wurde in der zweiten Jahreshälfte 2011 das Nachrüstgeschäft aufgegeben, das im Vergleichswert noch enthalten ist.
Das Betriebsergebnis vor Wertminderungs- und Restrukturierungsaufwendungen im Konzern lag im Berichtszeitraum bei -2,9 Mio. Euro und damit nur leicht unter dem angepassten 2011er Niveau von -2,7 Mio. Euro. Nach Berücksichtigung von Restrukturierungskosten ergab sich ein EBIT von -3,1 Mio. Euro (Vorjahr: -2,7 Mio. Euro), das Nettoergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche belief sich auf -4,0 Mio. Euro im Vergleich zu -3,4 Mio. Euro in den ersten drei Monaten 2011. Nach entsprechenden Entkonsolidierungseffekten betrug das Periodenergebnis -2,2 Mio. Euro nach -3,9 Mio. Euro in 2011.
Deutlich stabilisiert hat sich die Finanz- und Vermögenslage im Funkwerk-Konzern: So verbesserte sich der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit gegenüber dem ersten Quartal 2011 von -10,4 Mio. Euro auf -3,8 Mio. Euro und der Free Cash Flow von -13,4 Mio. Euro auf 3,0 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote stieg im Vergleich zum Jahresende 2011 von 30,8 % auf 34,3 %. Auch die Nettofinanzposition, die sich aus der Differenz aus Finanzverbindlichkeiten und liquiden Mitteln errechnet, erhöhte sich spürbar: Sie lag am 31. März 2012 bei 7,9 Mio. Euro gegenüber 4,5 Mio. Euro zum Jahresultimo 2011.
Die Fortsetzung der Neuausrichtung wird die Geschäftsentwicklung von Funkwerk auch im weiteren Jahresverlauf 2012 bestimmen. In den nächsten Monaten sollen vorrangig Organisations- und Kostensynergien innerhalb der Gruppe gehoben werden. Bei der geplanten Internationalisierung werden ein Ausbau der bestehenden Absatzkanäle und strategische Partnerschaften angestrebt. Außerdem gehört die Installation eines konzernweiten ERP-Systems zu den vorrangigen Maßnahmen 2012. Über die internen Aufgaben hinaus belastet die verhaltene Investitionsbereitschaft der öffentlichen Auftraggeber den Geschäftsverlauf der Funkwerk AG, die im Gesamtjahr 2012 mit einem etwa stabilen Konzernumsatz rechnet. In der Ertragslage sollten sich erste Effizienzsteigerungen auswirken, sodass ein ausgeglichenes operatives Ergebnis erwartet wird (Pressemeldung Funkwerk, 18.05.12).

RechteckSFW: Instandhaltung und Reparatur im Lokschuppen Wittenberge
Foto SFWFoto SFW
Die Schienenfahrzeugbau Wittenberge GmbH (SFW) hat mit der Instandhaltung und Reparatur erster Diesel- und E-Lokomotiven im Lokschuppen Wittenberge begonnen. Nach dem Erhalt des Fördermittelbescheides zum Ausbau des Lokschuppens, starteten Anfang 2012 Sanierungsarbeiten, welche zurzeit noch laufen.
"Wir haben uns bewusst für den Standort Wittenberge entschieden." informiert Ulrich Rudler, Geschäftsführer der Schienenfahrzeugbau Wittenberge GmbH. "Mit der bereits existierenden Werkhalle, den vorhandenen Grubengleisen sowie entsprechender Technik verfügen wir über eine hervorragende Basis, um schon vor der Fertigstellung der Sanierungsarbeiten des Bürokomplexes mit dem laufenden Betrieb beginnen zu können. Zudem verfügt die Werkstatt über einen direkten Gleisanschluss an den Bahnhof Wittenberge und liegt strategisch günstig an den Haupttrassen Hamburg - Berlin sowie Rostock - Magdeburg." so Rudler weiter.
Seit dem Erhalt des Fördermittelbescheids im Dezember vergangenen Jahres wird aktiv am Ausbau der Werkstatt und des dazugehörigen Bürokomplexes gearbeitet. In der Werkhalle kann mittlerweile an den ersten Schienenfahrzeugen gearbeitet werden. Zwei der fünf Grubengleise werden momentan für Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten für die Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH genutzt. Im Bürotrakt wurde bereits der Trockenbau fertiggestellt sowie Elektro- und Sanitärarbeiten beendet, so dass kurzfristig mit den Malerarbeiten begonnen und einem baldigen Umzug entgegengeblickt werden kann.
Mit der Inbetriebnahme der Werkstatt in Wittenberge baut die SFW das regionale Netzwerk der Unternehmensgruppe ENON GmbH & Co.KG weiter aus und präsentiert damit ihre regionale Verwachsenheit. Zudem leistet sie einen aktiven Beitrag zur kontinuierlichen Sicherung der Region mit der Schaffung von mindestens zehn geplanten neuen Arbeitsplätzen (Pressemeldung Schienenfahrzeugbau Wittenberge GmbH, 18.05.12).

Aus den Ländern

RechteckBaden-Württemberg: Infofahrt S 60
Foto VRS/F. Stampe
Etwa 250 Bauleute sind derzeit beim dritten Abschnitt der S 60 zwischen Renningen und Magstadt am Werk. Bei einer Informationsfahrt haben sich die Mitglieder des Verkehrsausschusses heute ein Bild vom Baufortschritt gemacht. "Wir haben den Eindruck gewonnen, dass alle mit Hochdruck arbeiten und sich ins Zeug legen, damit die S 60 im Dezember auf ihrer ganzen Länge in Betrieb gehen kann", sagte Regionalpräsident Thomas S. Bopp. "Wir sind zuversichtlich, diesen Termin zu schaffen", führte Karsten Erhardt, DB Netz AG, Regionalbereich Südwest, aus. Auf den dritten Abschnitt entfallen rund 66 Millionen Euro der insgesamt etwa 150 Millionen Euro Gesamtinvestitionen.
Der dritte Abschnitt der S 60 zwischen Magstadt-Renningen ist 7,7 Kilometer lang und wird auf 6 Kilometern zweigleisig ausgebaut. Daran sowie an den zwölf Eisenbahnbrücken, den 3 Kilometer Lärmschutzwänden und den beiden neuen Haltepunkten Renningen-Süd und Magstadt wird derzeit parallel gearbeitet. Die DB Projektbau präsentierte den Regionalpolitikern eindrucksvolle Zahlen. Alleine für die Brücken werde so viel Beton und Stahl verwendet wie für etwa 1.000 Fertiggaragen. Auch für die Signaltechnik am zweiten Gleis sind umfangreiche Arbeiten notwendig. So würden rund 44 Kilometer Kabel in die neuen 5 Kilometer langen Kabeltröge verlegt. Die neue Signaltechnik ermöglicht auch das Betriebskonzept der S 60. Danach werden die Züge in Renningen an die S-Bahn-Züge der S6 angehängt (kuppeln) beziehungsweise abgehängt (flügeln). Insgesamt werden rund 15 Kilometer Anlagen für Oberleitungen mit nahezu 300 Masten entstehen. Im Übrigen werden die elektronischen Stellwerke in Böblingen und Sindelfingen durch eine Unterzentrale in Renningen erweitert.
Wie aufwändig die Bauarbeiten sind, zeigt auch folgender Vergleich: Würden alle ausgebauten und verwendeten Materialien des dritten Bauabschnitts auf einen Güterzug verladen, wäre dieser etwa 33 Kilometer lang. Das entspricht nahezu der Entfernung von Magstadt nach Stuttgart. Ebenfalls eindrucksvoll: Alle eingebauten Schwellen wiegen genauso viel wie der sichtbare Teil des Stuttgarter Fernsehturms, nämlich 3.000 Tonnen (Pressemeldung VRS, Foto VRS/F. Stampe, 18.05.12).

RechteckHessen: Ausbau der Bahnsteige Groß-Gerau-Dornheim und Riedstadt-Wolfskehlen
Wie Verkehrsminister Dieter Posch am 16.05.12 in Wiesbaden mitteilte, unterstützt das Land die Deutsche Bahn beim Ausbau der Bahnsteige an den Verkehrsstationen Groß-Gerau-Dornheim und Riedstadt-Wolfskehlen. "Moderne, freundliche und vor allem barrierefreie Bahnhöfe, sind eine wesentliche Voraussetzung für einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr, so Posch.
Die Zuwendung für Dornheim beträgt 1 037 000 Euro bei Gesamtkosten in Höhe von 2 121 830 Euro. Die Zuwendung für Wolfskehlen beträgt 357 000 Euro bei Gesamtkosten von 743 774 Euro.
Die von der DB AG, dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und von Hessen Mobil unterzeichneten Realisierungs- und Finanzierungsverträge (RuFV) wurden inzwischen versandt.
Am Bahnhof Groß-Gerau-Dornheim sind die 76 cm hohen Abschnitte der beiden Bahnsteige zurzeit nur 140 m lang, was für S-Bahn-Langzüge, die aus drei Triebzugeinheiten bestehen, nicht ausreicht. Damit die Fahrgäste künftig bequem und ohne großen Höhenunterschied auch in die gut 200 m langen "Dreiteiler" einsteigen können, werden beide Perrons auf 210 m verlängert und rücken dadurch auch näher an die Personenunterführung heran. Im Rahmen der Maßnahme ist auch eine neue Beleuchtung vorgesehen und das vorhandene Wegeleitsystem einschließlich taktiler Bodenindikatoren für Sehbehinderte wird ergänzt.
Ein nahezu identisches Vorhaben fördert das Land auch am benachbarten Bahnhof Riedstadt-Wolfskehlen. Dort sind die 76 cm hohen Bahnsteigabschnitte bereits 185 m lang, so dass der Aufwand für ihre Verlängerung auf 210 m geringer ausfällt.
Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im Juni und sollen im Januar 2013 abgeschlossen sein.
Darüber hinaus erhalten die Dornheimer und die Wolfskehlener Bahnstationen im Rahmen eines dritten, älteren Förderprojekts, das insgesamt neun Bahnhöfe an der Riedbahn umfasst, je zwei Informations- und Warteinseln als Wetterschutz sowie weitere Ausstattungselemente wie Sitzbänke und Abfallbehälter (Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, 18.05.12).

RechteckSachsen-Anhalt/Thüringen: Vorinformation Freihändige Vergabe Halle - Jena
Im Amtsblatt der Europäischen Union kündigt die NASA (Magdeburg) federführend für das mitbeteiligte Thüringen die Verlängerung der E-Netz Franken-RE-Züge Nürnberg-Saalfeld (Vertrag läuft seit Dezember 2011) über Naumburg-Merseburg nach Halle ab Fahrplanwechsel im Dezember 2015 bis zum Ablauf des E-Netz Franken im Dezember 2023 per geplanter Direktvergabe (an die dort verkehrende DB Regio Bayern) an (2012/S 93-153855), die hierzu mutmaßlich einige wenige weitere Talent 2 Züge ordern muss.
Geplant ist ein Zweistundentakt mit einer Verkehrsleistung von ca. 427 000 Zugkilometern jährlich (Peter Klotz, 18.05.12).

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Harzer Schmalspurbahnen

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTerminvorschläge zum Wochenende
Termine zu Museumsveranstaltungen an diesem Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (18.05.12).

RechteckSauschwänzlebahn
Foto Harald BeckerFoto Harald Becker
Foto Harald BeckerFoto Harald Becker
Ware Wettercabriolen konnte man am Mittwoch bei der SauschwänzleBahn im Wutachtal erleben, und das im Mai. Temperaturen im unteren einstelligen Bereich, dicke Wolken, Regen-, Schnee- und Graupelschauer aber auch ein paar Sonnenstrahlen begleiteten die Museumsbahnfahrten mit der Dampflok 86 333 mit ihren Donnerbüchsen und Schweizerwagen zwischen Blumberg und Weizen (Harald Becker, 18.05.12).

RechteckSonderfahrt nach Franzensbad
Foto Matthias KöhlerFoto Matthias Köhler
Auf der Fahrt von Leipzig nach Franzensbad (CZ) hielten am 16.05.12 die 41 1144 und 03 1010 länger als geplant in Altenburg. Der Zug war sehr gut besetzt und man freute sich bei herrlichem Wetter auf einen schönen Ausflug. Im Hintergrund des sehr verwahrlosten Bf. ist noch der Wasserkran am Gl. 4a zu sehen, welcher natürlich nicht mehr in Betrieb ist (Matthias Köhler, 18.05.12).

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Bahnberufe

Mit der Kamera notiert

RechteckBerlin
Foto Eric Schulze
Am 15.5.2012 fuhr 115 509 mit den Pbz nach Leipzig durch Berlin Lichterfelde Ost (Eric Schulze, 18.05.12).

RechteckBrenner
Foto GKFoto GK
Am 12. Mai bei Auer (Ora) im Bozner Unterland: Vorspann EU 43.005 RT (blau-weiß), Tfz EU 43.007 RT (rot-türkis-weiß). Beachtenswert der Irokesenschnitt am Bahndamm, obenauf mit Klatschmohn.
Der auffällige weiße Pfeil oberhalb des Ausfahrsignals bedeutet, dass das Signal ausnahmsweise rechts vom Gleis steht, sich also auf das links daneben gelegene Gleis bezieht, in diesem Fall auf das "Binario Tronco Sud" (südliches Stumpfgleis, vorwiegend für Regionalzüge).
Das Gleissperrsignal auf Höhe des Ausfahrsignals (weiße Lichter, horizontal vergleichbar Hp00, freigegeben vertikal) befindet sich wie üblich links vom Gleis. Die erkennbare Schutzweiche mit Prellbock ist in Italien unabdingbar vorgeschrieben, um gleichzeitig Fahrstraßen in beide Richtungen, z.B. für Einfahrten aus Nord und Süd, freigeben zu können, obwohl die Strecke zweigleisig ist (GK, 18.05.12).

RechteckTrolleybuses good for nature
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Ohne Worte (Gunter Mackinger, 18.05.12).

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LOK Report Reiseführer 2012/2013

LOK Report Europa Reiseführer 2012/2013
Auslieferung ab 18. April 2012

Europa

RechteckFrankreich: N. Bricq und F. Cuviller werden Minister der 1. Regierung Ayrault
Foto Ministre de l'Écologie, du Développement durable et de l'Énergie
Die neue französische Umweltministerin Nicole Bricq und der beigeordnete Verkehrsminister Frédéric Cuvillier. Foto Ministre de l'Écologie, du Développement durable et de l'Énergies.
Am Nachmittag des 15.05.12 hat der neue französische Präsident Francois Hollande den bisherigen Bürgermeister von Nantes, Jean-Marc Ayrault, als Premierminister der neuen Regierung in Frankreich bestimmt. Am 16.05.12 wurde er von seinem Vorgänger François Fillon in sein Amt eingeführt.
Am 16.05.12 erfolgte gegen 20 Uhr die Vorstellung des gesamten Kabinetts innerhalb der Abendnachrichten von France 2. Schon im Voraus war zur Überraschung vieler Beobachter bekannt geworden, dass die Sozialisten-Chefin Martine Aubry nicht zum Kabinett des neuen Präsidenten gehören würde.
Insgesamt besteht das neue Kabinett aus 34 Ministern, darunter befinden sich aber 17 "Beauftragte Minister" (Ministre délégué), die in der Rangfolge zwischen einem Minister und einem Staatssekretär stehen.
Nicole Bricq wurde Ministerin für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie (Ministre de l'Écologie, du Développement durable et de l'Énergie) und tritt damit die Nachfolge von Nathalie Kosciusko-Morizet an. Dem Ministerium wurde der Wohnungsbau wieder entzogen, dafür aber die Energie zugeordnet.
Bricq wurde am 10. Juni 1947 in La Rochefoucauld (Charente) geboren. Zerbrechlich und zart aussehend, hat sich die Tochter eines Bauern als gemäßigte Sozialistin und Feministin mit wirtschaftlichen Themen ihren Platz in der französischen Politik erobert. Nicole Bricq hat einen Master für Privatrecht 1970 an der Universität von Bordeaux erworben. Sie wurde 1986 Regionalrat der Ile de France und Präsidentin des Kulturausschusses. Von 1988 bis 1990 arbeitete sie als technische Beraterin im Verteidigungsministerium, dann von 1992 bis 1993 im Umweltministerium. Sie wurde 1997 Abgeordnete im Departement Seine-et-Marne und ist dort seit September 2004 Senatorin. Sie ist Mitglied des Finanzausschusses und seit Oktober 2011 dort Generalberichterstatterin.
• Beauftragter Minister für Verkehr und Seewirtschaft (Ministre délégué auprès de l'Ecologie chargé des Transports et de l'Économie maritime) wurde Frédéric Cuviller als Mitglied der Sozialistischen Partei (Parti Socialiste). Er tritt damit die Nachfolge von Thierry Mariani mit einem erweiterten Aufgabengebiet "Seewirtschaft" an.
Cuviller wurde am 9. Dezember 1968 in Boulogne-sur-Mer (Pas-de-Calais) geboren. Er ist Doktor der Politikwissenschaft und Professor an der Université du Littoral Côte d'Opale. In seiner Laufbahn nahm er mehrere regionale Positionen in der Region Pas-de-Calais ein und ist Mitglied der Nationalversammlung und der Kommission für nachhaltige Entwicklung und Raumplanung.
Die Ernennung von Cuviller darf auch als ein Ausgleich zur Nichternennung von Martine Aubry angesehen werden, da beide ihren Wirkungskreis im Norden Frankreichs haben (WKZ, diverse Quellen, 18.05.12).

RechteckSchweiz: Bundesrat bestätigt vorläufigen Verzicht auf die Porta Alpina
Auf den Bau einer Bahnhaltestelle im Gotthard-Basistunnel unterhalb von Sedrun (Porta Alpina) wird vorläufig verzichtet. Der Bundesrat hat heute einen Bericht des UVEK zur Kenntnis genommen, der die Gründe für diesen Entscheid erläutert. Von Bedeutung ist unter anderem, dass kein genehmigungsreifes Projekt vorliegt, das mit dem vorgesehenen Bahnbetrieb durch den Tunnel vereinbar wäre. Eine alternative Nutzung der bestehenden Räume zu touristischen Zwecken oder eine Realisierung der Porta Alpina durch eine der nächsten Generationen bleiben jedoch möglich.
Gemäss einer Studie der SBB könnte ein minimales Bahnangebot mit einer Porta Alpina betrieben werden, ohne dass dadurch der geplante Verkehr durch den Gotthard-Basistunnel wesentlich beeinträchtigt würde. Indes würde ein solches Angebot die Kapazitätsreserven für den Güterverkehr verringern. Zudem wäre es nicht wirtschaftlich und müsste vom Kanton Graubünden mit jährlich rund 9 Millionen Franken unterstützt werden. Angesichts dieser Ausgangslage und der Tatsache, dass kein genehmigungsreifes Projekt vorliegt, hat der Kanton Graubünden das bestehende Projekt sistiert. Der Bundesrat hat heute einen Bericht des UVEK gutgeheissen, der die Gründe für einen vorläufigen Verzicht auf die sogenannte Porta Alpina unterhalb Sedrun im Detail darlegt.
Sollte eine der nächsten Generationen die Porta Alpina realisieren wollen, müssten die Gesuchsteller ein neues Projekt mit zusätzlichen Nachweisen zu Sicherheit und Betrieb einreichen. Zudem müssten entsprechende Bauarbeiten auf den Bahnbetrieb im Gotthard-Basistunnel abgestimmt werden.
Es bleibt auch möglich, die im Rahmen von Vorinvestitionen bereits erstellten Bauten, namentlich die als künftige Wartehallen ausgebrochenen Räume, touristisch zu nutzen. Hierfür ist allerdings eine enge Absprache mit der Betreiberin SBB nötig. Die SBB und der Kanton Graubünden bereiten eine Vereinbarung vor, um die Nutzungsrechte und die Unterhaltspflichten für die bestehenden Bauten zu regeln.
Die eidgenössischen Räte hatten im Jahr 2005 beschlossen, die Vorinvestitionen in die Porta Alpina mit maximal 7,5 Millionen Franken mitzufinanzieren. Im Mai 2007 entschied der Bundesrat, den Entscheid über die Hauptinvestitionen erst zu fällen, wenn offene Fragen zum Betrieb geklärt sind. Er beschloss, bis Ende 2012 einen Bericht hierzu vorzulegen. Diesem Beschluss ist der Bundesrat mit seinem heutigen Entscheid nachgekommen
(Pressemeldung BAV, 18.05.12).

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Zwei neue Classic-Videos
Eisenbahnen in Hamburg

C.-M. Peters

Eisenbahnen
in Hamburg

Der Eisenbahnknoten Hamburg im Sommer 1999: Ein wahrhaft »buntes« Kaleidoskop. Fast schon vergessene Zuggattungen wie RSB und IR, dazu der mit viel Vorschußlorbeeren bedachte »Metropolitan« sind noch alltäglich.

Weitere Informationen

Unterm Roten Stern

C.-M. Peters

Unterm Roten Stern

Nordböhmen im Frühjahr 1989: Anläßlich einiger Streckenjubiläen setzten die ČSD eine größere Anzahl von Dampfloko-motiven vor Regel- und Sonderzügen ein. So entstanden eindrucksvolle Aufnahmen in der nordböhmischen Mittelgebirgslandschaft.

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Erschienen und bestellbar!

Übersee

RechteckTürkei: Spatenstich für den Ausbau Irmak-Karabuk-Zonguldak
Foto Amt des Gouverneurs Çankırı ValiliğiFoto Amt des Gouverneurs Çankırı Valiliği
Foto Amt des Gouverneurs Çankırı ValiliğiGrafik LOK Report Europa Reiseführer 2012/13 Der für Verkehr zuständige Kommissionsvizepräsident Siim Kallas hat Ankara einen Besuch abgestattet, um die Zusammenarbeit zwischen der EU und der Türkei im Verkehrsbereich zu stärken. In Einklang mit der "positiven Agenda" der Kommission erörterte Vizepräsident Kallas die Erstellung eines "Fahrplans" für die Verkehrsbeziehungen EU-Türkei, der auch regelmäßige Treffen auf hoher Ebene und den Aufbau eines strukturierten Dialogs mit den türkischen Behörden umfassen soll.
Die Entwicklung der Verkehrsbeziehungen EU-Türkei ist angesichts der strategischen geografischen Lage der Türkei an der Schnittstelle zwischen Europa und dem Nahen Osten sowie dem Kaukasus, ihres Kandidatenstatus und ihres wachsenden Marktes für Verkehrsdienste von großer Bedeutung.
Während seines Besuches traf Vizepräsident Kallas die Minister für auswärtige bzw. EU-Angelegenheiten und den Minister für Verkehr sowie wichtige Akteure im Verkehrsbereich. "Die Gespräche drehten sich um die Zukunft unserer Partnerschaft im Hinblick auf alle Verkehrsträger", erklärte Vizepräsident Kallas.
Vizepräsident Kallas wohnte dem ersten Spatenstich für die neue Eisenbahnstrecke Irmak-Karabuk-Zonguldak bei, dem bislang größten von der EU finanzierten Auftrag in der Türkei (188 Mio. EUR).
Dank dieses Projekts wird die Nord-Süd-Güterverkehrsverbindung von der türkischen westlichen Schwarzmeerregion nach Europa modernisiert. Das Projekt wird im Rahmen des Instruments für Heranführungshilfe, das der Entwicklung der Infrastruktur in den EU-Kandidatenländern dient, finanziert (Pressemeldung EU-Kommission, Fotos Amt des Gouverneurs Çankırı Valiliği, Grafik LOK Report Europa Reiseführer 2012/13, 18.05.12).

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